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Südnorwegen Mai/Juni 2016 Ein ungewöhnlich schöner Frühsommer in Norwegen – oder

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stefunny:
Tag 3 – Mandal, NO – Kvinesdal, NO – 27.05.2016 – Freitag

Die Sonne scheint hier im Sommer fast Tag und Nacht, aber es gibt keine vernünftigen Vorhänge oder Rollos, ich habe eh schon nicht sonderlich gut geschlafen auf dem engen Bett im Schlafsack, dann noch die Sonne, ich bin um 05:00 Uhr wach. Dabei habe ich gar keinen Jetlag.

Weil ich mich so wälze, wird Mario auch wach, wir schaffen es aber, noch bis 07:00 Uhr zu dösen und stehen dann auf.

Die Nacht war auch etwas kalt, als ich aus dem Fenster gucke, sehe ich auch nur Wolken.
Nun gut, wir hatten keinen Hochsommer erwartet.

Wir machen in dem kleinen Bad Katzenwäsche, in eine öffentliche Dusche auf dem Campingplatz mag ich nicht so gerne gehen. Ich sah auch heute Morgen schon sämtliche Holländer vom Campingplatz rüberrennen.

Wir bereiten in der Hütte unser Frühstück zu, das geht ja gut, weil dort alles vorhanden ist, was man benötigt. Nachdem wir uns für den Tag gestärkt haben, packt Mario das Auto und ich mache die Hütte sauber. Wie immer haben wir eine morgendliche Routine entwickelt, wie auch auf unseren USA-Reisen.

Jetzt kann es losgehen, die erste Woche hatte ich noch geplant. Weil ich wusste, dass wir nicht auf winterliche Verhältnisse treffen würden, konnten wir mit einem Hike am Morgen starten.







Beim Leuchtturm in Lindesnes gibt es laut meinem Wanderführer einen 5km Hike, den wollen wir laufen.

Über kleine norwegische Dörfer mit schönen Kirchen und Seen fahren wir dorthin. Die Landschaft ist wunderschön, leider kann man auf den engen Straßen nicht oft anhalten um Fotos zu machen.
Für die Besichtigung des Leuchtturms fallen Gebühren an, wir verzichten drauf, der ist eh recht klein und mickrig. Wir wollen nur die Wanderung machen.

Das Wetter ist ok, es ist nicht kühl, aber wolkig, am Meer weht natürlich ein kühler Wind.















Der Wegweiser zum Hike ist schnell gefunden, markiert sind die meisten Wanderungen hier in Norwegen mit roten oder blauen Punkten oder einem rotem T. Diese Markierungen zu finden ist teils eine Schnitzeljagd.

Was man sich in jedem Fall merken kann – wenn der Weg einfach geht, ist man in der Regel falsch, die Wanderung geht mit Sicherheit immer 80% steile nach oben, so fängt dann auch dieser Weg hier oberhalb des Leuchtturms an.

Es geht hoch und runter über Stock und über Stein, leider auch durch Zecken. Als der Weg zudem sehr unwegsam wird und wir keine Lust auf Zeckenbisse haben, kehren wir schon nach wenigen Kilometern, aber völlig fertig, um.

ch ahne Schlimmes bei den bevorstehenden geplanten Touren. Werden in den USA und auch hier in Deutschland teils die Wege in Serpentinen gebaut, um das Wandern zu erleichtern, ist das Norwegen nicht so, da führt der Weg immer direkt mit 90% Steigung hoch und höher, egal, was im Wege ist, ein Fels, ein Baum, egal – immer mitten durch.

Oben auf dem Berg machen wir eine Pause, immer schön auf den Steinen, dass uns die Zecken nicht erwischen. Wir genießen die tolle Aussicht, die Küste hier ist richtig schön mit den Felsen. Dann haben wir genug und steigen wieder ab, machen im Auto ein kleines Picknick und suchen uns noch mal gründlich nach Zecken ab.

Weiter geht es auf sehr kleinen Straßen in Richtung Westen. Als wir in Farsund angekommen sind, lacht auch wieder die Sonne und es wird wärmer, na geht doch.







Wir wollen zum zweiten Leuchtturm heute und zwar nach Lista. In der Nähe befindet sich noch ein altes Fort aus dem 2. Weltkrieg, an der Küste hier sind sehr viele Überreste von Bunkern, einige kann man begehen, wir verzichten aber.



