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The ABC-Tour (Arches, Bridges & Canyons) 2012

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Ilona:
20.03.12 - Liberty Bell Arch und Colorado Overlook

Nach einem leckeren Omelett und Kleinigkeiten vom Büffet, fuhren wir in Richtung Las Vegas. Doch bevor die Reise zu Ende geht, wollten wir ein letztes Mal die Wanderschuhe anziehen  :adieu:.

Unser Ziel war der Liberty Bell Arch. Den hatten wir schon seit Jahren gelistet, doch der Brückenbau am Hoover Dam machte uns letztes Jahr einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der Straßenbauarbeiten, war der Parkplatz nicht zugänglich.

Die Brücke war zwischenzeitlich fertig gestellt und ich hoffte inständig, dass sie auch hält. Mein Bammel davor war unbegründet, denn der Sichtschutz ist hoch genug und die Fahrt darüber recht kurz.

Ca. 4 Meilen weiter muss man den Highway zum neu gestalteten großzügigen Trailhead-Parkplatz überqueren.

Hier ein Bild von der gegenüberliegenden Seite.



Vom Parkplatz aus führt der Trail unter der Brücke durch.





Weiter geht es erst etwas abwärts in einer Wash und durch einen kleinen Slotcanyon,


 


der Weg steigt moderat an.



Von weitem kann man schon den Liberty Arch erahnen.



Doch zuvor kommt man an einer stillgelegten Mine vorbei.







Von nun an hat man den Liberty Bell Arch ständig vor Augen, doch der Geröllweg zieht sich über eine Stunde rauf und runter.





Dort beim Highway sind wir gestartet.



Wir wollten aber noch zum Colorado Overlook, den man nach weiteren 900 m = 30 Minuten erreicht. Was für ein Ausblick  :adieu:!


 


Wir machten hier Rast und genossen einfach nur die Ruhe und Umgebung. Auch etwas Wehmut machte sich breit :heul:.
 
Nicht nur über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos, sondern auch an diesem herrlichen Fleckchen vor den Toren Vegas.



Doch irgendwann mussten wir uns losreißen und traten den Rückweg an. Nach 4 Stunden und 9 km Wegstrecke waren wir zurück am Parkplatz.

Da wir noch nie zuvor in Nelson waren, wurde dies auch noch nachgeholt. In diesem Gebäude, einer Mischung aus Trödel, Museum und Souvenirshop,



wurden Minentouren angeboten. Wir hörten einem Verkaufsgespräch gebannt zu.  Der Betreiber warnte vor jeglichen Gefahren und dann holte er doch tatsächlich seine Schlange (nein, nicht was ihr jetzt meint  :zwinker:) raus. In der Ecke stand eine Kühltruhe und darin befand sich ein dicker Rattler. Ich kann nicht sagen, ob die Klapperschlange tot und eingefroren war oder ob sie sich nur im künstlichen Winterschlaf befand. Mir war das zuviel und ich konnte mich gerade noch beherrschen, nicht schreiend hinaus zu rennen  :verpiss:.
 


Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Flugangst habe? Zwei Tage vor dem Rückflug kommt das gut  :toothy9::



Wir fuhren noch nach Henderson zu Barnes & Nobles, um uns mit Literatur für die Reise 2013 zu versorgen.

Anschließend checkten wir im

Übernachtung: Gold Coast Casino & Hotel, Las Vegas
Note: gut
Preis: 79,03 $ inkl. Tax (für 2 Nächte/Premium Room)

ein.

Am Abend bummelten wir noch etwas den Strip entlang.

Paula:
Hallo Ilona,

nachdem ich deine Bilder vom Valley of Fire gesehen habe, bin ich mir ganz sicher dass ich dort nächstes Jahr 2 volle Tage verbringen werde, die Farben sind einfach zu schwärmen  :)
der Liberty Bell Arch reißt mich jetzt nicht vom Hocker der Blick am Colorado Overlook dafür umso mehr!
Ist Nelson eine Geisterstadt oder lohnt sich der Besuch dort nur wenn man eine Minentour machen will (das mach ich sicher nicht)?

Ilona:

--- Zitat von: Paula am 04. Juli 2013, 09:54:02 ---Ist Nelson eine Geisterstadt oder lohnt sich der Besuch dort nur wenn man eine Minentour machen will (das mach ich sicher nicht)?

--- Ende Zitat ---

Hallo Paula,

als Geisterstadt habe ich Nelson nicht empfunden, da dort Leute wohnen. Wenn man keine Minentour machen möchte, dann darf man sich auf dem Gelände leider nicht frei bewegen und nur den Bereich um den Trödel besichtigen. Wir sind die paar Meilen bis zum Colorado auch nicht gefahren, da ich irgendwo gelesen habe, dass es dort sehr viel Müll und Glasscherben gibt.

Ilona:
21.03.12 - Las Vegas und der 190 Octane


Die einzigen Wanderungen, die wir an diesem Tag vor hatten, waren durch das Outlet und am Strip entlang. Was soll man auch am letzten Urlaubstag machen  :gruebel:?

Der Ablauf war so: Frühstücksbüffet im Gold Coast, Outlet, Lunchbüffet im South Point Hotel, Hotel-Hopping, Packen und nichts mehr zum Abend essen.

