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Fjord & Fjell 2016 - Mein Solo-Road-Trip durch Süd- und Mittelnorwegen
soenke:
Hallo Gabi,
ich kann so nachempfinden wie schwer es dir fällt eine Entscheidung zu treffen. Meine Tammy ist ja noch jung und zum Glück muss ich noch nicht darüber nachdenken was ist wenn.........
Ein Tier gehört wirklich zur Familie und es schmerzt so sehr wenn es dem Tier nicht gut geht. :'(
Ich finde euren Plan B auch okay und wenn das Leiden und die Schmerzen so unerträglich werden, dann muss man leider die Entscheidung treffen und das Tier erlösen.
Ich wünsche Dir/Euch, dass Ihr noch lange euren treuen Begleiter an Deiner/Eurer Seite habt.
Lieben Gruss von Sönke und Tammy und gib ein Leckerli von uns. ;)
Christina:
Ohje Gabi, das tut mir wirklich leid. Erst die schlimme Erkältung, dann ein schöner, erholsamer Urlaub und dann so etwas bei der Rückkehr. Wir haben kein Haustier, ich hatte auch noch nie eins und wenn ich das so lese, bin ich ganz froh drüber - wie ich mich entscheiden würde, kann ich daher gar nicht sagen. Ich bin mir aber sicher, dass ihr für eure Familie die richtige Entscheidung trefft.
Flicka:
Oh, das ist wirklich nicht schön. :(
Sicher nicht einfach, sich zu entscheiden, aber ich glaube auch, dass eine Operation und der anschließende Heilungsprozess für den alten Herrn sehr belastend wäre.
Selber hatte ich leider nie einen Hund, obwohl ich Hunde sehr mag, aber ich hatte damals Rotz und Wasser geheult, als mein geliebter Nachbarshund bei einem Unfall gestorben ist. :(
serendipity:
So, erst einmal ein kurrzes Hunde-Update, bevor es dann endlich den nächsten Tag vom Reisebericht gibt :)
Biszu hat sich mit seinem Bruch erstaunlich gut arrangiert. Natürlich bekommt er täglich seine Schmerzmittelration, aber er benimmt sich teilweise wie ein "Jungspund", d.h. er springt aufs Sofa und wieder runter, manchmal bis zu 25 x in einer Stunde, er jagt Katzen und Elstern im Garten, er frisst gut. Dadurch das sein Leben im Haus nun wirklich aufs Gartengeschoss (Wohnzimmer) beschränkt ist, jammert er manchmal - vor allem wenn ich in die Küche verschwinde, denn so fällt halt kein Fleischstückchen mehr für ihn ab, wenn ich koche. Peter überlegt gerade eine Treppenrampe zum Esszimmer/Küche zu bauen ;)
Wir sind natürlich froh, dass es sich so entwickelt hat und verwöhnen ihn sehr. Sollten wir merken, dass Schmerzen nicht mehr erträglich sind oder er unter zusätzlichen Beschwerden leidet, müssen wir neu beraten und ihn "erlösen lassen", dies ist jedoch derzeit wirklich keine Option.
serendipity:
Donnerstag, 11.08.2016 - Fahrn, fahrn, fahrn mit der Eisenbahn
Sehr früh, nämlich um 5.30 Uhr klingelt mich der Wecker aus dem Tiefschlaf, da ich noch duschen und frühstücken will, bevor ich nach Flams zum Bahnhof fahre.
Nun nach Dusche und zwei Kaffees entscheide ich mich gegen das Frühstücken, ich habe einfach noch keinen Hunger so früh am Morgen. Deshalb belege ich mir zwei Brotscheiben mit Käse und packe noch eine Banane ein, das sollte reichen für meine kleine Wanderung.
Kurz vor 7 Uhr sitze ich im Auto und fahre nach Flams. Der Parkplatz dort ist riesig und ausnahmsweise auch einmal kostenlos :-). Ich laufe schnell zum Bahnsteig, der noch nicht geöffnet ist, vor mir sind nur zwei amerikanische Ehepaare, die wie ich die Tickets schon in den Händen haben.
Nachdem der Bahnsteig geöffnet ist, suche ich mir einen Fensterplatz auf der rechten Seite - ob das nun die bessere ist, weiß ich nicht. Mit mir im Waggon sitzen hauptsächlich Chinesen, es ist aber alles sehr ruhig, wohl der früheren Uhrzeit geschuldet. Eine junge Chinesin neben mir verschläft Hin- und Rückfahrt :-).