Wir laufen nur auf dem Gelände von Fort Nordberg rum und haben von oben eine schöne Aussicht.
Auf dem ganzen Gelände laufen Schafe herum, wieder mal sehr schön hier.







Unser Navi führt uns nun über noch kleinere Straßen durch eine tolle grüne Landschaft immer oberhalb der Fjorde. Hier lässt es sich aushalten alles so friedlich, nicht viele Häuser oder Verkehr und immer wieder ein Fjord.





Geplant war eine Übernachtung in Flekkefjord, es war aber noch früh am Tag, also machten wir noch einen Abstecher nach Kvinesdal. Dort kauften wir uns ein Eis.

Ein schöner Ort, aber auch nicht so schön, dass wir groß Bilder gemacht haben.

Weiter nach Flekkefjord wieder auf einer größeren Straße mit Tunnels. Dort angekommen, fuhren wir in ein Hotel (Maritim Fjordhotell), das ich vorher rausgesucht, aber nicht gebucht hatte. Als wir dort ankamen, packte gerade eine Band ihre Instrumente aus dem Auto aus.

Wir fragten nach Zimmern, es gab noch welche für ca. 1200 NOK, wir sahen uns die Zimmer an, waren klein, aber ok. Ich fragte dann mal nach der Band, ja, die spielt heute bis ca. 2 Uhr früh. Bitte was? Nö, das müssen wir nicht haben, womöglich noch ne Jazzband oder so was. Die junge Frau bot uns ein Zimmer nach hinten raus an, aber man würde wohl die Band trotzdem hören.
Das wollten wir nicht, ich muss zwar nicht um 22:00 Uhr schlafen, aber ab 24:00 Uhr wäre es dann doch nett, aber wenn die Band bis 02:00 Uhr spielt, ist mit Ruhe dann nicht vor 04:00 Uhr zu rechnen.

Wir fragten die junge Frau nach einem anderen Hotel und sie empfahl uns das „The Bølgen & Moi Hotel Utsikten“ in Kvinesdal, waren wir da nicht gerade?

In Norwegen spricht übrigens fast jeder sehr gutes Englisch, so hatten wir keine Probleme, uns gut mit dem Leuten hier zu verständigen.

Ja, wir waren gerade in Kvinesdal, also wieder zurück, denn die junge Frau legte uns das Hotel wirklich sehr ans Herz, sie schaute sogar nach bei facebook, ob dort heute was los ist, war aber nicht.

Auf dem Weg zurück fuhren wir noch bei einem Campingplatz mit Hütten vorbei, auf dem aber alles ausgebucht war. Am Wochenende ist es nicht so leicht, spontan etwas zu bekommen. Und es gibt auch nicht alle 5 – 10km einen Campingplatz, wie es mir zuvor im Norwegenforum versprochen worden war. In einigen Ecken ist das so, aber in anderen wieder gar nicht.



So, nun zurück nach Kvinesdal, das Hotel steht auf dem Berg, wunderschön, wirklich ein toller Tipp. Und ein guter Preise noch dazu, NOK 995 für ein schönes, wenn auch kleines Zimmer mit Doppelbett, weichen Decken und einer schönen Dusche.

Nach einer kleinen Runde ums Haus waren wir hungrig, wir bestellten in dem hauseigenen Restaurant einen Burger, der war glutenfrei zu haben und Mario liebt Burger ja eh.

Die Portion war dann auch echt sehr groß, mit Pommes und etwas Salat alles super angerichtet, aber der Burger selber schmeckte nicht, das Hackfleisch, was die hier haben, ist eklig, mit lauter Stücken drin und vom Geschmack her ganz schön nach Tier.

Aber wir haben immerhin fast 50 € dafür bezahlt, mit Getränken sogar mehr. In Zukunft werden wir wohl wieder selber kochen.

Den Rest des Abends genossen wir noch das schöne Zimmer und das einigermaßen große Bett und die Dusche und schliefen gegen 23:30 Uhr ein.

