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Provence - Mai 2017

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Christina:

--- Zitat von: Paula am 19. Oktober 2017, 21:48:47 --- Ich fahre auch nicht gern kurvige Bergsztaßen, ich werde den Mont Ventoux weiterhin von der Ferne und von unten bewundern.

--- Ende Zitat ---

Paula, man muss sicherlich nicht auf dem Berg gewesen sein, wobei ich die Geröllwüste da oben schon faszinierend fand. Ich glaube aber, es gibt einen einfacheren Wanderweg hinauf und zwar von der Südseite her. Dort ist der Berg wesentlich flacher und dort sind auch einige Wanderer hingegangen, die mit uns gemeinsam den Anfangsabstieg zwischen den blauen und roten Stangen gemacht haben.


--- Zitat von: Andrea am 19. Oktober 2017, 22:10:48 ---
Gibt es denn so etwas wie Visitorcenter/Touri-Infos oder Tafeln, wo man von den Geröllabgängen hätte errfahren können? Ist ja schon doof, wenn man so kurz vorm Ziel nicht weiter kommt bzw. der Rückweg erschwert wird.

--- Ende Zitat ---

Nein, es gab nur die üblichen Wegweiser. Vielleicht hätte man im Internet noch etwas erfahren können oder im Touri-Center im Ort, keine Ahnung.


--- Zitat von: Ilona am 20. Oktober 2017, 08:23:49 ---Ich kann mir schon vorstellen, wie schlimm das ist, wenn man dem Partner nicht über den Felsbrocken helfen kann. Bei uns blockieren immer meine Beine und Heiko hilft mir dann immer. Aber umgekehrt hätte ich dazu einfach keine Kraft/Muckis.

--- Ende Zitat ---
Ich habe zum einen nicht die Kraft Peter da irgendwie zu helfen, er möchte das aber auch nicht. Da ist es das beste ich gehe ein Stück weg und bin ganz still. Das finde ich super, dass Heiko dir in solch einem Fall helfen kann.


--- Zitat von: Susan am 20. Oktober 2017, 11:59:16 --- Die Zisterzienserabtei bei Lavendelblüte muss ja ein herrliches Bild abgeben.
--- Ende Zitat ---
Nachteil nur bei der Lavendelblüte: der Ansturm der Massen muss unerträglich sein, insbesondere die Asiaten vergessen dann wohl alles um sich herum, insbesondere die in solch einer Umgebung angebrachte Stille.


Wie es mit meinen Kopfschmerzen weiterging, gleich im nächsten Teil des Berichts.

Christina:
11. Tag – Dienstag, 23.05. (Apt)

Als ich gegen sechs Uhr aufwache, ist mein Kopfweh deutlich besser als gestern Abend, aber nicht verschwunden. Ich mache mir eine große Schale Müsli und esse auf dem Balkon in der frischen Morgenluft. Dann gehe ich nochmal ins Bett und Peter steht auf und setzt sich vor seinen Laptop, den hat er mitgenommen, weil er noch etwas arbeiten muss und ist bis jetzt noch gar nicht dazugekommen.

Um acht Uhr wache ich dann erneut auf und – hurra – die Kopfschmerzen sind (fast) weg und ich fühle mich frisch und gut ausgeschlafen.

Wir sind uns einig, dass heute ein Relaxtag anstehen muss und entscheiden uns, nach Apt zu fahren, das nächstgelegene (20 km) größere Städtchen (knapp 12.000 Einwohner) in östlicher Richtung.

Im Gewerbegebiet am Rande von Apt befindet sich die Confiserie Aptunion mit Fabrikverkauf. Dies ist einer der wenigen noch existierenden Hersteller von kandierten Früchten, für die Apt schon im 14. Jh. bekannt war und sich selbst zur Capitale Mondiale du Fruit Confit ernannte. Das Kandieren ist sehr zeit-und arbeitsaufwändig, die Früchte werden kurz in kochendem Wasser blanchiert, nach der Abkühlung dann in eine Mischung aus Wasser, Zucker und Saft getaucht, diese Arbeitsgänge werden viele Male wiederholt, bis den Früchten das Wasser vollständig entzogen und durch Zucker ersetzt ist. Schließlich erfolgt eine mehrere Tage dauernde Trocknungsphase.

Heutzutage gibt es eine unendliche Vielzahl von Süßigkeiten aus aller Welt, von denen die meisten wesentlich einfacher und damit günstiger hergestellt werden können, als kandierte Früchte, daher der Niedergang dieses Industriezweigs.

