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Provence - Mai 2017

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Ilona:

--- Zitat ---Nach der friedlichen Stimmung in der Abtei erwartet uns an unserer nächsten Station, dem Supermarkt in Coustellet, das absolute Gegenteil: der Parkplatz ist völlig überfüllt, überall stehen Autos, die auf eine freie Parklücke warten, dazwischen wuseln die Fußgänger mit ihren Einkaufswagen
--- Ende Zitat ---

Da gab's bestimmt was umsonst  :zwinker:. Mir wäre auch die Lust vergangen. Was sind schon 15 km zu fahren.

Nettes Örtchen, dieses Lacoste :thumb:.

Ja wie :gruebel:, der Urlaub ist schon wieder vorbei?

Christina:
Ja, leider steht nun nur noch der letzte bilderlose Tag an und das Fazit:

15. Tag – Samstag, 27.05. (Heimfahrt)

Gegen 6.00 Uhr stehen wir auf, frühstücken, machen den Abwasch und packen die letzten Sachen ein.

Peter belädt das Auto, ich ziehe die Betten ab und verstaue das Bettzeug in der (von der Ferienanlage) bereitgelegten Tasche.

Danach bringen wir noch den Müll raus, dann ist es 8.05 Uhr und wir können gerade noch ein paar Fotos von dem nun schön leeren und aufgeräumten Wohnzimmer machen, dann klopft es schon an der Tür. Zwei Mitarbeiterinnen der Ferienanlage sehen sich in Windeseile in den Zimmern um, schauen in alle Schränke und Schubladen hinein und ein paar Minuten später heißt es schon, es ist alles in Ordnung, gute Heimreise! An die Rezeption müssen wir nicht mehr.

So können wir schon um 8.15 Uhr abfahren, das Navi führt uns auf dem gleichen Weg wie bei der Anreise nach Hause. Bis Lyon ist relativ viel Verkehr, dann wird es absolut ruhig bis Nancy, ab hier ist für den Rest der Strecke wieder mehr los. Wir machen insgesamt vier Pausen, davon eine längere Mittagspause und sind gegen 17.30 Uhr wieder zu Hause.

Wetter: sonnig, ca. 31°C

Fazit

Ausnahmsweise gibt es zu dieser Reise ein Fazit. Es ist nämlich die erste Reise seit vielen Jahren, die ich nicht am liebsten gleich nächstes Jahr wiederholen möchte, sondern ich kann tatsächlich mal einen Haken an eine Region machen und sagen, irgendwann sicherlich mal wieder, aber nicht in den nächsten Jahren.

Vorweg dennoch, es war ein toller Urlaub mit absolut fantastischem Wetter (ich hatte, soweit ich mich erinnern kann, wohl noch nie zwei Wochen am Stück Sonnenschein pur, war aber außerhalb der USA, noch nie soweit im Süden - Florida könnte da tatsächlich hinsichtlich des Wetters mithalten, ist aber schon sehr lange her) und vielen tollen Erlebnissen. Da waren so bekannte Städte wie Avignon und Arles dabei, herrliche Meeresbuchten am Mittelmeer bei Cassis, die bunte Landschaft rund um Roussillon, der karge Mont Ventoux, und malerische Dörfer im Luberon.

Aber es gab auch einiges, was nicht so toll war:

Da ist das Wetter zu nennen, es war einfach zu heiß. In der ersten Woche war es noch einigermassen erträglich, da die 30 Grad Marke noch nicht erreicht wurde und es nachts schön abkühlte. In der zweiten Woche waren es dann knapp über 30 Grad und das ist mir sowohl beim wandern als auch bei Stadtbesichtigungen zu heiß. Das heißt, wenn es nochmal eine Reise in die Provence gibt, dann im Zeitraum Mitte April bis Mitte Mai.

Weniger gut gefallen hat mir auch die hohe Bevölkerungsdichte in der Region, insbesondere im Korridor links und rechts der Rhône, wo alle größeren Städte liegen. Hier war es voll auf den Straßen und in den Städten, auch in Kleinstädten wie Isle-sur-la-Sorgue, war die Parkplatzsuche ziemlich mühselig. Positiv, die Anzahl an Touristen war, entgegen meinen Befürchtungen, aufgrund der Bekanntheit der Region, sehr überschaubar. Gerade an Hotspots wie dem Papstpalast von Avignon, dem Amphitheater von Arles, der Ausgrabungsstätte Glanum, Gordes, Abtei von Sénanque war kaum etwas los. Eine größere Anzahl an Touristen gab es nur an der Quelle der Sorgue, im Colorado Provencal und in Roussillon. Bei den Wanderungen waren wir sogar überwiegend allein unterwegs.

