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Juni 2017: Junior Rückholaktion - Kurztrip nach Utah
nordlicht:
--- Zitat von: Susan am 26. Oktober 2017, 19:26:52 ---Der Eil-Brief hat 18 Tage von San Francisco City Amt bis San Francisco Airport-Amt gebraucht!!!
--- Ende Zitat ---
Ja, in den USA gewöhnt man sich jegliche Lästerei über die Deutsche Post ganz schnell ab. ;D
Christina:
Das war ja ein wirklicher Führerschein - Krimi, zum Glück mit gutem Ausgang. Ich bin auch erstaunt, dass die Umschreibung in Deutschland so einfach ging. So gar ohne Übersetzung, kaum zu glauben.
Susan:
--- Zitat ---Ich bin überzeugt, dass zwei von euch drei keine Hitzewellen haben :floet: . Seit einiger Zeit kann ich da mitfühlen :zwinker: .
--- Ende Zitat ---
Willkommen im Club :girly:
--- Zitat ---Vielleicht solltet ihr wirklich mal überlegen nach Utah auszuwandern.
Dann bekommste bestimmt regelmäßig Besuch aus einem gewissen Forum !! ;) ;)
Und hast ganz viele tolle Abende wie den du letzten Abend hattest... und wir würden auch 3, 4 oder mehr Schlummertrunke (ist das die Mehrzahl?) mit dir geniessen !! ;D ;D
--- Ende Zitat ---
Yep, dann müssten wir gleich ausreichend Gästezimmer mit anbauen ;D Und die Schlummertrunke wären bestimmt spaßig!
Früher hatten wir tatsächlich mal überlegt, das Rentnerdasein in den USA zu gemießen. Eigentlich wäre Farmington, UT dafür eine prima Lokation für uns: nicht weit zu den roten Steinen oder nach Yellowstone & Co oder zum Skifahren im Utah-Powder
ABER wenn dann so die Zipperlein kommen und sei es nur Brille oder Zahnersatz, ist es hier bei uns doch ser viel günstiger.
Dann doch lieber immer mal wieder für länger hinreisen ^-^
Susan:
20. Juni Antelope Island
Colins Gastvater muss auf Geschäftsreise, leider wird er vor unserer Abreise nicht zurück sein. Kerlie ist darum extra früh aufgestanden. Wir haben unseren Wecker etwas spät gestellt und können uns darum nur flüchtig verabschieden, schade. Die Brüder gehen ein letztes Mal zusammen joggen, wir döseln noch etwas bis zum Frühstück.
Wir lernen einen weiteren Mormonen kennen, den Jugend-Gottesdienst-Leiter. Er sieht den Gatten "Oh, an older Colin - you must be his Dad." ;D Wir werden ausführlich für unsere hervorragende Erziehungsarbeit gelobt ::) Der gute Mann war begeistert, dass Junior so bereitwillig bei den Kirchgängen mitgemacht hat. Besonders als er der Gruppe einige deutsche Komplimente beigebracht hat, mit denen selbst er bei seiner Frau punkten konnte. ;D Also Mädels, wundert euch nicht, wenn ihr in Utah jetzt angeflirtet werdet mit "Deine Augen sind so blau wie der Ozean"
Danach fährt Colin mit seinem Gastbruder auf Abschiedstour, wir machen einen Ausflug nach Antelope Island. Die Insel ist die größte im Great Salt Lake, der wiederum der größte natürliche See westlich des Mississippi ist; ein Überbleibsel eines Binnenmeeres der letzten Eiszeit. Vier große Flüsse münden in den See, einen Ausfluss hat er nicht, Wasser schwindet nur durch Verdunstung. Daher rührt der große Salzgehalt. Fische und andere Wassertiere findet man dort nicht, nur Salzwassergarnelen, Sumpffliegen und jede Menge Algen.
Wir fahren über die Dammstraße zur Antelope Island, die als State Park geschützt ist; Eintritt 10 $ pro Auto. Die Insel ist etwa 15 Meilen lang und 4.5 Meilen breit. Der höchste Punkt liegt auf 2014m, je nach Wasserstand etwa 700 m über dem Seespiegel. Der Weg führt uns erstmal die Ostseite entlang nach Süden. Schon bald kommen wir zu einem Aussichtspunkt, nicht nur auf die Wasatch Gebirgskette und die Seemarschen, auch auf Teile der hier lebenden Bisonherde.
gegenüber im Dunst: Farmington
Es ist schon ziemlich heiß. Durchs Tele kann man die Luft richtig flimmern sehen. Kein Wunder, dass die Bisons faul herum liegen und sich mit ihren Schwänzen ständig Luft zu fächeln ;)
Die lagern ja relativ nah am See. Trinken die Bisons diese Salzbrühe? Oder was sonst? Später erfahren wir, dass es auf der Insel rund 40 Süßwasserquellen gibt.
