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Fjord & Fjell 2016 - Mein Solo-Road-Trip durch Süd- und Mittelnorwegen
stefunny:
--- Zitat von: Christina am 13. September 2016, 17:47:17 ---Ein sehr schöner Bericht mit vielen wunderschönen Bildern - trotz der vielen Wolken :)
Norwegen würde mich auf jeden Fall auch mal interessieren, ich würde dann aber eher die Vor- oder Nachsaison wählen, da ich zum Glück nicht an die Schulferien gebunden bin und Menschenmassen überhaupt nicht mag, dann lieber Schnee und niedrigere Temperaturen.
--- Ende Zitat ---
Wir (kennst du meinen Bericht) waren ja in der Vorsaison und hatten auch Menschenmassen an Trollstigen und Geiranger und am Briksdalsbreen-Gletscher, das ist dort eben so wegen der Schiffe, wohl fast immer in der Zeit, in der man hinreisen kann.
Man kann Norwegen eigentlich nicht ganzjährig bereisen, Schnee und Kälte ist ja nicht so schlimm, aber es sind dann doch viele Straßen gesperrt und auch Hütten und Campingplätze sind nicht immer ganzjährig geöffnet. Anfang bis Mitte Mai bis Ende September/Anfang Oktober, je nach dem wo man hin will sind wohl optimal, alles andere (bis auf reine Städte-Touren) ist dann wirklich Winterurlaub und man sollte dann eher Ski und Wintersachen im Gepäck haben. ;D
Christina:
--- Zitat von: stefunny am 15. September 2016, 10:00:51 ---
--- Zitat von: Christina am 13. September 2016, 17:47:17 ---Ein sehr schöner Bericht mit vielen wunderschönen Bildern - trotz der vielen Wolken :)
Norwegen würde mich auf jeden Fall auch mal interessieren, ich würde dann aber eher die Vor- oder Nachsaison wählen, da ich zum Glück nicht an die Schulferien gebunden bin und Menschenmassen überhaupt nicht mag, dann lieber Schnee und niedrigere Temperaturen.
--- Ende Zitat ---
Wir (kennst du meinen Bericht) waren ja in der Vorsaison und hatten auch Menschenmassen an Trollstigen und Geiranger und am Briksdalsbreen-Gletscher, das ist dort eben so wegen der Schiffe, wohl fast immer in der Zeit, in der man hinreisen kann.
Man kann Norwegen eigentlich nicht ganzjährig bereisen, Schnee und Kälte ist ja nicht so schlimm, aber es sind dann doch viele Straßen gesperrt und auch Hütten und Campingplätze sind nicht immer ganzjährig geöffnet. Anfang bis Mitte Mai bis Ende September/Anfang Oktober, je nach dem wo man hin will sind wohl optimal, alles andere (bis auf reine Städte-Touren) ist dann wirklich Winterurlaub und man sollte dann eher Ski und Wintersachen im Gepäck haben. ;D
--- Ende Zitat ---
Ja, ich kenne deinen Bericht, hat mir auch sehr gut gefallen. Ich dachte auch als Reisezeit an Ende Mai/Anfang Juni oder eben Herbst. Aber stimmt, ihr hattet an den Aussichtspunkten auch immer viele Leute. Na ja, wenn es nur punktuell ist, kann man damit leben.
Flicka:
Ich habe heute die letzten Reisetage nachgelesen und die Schilderungen und die Fotos genossen. Norwegen gefällt mir immer besser. Und auch wenn ich nachvollziehen kann, dass du dich nach mehr Sonne gesehnt hast, finde ich die Fotos und die Landschaften sehr eindrucksvoll. Und mir gefällt die Mischung aus tagsüber mit den Schafen kraxeln und abends lecker zubereitetes Essen auf dem Teller zu haben. :)
serendipity:
--- Zitat von: Flicka am 17. September 2016, 13:20:55 ---Ich habe heute die letzten Reisetage nachgelesen und die Schilderungen und die Fotos genossen. Norwegen gefällt mir immer besser. Und auch wenn ich nachvollziehen kann, dass du dich nach mehr Sonne gesehnt hast, finde ich die Fotos und die Landschaften sehr eindrucksvoll. Und mir gefällt die Mischung aus tagsüber mit den Schafen kraxeln und abends lecker zubereitetes Essen auf dem Teller zu haben. :)
--- Ende Zitat ---
Ich will mich ja auch gar nicht beschweren, es gab nur wirklich 2 oder 3 Tage, wo es nur regnete, ansonsten war ich ja glücklich, wenn es trocken war und ... - nein, das hebe ich mir doch fürs Fazit auf ;)
serendipity:
Montag, 08.08.2016 - Driving through the rain
Als mein Wecker um 6.30 Uh klingelt, regnet es immer noch - wie doof. Ich gehe duschen, packe meinen sieben Sachen, belade schon einmal das Auto und werde zum zweiten Mal an diesem Morgen ordentlich nass.
Dann genieße ich wieder das leckere und reichliche Frühstück mit Blick auf den See auf die Wolken über dem See. Anschließend bezahle ich, gut, dass ich genügend Bargeld dabei habe, denn das Kartenterminal will nicht, wie so oft, wie mir die Angestellte erklärt.