Und mit dem Stichwort Wanderungen sind wir auch schon bei dem Punkt angelangt, der mich am meisten gestört hat. Die Wanderungen waren alle sehr anstrengend und schwierig, weil Auf- und Abstiege sehr steil sind und der Boden fast immer aus losem Geröll besteht. Ich habe nichts gegen anstrengende Wanderungen, dann aber in den Alpen oder vergleichbaren Gebirgen, wo man bei Wanderungen Gebiete erreicht, die sich von den Landschaften im Tal deutlich unterscheiden. Bei Wanderungen in Mittelgebirgen, was der Luberon ja ist, sollte der Schwierigkeitsgrad aber deutlich geringer sein, Ausblicke, Anblicke und Temperaturen unterscheiden sich kaum vom Tal oder höher gelegenen Bergdörfern (Ausnahme war der Mont Ventoux, hier war der Schwierigkeitsgrad der Höhe angemessen). Was wir nicht gemacht haben, ist eine Wanderung durch eine der zahlreichen Schluchten, die es in der Provence gibt. Für jemanden, der schwindelfrei ist und gerne mal kleinere Klettereinheiten einlegt, ist eine solche Wanderung sicherlich ein Highlight. Aufgrund unserer Erfahrungen und Erlebnisse bei den ersten Wanderungen und Peters Höhenangst und Knieproblemen, musste das für uns leider ausfallen.

Was wir gerne noch machen möchten, ist ein Städtetrip nach Marseille mit dem TGV, da gibt es tolle Verbindungen ab Mannheim oder Frankfurt und man kann dann die Stadt ohne Parkplatzprobleme und Zeitdruck, beides hätten wir bei einem Tagesausflug von unserem Standort im Luberon aus gehabt, erkunden und genießen.

Ilona:

--- Zitat ---Die Wanderungen waren alle sehr anstrengend und schwierig, weil Auf- und Abstiege sehr steil sind und der Boden fast immer aus losem Geröll besteht. Ich habe nichts gegen anstrengende Wanderungen, dann aber in den Alpen oder vergleichbaren Gebirgen, wo man bei Wanderungen Gebiete erreicht, die sich von den Landschaften im Tal deutlich unterscheiden.
--- Ende Zitat ---

Dann brauchen wir den Weg gar nicht auf uns zu nehmen, Christina und fahren gleich in die Alpen (auch wenn es da öfter regnet oder schneit :zwinker:). Ein bisschen Spaß sollte das Wandern nämlich schon machen und loses Geröll ist eher eine Spaßbremse.

Mir hat der farbenfrohe, französische Bryce Canyon sehr gut gefallen und auch die schnuckeligen Orte.

Aber noch reizt mich/uns Frankreich überhaupt nicht. Es gibt schließlich noch sehr viele Alternativen :cool2:.

 :danke: für den tollen Reisebericht, Christina. Ich freue mich schon auf deinen nächsten  :adieu:, wohin du uns auch immer entführst.

Susan:
 :herz: lichen Dank für den schönen Reisebericht über die Provence, Christina. Ich hab mich immer schon auf die neuen Bilder gefreut. Außerdem hast du uns einige neue Ziele geliefert.

Die Wanderungen wären uns zu anstrengend. Da stimme ich dir zu; wenn ich so etwas auf mich nehme, darf das Ziel schon spektakulärer sein  8)

Freue mich auch schon auf den nächsten Reisebericht von euch.

 :danke:

soenke:
Auch von mir ein herzliches Dankeschön für diesen tollen Reisebericht. :D :D

Einige Orte und Wanderrungen haben mir absolut super gefallen und machen Geschmack auf eine Reise dorthin.

Aber auch bei mir stehen erstmal andere Alternativen an, aber in paar Jahren kann ich mir durchaus vorstellen die Gegend mal zu besuchen, dank deiner Ausführungen und Bilder hier. 8)

Also nochmals danke!!! :D

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