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Fjord & Fjell 2016 - Mein Solo-Road-Trip durch Süd- und Mittelnorwegen

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serendipity:
Hört sich an, als wohnst du im Rentnerparadies, Andrea  :frech:

Andrea:
Naja, zum Martinssingen kommt hier keiner vorbei und unsere Tageszeitung braucht auch nur eine Seite um Klassenbilder aller i-Dötze abzudrucken ;)

Rainer:

--- Zitat von: Andrea am 10. September 2016, 19:02:43 ---denn er hat schon seeeehr viele brenzlige Situationen gemeistert, wo es bei anderen gekracht hätte.

--- Ende Zitat ---

Fahrt Ihr denn so überdurchschnittlich viele Kilometer pro Jahr, dass sich so seeehr viele brenzlige Situationen ergeben? Meiner (durchaus sehr umfangreichen) Erfahrung nach steht das im direkten Zusammenhang, in meinen Zeiten als Außendienst-Supporter mit entsprechender Kilometerleistung pro Jahr habe ich auch sehr viel gesehen und erlebt, mich selbst hat es aber auch nie erwischt. Ich versuche natürlich auch immer zu erkennen, ob jemand "Mist" baut und mir hilft es nicht, dass ich dann im Zweifel unschuldig bin. Zu einem Unfall gehören fast immer zwei und auch als "Unschuldiger" kann man maßgeblich zur Vermeidung eines Unfalls beitragen. Ich habe in meiner ganzen beruflichen Laufbahn keinen einzigen Unfall gehabt.

Andrea:
Heiko hatte erst einen Unfall, an dem er eine Teilschuld bekam. Da war er Anfang 20. Er fährt auch nicht sonderlich viele Kilometer. Es ist, wie Gabi schrieb: Wir haben überdurchschnittlich viele Senioren (Ü80) die hier fahren. Da wird schon mal eine Verkehrsinsel mitgenommen oder gerade über den Kreisel gefahren oder plötzlich stehen geblieben, wenn Gegenverkehr naht. Sollte ich jemals wieder Autofahren, dann sicher nicht hier.

serendipity:
Sonntag, 07.08.2016 - Gamle Strynefjellsvegen

Ich habe sehr gut geschlafen und so reißt mich der Wecker um 7.30 Uhr aus dem Tiefschlaf. Der erste Blick nach draußen sieht nicht so toll aus und so trödel ich herum und sitze um 8.30 Uhr erst beim Frühstück.

In der Djupvasshytta gibt es kein Buffet, aber das am Tisch servierte Frühstück lässt keinen Wunsch offen.









Trotz fehlendem TV und nicht funktionierendem WLAN bzw. ohne Handyempfang habe ich mich hier so richtig wohlgefühlt und ganz herzlich willkommen geheißen. Ein Zimmer zum See hin muss traumhaft sein - und wenn das Wetter stimmt eine unbezahlbare Location.

Mittlerweile ist der Himmel zumindest teilweise aufgebrochen und ich mache mich auf den Weg zum Aussichtspunkt "Dalsnibba", die mautpflichtige Straße führt direkt am Hotel nach oben.

Ich bin skeptisch, denn was kann Dalsnibba, was Flydalsjuvet nicht konnte, aber ich werde eines besseren belehrt: Die Aussicht von hier ist trotz Kälte und Wind einfach atemberaubend. Ich teile mir den Blick mit sechs Menschen, die ebenfalls zu dieser noch frühen Stunde hier sind. Mit den Passagieren von ein bis zwei Kreuzfahrtschiffen möchte ich hier nicht sein.



















Die beiden letzten Bilder zeigen noch einmal die fantastische Lage der Djupvasshytta - rundherum ist nur Fjell. Einfach toll!

Anschließend fahre ich die RV 63 am See entlang und wechsle später auf RV 15. Auch hier fahre ich an Bergseen entlang.









Im Bild oben sieht man noch einmal mein Hotel - irre die Lage oder?

Kurz vor dem Grotli Hotel fahre ich auf den Gamle Strynefjellvegen (258). Die Straße ist sehr schmal, teilweise ist sie unbefestigt. Es sind nur sehr wenige Autos unterwegs, aber umso mehr Radfahrer, denn es findet ein Radrennen statt.

Und Schafe, immer wieder Schafe. Oft kommen sie mir in Gruppen von 4 -6 entgegen. Halte ich an, schrubben sie ihr Fell an meiner Motorhaube. Steige ich aus, kommt immer eins und leckt meine Hand. Gehe ich ein wenig spazieren, folgt mir eine Gruppe in gewissen Abstand.

Ich versuche wieder ein paar Kugelbilder, ein vorwitziges Schaf schubst die Kugel mit der Nase vom Stein ins Gras ;-), Dort muss ich sie schnell aufheben, denn die Sonne - ja wirklich Sonne!!!! - bringt das Gras unter der Kugel zum Rauchen und ich will ja keinen Fjellbrad verursachen.

Für die lediglich 27 km brauche ich 3 1/2 Stunden und bin immerhin 7 km gelaufen ohne auch nur ein Gedanken an wandern verschwendet zu haben.





































































Leider war es das dann für diesen Tag. Als das letzte Foto gemacht ist, fängt es an zu regnen, die Wolken kommen näher und näher.



Ich fahre ohne weiteren Stopp Richtung Geiranger und hoffe dort auf besseres Wetter zu treffen, denn ich würde gerne die Wanderung zum Storsaeterfossen unternehmen oder alternativ eine Fjordfahrt.

Als ich die Djupvasshytta erreiche, gießt es wie aus Eimern und die Temperatur ist auf 4°C gesunken, man sieht zwar noch die Auffahrt nach Dalsnibba, alles andere ist in den Wolken verschwunden. Trotzdem fahre ich bis zum Abzweig Vesteras Gard - drehe dort aber um, bei diesem Wetter macht die Wanderung keinen Sinn, auch die Fjordfahrt schlage ich mir aus dem Kopf. Schade! Damit bekommt dieser Tag, der so toll begonnen hat, einen miesen Regen-Nachgeschmack.

Ich trinke einen Kaffee im Hotel und gehe anschließend aufs Zimmer. Lesend und dösend verbringe ich den Nachmittag.

Das Abendessen nehme ich wieder in Hotel Restaurant ein, denn auf eine weitere Fahrt durch strömenden Regen habe ich keine Lust.

Das Essen versöhnt mich ein wenig mit dem Nachmittag.





Auch den Abend verbringe ich lesend und lösche gegen 22 Uhr das Licht, denn morgen habe ich einen langen Tag vor mir.

Unterkunft: Djupvasshytta, Geiranger, 890 NOK = ca. 96 € inkl. Frühstück


 

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