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Unterwegs in Singapur, Angkor und Westaustralien

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Rainer:
Kambodscha hat ja auch eine wirklich grausame Vergangenheit. Was in meiner Teenagerzeit für mich nur "Begriffe aus der Tagesschau" waren (Pol Pot, Rote Khmer, Phnom Penh), was aber auch daran lag, dass es damals schlicht nicht bekannt war, wie furchtbar die Roten Khmer das eigene Volk malträtierte, war im Nachhinein der schlimmste und grausamste Völkermord aller Zeiten, innerhalb von 4 Jahren wurde fast die halbe Bevölkerung ermordet und/oder zu Tode gefoltert.

Kambodscha leidet seit vielen Jahren unter den andauernden Bürgerkriegen und natürlich auch den Spätfolgen des Regimes der Roten Khmer. Wer sich für Geschichte interessiert, im Internet (u.a. Wikipedia, Youtube usw.) findet man heute viele sehr aufwühlende Dokumentationen darüber, was die Roten Khmer unter Pol Pot in den späten siebziger Jahren für ein unsägliches Leid angerichtet haben. Es wird noch lange dauern, bis sich Kambodscha davon erholt haben wird - wenn es überhaupt jemals gelingt.

Silvia:

--- Zitat von: Paula am 24. September 2016, 18:12:59 ---Die vom Urwald überwucherten Tempel heute gefallen mir besonders gut, fühlt man sich da nicht wie ein Entdecker wenn man das sieht? Wen ich mir vorstelle dass man da so in Innenhöfe geht und plötzlich kein Mensch mehr da ist das wäre mir fast ein bisschen unheimlich. Ich glaube ich hätte Angst mich zu verlaufen oder Den Weg nicht mehr zu finden.
Ansonsten erinnern mich die Straßen und Buden mehr an Sri Lanka als an Vietnam, Kambodscha scheint doch ärmer zu sein als Vietnam. Dass die Reisfelder alle von Hand gepflanzt sind glaube ich aber nicht. In Sri Lanka haben wir Bauern beim Pflanzen gesehen, die saßen auf einem Ding das aussah wie ein fahrbarer Rasenmäher und hinten mit Reispflanzen beladen war die damit in den schlammigen Boden gepflanzt wurden. Sah echt wunderlich aus, vor allem dass das Gefährt nich in dem schlammigen Boden stecken geblieben ist, das ging aber echt flott mit dem Pflanzen

--- Ende Zitat ---

Überwucherte Tempel machen immer einen besonderen Reiz aus, verlaufen konnte man sich in Beng Mealea nicht - außer man findet die Stelle mit dem Übergang nicht mehr  ;D
Ich habe an mehreren Ecken gesehen wie Reis mit der Hand gepflanzt wurde. Bestimmt gibt es auch Felder die mit ner Maschine gepflanzt werden.

Silvia:
6. Tag   Ta Phrom


Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Ta Phrom - mit einer der bekanntesten Tempel in Angkor.  Um vor dem Hauptansturm dort zu sein starte ich um 7:00 Uhr vom Hotel.


Ta Prohm ist wegen des halbverfallenen Zustandes  so beliebt. Die ersten Restauratoren und Architekten der Neuzeit beschlossen, einen Tempel in dem Zustand zu belassen, in dem sie ihn vorfanden. Die Wahl fiel auf Ta Prohm.


An der Gopura (Tor in der Mauer um den Tempel) muss ich noch kurz warten, denn erst ab 7:30 darf man rein, außer mir sind noch 2 Pärchen da.























Es liegt eine traumhafte Ruhe über dem Gelände, die Touristen die hier sind reden wenig oder sehr leise



 







Immer wieder findet man mächtige Bäume die sich auf den Ruinen ausgebreitet haben - ein Wunder wie die Gemäuer das teilweise aushalten.










An einigen Ecken ist später mehr los, andere sind etwas versteckt und meist völlig einsam.

















Aber auch ohne die Bäume ist der Tempel reizvoll












Eines der Hauptmotive















Hier versteckt sich das Lächeln einer Apsara









Hat das hier jemand oben gefunden?








.... Fortsetzung folgt .....

Andrea:
Es war, glaube ich, schon Paulas Sri Lanka - Bericht, wo mich die Baumwurzeln faszinierten. Sie allein sind schon toll, aber dass die Tempelanlagen diese Kraft der Wurzeln tragen können ist schier unglaublich. Besonders toll finde ich hier die fast verborgene Büste (?). Hast du die zufällig entdeckt?

Silvia:
... Teil 2 ...


Kreuz und quer stromere ich durch die Tempelanlage in der auch einige Szenen aus Lara Croft: Tomb Raider gedreht wurden.



Auch wenn sich das Areal langsam füllt, sobald man aus dem Hauptweg heraus tritt wird es gleich ruhig und leer.











Mir gefallen besonders diese abgerundeten Galerien










Dann gibt es noch verzierte Außenmauern ...









.. und "Pseudo"-Türen










Ein letzter Blick auf eine der Baum-Ruinen-Kombination....








.... dann verlasse ich noch mehreren Stunden das Ta Phrom Areal.  Mit dem Tuk-Tuk geht es Richtung Angkor Thom, der ehemalige Hauptstadt.





Die Stadt ist von einer 12 km langen Mauer und einem 100 m breitem Wassergraben umgeben. Die Zufahrten zu den riesigen Gopuras werden von Göttern und Dämonen flankiert.










Ich setze mich zuerst mal wieder in eine abgelegenere Ecke ab, zur Preah Pithu Gruppe, 5 kleinere kaum besuchte Tempel. Hier bin ich wirklich alleine unterwegs


























Dann geht es über die Straße zu einer kleinen Chausee










und Preah Palilay, einem kleinen Tempelturm




           





Bei einer Kokosnuss-Pause entdecke ich dann diesen Schmetterling mit seinen seltsamen "Fahnen"








Ich spaziere dann noch zum Treffpunkt und fahre zurück zum Hotel.

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