Weiter geht es bis zum Ende der Straße zur Fielding Garr Ranch. Die wurde 1848 gegründet und ist die älteste angloamerikanische Bebauung in Utah, die noch an gleicher Stelle steht. Sie liegt bei der stärksten und beständigsten Quelle der Insel. Schon prähistorische Ureinwohner bevorzugten die Lage. Von Gründung bis 1981 war die Ranch ständig bewohnt und bewirtschaftet, wenn auch unter verschiedenen Eigentümern. Betrieben wurde hauptsächlich je nach Marktlage Rinder- oder Schafzucht. Die Bisonherde wurde ebenfalls über die Ranch neu angesiedelt. Heute gehört sie zum Statepark und kann besichtigt werden.
Eingang mit Alarmglocke
im Gatter das Brandzeichen der letzten Besitzer IC
Schmiede
Im Schuppen nebenan lagern allerlei Gerätschaften und Trödel aus den Farmjahren. Auch alte Fotos kann man sich anschauen.
"This means you" ;D
Draußen sehen wir dann die Vorläufer heutiger Wohnwagen
Innenausstattung
Die Hirten der Schafherden zogen damit von Weide zu Weide.
Scherschuppen von 1920
In der Blütezeit hatte die Ranch mehr als 10.000 Schafe. Daher wurde hier das mechanisierte Scheren erfunden. Unter der Decke befinden sich große Kurbelwellen, die mehrere Scherstationen betrieben. Die geschorene Wolle wurde über Laufbänder abtransportiert.
Wir sehen einige der alten Korräle. Hier stehen normalerweise noch Pferde, doch die sind grad auf Ausflug. In den ehemaligen Heuschobern stehen etliche der alten Fahrzeuge.
Kommen wir zum Farmhaus.
Das ist nicht annähernd so prächtig wie die in den alten Western, z.B. bei Pa Cartwright oder auf der Shiloh Ranch ;) Eingerichtet sind die Räume wie in verschiedenen Zeitepochen. Strom gab es auf der Ranch erst ab 1950, als ein Generator installiert wurde.
eines der Schlafzimmer
Küche aus den 1970ern
so einen Herd haben meine Eltern auch noch im Keller stehen
Bad ;)
Drei Nebengebäude können noch besichtigt werden: das Bunk House, Unterkunft der Saisonarbeiter, Cellar und das Spring House
Dies liegt neben der Quelle und halb unter der Erde. Dunstwasser der Quelle hält es schön kühl, daher diente es als Käserei und Vorratskammer.
Wir fahren zurück in den Norden und dann nach Westen hinauf zum Buffalo Point. Vom Parkplatz aus führt ein Wanderweg zum Gipfel, doch für einen Fußmarsch ist es viel zu warm. Die Aussicht ist auch von hier aus schon sehr schön.
White Rock Bay
Bridger Bay mit dem "Strand"
Wir fahren hinunter zur Bridger Bay. Dort gibt es einen Campingplatz, der sehr trocken (und heiß) aussieht, und überdachte Picknickplätze. Dort nehmen wir erstmal einen Snack zu uns. Neugierig beäugt von den zwei Gesellen
Hier wäre auch ein Zugang zum See, doch der Weg dorthin sieht nach Meilen weiten Marsch durch die Öde aus, Nein, danke ;) Besuchen wir lieber das Visitorcenter, dort ist es schön kühl und es gibt eine interessante Ausstellung. Dort treffen wir dann tatsächlich mal einen Touri-Bus - natürlich Asiaten.
Causeway
Zufahrtsstraße im Blick
Die namensgebenden Inselbewohner haben wir übrigens nicht gesichtet und kaum Vögel. Zu Vogelzug Zeiten kommen hier wohl tausende Zugvögel auf dem Pacific Flyway vorbei. Wir fahren wieder zurück.
Ich weiß nicht, ob es am Wetter liegt, aber ich könnte schon im Auto einschlafen. Das hole ich dann auf dem Sofa nach. 8)
Den Rest des Tages passiert nicht mehr viel. Finales Packen (ja, wir haben alles in die Koffer gekriegt), zwei von Kerlies Kumpels kurz Guten Tag sagen; die Abfahrt morgen organisieren. Unser grün-lia Flitzer wird wohl nicht ins Parkhaus am Flughafen passen, außer ganz unten, wo es aber schnell voll wird. Wir essen zu Abend mit Kerlies drei Gastbrüdern und dem Mitbewohner. Es gibt "Pulled Pork Sandwiches". Colins Gastmutter hat Spätschicht, wir sehen sie erst kurz vorm Schlafengehen.
:bett:
Ilona:
--- Zitat von: Susan am 31. Oktober 2017, 15:34:23 ---Besonders als er der Gruppe einige deutsche Komplimente beigebracht hat, mit denen selbst er bei seiner Frau punkten konnte. ;D Also Mädels, wundert euch nicht, wenn ihr in Utah jetzt angeflirtet werdet mit "Deine Augen sind so blau wie der Ozean"
--- Ende Zitat ---
Ohne Worte :totlach: :lach: !
Das Island gefällt mir sehr gut :thumb:.
Einer schöner letzter Tag in Utah :usa: und ich hatte echt unbegründete Zweifel, dass ihr alles in die Koffer kriegt.
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