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Eine Wanderwoche in Kreta
Paula:
--- Zitat von: Ilona am 04. Mai 2017, 16:01:26 ---
--- Zitat ---Früher heimgehen hätte nichts gebracht denn für den Nachmittag hatte ich noch einen Friseurtermin und den wollte ich nicht sausen lassen.
--- Ende Zitat ---
Hoffentlich war die Friseurin am nächsten Tag nicht krank :cool2:. Ehrlich gesagt, wäre mir in so einem Fall die Frisur wurscht gewesen.
--- Ende Zitat ---
Ich werde sie nächstes Mal fragen, immerhin habe ich ein paar Ohrringe als Mitbringsel für sie besorgt :)
Ich bin halt eitel und kann mich nicht mit grauen Haaren sehen :-[
Wir sind am Sonntag Nacht zurück gekommen, ich muss heute Abend länger arbeiten, aber danach poste ich noch den ersten Tag.
Paula:
Sonntag 30. April 2017
Der Wecker rappelte früh aber zum Urlaub steht man ja gerne auf. Fieber hatte ich zum Glück nicht. Mit der ersten Tram gings zur S-Bahn und mit der S-Bahn zum Münchner Flughafen. Unser Aegan Flug sollte vom Terminal K starten, da mußte man mit einer U-Bahn hinfahren, ich wußte gar nicht dass es das in MUC gibt. War jedenfalls ganz weit draußen. Den online Checkin zuhause für den Flug hat mein Freund am Samstag versucht, ist aber beim Login gescheitert. Da wurde ein sechsstelliger Code benötigt für den man angeblich den Code vom Reisebüro verwenden sollte, den hat das System aber nicht akzeptiert. In der Warteschlange vorm Schalter haben wir von einem anderen Reisenden erfahren dass es bei ihm auch nicht funktioniert hat, er hat dann bei seinem Reisebüro angerufen und die haben ihm einen anderen Code genannt als auf seiner Buchung, damit konnte er sich anmelden. Was für ein umständliches System! Da hat Aegan keinen guten Eindruck auf uns gemacht. Folglich war am Gepäck dropoff Schalter fast niemand, die meisten sind wohl zuhause beim Login gescheitert. Am Flug selber war nichts auszusetzen, die Maschine war voll, es gab ein komplettes Frühstück und der Flug nach Heraklion dauerte auch nur zweieinhalb Stunden. Ich habe nach dem Essen eine Stunde geschlafen.
Der Flughafen Heraklion ist klein, da muss man nicht weit zur Gepäckausgabe laufen und die Mietwagenschalter sind auch nur ein paar Meter weiter. Wir hatten bei Hertz einen Polo gebucht, der stand nach 5 Minuten Wartezeit auf dem Parkplatz vor dem Terminal bereit, man muss nur an dem Busparkplatz vorbei über die Straße gehen. Die meisten Touris sind mit den TUI etc. Bussen weitergefahren.
Vom Auto habe ich kein Foto gemacht, es war ein ziemlich neuer Diesel-Polo mit 36.000 km und leider nur wenig PS, ich schätze mal das kleinste Modell. Bei engen Kurven am Berg hat er öfter den ersten Gang gebraucht, dafür war er aber sehr sparsam, von dem vollen Tank haben wir in der Woche nur Dreiviertel gebraucht für 750 km. Als Navi haben wir die kostenlose Navmii App auf dem iPhone genutzt, ich hatte zuhause schon alle Ziele einprogrammiert. Vom Flughafen ging es direkt auf die Autobahn und bei der nächsten Abfahrt wieder runter auf die Landstraße 97 die nach Süden bis nach Agia Galini führt wo wir eine Ferienwohnung im Lenikos Ressort gebucht hatten.
Das Navi hat den Weg problemlos gefunden. Die Straßenverhältnisse waren aber echt haarsträubend: fette Schlaglöcher, dicke Steine mitten auf dem Fahrstreifen, innerorts war auch mal ein Fahrstreifen mit Baumaterial zugeschüttet oder zugeparkt, in zweiter Reihe auf der Straße parken ist völlig normal und wird klaglos akzeptiert solange noch ein Auto irgendwie um die Hindernisse herumkurven kann. Geschwindigkeitsbegrenzungen braucht es daher innerorts nicht, man kann eh nur Schritttempo fahren. Das Konzept der Ortsumgehung ist unbekannt, zusätzlich geht es oft bergrauf oder runter und das in engen Kehren, so dass wir im Schnitt 30 km/h gefahren sind. Und man weiß auch nie was einen nach der nächsten Kurve erwartet, z.B. eine Schafherde.