Wir schauen uns im kleinen Fabrikshop um und kaufen eine große Box gemischte Früchte für uns und ein paar kleine Packungen als Mitbringsel für verschiedene Bekannte. Außerdem kommt noch eine Packung Calisson (eine Art Plätzchen in Schiffchenform aus Mandelteig und ebenfalls eine Spezialität der Provence) mit.

Dann fahren wir ins Zentrum von Apt, wo wir am Rande der Altstadt einen kostenlosen Parkplatz ergattern.

Wir schlendern gemütlich durch die hübsche Altstadt mit ihren bunten Häusern, trinken einen Kaffee, ich kaufe endlich Briefmarken für die seit einer Woche geschriebenen Postkarten und kann sie nun abschicken.










Gegen zwölf Uhr halten wir nach einem Restaurant Ausschau und entscheiden uns für das L’Ail des Ours (Bärlauch), hier gibt es einen schattigen Platz zum draußen sitzen und man kann einzelne Gerichte bestellen, denn heute reicht uns ein Hauptgericht.

Mit dem Restaurant haben wir eine gute Wahl getroffen, das Essen ist sehr lecker. Peter isst eine Gemüselasagne, ich nehme eine Tarte aus Blätterteig mit Rote Beete, Ziegenkäse und Honig, dazu gehört bei uns beiden ein Salat. Während des Essens wird aus unserem Schattenplatz ein Sonnenplatz und wir fragen, ob wir nach drinnen wechseln können, das ist kein Problem und innen ist es dank Klimaanlage sogar herrlich kühl.

Nach dem Essen bestellen wir noch einen Kaffee, den wir nach Nachfrage in einen sog. Café Gourmand (Kaffee mit einer süßen Kleinigkeit) umändern. Eigentlich wollten wir ja keinen Nachtisch, aber die Bedienung meint, es wären nur kleine Portionen. Na gut – überredet. Wirklich klein ist das was uns serviert wird nicht, aber sooo lecker: für jeden drei Gläschen mit jeweils Mousse au Chocolat, Pistaziencrème und einem Kirschauflauf gefüllt.

Wir bezahlen EUR 55,00 und bummeln noch ein bisschen durch die nun, wegen der Mittagspause, die in Frankreichs Dörfern und Kleinstädten immer noch streng eingehalten wird, fast menschenleeren Gässchen.





Beim Mittagessen haben wir gegenüber einen Friseurladen gesehen und Peter möchte sich dort nun die Haare schneiden lassen, da er dazu vor dem Urlaub nicht mehr gekommen ist.

Um 14 Uhr öffnet der Friseur wieder und Peter kommt gleich dran. Trotz leichter Verständigungsschwierigkeiten bekommt Peter den gewünschten Schnitt und günstiger als zu Hause ist es auch noch  :).



Danach verlassen wir Apt, machen einen Stopp bei einem Supermarkt und fahren dann zurück in die Ferienwohnung.

Von 16.00 bis 18.00 Uhr genießen wir den Pool, später gibt es auf dem Balkon noch eine Kleinigkeit zum Abendessen und wir beenden den Tag wie üblich mit lesen, Notizen über den Tag machen und das Programm für den nächsten Tag besprechen.


Wetter: sonnig, ca. 31°C

Paula:

--- Zitat von: Christina am 20. Oktober 2017, 17:47:10 ---

--- Ende Zitat ---

das ist ja ein absolut typisches Bild für Frankreich: selbst in kleinen Orten gibt es ein repräsentatives Rathaus. Gefällt mir total gut der Ort!

Und schön dass deine Kopfschmerzen wieder vergangen sind!

Ilona:
Apropos: Shoppen und Stadtbummel finde ich persönlich anstrengender, als in den Bergen herum zu kraxeln.

Aber wenigstens waren deine Kopfschmerzen weg, ihr habt lecker gegessen und Peter war beim Friseur.

Das war doch ein toller Tag :thumb:.

soenke:
Puh, die Wanderrung zum Mont Ventoux war aber nicht ohne, insb, für Peter mit seiner Höhenangst. :o
Aber ihr habt es ja letztendlich gut überstanden und die schönen Ausblicke entschädigen doch für die Strapazen. :D

Zum Glück sind deine Kopfschmerzen besser und ihr hattet einen entspannten Tag in Apt.

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