Nicht, dass ihr jetzt denkt, uns sind die Dollar ausgegangen oder wir haben den letzten Cent verspielt. Weit gefehlt. Ein 190 Octane war schuld .

Also (fast) von Anfang an:

Nachdem wir mittags das Büffet durchprobiert hatten, fuhren wir ins Parkhaus vom Paris.

Weil ich euch jedes Mal was neues aus Las Vegas präsentiere, gibt's jetzt ein Bild von der Riesenrad-Baustelle, an der wir vorbei fuhren.





Nun flanierten wir am Strip entlang und wie dort üblich, standen an jeder Ecke mexikanische Kärtchen-Dealer. Sie schnalzten mit den Kärtchen, auf denen verführerische junge Damen posen .

Die meisten Kärtchen landen auf der Straße - man kann dann auch von gefallenen Mädchen sprechen . Viele landen im Gebüsch, manche im Mülleimer und einige in den Hosentaschen williger Herren .

Ich hatte Mitleid !!!!!!! Die Mexikaner sollten endlich mal ein Erfolgserlebnis haben und so nahmen wir von jedem Kärtchen mit . Was ich damit vor hatte, dazu komme ich später.

Kärtchen sammeln macht durstig und endlich ... nach Jahren ... gingen wir an einem fetten Mittwoch zum Fat Tuesday und bestellten unseren ersten 190 Octane. Wir hatten keine Vorstellung, was da auf uns zukommt. Der nette Herr am Tresen wollte uns noch einen Extrashot aufschwatzen, doch wir verzichteten.

Vom 190 Octane gibt es verschiedene Modellreihen. Wir entschieden uns für die einfache Ausfertigung, dem Modell Pappbecher mit Strohhalm . Die Oberklasse ist etwas kurviger geformt und sieht wie eine Blumenvase aus. Doch allen fehlt der Drehzahlmesser.

Wir setzten wir uns auf so runde Hocker mitten in den Forum Shops und machten People Watching, also Leute angaffen und analysierten die Einwirkung dieser unbekannten Essenz auf den menschlichen Körper.

Der erste Zug aus dem Röhrchen war ... so kalt, da ist nämlich viel Crush-Eis drin. Nach 10 Minuten waren unsere Mundhöhlen so vereist, dass ein kieferchirurgischer Eingriff ohne Betäubung möglich gewesen wäre. Wir konnten nicht sagen, aus was dieser Cocktail besteht, denn die Geschmacksnerven waren schnell betäubt.

So saßen wir 30, 40 Minuten und der Becher war noch halbvoll. Das war richtige Schwerstarbeit, den leer zu bekommen. Weil wir keine Wurzeln schlagen wollten, standen wir auf - also wir versuchten es. Der Drink zog uns bleischwer die Beine weg. Dann, ihr wisst schon, wie im Slot - einer zieht, der andere schiebt - klappte es endlich. Aus dem Stand gingen wir leichtfüßig zum Parkhaus zurück. Paradox, doch so eine Erfahrung kann man damit machen. Sachen gibt's.
Wir fuhren dann ins Hotel, denn mittlerweile war es spät und wir mussten noch packen. Hunger hatten wir komischerweise keinen mehr. Der 190er sättigte gewaltig.

Unsere Einkäufe mussten noch verstaut werden. Während ich die Preisschilder entfernte, legte sich Heiko aufs Bett und war kurz darauf eingeschlafen  :bett:. Ich sag nur 190 Octane - zu Risiken und Nebenwirkungen ...

In meiner Jackentasche fand ich die Kärtchen und legte sie aufs Bett,



denn Schlampen-Memory kann man schließlich auch alleine spielen  :toothy9:.


Silke:

--- Zitat von: Ilona am 04. Juli 2013, 10:41:07 ---
--- Zitat von: Paula am 04. Juli 2013, 09:54:02 ---Ist Nelson eine Geisterstadt oder lohnt sich der Besuch dort nur wenn man eine Minentour machen will (das mach ich sicher nicht)?

--- Ende Zitat ---

Hallo Paula,

als Geisterstadt habe ich Nelson nicht empfunden, da dort Leute wohnen. Wenn man keine Minentour machen möchte, dann darf man sich auf dem Gelände leider nicht frei bewegen und nur den Bereich um den Trödel besichtigen. Wir sind die paar Meilen bis zum Colorado auch nicht gefahren, da ich irgendwo gelesen habe, dass es dort sehr viel Müll und Glasscherben gibt.

--- Ende Zitat ---

Das habt ihr leider was versäumt. Zumindest 2012 war es dort ganz nett, wir waren ganz allein dort und es lag auch nichts rum.

Dieser Souvenirshop in Nelsen ist schon ganz schön komisch. Wir hatten Hunger, als wir da rein sind und hofften, etwas zu essen zu bekommen. Die Frau hinter dem Tresen brutzelte auch was. Auf Nachfrage erzählte sie uns dann aber, dass das das Familienmittag wird.
Im Nebenzimmer fing grade eine Führung an und wir wurden unfreundlich rausgebeten, damit wir auch ja nicht zuhören, weil wir ja nicht bezahlt hatten.

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