Mit dem Bau der ursprünglich zum Gütertransport angelegten Bahn wurde 1923 begonnen, um Transportmöglichkeiten von der Bergenbahn hinunter zum Aurlandsfjord zu schaffen und somit den letzten Teil des Rallarvegen zu ersetzen. Von den 20 Tunneln der Strecke wurden 18 in Handarbeit vorgetrieben, sodass pro Meter Tunnel ein Monat Arbeit benötigt wurde. Im Herbst 1936 – nach 13 Jahren – waren die Bauarbeiten soweit fortgeschritten, dass die Gleise verlegt werden konnten. Am 1. August 1940 wurde die Strecke mit dampfbetriebenen Güterzügen in Betrieb genommen. Der reguläre Personenverkehr begann am 10. Februar 1941. Die endgültige Fertigstellung erfolgte 1944 mit der Elektrifizierung der Strecke.
Sie führt vom 866 Meter hoch gelegenen Myrdal hinunter durch das Flamsdalen nach Flam am Aurlandsfjord(2 moh.= meter over havet, zwei Meter über dem Meeresspiegel).
Beim Wasserfall Kjosfossen wird ein Stopp eingelegt, um Möglichkeit zum Fotografieren zu geben. Die Fahrzeit beträgt etwa eine Stunde, es fahren acht bis neun Züge je Richtung im Sommer sowie vier Züge im Winter. Die maximale Geschwindigkeit beträgt bergauf 40 km/h, bergab 30 km/h.
(Sind wir im Reisebericht von Paula gelandet?)
Eigentlich habe ich vor auf der Rückfahrt in Vatnahalsen auszusteigen und bis Berekhavn zu laufen. Dieses Vorhabe wird aber schnell verworfen, denn in Myrdal sind 1°C und herrscht Schneeregen, da habe ich auf wandern keine Lust.
Selbst im Zug friere ich ein wenig an den Füßen und Beinen, Skiunterwäsche habe ich natürlich nicht an, nicht einmal im Koffer dabei ;-).
Die Fahrt hat mir richtig gut gefallen und war aufgrund der vielen Infos auf norwegisch, englisch und deutsch, die durch die Lautsprecher kamen und auf Bildschirmen gelesen werden konnten, auch sehr kurzweilig.
Wieder in Flam angekommen, schlendere ich noch ein wenig durch die Geschäfte und kaufe mir im Supermarkt Lachs und Salat, denn ich will die Hytta zum Kochen nutzen.
Mittlerweile ist das Wetter auch viel besser geworden ud ich überlege, was ich mit dem angefangenen Tag noch anstellen kann.
Ich entscheide nach Undredal so fahren, denn dort soll die kleinste Stabkirche Norwegens stehen. Der Weg ist wieder etwas abenteuerlich, da die Straße nur einspurig ist und mir einige "wilde" Einheimische entgegen kommen.
Bis 1988 konnte man Undredal nur per Schiff erreichen. Seit Fertigstellung des Flenjatunnels kann man auch per Auto in den kleinen, hübschen Ort.
Ich parke am Campingplatz, auf welchem drei Zelte stehen und erkunde zu Fuß den Ort mit ca. 100 Einwohnern.
Tagesfüllend ist dieses Programm aber nicht. Da inzwischen wirklich die Sonne scheint, beschließe ich den Nachmittag lesend auf der Terrasse meiner Hytta zu verbringen.
Unterwegs werde ich jedoch von einer Ziegenherde aufgehalten :-) - ja, das ist wohl Norwegen. Ich habe jedenfalls meinen Spaß.
Und dann genieße ich den sonnigen Nachmittag mit Ausblick auf den Rjoandefossen (140 m) und das ursprüngliche Flams.
Zum Abendessen gibt es gebratenen Lachs und Salat und die letzte halbe Flasche Wein. Das war ein würdiger Abschluss meiner Rundreise. Morgen geht es nach Oslo und Sonntag schließlich auf die Fähre, die mich nach Kiel bringen wird.
Unterkunft: Gjorven Hytter, Flam, 1100 NOK = ca. 111 €, Selbstverpflegung
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