Fakten des Tages:
Route:    Von Mandal erst über die E39 nach Lindesnes dann die 460 zum Leuchtturm dann über kleine Straßen nach Farsund nach Lista zum Leuchtturm, über kleine Straßen nach Kvinsedal.
Wetter:    in der Früh bewölkt, später sonnig und 18°
Sights:    Lista Fyr, Nordberg Fort
Wanderungen:    Lindesnes Hike
Restaurant:    The Bølgen & Moi Restaurant
Unterkunft:    The Bølgen & Moi Hotel

Kosten:
Unterkunft:    995 NOK – 106 €
Restaurant:    486 NOK - 52 €
Selbstverpflegung:    -

stefunny:

--- Zitat von: serendipity am 09. Juli 2016, 16:08:24 ---
--- Zitat von: Rainer am 09. Juli 2016, 14:42:52 ---
Ich habe aber auch schon ein paar Preise auf Eurem Blog gesehen, die Campingplätze sind auch nicht gerade geschenkt. Kann man nicht vergleichen mit den Preisen, die ich von früher aus Korsika kenne (was aber auch daran liegt, dass es lange her ist, aber eben nicht nur, die Unterschiede sind schon erheblich).

Immerhin spart man (im Vergleich zu USA) einen teuren Flug und auch das Auto nehmt Ihr von zu Hause mit. Das sind ja alles Faktoren, die den Urlaubspreis mitbestimmen.

--- Ende Zitat ---

Naja, sind ja auch die Preise für die "Luxus-Hütten" mit eigenem Bad  ;) nicht die Preise fürs Zelt. Aber stimmt schon, die Preise für diese Hyttas liegen nicht weit von Hotelzimmern, man hat halt den Vorteil, dass man sich gut selbstversorgen kann.

Entspannter Urlaubsanfang und der Leuchtturm von Hirtshals ist richtig schön, den werde ich mir ebenfalls anschauen - Bunkermuseum brauche ich nicht, ich hatte letztes Jahr genügend Bunker in der Normandie. Ich habe ja kein Zimmer mehr in Hirtshals bekommen und wohne nun in einer kleinen Ferienwohnung in Skagen - ist mir aber Recht, will dort die versandete Kirche anschauen.

Das mit der Eintönigkeit in Dänemark habe ich schon gehört und deshalb einen kleinen Schlenker eingebaut und werde mir die "Männer am Meer" bei Esberg anschauen.

Lohnt es sich in Dänemark noch einmal vollzutanken?

--- Ende Zitat ---

Achja schulde Dir noch die Antwort mit dem Tanken in Dänemark. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ob es sich lohnt, wir haben getankt wann wir mussten. Am besten guckst du vorher beim ADAC oder sonst wo im Internet wie die Preise aktuell sind. Ich weiß noch das der Sprit am billigsten in Hausgesund war, sogar teils nur 10,50NOK, später war es dann immer nur noch 12,xx oder 13,xx (Diesel).

Am Ende gibt es eine Aufstellung über alle Kosten.

Andrea:
Ich habe in Finnland mal Gulasch gegessen, was ich auch ziemlich - sagen wir - intensiv fand. Es stellte sich heraus, das es Rentiergulasch war... Wer weiß, woraus das Hack für euren Burger bestand. Das man überall glutenfreies Essen bekommt, ist ja klasse. Wie sieht es denn mit "Veggiefutter" (muss nicht vegan sein) aus?

stefunny:

--- Zitat von: Andrea am 10. Juli 2016, 10:35:21 ---Ich habe in Finnland mal Gulasch gegessen, was ich auch ziemlich - sagen wir - intensiv fand. Es stellte sich heraus, das es Rentiergulasch war... Wer weiß, woraus das Hack für euren Burger bestand. Das man überall glutenfreies Essen bekommt, ist ja klasse. Wie sieht es denn mit "Veggiefutter" (muss nicht vegan sein) aus?

--- Ende Zitat ---

Wir haben auch mal eine Salami gekauft die war auch aus Ziege oder Schaf. Beim Hack hatten wir zuvor gefragt, es war Rind, denn ich wollte kein Schwein. Es war eben einfach knorblig, so gab es das auch zu kaufen, braun udn knorplig. :-) Haben das dann in Zukunft nicht mehr gegessen.

Wir waren wirklich nur 2 Mal essen, aber in den Supermärkten gab es auch Gemüse und Quinoa und so was. Nach Fleischersatz habe ich nicht geschaut. Aber am besten mal auf die Webseiten der Supermärkte schauen.

Andrea:
Bei der Selbstverpflegung habe ich in der Regel keine Probleme. Aber wenn man Essen geht, dann wird´s manchmal kniffelig. Viele sind mit Vegetariern leider noch total überfordert. Mir wurde zum Beispiel schon eine Fischplatte angeboten oder ich solle doch den Speck aus der Gemüsepfanne einfach nicht mitessen  :o

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