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Profihosentaschenkamera Sony RX 100 III

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Flicka:
Ah, danke fürs Posten!

Beim ersten Bild sieht man m.E. wirklich nicht, dass es HDR ist, trotzdem sind die extremen Helligkeitsunterschiede schon ganz gut angeglichen.

Beim zweiten Bild ist es schon schwieriger. Aber da müsste man wohl wirlklich mit einigem Aufwand aus mehreren Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen die verschiedenen Bildteile so zusammenbasteln wie man sie braucht.

Flicka:
Andrea, ja, dieser ausgefressene Himmel ist typisch, wenn man ein Stück Himmel und sehr dunkle Bereiche (Schatten) im Foto hat.

Aber der Rest der jeweiligen Bilder ist ganz gut beleuchtet, und dort steckt ja eigentlich die wesentliche Information. Ich nehme an, du willst mit den Bildern die Wegführung zeigen.

Die Kameras sind trotz der vielen Verbesserungen halt immer noch nicht in der Lage, den Dynamikumfang des menschlichen Auges aufzuzeichnen. Manche Sensoren können das besser, andere schlechter, und aus RAWs kann man oft noch mehr rauskitzeln als aus den komprimierten JPGs.

HDR ist nur ein Hilfsmittel, um dieses Problem zu umgehen, und bedeutet letzlich, dass aus mehreren Belichtungen automatisch ein neues Bild berechnet wird. Das führt aber manchmal zu unnatürlichen Ergebnissen. Als die Methode vor ein paar Jahren neu auf den Markt kam, war es besonders schlimm. Heute bemüht man sich da allgemein, natürlich wirkende Ergebnisse zu erzielen, ohne HDR-Effekthascherei.

Man kann auch z.B. ein insgesamt zu dunkles Foto machen, später in der Bildbearbeitung die dunkleren Teile gezielt auswählen und diese aufhellen. Das ist aber je nach Bild oft mühsam und mann muss sich überlegen, wie man die Übergänge zu den nicht bearbeiteten Bildteilen gestaltet, damit sie nicht unnatürlich wirken. Außerdem neigen die aufgehellten Teile meistens zu kräftigem Bildrauschen. Ähnlich hat man es aber wohl früher (oder jetzt noch) in der analogen Fotografie gemacht. Wenn man in der Dunkelkammer aus einem Negativ ein Bild belichtet hat, konnte man sich beispielsweise  aus einem einfachen Blatt Papier mit Loch drin ein Hilfsmittel basteln, mit dem man einzelne Bildteile länger belichtet hat als die übrigen, oder man konnte Bildteile, die auf dem Foto zu dunkel erschienen wären, kürzer belichten, indem man sie abgewedelt hat. Das war noch echte Handarbeit und jede Ausbelichtung ein Unikat. Ich hatte mal ein Schwarz-Weiß-Foto so schön ausbelichtet, dass ich in der Folge nie wieder so hinbekommen habe und letztlich die Lust verloren habe.

Alternativ könnte man ein gesondertes Foto für die hellen Bereiche und eins für die dunklen Bereiche machen und diese Fotos später z.B. so am PC so zusammensetzen, dass man die überbelichteten Bildteile der helleren Aufnahme durch die entsprechenden Bildteile der dunkleren Aufnahme ersetzt. Ein bisschen wie HDR, aber manuell und auf die größeren Bildflächen beschränkt. Kritisch sind da natürlich auch wieder die Übergänge zwischen den Bildteilen.

Eine Möglichkeit sind auch Grauverlaufsfilter, die man schon beim Fotografieren anwendet und optimalerweise vor dem Objektiv frei drehen und verschieben kann. Ein Teil des Filters ist ähnlich wie eine Sonnenbrille eingetönt, dann gibt es einen mehr oder weniger fließenden Übergang zum Rest des Filters, der klar ist. Im ersten Bild könnte man einen Grauverlaufsfilter so anwenden, dass der getönte Teil das rechte Drittel des Fotos einnimmt und dort weniger Licht durchlässt. Damit wären der Himmel und die Wiese rechts des Weges dunkler. Beim zweiten Foto mit den nach oben ragenden Bäumen ginge das aber nur schlecht.

Vermutlich gibts da auch mehr, fällt mir nur gerade nicht ein.

Andrea:
Danke dir für die ausführliche Antwort.

Ich sollte - wie von Rainer auch schon angemerkt - jetzt wirklich mal anfangen, mich mit Fotografie zu beschäftigen. Zum einen habe ich noch Schwierigkeiten den Bildausschnitt richtig zu wählen (zu viel Himmel, zu viel Weg,...) und zum anderen muss ich den Umgang mit den Programmen meiner Kamera erlernen. Und ja: Das heißt üben üben üben. Was ich immerhin schon erreicht habe: Ich mache jetzt schon häufiger Bilder, die nicht schief sind  ;D

Und zuguterletzt (Himmel - wie schreibt man das?  :verlegen: ) kann ich mich dann mit der Bildbearbeitung beschäftigen. Früher habe ich immer geglaubt, dass man damit hauptsächlich seine Bilder bis zur Unkenntlichkeit tuned. Aber Michael hat mir mal (bei einem Besuch bei ihm) Lightroom gezeigt und wir haben Ticker für dieses Forum hergestellt. Allein das Drehen an dem einen oder anderem Regler hat die Bilder in meinen Augen tatsächlich aufgewertet. Natürlich war es mehr ein Antippen des Reglers als wirkliches Drehen  ;) Mein Horror vor solchen Programmen hat er mir damit genommen.

Andrea:
Was mir übrigens auch noch einfällt: Nach wie vor wird die Panasonic DMC TZ-71 häufig empfohlen, wenn man mal so im Internet stöbert. Erst neulich in der Schottland-Fotogruppe bei Facebook.

Flicka:

--- Zitat von: Andrea am 29. September 2017, 19:58:45 ---
....zum anderen muss ich den Umgang mit den Programmen meiner Kamera erlernen. Und ja: Das heißt üben üben üben. Was ich immerhin schon erreicht habe: Ich mache jetzt schon häufiger Bilder, die nicht schief sind  ;D


--- Ende Zitat ---

Das werde ich bei der Sony teilweise auch neu lernen müssen, deshalb habe ich mir ja auch das ausführliche Buch dazu bestellt. Und meine Fotos sind fast immer schief. Meist zwar höchstens ein Grad, aber es ist immer auf derselben Seite. Dabei weiß ich es inzwischen doch.  ::)

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