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"Das Gebirge im Meer" - Korsika WoMo-Tour August 2015
Paula:
Bonifacio hat uns damals auch super gefallen, von der Treppe weiß ich allerdings nix, da sind wir nicht gewesen. Die sieht wirklich steil aus. Einmal zum gucken würd ich da auch gehen, aber jeden Tag... :schreck:
Susan:
Bonifacio - Bummel geht weiter
Als die Atmung sich wieder beruhigt und die Gesichtsfarbe von knallrot zu sonnengebräunt zurück gewechselt ist, schlendern wir ein wenig durch die Gassen der Altstadt – wie hunderte anderer Touristen ::)
leicht zu übersehen, die Eglise Saint Jean Baptiste
– und kehren auf einen Eisbecher ein bzw. ein dickes Sandwich für den hungrigen Teenager.
Eigentlich war noch eine Wanderung zum Leuchtturm von Pertusato geplant, angeblich ein schöner Weg an den Klippen entlang. Aber es ist uns einfach zu warm dafür. :girly:
Lieber gehen wir Boote gucken – und da gibt es einiges zu sehen. Durch eines der alten Stadttore verlassen wir die Oberstadt und steigen hinunter zum Hafenviertel - schon wieder Treppen ::)
die fjordartige Hafeneinfahrt
heuer der wichtigste Mann im Hafen der "Parkeinweiser" für die Jachten
die Kaistraße ist gesäumt von unzähligen Restaurants unterschiedlicher Preisklassen
die Festung im Blick
Langsam machen wir uns wieder auf den Weg zurück zum Parkplatz.
Kleiner Jacht-Stau im Hafen
dabei liegen hier schon einige Milliönchen vor Anker
7,50 Euro müssen wir für den Parkplatz bezahlen. Der scheint jetzt irgendwie noch dichter gestellt zu sein. Das Ausparken erfordert einige Rangiererei. Aber es gibt ja hilfreiche Ausspäher und -winker, die auf den frei werdenden Platz spekulieren. ;D Dann noch eine Fahrt durch enge und belebte Gassen, bis es auf die Nationalstraße zurück nach Norden geht.
Die Anfahrt nach Bonifacio wäre mit dem Wohnmobil problemlos möglich, aber das Parken… Es gibt Campingplätze in relativer Nähe, ansonsten ist im Stadtgebiet nichts zu machen, höchsten eventuell außerhalb mit 10 -15 min Fußmarsch zum Hafen.
Gefahren: 70 km
Andrea:
Auch Bonifacio gefällt mir wieder sehr gut. Aber scheinbar sehr vielen anderen auch... ;)
Susan:
22.08. Bonifacio II – Bootstour "Calanques et Grottes"
In Bonifacio hat es uns sehr gefallen und zudem fehlt uns noch ein "Must-do" der Besichtigung. Also machen wir uns nach einem Tag Erholung am Strand nochmals auf den Weg Richtung Süden. Samstag ist vielleicht nicht der beste Tag dafür und ein Stau vor der Stadt scheint den Befürchtungen Recht zu geben. ??? Wir nutzen also das von einem Kerl per Schild ausgerufenen Angebot, bei einem Cafe für 10 Euro den Tag zu parken. Der Fußweg zum Hafen nimmt geschätzt 10 Minuten in Anspruch.
Wir beginnen mit einer Bootsfahrt zu den umliegenden Grotten und Buchten. Laut Reiseführer bieten die u.a. noch mal tolle Aussichten auf die Stadtanlage. Für uns drei kostet der Spaß 47 Euro und es kann gleich losgehen. Auf dem Boot finden wir noch ein schattiges Plätzchen.
Aus dem Fjord der Hafeneinfahrt hinaus tuckern wir gemächlich Richtung Westen.
Der Leuchtturm La Madonetta
Ja, auch wir schippern in die Sdragonato - Grotte hinein. :) Deren Decke hat eine Öffnung, die angeblich genau die Umrisse Korsikas abbildet.
Lila Algen und Ansätze von Tropfstein
Die Höhle ist größer als man denkt, da haben schon so zwei drei Boote Platz. Nur der Eingang ist etwas schmaler.
Weiter gehts zu den Badebuchten Calanque de Fazzio und Calanque de Paragan. Wir sehen zwar auch etwas Sandstrand, aber die meisten scheinen per Boot zum Baden in die Buchten zu kommen. Egal, ob Kayak, Schlauchboot, Segler oder Yacht. 8)
Mit Volldampf geht es dann zurück Richtung Osten. Die spritzende Gischt liefert uns eine kleine Erfrischung
und am Horizont ist die etwa 12 km entfernte Nordküste Sardiniens zu erahnen.
schon mal ein erster Blicke auf die Oberstadt
An einem von der Küste abgetrennten Kreidefelsblock, dem so genannten Grain de Sable (Sandkorn), wird das Schiff wieder langsamer.
Wir umrunden den Felsen und dann geht es wieder zurück. Schon impossant, wie die Häuser da auf den Felsen kleben. Manchmal sogar mit Überhang. Oder wie sagte der Guide auf dem Boot: "Die können gleich vom Fenster zum Baden ins Meer springen"
Auch die Schneise mit der Königs-Treppe ist vom Wasser aus gut zu sehen.
Grotte Napoleon, da Form den Umrissen seines Hutes ähnelt
Hafeneinfahrt
Rund 1 Stunde 20 Minuten hat die Tour gedauert und uns großen Spaß gemacht. Sahnehäubchen wären Badestopps in den Buchten gewesen ;D
Fortsetzung folgt...
Susan:
22.08. Bonifacio II - Gemütlicher Nachmittag und Abendbummel
Jetzt hat aber die Suche nach einem Geldautomaten und vor allem einem Briefkasten Priorität. Ja, teilweise schreiben wir noch Postkarten. 8) Besonders Kerlies Großeltern haben mit elektronischen Urlaubsgrüßen nichts am Hut. Dabei stoßen wir auf einen anderen Weg in die Oberstadt.
Montee Rastello
Kunst zwischendrin
Etliche Stufen später erreichen wir die kleine, leider etwas renovierungsbedürftige Kapelle Saint Roch
Von hier haben wir einen schönen Blick von oben auf das "Sandkorn"
hinüber zum Leuchtturm Pertusato (der Klippen-Wanderweg startet hier, aber wir haben wenig Lust den nachzuholen), hinaus aufs Meer nach Sardinien hinüber
und hinunter zum Stadt"strand" Plage de Sutta Rocca
Plan A war zu einer der Buchten westlich des Ortes zu wandern. Doch die mittägliche Backofenhitze lässt uns hier einen Sprung ins kühle Nass verlockend erscheinen. Obwohl es keinen Sand oder sonst ein gemütliches Plätzchen zum Sitzen gibt. Wieder einmal Stufen steigen ::) Unterwegs weitere Blicke, wie ausgewaschen die Klippen zum Teil unter den Gebäuden sind
eine Art korsischer Arch ;)
Leider bietet der Strand kein Schattenplätzchen, die wenigen unter Felsvorsprüngen sind natürlich belegt.
Auch das Baden ist nicht ganz so einfach. Ins schwimmbare Gewässer zu gelangen, erfordert ein wenig Kraxelei über Unterwasserfelsen. Es geht auch einfacher: ans Ufer legen und sich von den Wellen überspülen lassen. ;D
Insgesamt also nix zum Verweilen, aber nett für eine Erfrischung zwischendurch...
Treppenanstieg zurück in die Oberstadt - zur Belohnung für die Mühen gibt es einen alkoholfreien Cocktail. Und dann noch einen zweiten für Junior und für die Eltern Pastis (muss ja mal sein in Frankreich ;) ) Die Jungs wollen wieder Boote gucken – heute liegen hier bislang nicht gar so viel Jachten. Kerlie experimentiert mal wieder mit Zeitraffer-Aufnahmen. Ich fings spaßig, wie das Volk immer wieder fasziniert zuguckt, wenn eine Yacht rückwärts einparkt.
Wir schlendern den Kai entlang, ein Restaurant für das Abendessen ausgucken. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Doch schließlich einigen wir uns auf eines, das alle Begehren zufrieden zustellen verspricht. Kerlie nimmt eine Pizza ::) Der Gatte und ich wählen eines der Menues: als Vorspeise jeweils verschiedene Salate, für den Gatten dann verlockende Muscheln, für mich leider Fleisch, Lammkeule. Ein paar Muscheln bekomme ich ab, mehr vertrage ich nicht. Zum Nachtisch Tiramisu für alle. War ganz ordentlich das essen, aber nichts Besonderes.
Noch ein kleiner Verdauungsspaziergang, es sind doch noch ein paar dicke Yachten angekommen.
Mittlerweile ist auch der Mond aufgegangen
und die Festung wird bestrahlt
Der Marsch zurück zum Auto und die anschließende Fahrt zurück nach Norden erfolgt reibungslos. Endlich freie Fahrt bei den Kreiseln ;)
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