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Provence - Mai 2017

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Christina:
Auch wenn die Stimmung hier im Forum gerade nicht die allerbeste ist und manche wohl der Meinung sind, es gibt zu viele Reiseberichte, starte ich dennoch einfach mal einen neuen Bericht und hoffe auf viele Mitreisende und - versprochen, das ist (zunächst) der letzte Bericht aus Frankreich von mir  :)

Im Mai waren Peter und ich zwei Wochen in der Provence zum wandern und besichtigen, die gesamten zwei Wochen über haben wir in einer Ferienwohnung in Les Beaumettes verbracht, das liegt im Luberon an der D900 zwischen Cavaillon und Apt.

1. Tag - Samstag, 13.05. (Anreise)

Dieses Jahr können wir uns, zumindest in der letzten Woche vor Abreise, uneingeschränkt auf den Urlaub freuen: im letzten Wahlgang zur französischen Präsidentschaftswahl gewinnt der Kandidat der neugegründeten europafreundlichen Partei La République en Marche, die Kandidatin des rechten Front National verliert. Streiks sind keine in Sicht, die Wettervorhersage am Freitagabend verspricht ab Sonntag schönes Wetter, nachdem es die ganze Woche über gewittrig war und die Umweltplakette, die in einigen Städten Frankreichs seit März auch für Ausländer Pflicht ist, klebt schon seit ein paar Wochen an der Frontscheibe unseres Autos.

So macht das Aufstehen um 3.30 Uhr fast schon Spaß! Wir packen die letzten Sachen ein, kochen Kaffee für die Thermosflasche, beladen die Kühlbox mit Salaten, Wurst und Käse aus dem Kühlschrank und sind um 4.30 Uhr abfahrbereit.



Die anfängliche Strecke kennen wir inzwischen auswendig: A 63 bis Kaiserslautern, dann A 6 bis Saarbrücken und in Frankreich auf der A 4 Richtung Metz. Zwischen Freyming und Metz fällt die erste Maut an, dann geht es mautfrei auf der A 31 bis hinter Nancy weiter. Um 7.30 Uhr machen wir eine erste Pause, nun fahre ich. Hinter Nancy wird es wieder mautpflichtig, irgendwo bei Dijon leitet uns das Navi auf die A 39, dann auf die A 40, eine sehr ruhige, zweispurige Autobahn, ab hier beginnt Neuland für uns. Wie immer ist fast kein Verkehr, mit Tempomat auf 130 km/h kommen wir gut voran. Gegen 9.30 Uhr machen wir eine zweite Pause.

Gegen 11.00 Uhr erreichen wir den Grossraum Lyon und wechseln auf die A 7, der Verkehr nimmt deutlich zu und es ist volle Konzentration angesagt. Wir passieren eine riesige Mautstelle, so viele Mauthäuschen nebeneinander haben wir noch nie gesehen, ich bin nur froh, dass sich der Verkehr in Grenzen hält, das Wiedereinordnen nach der Mautschranke ist trotzdem einigermassen unangenehm. Als es hinter Lyon wieder ruhiger wird, machen wir Mittagspause und ich bin froh, dass Peter den Rest der Strecke fährt.

Ab hier ändert sich auch Wetter und Umgebung, es ist sonnig, das Thermometer steigt bis auf 28° C und es kommen Zypressen und Pinien ins Bild, Dörfer mit beigefarbenen Steinhäusern und Hügel und Berge aus Kalkstein. Wie schön!

Auch auf dem letzten Rest der Strecke kommen wir gut voran und bereits um 13.30 Uhr, also nach 9 Stunden Fahrt mit drei Pausen für ca. 880 km, kommen wir am Supermarkt in Coustellet an, nur ein paar Kilometer von unserer Unterkunft entfernt, dorthin fahren wir noch nicht, da man erst ab 16.00 Uhr einchecken kann.

Wie ich vorab bei meiner Urlaubsvorbereitung festgestellt hatte, gibt es direkt neben dem Supermarktparkplatz ein etwas ausgefallenes Café: das „La Vie en Rose“. Dem Namen entsprechend, sind sowohl die Einrichtung als auch die Törtchen, Bonbons und sonstige Süssigkeiten, in rosa gehalten. Insgesamt natürlich extrem kitschig, aber hin und wieder geht das schon mal.

Um diese Uhrzeit sind wir die einzigen Gäste, wir suchen uns jeweils ein Törtchen am Tresen aus und bestellen einen Café Crème dazu. Das ganze genießen wir an einem Tisch im Freien.





Danach gehen wir in den Supermarkt, um für heute Abend ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Trotz Kaffee und Kuchen bin ich im Supermarkt plötzlich total müde und fertig. Ich kann gerade noch so den Einkaufswagen schieben, Entscheidungen über das was wir einkaufen, kann ich nicht treffen, das überlasse ich alles Peter.

Da ich nun auch noch auf die Toilette muss, diese aber trotz zweimaliger Nachfrage im Supermarkt nicht finde, entscheiden wir uns, doch schon zur Ferienanlage zu fahren. Auch wenn man noch nicht einchecken kann, wird es zumindest eine Toilette im Bereich der Rezeption geben.

Als wir dort ankommen, ist ein Pärchen gerade dabei, einzuchecken – super, dann warten wir bis sie fertig sind und vielleicht klappt es bei uns auch schon. Und tatsächlich, die Uhrzeit wird gar nicht erwähnt, wir bekommen unseren Schlüssel und umfangreiche Erklärungen zu den Einrichtungen der Anlage, außerdem eine Liste mit allen Einrichtungsgegenständen, die sich in der Wohnung befinden müssten, die müssen wir nachprüfen und am Montag (da die Rezeption Sonntags geschlossen hat) abgeben. Und eine weitere Aufgabe bekommen wir, zwei Tage vor unserer Abreise müssen wir an der Rezeption einen Wohnungsübergabetermin für den Abreisetag vereinbaren.

Na ja, das ist schon etwas nervig, ich bin schließlich hier zum Urlaub machen, aber gut, der Rezeptionist, der zusammen mit einer Frau, die wir später noch treffen, die Anlage führt, ist super nett und gesprächig, was in Frankreich beim Einchecken eher selten ist. Er weist uns noch auf den sonntags in Coustellet stattfindenden Bauernmarkt hin (das wusste ich natürlich schon  ;D) und auf einen am Montag zur Mittagszeit in der Ferienanlage stattfindenden „Empfang“ für alle Feriengäste mit Getränken und Kleinigkeiten zum Essen.

Dann können wir endlich unser Gepäck in die Wohnung bringen und uns ausruhen. Ich hatte eigentlich bei meiner Planung gedacht, dass wir uns bei passendem Wetter nach dem Einchecken noch an den Pool legen könnten. Dazu sind wir aber zu müde, das Verlangen nach einem Nickerchen im Bett ist größer.






Später wird ausgepackt und zu Abend gegessen (Nudeln). Gegen 18.00 Uhr sind wir wieder so fit, dass wir zu einem Spaziergang aufbrechen, um uns nach der langen Autofahrt heute doch noch ein bisschen die Füße zu vertreten und frische Luft zu schnappen. Wir schauen uns zuerst in der Ferienanlage um und spazieren danach auf dem direkt an der Ferienanlage vorbeiführenden Radweg (ehemalige Bahntrasse, von Cavaillon nach Apt) an einer wunderschönen Mohnwiese vorbei bis zum kleinen Ort Les Beaumettes (ca. 700 m), den man durch eine bunt bemalte Unterführung erreicht.





Hier gibt es zwei Restaurants, eine hübsche Kirche und oberhalb des Ortskerns, in die Felsüberhänge gebaute Wohnungen, die wohl auch heute noch genutzt werden (erst nach der Rückkehr vom Urlaub sehe ich im Internet, dass man durch den Ort zu den Höhlenwohnungen spazieren kann, von wo man auch einen schönen Blick in die Umgebung haben soll – trotz intensiver Recherche mal wieder etwas übersehen).









Nach ungefähr einer Stunde sind wir wieder zurück. Vor der Rezeption steht ein Foodtruck, hier kann man ab 18.00 Uhr fast täglich Burger und Pommes kaufen (auch mal wechselnd mit einem Pizza Foodtruck), sowie Getränke und Eis. Wir gönnen uns jeweils noch ein Cornetto Vanille und verbringen den restlichen Abend auf dem Balkon, sind allerdings schon gegen 21.00 Uhr bettreif.


Wetter: wechselnd bewölkt bis Lyon, dann sonnig, bis 28°C

Ilona:
Super, ein neuer Reisebericht :adieu:.

Ich bin erstaunt, dass man in Frankreich die Törtchen mit Messer und Gabel isst :gruebel: ?

Die Ferienwohnung sieht richtig klasse und vor allem geräumig aus  :thumb:. Da passen wir doch alle rein :toothy9:.

Ich kenne außer Paris nichts von Frankreich und bin wieder sehr gespannt  :sabber:, was du uns so präsentierst, Christina. 

Andrea:
Dieser Reisebericht ist eiin schönes Zeichen, Christina!  :knuddel:

Rainer:

--- Zitat von: Christina am 01. Oktober 2017, 21:02:14 ---und manche wohl der Meinung sind, es gibt zu viele Reiseberichte
--- Ende Zitat ---

Nein, nein, das ist wie die "Glas halb leer oder halb voll" Problematik: ich denke, niemand ist der Meinung, dass es zu viele Reiseberichte hier gibt. Es ist anders herum: es gibt zu wenig "Nicht-Reiseberichte". Also lasst Euch bitte nicht davon abhalten, Eure Reisen zu erzählen. Wir hätten uns nur gewünscht, dass es auch mehr andere Beiträge gibt. Aber man kann es offensichtlich nicht zwingen und über eines sind wir uns alle einig: irgendetwas weglassen (in diesem Fall Reiseberichte) hilft sicher nicht.

In diesem Sinne: bitte einfach weitermachen!

Ilona:

--- Zitat von: Rainer am 02. Oktober 2017, 13:09:52 ---Wir hätten uns nur gewünscht, dass es auch mehr andere Beiträge gibt. Aber man kann es offensichtlich nicht zwingen und über eines sind wir uns alle einig: irgendetwas weglassen (in diesem Fall Reiseberichte) hilft sicher nicht.

In diesem Sinne: bitte einfach weitermachen!
--- Ende Zitat ---

Wenn's halt nichts anderes zu berichten gibt :weissnicht:.

Wir müssen nichts wiederholen :cool2:, das bereits in den Medien breitgetreten wird. 

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