Allgemeines > Reiseberichte
Herbstreise in den Hohen Norden Kanadas
Beate:
Sonntag, 25.9.
Ausgerechnet heute, wo wir den Icefield Parkway fahren wollen, ist der Himmel dick bewölkt, man kann die Bergspitzen nicht sehen.
Nun ja, wir können es nicht ändern.
Das erste Ziel auf unserem Weg nach Süden sind die Athabasca Falls, wo wir gleich mal 1 Stunden wandern:
Dann gings weiter entlang des Athabasca River zu den Sunwapta Falls:
Auf halber Strecke und am höchsten Punkt der Strasse ist das Columbus Icefield.
Man kann mit Bussen hochfahren und auf dem Gletscher spazierengehen. Nachdem wir das vor vielen Jahren schon gemacht haben, sparen wir uns diesesmal die Zeit (und vor allem das Geld, denn diese Touren sind unterdessen sehr teuer geworden).
Das Bild hier ist sehr weit hergezoomt, aber man kann die Busse auf dem Eis sehen:
Wir fahren den Pass südlich wieder hinunter ins Tal:
Als nächstes steht der Abstecher mit kurzer Wanderung zum Peyto Lake auf dem Plan. Dieser Gletschersee ist wegen seiner intensiven türkisen Farbe berühmt:
Weiter gehts zum Lake Louise. Dort gehts zu wie am Königssee (Bayer. Alpen) in der Hochsaison. Es war schwierig, ein Bild ohne Menschen zu machen:
Sowohl hier, als auch am Columbus Icefield und am Peyto Lake waren 95 % der Touristen Asiaten. Dieser Tag hat mich fast dazu gebracht, eine Allergie gegen Asiaten zu entwickeln. So viel Rücksichtslosigkeit habe ich noch in keinem Land erlebt.
Unterdessen wird das Wetter immer schlechter, was aber für schöne Wolkenstimmungen sorgt:
Abends auf dem Campingplatz finden wir dann diese Bärenwarnung auf allen Picknicktischen. Leider haben wir aber keinen Bären gesehen:
LG
Beate
Christina:
Schöne herbstliche Tage und seit Jasper kenne ich die Gegend sogar selbst. Schade mit dem Wetter am Icefield Parkway, ich war auch schon mit diesen Bussen auf dem Gletscher (1994 zusammen mit der kanadischen Verwandtschaft) - schöne Erinnerungen.
Beate:
Am nächsten Tag ist das Wetter wiedermal bestens. Wir fahren gleich zum Johnston Canyon und geniessen es, dass so früh am morgen noch kaum jemand unterwegs ist. Allerdings ist es s....kalt, aber was solls.
Wir laufen den Canyon hoch und lassen uns Zeit. Aber schon werden wir wieder von den Asiaten eingeholt. Es geht zu wie in eiiner Fussgängerzone:
Dann steht noch eine kleine Wanderung am Marble Canyon auf dem Programm. Bis hierher sind die Asiaten noch nicht vorgedrungen, ist vielleicht nicht interessant genug:
Gleich daneben gehts zu den "Paint Pots". Da wurden früher farbige Erden abgebaut, und als Farbstoffe benutzt:
Wir fahren über Radium Hot Springs und beschliessen, heute abend im Flussbett des Kootenay River zu übernachten. Keine schlechte Idee, wir haben wiedermal ein tolles Fleckchen für uns allein. Und abends kommt unser Mini-Grill wieder zur Einsatz, diesesmal mit Bull-Ribbs.
Als wir am nächsten Morgen aufwachen, haben wir Gäste. Eine kleine Gruppe Deer schaut ganz neugierig, was denn da in ihrem Fluss steht:
Ein letzter Blick auf unseren schönen Stellplatz:
Wir fahren nach Süden. Der erste Stop ist in Kimberley. Diese Stadt ist auf "bayrisch" gedrillt, zumindest was Kanadier sich unter "bayrisch" vorstellen:
20 km weiter besichtigen wir Fort Steele. Eigentlich ist das ein Living Museum, aber da die Saison vorbei ist, hat auch kein Bäcker, Polizei, Schmied, Zahnarzt, Schneiderei usw. mehr offen. Aber wir können herumlaufen und in alle Häuser schauen:
Danach fahren wir durch Kootenay Valley und entlang des Kootenay Lake nach Norden:
Wir kommen an diesem Haus vorbei, das vollständig aus Glasflaschen gebaut ist. Leider ist das auch schon "closed for saison".
Nachdem wir am ganzen See keine Stelle finden, auf der wir wild übernachten könnten, gehen wir mal wieder auf einen Campingplatz.
So direkt am See schmeckt sogar ein Nudeleintopf köstlich:
LG
Beate
Christina:
Jetzt passt das Wetter wieder und eure Stellplätze sind weiterhin toll, bei dem Blick auf den See kann man auch mit einem offiziellen Campingplatz zufrieden sein ;D
Moottley:
Schön, dass es weiter geht. Wirklich eine wunderschöne Gegend dort :). Seit Prince George kommt mir vieles bekannt vor, insbesondere an den Peyto Lake erinnere ich mich noch gut. Wir waren damals recht spät dort und ganz alleine, aber das ist auch schon zehn Jahre her.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln