Allgemeines > Technik
Warum Windows?
Andreas:
--- Zitat von: Rainer am 05. August 2015, 00:54:39 ---Und genau das ist die Bankrotterklärung für ein Betriebssystem, wenn es vom Laien verlangt, er müsse genau wissen, was er tut und was er besser sein läßt.
--- Ende Zitat ---
Laien? Laien haben doch heute meist gar keinen PC oder Laptop mehr.
Es wird mit Tablet und Smartphone gesurft und gemailt / gesocialt. Das reicht gefühlten 90% der Internet-Nutzer vollkommen.
Und wenn es dann doch mal Office sein muss (Brief schreiben und drucken) macht man das z.B. kurz im Büro. Dort steht dann auch ein Drucker.
--- Zitat von: Rainer am 05. August 2015, 00:54:39 ---Es läuft nur auf immer gleichen Plattitüden hinaus, was nicht der Sinn des Threads war und isr.
--- Ende Zitat ---
Stimmt genau. Und "Linux ist viel besser" ist in diesem Fall meine Lieblingsplattitüde.
Der Thread heißt 'Warum Windows?'. Ich habe lediglich meine persönliche Meinung dazu geäußert.
Warum also Windows? Windows 10 scheint mir doch recht gelungen zu sein (nicht nur mir übrigens).
Ich kann ambitionierten Win7 oder 8 Nutzern nur raten umzusteigen. Kost auch nix.
Rainer:
--- Zitat von: Andreas am 05. August 2015, 02:10:01 ---Laien haben doch heute meist gar keinen PC oder Laptop mehr.
--- Ende Zitat ---
Quatsch. Alleine hier im Forum dürften ca. 95% aller Beiträge von Desktops/Laptops kommen, nur der schmale Rest kommt von Tablets/Smartphones. Das kann man einfach auswerten und wenn man andere Foren sieht, dann stellt sich das ähnlich dar.
Natürlich haben Tablets und Smartphones ihren Platz gefunden (besonders natürlich im Social Media Bereich), aber für die wenigsten stellen sie einen vollwertigen Ersatz für ihre Desktops und Laptops dar. Alleine die großen Monitore der Desktops sind für viele Anwendungen ein unersetzbarer Vorteil gegenüber Tablets und Smartphones. Und NIEMAND wird von heute auf morgen vom Laien zum Profi, nur weil er jetzt auch ein Tablet/Smartphone mit IOS oder Android besitzt. Eine interessante Frage wäre in dem Zusammenhang auch, wer benutzt sein Smartphone auch dazu, seine Emails zu verwalten? Das machen nämlich deutlich weniger Menschen, als beispielsweise in Whatsapp zu chatten. Das liegt sicherlich zum einen an der (erneut für Laien) nicht trivialen Einrichtung der Clients (wenn man nicht gerade ein Google Postfach hat) und zum anderen auch daran, dass viele die Unterschiede zwischen IMAP und POP3 nicht kennen und ihre Emails lieber zu Hause auf dem Desktop od. Laptop liegen haben. Das sind die Laien, die es alle nicht gibt?!
Wenn das so wäre, wie Du es schreibst, wieso machst Du überhaupt einen Thread über den Wechsel nach Windows 10 auf? Interessiert doch nur eine handvoll Profis, die sowieso wissen, was sie tun. Komischerweise haben fast nur Laien geantwortet. Von Desktops und Laptops aus und machen sich Gedanken, ob sie und wann sie wechseln sollen.
Wenn jemand das ausprobiert hat und nach Prüfung zur Erkenntnis kommt, Linux ist nichts für ihn, kann ich das verstehen. Dann ist es eben so. Aber die meisten argumentieren (aus einem mir nicht bekannten Grund) aus dem hohlen Bauch, ohne mal ein aktuelles Linux getestet zu haben. Dabei kostet es nichts und viele wären sicherlich überrascht, wie einfach es zu bedienen und zu installieren ist. Und wie performant und ressourcenschonend es ist. Und es wird beim Booten nicht auf Dauer immer langsamer, so wie ich es in vielen Jahren Windows als normal gelernt habe. Mein (eigentlich flotter) Desktop mit der letzten Windows7 Installation braucht inzwischen sicherlich 2 bis 3 Minuten, bis endlich alles da ist. Das parallel installierte Linux ist nach 20 Sekunden da.
Aber, jeder ist seines Glückes Schmied, es ist nur ein Vorschlag. Es fehlt das Marketing, welches Apple auszeichnet. Denn OSX und Linux sind sich erheblich ähnlicher, als es vielen bekannt ist.
Andrea:
Ähm, den Thread über Windows 10 habe ich eröffnet...
Mich würden jetzt noch 2 Dinge interessieren:
Warum nutzt du, Rainer, eine Windowsbox, wenn Linux doch alles bietet, was du brauchst?
Ist diese Windowsbox (ist das eigentlich das, was man früher als Emulator bezeichnete?) nicht anfällig für Viren und Co?
Und: Gerade weil ich Laie bin, bleibe ich bei Windows, weil ich deutlich mehr Leute kenne, die sich damit auskennen, als mit Linux.
Silke:
Bei mir ist es auch Bequemlichkeit, bei Windows zu bleiben. Ich kaufe mir ein Laptop, da ist ein funktionierendes Betriebssystem drauf. Ich muss mich nicht damit beschäftigen.
Ich kenne die entsprechenden Officeanwendungen und kann einigermaßen damit umgehen. Ich möchte da nicht wechseln müssen. Wir hatten auf Arbeit mal open office bekommen… gruselig fand ich das. Zumal word und open office Dokumente nicht kompatibel waren. Könnte ich mir unter Linux genau so vorstellen.
Mit Viren hab ich noch nie Probleme gehabt. Da läuft eine Software im Hintergrund, die aktualisiert sich selbständig.
Und die ständigen Updates stören mich nicht. Beim runterfahren lass ich die allein machen, auch wenn ich weg will, macht doch der Rechner das allein weiter. Und beim hochfahren ist das selten. Meist mach ich dann was anderes in der Zeit. Und für nur mal schnell was nachsehen hab ich das Smartphone, was ich eh zunehmend öfter nutze.
Gesendet von meinem SM-N9005 mit Tapatalk
Rainer:
--- Zitat von: Andrea am 05. August 2015, 12:37:14 ---Warum nutzt du, Rainer, eine Windowsbox, wenn Linux doch alles bietet, was du brauchst?
--- Ende Zitat ---
Ich habe nicht geschrieben, dass Linux "alles" bietet, was ich brauche. Leider läuft mein Capella Notensatzprogramm nur unter Windows, deswegen habe ich diese VirtualBox installiert. Dennoch ist es keine Eigenschaft eines Betriebssystems, welche Softwareprodukte es gibt. Es gibt auf allen Systemen sehr viele und sehr gute Software. Nur die eigene Gewöhnung (s.u.) hat einen Einfluss auf die Wahl des Systems. Komischerweise tun sich aber OSX Anwender (ehemalige Windows Anwender) sehr viel leichter mit der Entscheidung, sich von Windows (weitestgehend) zu verabschieden.
--- Zitat von: Andrea am 05. August 2015, 12:37:14 ---Ist diese Windowsbox (ist das eigentlich das, was man früher als Emulator bezeichnete?) nicht anfällig für Viren und Co?
--- Ende Zitat ---
Mit Sicherheit ist die "anfällig" für Viren. Zumindest theoretisch. Aber der Witz besteht eben darin, dass die Box als Emulation und Fenster geschützt unterhalb von Linux läuft. Die Viren können da nicht "ausbrechen", selbst wenn ich welche einfangen würde, außerdem benutze ich selbstverständlich innerhalb der Box überhaupt kein Internet, ich brauche ja nur das Notensatzprogramm. Ich weiß, dass das nicht die perfekte Lösung ist und deswegen schreibe ich ja auch, wenn jemand auf ein ganz bestimmtes Programm wirklich angewiesen ist, dann ist er natürlich auch an eine Umgebung gebunden, wo das läuft. Aber viele Anwender benutzen solche speziellen Programme gar nicht. Und ist es schon noch ein Riesenunterschied, ob ich das als abgekapselte Emulation betriebe, oder nativ direkt auf dem Rechner.
Bei den meisten Programmen gibt es sehr gute Alternativen unter Linux. Es gibt auch ein Notensatzprogramm unter Linux, das ist auch nicht schlecht, aber da kommt noch ein weiteres Problem dazu, Notensatzprogramme gehören sicherlich zu den komplexesten und am schwierigsten zu bedienenden Produkte. Ich habe keine einzige andere Software, die soviel Einarbeit und Übung erfordert um damit zügig und zielstrebig zu arbeiten. Bei vielen anderen Programmen (beispielsweise Fotoretusche usw.) habe ich keine Scheu davor, was anderes zu benutzen. Und Officeprodukte sind doch alle gleich, die paar anderen Knöpfe, da würde ich bilnd jedes akzeptieren.
--- Zitat von: Andrea am 05. August 2015, 12:37:14 ---Und: Gerade weil ich Laie bin, bleibe ich bei Windows, weil ich deutlich mehr Leute kenne, die sich damit auskennen, als mit Linux.
--- Ende Zitat ---
(Solche Leute gibt es ja laut Andreas gar nicht...)
Das kann ich von der Psychologie her nachvollziehen, aber wenn man ehrlich ist, was hilft es Dir, wenn Du auf dem Sofa sitzt, Dein Laptop bockt und Du weißt nicht, was Du machen sollst? Also der normale Fehlerfall? Da sind die Freunde in aller Regel nicht erreichbar bzw. können bestenfalls "Telefonsupport" anbieten.
Last not least kann man Linux ja auch total einfach ausprobieren, schon seit Jahren gibt es die Möglichkeit, einen USB Stick als Boot Medium zu benutzen und davon Linux zu booten. Da kannst Du herumspielen und alles machen und zum Schluss machst Du den Rechner aus, ziehst den USB Stick heraus und alles ist wie vorher. Man kann die Sticks sogar so einrichten, dass man Benutzerdaten speichern kann, so dass Du also richtig auch etwas produzieren kannst und später damit fortsetzen. Das kennen Windows Anwender gar nicht.
Und Linux kostet nichts. Und nicht nur Linux kostet nichts, auch tausende guter Programme, die zu Linux gehören, kosten auch nichts. Da braucht man keine Installationsnummer, da muss man nichts aktivieren, da muss man keine Angst haben, weil man einen Zettel mit einer Nummer verlegt hat, einfach installieren und benutzen.
--- Zitat von: Silke am 05. August 2015, 12:59:52 ---Bei mir ist es auch Bequemlichkeit, bei Windows zu bleiben.
--- Ende Zitat ---
Genau das vermute ich bei den meisten Anwendern.
--- Zitat von: Silke am 05. August 2015, 12:59:52 ---Ich kaufe mir ein Laptop, da ist ein funktionierendes Betriebssystem drauf. Ich muss mich nicht damit beschäftigen.
--- Ende Zitat ---
Das wiederum ist kein richtiger Grund, die gibt es nämlich inzwischen auch mit Linux als Betriebssystem und zeichnen sich meistens dadurch aus, dass die etwas günstiger sind.
--- Zitat von: Silke am 05. August 2015, 12:59:52 ---Ich kenne die entsprechenden Officeanwendungen und kann einigermaßen damit umgehen. Ich möchte da nicht wechseln müssen.
--- Ende Zitat ---
Da wird es dann langsam teuer, denn wenn es Microsoft Office ist, das verschenkt Microsoft nicht, ganz im Gegenteil.
--- Zitat von: Silke am 05. August 2015, 12:59:52 ---Mit Viren hab ich noch nie Probleme gehabt. Da läuft eine Software im Hintergrund, die aktualisiert sich selbständig.
--- Ende Zitat ---
Die Virenprogramme sind nur so gut wie alle überflüssig. Sie nützen sehr wenig, erkennen oft die Viren NICHT, markieren im Gegenzug gesunde Programme als krank und last not least machen sie den Rechner langsam. Das ist die Crux dieser Programme, die in Fachkreisen äußerst zweifelhaften Ruf besitzen. Sicherheit vor Viren bietet nur Vorsicht beim Surfen.
--- Zitat von: Silke am 05. August 2015, 12:59:52 ---Und die ständigen Updates stören mich nicht.
--- Ende Zitat ---
Die Updates "an sich" stören mich auch nicht, die sind unvermeidbar, wenn man aktuell bleiben will (wobei man sich fragen muss, ob das immer notwendig ist). Die Art und Weise, wie es bei Windows realisiert und insbesondere die Problematik, dass das Windows nach dem Update auf einmal nicht mehr startet (ist mir wie gesagt gerade erst wieder im Urlaub passiert, das war der absolute Gau), das nervt wahnsinnig. Das passiert nicht jedem, bei Leibe nicht immer, aber es passiert (die Internetforen sind voll davon) und wenn es einem passiert, ist es super nervig.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln