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The ABC-Tour (Arches, Bridges & Canyons) 2012

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Ilona:
12.03.12 - Canyonlands NP Needles District - Chesler Park + Joint Trail

Gut, dass sich der Körper im Schlaf regeneriert  :floet:, denn nach den 18 km vom Vortag wollten wir dem Needles District einen weiteren Besuch abstatten  :adieu:.

Die Anfahrt war etwas kürzer als am Vortag und um 9:00 Uhr waren wir am Elephant Hill Trailhead startklar.

Auch für die Wanderer führt das erste Stück stufenweise steil nach oben. Hat man dies geschafft, dann gibt es jedoch keine nennenswerten Höhenunterschiede mehr zu bewältigen.





Nur noch Ausblicke auf faszinierende Steingebilde und Felsnadeln.



Ein kleiner Slot führt hinab in den Elephant Canyon.



Anschließend folgt der Aufstieg zum Chesler Park.







Ab und zu sollte man auch einen Blick zurück auf das Meer aus Felsnadeln werfen  :herz:.



Auf der anschließenden Hochebene zieht sich der Weg etwas



und man vermutet auf dem Joint Trail nicht, was die Natur noch für Überraschungen parat hält. Noch lache ich :zwinker: .



Verbirgt sich doch da tatsächlich, soweit das Auge reicht, ein ca. 200 m langer schmaler Schlitz. Hier sind die Felsen fast kerzengerade auseinander getriftet



und eiskalte Luft blies uns durch den Kamineffekt  :windig: wie aus einem Kühlschrank entgegen. Wow, das war echt beeindruckend.

Leider war bald Schluss mit dem ebenen Weg und ein erstes Hindernis musste hinunter geklettert werden.



Kurz darauf überlegte ich ernsthaft, ob ich die gesamte Wegstrecke wieder zurück soll, denn das nächste Hindernis befand sich vor uns.



Ich mag keine Leitern und schon gar keine rückwärts nach unten gehen :schreck:. Das ist auch keine Leiter, sondern ein Stamm mit schmalen Kerben und da mir die Rückfahrkamera am Hintern fehlt  :zwinker:, klappte der Abstieg nur mit Hilfe von Heiko. 

Schon bald erfreuten wir uns an dem Steinhündchen,



das in dieser Röhre Unterschlupf gefunden hat.



Am Ende des Joint Trails ist ein Offroad Parkplatz mit Picnic Area. Hier stärkten wir uns, bevor wir die Runde um den Chesler Park fortsetzten.



Der Weg geht weiter auf einer Dirtroad und führt an solchen Formationen vorbei.





Kurze Zeit später geht es rechts ab durch ein Felslabyrinth und hier waren wir um jedes Steinmännchen dankbar.



Nach 6,5 Stunden und weiteren 18 km auf den Beinen, waren wir wieder am Parkplatz. Geschafft, aber glücklich :happy2:!

Den Chesler Park zu durchwandern war ein anstrengendes, aber auch großartiges Erlebnis.

Wir fuhren an diesem Tag weiter nach Blanding. Hier hatte ich das

Unterkunft: Four Corners Inn
Note: befriedigend
Preis: 56,69 $ inkl. Tax und Frühstück

reserviert. Das Zimmer war sauber, aber schon sehr abgewohnt. Im angrenzenden Homestead Steakhouse hatten wir Pech.

Das Salatbüffet war frisch und umfangreich, aber das Steak und die Pommes waren kalt.

Ilona:
13.03.12 - House on Fire, Natural Bridges NM, Moqui Queen und Blarney Canyon


Das angebotene Frühstück im 4 Corners Inn war sehr dürftig und so holten wir uns nur Kaffee aus der Lobby und frühstückten auf dem Zimmer.

Heute stand ein Brückentag an. Da wir die Strecke zum Natural Bridges N. M. noch nie zuvor gefahren sind, schaute ich am Vorabend auf der Karte, ob zwischen Blanding und Hanksville eine Tankmöglichkeit besteht. Fry Canyon stach mir großgeschrieben ins Auge und so verzichteten wir darauf, Sandy in Blanding nochmals abzufüllen.

Zuvor machten wir noch einen Abstecher zum House on Fire im Mule Canyon. Der Trail war teils ganz schön eisig,



so dass wir die meiste Zeit in der Wash bis zur Ruine weitergingen. Hier schaute ich mir mal eine ehemalige Anasazi-Badewanne  :zwinker: an.



Wir waren etwas zu früh dran, denn es hatte noch niemand Feuer gemacht :zwinker:.



Aber kurz darauf  :adieu::



Ich schwöre  :toothy9: , wir waren's nicht.

Schnell weg  :verpiss:, wenn's brennt und so setzten wir unsere Fahrt zu den Bridges fort.

Im Visitor Center des Nationalmonuments teilte uns der Ranger mit, dass der Trail runter zur Sipapu Bridge (innerhin die zweitgrößte Steinbrücke der Welt - nur die Rainbow Bridge ist größer) vereist sei. Schade, denn wir hatten die Wanderung von Brücke zu Brücke geplant.

Wir schauten uns den Trail trotzdem an. Zuerst geht es zwei Stahltreppen hinunter



und dann eine kurze Holzleiter.



Ab hier war uns der Weg am Abgrund zu eisig



und wir verzichteten auf den Nervenkitzel.

Zur 2. Bridge, der Kachina,



sind wir aber runter. Auch hier zwischendurch eine Holzleiter und Moki Steps.



Erst unter der Bridge zeigt sich deren Größe.







Und dann schnauften wir wieder ganz nach oben.



Für den Ab- und Aufstieg haben wir zwei Stunden gebraucht.

Die 3. Bridge, die Owachomo, ist gemütlicher zu erreichen (hin und zurück 1 Stunde)



und es ist die Filigranste.



]

Wir sind dann nochmals auf einen kurzen Boxenstopp zurück zum Visitor Center und dort las ich auf der Infotafel, dass Fry Canyon keine Tankstelle hat. Die nächsten Tankstellen sind in Blanding (40 Meilen zurück), Hanksville (95 Meilen) oder Hite (50 Meilen). In Hite ist die Bezahlung nur mit Kreditkarte möglich.

Obwohl ich immer darauf bedacht bin, dass wir rechtzeitig tanken (Heiko hat da eher die Ruhe weg  :cool2:), hatte ich es diesmal versäumt. "Gut, bis Hite schaffen wir das" sagte ich mir. Unterwegs dachte ich noch kurz darüber nach, was wäre, wenn die Tanke in Hite nicht funktioniert. Ich hatte es wohl geahnt, denn auf dem Display erschien "see cashier". Weit und breit keine Mensch und unsere Kreditkarten nahm der Automat nicht an  :bang:.

So setzten wir unsere Fahrt nonstop nach Hanksville fort und an der ersten Tanke fiel mir ein Felsbrocken vom Herzen. Zur Beruhigung holte ich mir erst einen Kaffee und dann fuhren wir die Strecke nochmals bis zur Hog Spring Rest Area zurück,



um endlich die Moqui Queen



zu finden. Ich wusste nur, dass man der Straße etwas nach Süden (in Richtung Hite) entlang gehen muss und das Pictogramm auf der rechten Seite im Fels zu finden ist.
 


Wir wollten schon zum 3. Mal aufgeben, doch dann sah ich von weitem links im Alkoven einen dunklen Fleck.



Man muss also ca. 120 m der Straße lang, die Böschung runter, dann über viel Geröll zum Alkoven hoch und da thront die Königin.

Der Tank war voll, die Queen gefunden, das Wetter herrlich und da zog mich der Blarney Slot-Canyon magisch an. Der Blarney Canyon gehört, wie der Leprechaun, zu den drei Irish Canyons unweit der Hog Spring Rest Area. Dieser Slot-Canyon kann auf gesamter Länge nur mit Ausrüstung durchgangen werden, doch wir wollten einfach mal ausprobieren, wie weit man ohne Kletterausrüstung kommt.

Am Eingang musste mich Heiko hinaufziehen  ;D (das sieht auf dem Bild nicht so hoch und glatt aus, wie es in Wirklichkeit ist).



Dann wurde der Canyon immer enger





und an dieser Stelle mussten wir abwechselnd ziehen und schieben, damit wir nach oben kommen.



Das haben Slotcanyons durch ihre Korkenzieherform leider so an sich, dass Frau sich schwer tut. Irgendein abstehendes Körperteil stört immer  :floet:.

Zwischendurch begegnete uns auch eine Gruppe Canyoneerer mit Ausrüstung. Wir schauten einfach, wie weit wir kommen und hatten noch das ein oder andere Hindernis zu überwinden.



Ein kleiner Arch hält sich dort auch versteckt, doch ich habe ihn gefunden :happy:.



Wir turnten eine Stunde im Slot herum, hatten unseren Spaß und einige blaue Flecken mehr  :toothy9: .

Um 18 Uhr wurde es Zeit, dass wir nach Hanksville weiterfahren. Wir bestellten uns kurz vor Ladenschluss im Supermarkt mit Pizzastation schnell eine Pizza, denn das Restaurant und Blondie's Eatery hatten noch Winterpause.

In Caineville checkten wir im

Unterkunft: Rodeway Inn
Note: gut
Preis: 60,61 $ inkl. Tax und Frühstück
 
ein. Es war wie an jedem Abend: Mails checken, duschen und in den Tiefschlaf fallen  :bett:. Alpträume von leeren Benzintanks blieben mir glücklicherweise erspart.

Horst:
Tolle Canyons und mal interessant zu sehen wie das Gelände mitte März in manchen Regionen noch seine winterlichen Tücken aufweist.

Bin gespannt wohin es weitergeht.  :)

Paula:
lauter Plätze wo ich noch nicht war, Sehnsucht, seufz  8)
die Bridges finde ich besonders beeindruckend!
Und das Drama mit dem Tanken kenne ich auch, hatte ich auch einmal, bei der Heimfahrt von Canyonlands nach Moab sind wir dann ganz laangsam und ohne Klimaanlage gefahren (schwitz) damit der Sprit reicht...hat funktioniert. Danach habe ich das Tanken nicht mehr vergessen   :)

Silke:

--- Zitat von: Paula am 28. Juni 2013, 10:59:36 ---
Und das Drama mit dem Tanken kenne ich auch,

--- Ende Zitat ---

Ja, irgendwie ist man von Deutschland ja gewohnt, dass es an jeder Ecke ne Tanke gibt und achtet daher gar nicht so drauf.
Wir waren in der Nähe vom Joshua Tree NP mal dankbar, dass da bei der Ortsausfahrt ein Schild mit dem Hinweis, dass die nächste Tanke in ca. 100 Meilen kommt, steht. Nach einem Blick auf die Tankanzeige haben wir dann mal lieber umgedreht und im Ort getankt ;).

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