Die Djupvasshytta kann ich wirklich empfehlen, auch wenn es keinen Handyempfang, kein WLAN und keinen TV gibt. Es ist gut mal wieder von allem wegzukommen. Bei schönem Wetter könnte man den See in voller Pracht genießen, es ist nachts absolut ruhig. Das Essen ist wirklich lecker und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Vor allem das ganz junge, engagierte, sehr nette Team hat mich beeindruckt.
Bei strömenden Regen fahre ich los. Gut, dass ich gestern schon einen Teil der schönen Strecke gefahren bin, sonst hätte ich mich sehr geärgert.
Heute biege ich am Langvatnet auf die RV 15 ab und muss erst einmal durch einen längeren Tunnel - naja, wenigstens regnet es dort nicht.
Meinen ersten Stopp manche ich heute am Jostedalsbreen Nasjonalparksenter in Oppstryn. Dort schaue ich mir die Ausstellung genau an - ich habe ja schließlich Zeit und draußen kann man nichts unternehmen. Ich erfahre viel interessantes über Norwegens Tierwelt und kann die Tierchen auch ausgiebig bewundern.
Ich staune nicht schlecht, als ich den Bären in der Sammlung entdecke. Doch, ja, es gibt sie die Bären in Norwegen, allerdings stehen sie seit 2006 auf der norwegischen Roten Liste. 2007 lag der Bestand nur noch bei 126 Tieren.
Heute ist der Vielfraß vor allem für die Schafe eine Bedrohung. Ich habe bisher lediglich zwei Rehe erblickt und diese jeweils in der Nähe von Städten, bei Stavanger und Molde.
Ich besuche noch die Toiletten und hole mir einen Kaffee für die Weiterfahrt - also ich trödle einfach in der Hoffnung, dass der Regen aufhört, tut er aber nicht.
Deshalb wird es nun langsam Zeit eine Entscheidung zu treffen: Besuche ich den Gletscher Brikdalsbreen oder lieber den Wasserfall Tvinnefossen. Für beide Locations muss ich kleine Umwege fahren.
Ich entscheide mich für den Tvinnefossen, nass werden am Wasserfall ist besser, als nass werden am Gletscher ;-)
Kurz hinter Stryn wechsle ich also auf die RV 613 Richtung Randabygda. Herrje, diese Straße toppt wirklich alles, was ich bisher gefahren bin. Es ist so eng, dass ich gerade alleine so durch komme, manchmal streifen die Büsche dennoch mein Auto. Gott sei Dank, kommen mir nur sehr wenige Autos entgegen, trotzdem ist es anstrengend bei diesem Regen, vor allem für meine Scheibenwischer, die heute Höchstleistungen vollbringen müssen.
Ich bin froh, als ich den kleinen Ort Randabygda erreiche. Hier beginnt die kurze Wanderung zum Tvinnefossen, man muss an der Dorfschule parken.
Hin und zurück ca. 4 km und das bei Regen wie aus Schleußentoren und starkem Wind? Ich beschließe noch etwas im Auto zu warten, vielleicht hört es ja auf oder der Regen wird zumindest etwas weniger. Nach einer lesenden 3/4 Stunde streiche ich den Tvinnefossen von meiner Begehrlichkeitenliste und fahre weiter nach Lote, denn dort kann ich die Fähre nehmen und muss nicht den ganzen Weg zurück.
Als ich in Lote ankomme, steht die Fähre auch im Hafen, aber es haben sich schon drei lange Reihen von wartenden Fahrzeugen gebildet. Hm. Ich stelle mich ebenfalls wartend an, aber nichts tut sich. Die Fähre bleibt leer, die Autos und LKWs warten und warten. Immer mehr Fahrer entscheiden sich zum Wenden, Informationen bekommt man keine. Hinter mir steht ein deutsches Wohnmobil und der Fahrer bittet mich einwenig nach vorne zu fahren, damit er ebenfalls wenden kann, denn die Fähre hätte wegen des Wetters den Betrieb zunächst eingestellt. Frühestens in einer Stunde könnte sie fahren. Ja, wenn ich mir so den Nordfjord ansehe, dann weiß ich warum, denn wir könnten auch am offenen Meer sein, so zeigt sich heute das Wasser.
Ich beschließe als ebenfalls zu wenden - nun muss ich den ganzen, langen, engen Weg zurück und bin wirklich entnervt.
Viel gibt es dann von diesem Tag nicht mehr zu berichten, denn es regnet, regnet, regnet und die Straßen werden teilweise zu Wasserdurchfahrten. Die Flüsse sind dreckig braun und kommen teilweise bis an die Straße und Wasserfälle gibt es so viele, dass ich sie langsam nicht mehr sehen kann.
Kurz vor Lavik hört es schließlich endlich auf zu regnen, es ist schon fast 18 Uhr und ich halte kurz an und gehe ein paar Schritte.
Ich erreiche das Lavik Fjord Hotel gegen 19.30 Uhr und beziehe das hübsche Zimmer. Ich hatte dieses Hotel extra wegen der tollen Lage am Fjord gebucht und auf schöne Bilder zum Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang gehofft. Das war wohl wieder nichts.
Ich gehe duschen, lege mich für eine Weile aufs Bett, denn später möchte ich im Restaurant essen. Aber daraus wird nichts, ich bin einfach zu müde und habe Kopfschmerzen, so dass ich bereits gegen 21 Uhr schlafe.
Unterkunft: Lavik Fjord Hotel, Lavik, 1025 NOK = ca. 110 € inkl. Frühstück
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