Bei dem Anblick haben wir uns gleich wie im Urlaub gefühlt :) Wie man sieht war auch bestes Wetter so ungefähr 20 Grad!
Schnell fahren ist definitiv nicht möglich. Aber wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Gegen 15 Uhr kamen wir in der Hotelanlage an. Ich war ziemlich groggy weil ich auf der Fahrt als Navigator aufpassen mußte. Wir wurden freundlich in fließendem Englisch empfangen und bekamen zu Begrüßung einen Likör und selbstgebackene Törtchen ^-^
außerdem hatte man uns upgegraded: wir hatten eigentlich eine Wohnung mit einem Wohn- und einem Schlafzimmer gebucht, bekamen nun aber das Appartement 105 über 2 Etagen:
die Küche war komplett mit Geschirr und Töpfen ausgestattet
vom Wohnzimmer ging man eine Stufe runter in das eine Schlafzimmer mit kleinem Doppelbett
und vom Wohnzimmer ging eine Treppe nach oben wo das zweite Bett stand
oben hat es uns besser gefallen, da hatten die Betten getrennte Decken.
über die Galerie ging es auf einen kleinen Balkon den wir nicht genutzt haben
unten gab es nämlich eine Terrasse auf die man von der Küche und vom Wohnzimmer aus gehen konnte
der Blick von der Terrasse aufs Meer war klasse
und dies der Blick auf den Pool O0
die Wohnung war klasse! Und um uns rum nur Vogelgezwitscher und Bienengesumme ^-^
wir haben erst mal ausgepackt, mein Duschgel war ausgelaufen, zum Glück nur innerhalb der Toilettentasche aber trotzdem war ich eine Viertelstunde beschäftigt die Sauerei zu beseitigen.
Für heute hatten wir ursprünglich noch eine Halbtageswanderung geplant, dazu war ich natürlich nicht in der Lage, in Matala gab es aber auch einen Strandspaziergang in unserem Rother Wanderführer und in Matala gibt es auch Höhlen zu besichtigen. Also auf nach Matala. Auch diese Strecke war mit dem Navi kein Problem. Am Ortseingang gab es einen großen Parkplatz auf dem man für 2 € parken konnte und direkt dahinter lag der Strand und die Strandcafes. Da haben wir uns niedergelassen und 2 Capuccini bestellt. Mit dem Blick vor Augen schmeckten die gleich noch viel besser 8) ich war ziemlich fertig und habe den Kaffee dringend gebraucht.
Man sieht dass noch nicht viel los ist in Kreta es ist Vorsaison, nur wenig Leute hier.
in diesem Felsen sind viele kleine Höhlen, die waren wohl schon in prähistorischer Zeit bewohnt, die frühen Christen haben sie als Grabkammern genutzt und in den 70er Jahren die Hippies als Wohnhöhlen ;D Heute sind sie als historische Stätte geschützt und eingezäunt, man muss Eintritt bezahlen: 5 € für uns zwei.
die Höhlen sind klein und niedrig
ich war nicht fit genug nach oben zu klettern und habe mir nur die unteren angeschaut, aber sie sahen eh alle ziemlich gleich aus
ich habe mich statt dessen auf einen Felsen gesetzt und den Blick auf den Strand genossen
der Strand war sehr sauber und gepflegt, nirgends lag Müll rum!
nach der Besichtigung der Höhlen sind wir in den Ort gegangen, da sollte der Weg zum Red Beach starten. Matala ist sehr touristisch, es gibt viele Läden und Restaurants
der Weg zum Red Beach ging aber nicht durch den Ort weiter sondern diesen Hügel über den Ort hoch
auf dem Weg nach oben
hier sind wir am oberen Ortsende angelangt, der weitere Weg war ausgeschildert
blaue Pfeile am Boden als Wegmarkierung, verlaufen konnte man sich nicht aber ich war froh dass ich die Wanderschuhe angelassen hatte
weiter oben hatte man einen schönen Blick auf Matala und den Höhlenfelsen, außerdem tauchte nun dieser schneebedeckte Berg am Horizont auf
immer höher hinauf, ich habe ziemlich geschwitzt aber mehr wegen der Erkältung als vor Anstrengung, ich war wirklich nicht fit
auf der anderen Bergseite kam eine Ziegenherde den Berg runter gelaufen
jetzt ging es auf der Höhe von Matala weg
und kurz danach hatte man den Abstieg zum Red Beach erreicht. Was für ein herrlicher Strand! Hier kommt man nur zu Fuß oder per Boot hin. Unten lockt eine Strandbar, ich wäre wirklich gern runter gegangen aber den Rückweg hätte ich nicht mehr geschafft
wir haben uns hingesetzt, den Blick genossen und Fotos gemacht und sind dann wieder zurück gegangen. Auf dem Rückweg haben wir einen kleinen Umweg zu einem Hügel mit dieser Ruine gemacht.
Von da war der Blick auf Matala noch besser.
Unten angekommen sind wir erst in den Supermarkt im Ort gegangen und haben die übliche Grundverpflegung an Wasser, Wein und Knabberzeug gekauft und den Einkauf ins Auto gebracht. Dabei haben wir dann doch das Hippiedenkmal gefunden das im Reiseführer stand und wir bei der Einfahrt auf den Parkplatz nicht gesehen hatten
danach haben wir uns ein Lokal gesucht, ich war echt fertig. Zum Essen haben wir Zaziki, gefüllte Weinblätter und Mousaka bestellt, mein Freund bestellte einen gegrillten Fisch. Meine Griechischkenntnisse hätte ich nicht gebraucht, der Kellner sprach deutsch und englisch. Zuerst kam Brot und Olivenpaste als Gruß aus der Küche, das Essen war erfreulich gut, weder Mousaka noch Zaziki schwammen im Öl wie 2004 bei unserem Griechenlandurlaub. Der gesüßte griechische Kaffee den mein Freund bestellt hatte schmeckte besser als der ohne, ab sofort gab es in diesem Urlaub nur noch Kaffee mit Zucker.
Als wir die Rechnung bestellten bekamen wir erst mal Schnaps und ein Stück Kuchen, die Rechnung kam erst 15 Minuten später. Auf Kreta darf man es nicht eilig haben :)
Die Heimfahrt ins Hotel war anstrengend, es war schon dunkel, die Straßen nicht beleuchtet, weiße Seitenstreifen oder Reflektoren fehlten meist völlig, man hat einfach nix gesehen. Gut dass wir die Strecke schon mal gefahren sind, so wußten wir wenigstens dass ständig Kurven kommen, wir sind ganz langsam gefahren. Im Dunkeln sind wir danach auf Kreta nicht mehr gefahren nur noch die 5 Minuten abends vom Restaurant im Ort zum Hotel.
In der Wohnung angekommen mußte ich erst noch duschen, ich war völlig verschwitzt und dann ging es nach einem Glas Rotwein schnell ins Bett.
unsere Strecke heute:
Andrea:
Das fängt ja eigentlich schon gut an und mir gefällt es schon jetzt. Einen Boots-Shuttle zum Red Beach müsste es geben, da könnte man sich nach einem Absacker schön wieder zurück bringen lassen ;)
... oder wenn man gesundheitlich leider so angeschlagen ist wie du.
Eure Wohnung würde mir auch gefallen, habt ihr euch auch mal selbst bekocht?
Paula:
Andrea, gekocht haben wir nicht, nur Erdbeeren mit Joghurt habe ich mal gemacht und nachmittags Kaffee gekocht. Das Essengehen ist auf Kreta so billig, ungefähr die Hälfte von hier, da lohnt sich das gar nicht. Richtig kochen tun wir im Urlaub nicht, dazu sind wir abends nach den Wanderungen auch zu faul.
Andrea:
Ja, das verstehe ich. Ich bin gestern das erste Mal seit Monaten wieder gewalkt (inkl. Geocaching). Das waren 4km im Flachen mit "Such-Pausen" und dann 4,5km bergan nach Hause (runter hatte mich Heiko auf dem Weg zu einem Kunden genommen). Ich war danach so erschöpft und die Beine taten weh, dass es abends nur noch was vom Türken gab. Ich muss unbedingt wieder mehr laufen! Und Urlaub ist ja auch Urlaub, da kann man sich das Essengehen ja auch mal gönnen, vor allem wenn es preiswert ist. Die Griechen können, glaube ich, jeden zahlenden Gast brauchen.
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