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Juni 2017: Junior Rückholaktion - Kurztrip nach Utah
soenke:
Tritt Colin etwa die Nachfolge von Usain Bolt an ? ;D
Ich finde es auch toll, dass ihr mit der Gastfamilie eine kleine gemeinsame Reise veranstaltet habt. 8)
Bin gespannt, ob die vom Yellowstone genauso beeindruckt sind, wie ihr es sicherlich wart :D
Susan:
Sorry, dass es vorerst nicht weiter geht. Das blöde Windows 10 hat mal wieder unsere Systeme außer Gefecht gesetzt >:D Hoffe,wir kriegen das übers Wochenende wieder zum Laufen
Susan:
9. Juni Teil 1 Norris & Mammoth
Ich wache gegen 7 Uhr auf, muss dringend auf die Box. Es ist ziemlich frisch draußen, wenig später mittels Taschenmesser-Thermometer ermittelt gut 8°C. Hatte ich erst geplant, den Yellowstone Park ausführlich zu besuchen, bin ich nach Studium der Klimadaten von der Idee wieder abgekommen. Anfang Juni schien mir für ein Mini-WoMo ohne Heizung doch zu kalt. Ganz so schlimm wie befürchtet war es heute Nacht aber nicht, die Daunendecke wärmte uns genug.
Kerlies Gasteltern sind auch schon munter, sie haben im Penthaus ganz gut geschlafen. Die Mom fragt mich, ob ich auch die Coyoten heulen gehört habe. Muss ich verneinen. Wir kochen Wasser für ein erstes Heißgetränk.
Langsam krabbeln auch die anderen aus ihren Federn. Den Jungs war es im Zelt zu kalt, obwohl sie noch unsere Wolldecken bekommen haben. Es gibt Frühstück: etwas handfester bei uns (Brot mit Belag), Cornflakes und Joghurt bei den Amis. Danach werden die Lunch-Pakete geschnürt. Sandwiches, Obst, Kartoffelchips (gesalzen) und Trail-Mix-Tüten (Nussmischung, getrocknete Früchte, sowas wie Smarties).
Wir starten unser Besuchsprogramm mit dem Norris Geyser Basin. Da grad eine größere geführte Gruppe ins Porcelain Basin startet, wählen wir den Rundweg im Back Basin.
Emerald Spring,
das Wasser in dem 8 m tiefen Pool ist kurz vorm Kochen, daher auch der viele Dampf
Steamboat Geyser ist der weltgrößte aktive Geyser; unmöglich vorherzusagen wann er ausbricht. Die letzte große Eruption mit 91 m hohen Fontainen war im September 2014. Das ändert sich auch heute nicht ;)
zeigt uns mehr Dampf als Wasser
Cistern Spring
ist unterirdisch mit dem Steamboat verbunden; leert sich, wenn der ausbricht
Black Pit Spring
keine Ahnung woher der Name kommt; so schwarz sieht es hier gar nicht aus
Echinus Geyser,
hat einen sehr hohen Säuregehalt, fast wie Essig. Seine Ablagerungen sollen aussehen wie Seesterne oder -igel. Dazu brauchts aber schon viel Fantasie ::)
Puff 'n Stuff Geyser
Blue Mud Steam Vent
hat seit seiner Namensgebung reichlich Dampf abgelassen. Heutzutage sieht man meist nur Schlamm blubbern
Durch das Basin ziehen sich zwei Arme des Tantalus Creek. Es gibt einige weitere fantasievoll benannte Pools und in der Ferne sehen wir Dampf aufsteigen
und Schnee auf den Bergen
Vixen Geyser
endlich mal einer der auch rumspuckt :))
Wir nehmen die Abkürzung zur kleinen Runde, denn der Rest des Back Basin ist wohl wenig interessant.
Veteran Geyser
Zurück am Museum werfen wir nur noch einen kurzen Blick auf das Porcelain Basin
Mittlerweile ist es voller geworden auf dem Parkplatz. Colin und sein Gastbruder starten ein Nummernschild-Wettbewerb: schaffen wir es, während des Aufenthalts im Park alle Staaten zu finden?
Wir fahren weiter nach Norden, unterwegs sichten wir schon mal eine Herde Bisons.
Grad so eben bekommen wir Parkplätze an den Mammoth Hot Springs. Ach, sieht das das traurig aus. :( Okay, die alten Terrassen waren auch vor 8 Jahren schon grau und vertrocknet, doch auch der Rest wirkt sehr viel trockner. New Blue Spring oder Canary Spring sind nicht wieder zu erkennen.
Ein paar bunter Sinterbecken gibts schon noch.
beim letzten Mal war hier alles bedeckt mit Wasser
Wir nutzen die Picknickplätze vor Ort gleich für eine Lunchpause.
Fortsetzung folgt
Susan:
9. Juni Teil 2 Wolfssuche
Kerlies Gastfamilie ist relativ häufig im Yellowstone Park, daher war die Besichtigung der Quellen und Geysire nicht besonders aufregend für sie. Anders sieht es mit Wildlife aus, so haben sie beispielsweise noch nie einen Bären dort gesehen. Die Gastmom Josie legt auch nicht unbedingt wert drauf. ;) Sie ist froh, dass wir so viele sind und zusätzlich ist sie mit Bärenspray bewaffnet. Wölfe möchte sie aber unbedingt gern mal sehen, daher steht für den Nachmittag das Lamar Valley auf dem Programm.
Zwischenstand im Nummernschild-Bingo: die Nachbarstaaten und die der weitere Umgebung sind abgedeckt. :cool2:
Nach dem Lunch vertreten wir uns die Füße auf dem Trail zu den Wraith Falls. Es geht über Wiesen und durch Wald. Der Lupine Creek kommt in Sicht und schließlich auch der 24 m hohe Wasserfall.
Hier sehen wir schon mal Murmeltiere.
Bei der Weiterfahrt plötzlich viele, viele stehende Autos am Straßenrand. Das kann nur eines bedeuten: Bären. Die Gastfamilie findet eine Lücke und kann noch zwei, drei Blicke erhaschen. Wir müssen ein Stückchen weiter fahren und haben dann kein Glück mehr. :( Sind im Wald verschwunden und kommen auch nicht mehr heraus.
Dafür begegnen wir wenig später einem Kojoten.
An der Tower-Roosevelt-Kreuzung biegen wir falsch ab, wir wenden an einem Aussichtspunkt auf den Yellowstone River und Basaltklippen.
Weiß nicht genau, wo wir das nächste Mal stoppen, ein Aussichtspunkt halt. Jedenfalls sehen wir ein grünes Tal, Berge und gelbe Wildblumen.
Außer uns halten dort noch niederländische Touristen, mit denen sich Josie und Rob in fließendem Holländisch unterhalten. ^-^ Kommt dem Plattdeutsch, das meine Oma gesprochen hat, recht nah.
Kurz danach wieder viele Autos neben der Straße. Wir fahren langsam dran vorbei. Eine Schwarzbärin mit zwei Jungen, die auf den Bäumen herumtollen. Und das knapp 30m neben der Straße. :happy: Ranger winken zur Weiterfahrt, daher gelingt mir nur ein halbwegs gutes Bild.
Josie hat in einem Prospekt ein Wolfinstitut entdeckt, dort möchte sie nachfragen, wo wir wohl welche sehen können. Allerdings ist das nicht öffentlich, wie wir bald merken. Wölfe treiben sich da nicht herum, nur etliche Bisons.
Was guckst du?
auf der anderen Straßenseite
Ein kurzer Stopp mit Trail zum Lamar River.
Matthew mit scharfen Augen entdeckt ein paar Proghorns, zu weit weg für Fotos. Sonst nix, außer ungemütlich kaltem Wind. Zurück am Parkplatz treffen wir eine Fotografin mit einem Monster-Tele. Sie hat Wölfe mit Jungen nahe Slough Creek gesehen, aber weit weg. Selbst mit ihrer Ausrüstung sind sie nur klein auf den Bildern. Tja, leider kriegen wir Wölfe auch nur auf ihrem Display zu sehen. :(
Wir machen uns auf den Rückweg über Dunraven Pass und Canyon Junction, damit ist die Runde der oberen Acht komplett. Irgendwann fängt es an zu regnen und das hört leider den ganzen Abend nicht auf.
Die Jungs gehen trotzdem noch laufen; drei Meilen – man(n) muss ja im Training bleiben. ::) Unterwegs treffen sie dann Ranger, die fragen, ob es einen Notfall gibt. Wer läuft schon freiwillig bei dem Wetter?
Derweil macht Kersten unter dem Schutz der Heckklappe Josies Cowboy-Eintopf warm, während ich im Camper die Sitzecke aufbaue. Wir bewundern die Nachbarn, die trotz Nässe ein Campingfeuer in Gang gebracht haben, und dort auch in Regenjacke ausharren.
Gegessen wird in zwei Schichten, beim Abwasch stellen wir fest, dass wir kein Geschirrtuch dabei haben. Muss dann mein Mikrofaser-Badetuch einspringen. Danach machen wir es uns hinten im Camper gemütlich. Etwas eng zu sechst, dafür wird uns nicht kalt. Wir spielen Maumau/Uno mit einigen neu dazu erfundenen Regeln. So endet der Tag mit viel Gelächter. ;D
Wir kochen nochmal Wasser auf, für den Schlummertrunk – heiße Schokolade. Außerdem, weil es noch kälter geworden ist, für improvisierte Wärmflaschen.
:bett:
Paula:
Wölfe sind ja so ziemlich die scheuesten Wildtiere überhaupt, da dürfte eine Sichtung schwierig sein.
Habt ihr abends aus Rücksicht auf die Gastfamilie keinen Alkohol getrunken? Das würde mir im Urlaub doch sehr fehlen...
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