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Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
Ilona:
Zwischendurch mal was ganz anderes:
Die Fahrt durch endlose Kakteenwälder in Arizona inspirierte mich zu einer kleinen Geschichte mit dem Titel
Aus dem Leben einer Saguaro Familie (man beachte bitte die Details :zwinker: )
Ich bin Rosita
und das ist Pepe.
Es war Liebe auf den 1. Blick :herz:
und diese sollte auch schon bald Früchte tragen :happy2: .
Unsere Älteste, die Chicca, hat schöne Augen :cool2:
und oft macht sie sich die Haare schön.
Unser Sohnemann Juan rauft gerne – wie die Jungs eben so sind :evil:.
Bonita, die Jüngste, spielt immer mit ihren Teddybären :zwinker: .
Irgendwann haben wir noch ein Mehrfamilienhaus erworben und an „schräge Vögel" wie die Flickers, Woodpeckers und Owls vermietet.
Erst kürzlich ist Oma Rosalia viel zu früh von uns gegangen :heul:,
doch gute Freunde :knuddel: sind immer für uns da.
THE END
Ilona:
17.03.10 Arizona Sonora Desert Museum und Saguaro N.P. West
Das Arizona Desert Museum öffnet bereits um 7:30 Uhr und das kam uns sehr gelegen. Wir waren pünktlich vor Ort und konnten dadurch alles in Ruhe anschauen.
Das Museum ist schon was Besonderes. Inmitten einer tollen Landschaft sind Gehege integriert und Gärten angelegt. Flora und Fauna der Wüste kann man hier live erleben.
Im Großen und Ganzen haben wir uns an den Rundweg gehalten und mussten zwischendurch doch immer wieder auf den Plan schauen. Die Parkanlage ist schon sehr groß.
Angenehm überrascht war ich, dass in den Restrooms neben den Waschbecken Spender mit Sonnenschutzcreme hängen. Das ist ein Service! Überhaupt ist die Atmosphäre sehr angenehm, wären da nicht die Warnschilder vor Rattlesnakes und pieksenden Agaven :schreck: .
Ich lass einfach mal Bilder sprechen:
Große Katze – der Puma
Bär in "Einzelhaft" :heul:
zum Knuddeln
Dieses Roadrunner Huhn hat hemmungslos mit Heiko gebalzt. Ich wurde fast eifersüchtig :zwinker:.
Linus auf seinem Kuscheltuch
Süßer Plagegeist, so ein Waschbär
Besonders liebevoll ist das Hummingbird Haus gestaltet. Wir waren den Kolibris noch nie so nahe
und hatten das große Glück, dass einige davon gerade brüteten. Beschützt durch das Aufsichtspersonal können sie das in Ruhe tun.
Stolze Mami
und noch eine
Aus dem Bereich Flora fand ich das Saguaroskelett interessant
und diesen Totempfahl-Kaktus
Nach 5 Stunden Aufenthalt im Museum machten wir uns auf den kurzen Weg zum Saguaro N. P. West.
Dieses Prachtexemplar hätte ich gerne blühend gesehen.
Alles ist jedoch vergänglich.
Unser Bedarf an Fauna war für heute gedeckt und um 16 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Pima Air & Space Museum.
Aus der Homepage des Museums hatte ich erfahren, dass man sich für die sogenannte Boneyard Tour anmelden muss. Diese Tour wollten wir unbedingt machen. In Tucson streikte allerdings unser Notebook, so dass wir uns persönlich für den nächsten Tag registrieren lassen wollten. Das Museum schließt um 17 Uhr; Eile war geboten.
Wir erhielten die Auskunft, dass die erste Tour morgens um 10 Uhr startet. First come, first safe und Reservierungen gibt’s nicht! Die Touren sind sehr beliebt und mittlerweile ständig ausgebucht.
An dem soll’s nicht scheitern, wir sind doch immer früh auf den Beinen und auf dieses Highlight wollten wir auf keinen Fall verzichten.
Dann bis morgen früh :winkewinke: und haltet den Reisepass bereit.
Ilona:
18.03.10 Pima Air & Space Museum und Boneyard Tour (AMARG)
Zu einem besonderen Highlight unserer Reise zählte der Besuch des Pima Air & Space Museums und insbesondere die Boneyard Tour.
Das Museum öffnet um 9 Uhr. Wir standen bereits 8:30 Uhr davor, damit wir bei der ersten Tour dabei sein konnten. Abzüglich ADAC/AAA-Rabatt beträgt der Eintrittspreis 12,75 $/Person, sonst 15,50 $. Die Boneyard Tour kostet zusätzlich 7 $ pro Person, kann aber auch separat gebucht werden.
Die erste Tour startet um 10 Uhr. Wir hatten noch Zeit und schauten uns einen Teil des Museums an, bevor wir zur Bushaltestelle gingen.
Rentnerdasein in Arizona ;D.
Wollt Ihr auswandern? Da passt das gesamte Haus rein :toothy9:.
Das Areal ist weitläufig. Wer das nicht zu Fuß machen kann oder will, hat die Möglichkeit, für 6 $ zusätzlich die Tram Tour zu buchen. Wir waren flott unterwegs, denn die Zeit drängte.
Bereits an der Kasse mussten wir den Reisepass bzw. Führerschein vorlegen. Wir erhielten dann ein Kärtchen für die Bustour. 55 Sitzplätze werden pro Tour vergeben. Beim Einstieg in den Bus gibt man das Kärtchen ab, der Name wird auf der Liste abgehakt und erneut wird ein Blick auf die ID geworfen.
Die Boneyard Tour – neuerdings als AMARG (Aircraft Maintenance and Regeneration Group) bezeichnet – konnte starten. Der Bus fährt ca. 4 Meilen bis zur Davis-Monthan Air Force Base. Hier schaut sich die Wache nur die Liste an und der Bus darf passieren.
Was früher ein Friedhof für ausgediente Flugzeuge war, ist heute der
wertvollste Recyclinghof der Welt!
Nahezu 20 % der Flugzeugteile werden regeneriert und wiederverwertet.
Es stehen zwischen 4500 – 5000 Fluggeräte auf diesem Feld. Soweit das Auge reicht!
Ich habe vor langer Zeit Mathematik abgewählt :zwinker:, doch bei einem Grundpreis von mindestens 1 Mio. pro Maschine, wie viele Nullen... -illionen Wert sind das?! Wer Lust hat, darf dies gerne ausrechnen.
Die Tour dauert ca. 1 Stunde. Der Bus fährt dabei eine Straße längs und eine quer. Entlang dieser Straßen sind einzelnen Maschinen drapiert, zu denen der Tourguide ins Detail geht. Das Fotografieren aus dem Bus ist nicht gerade optimal und den Bus verlassen darf man leider nicht.
Hier nun einige Bilder:
Alle Maschinen werden regelrecht „mumifiziert".
Nach dieser wirklich beeindruckenden Tour führten wir unseren Rundgang im Museum zu Fuß fort.
Deutsche Modelle sind auch vor Ort:
Die Fieseler Fi 103, auch Vergeltungswaffe 1 genannt
Tornado
Im Anschluss sagten wir Tucson "Good Bye" und erreichten am Abend Sierra Vista.
Logis: Comfort Inn & Suites, Sierra Vista
Preis: 76,97 $ inkl. Tax und Frühstück
Note: sehr gut
Ilona:
19.03.10 Ramsey Canyon und Tombstone
Unter dem Ramsey Canyon hatte ich mir eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt. Bei der Reiseplanung bin ich auf ein Foto mit einer bunten Felsklippe gestoßen, die mir auf Anhieb gefallen hat. Die musste ich sehen!
Der Ramsey Canyon ist ein herrliches Schutzgebiet eines Naturfreundevereins – The Nature Conservancy. Vor allem Vogelfreunde aus aller Welt besuchen den Canyon aufgrund des Artenreichtums. Rund 170 Arten, davon sämtliche Kolibriarten, leben behütet in dieser kontrollierten Wildnis.
Dieser Kolibri war sehr verspielt und flog ständig dicht über unsere Köpfe hinweg.
Die Zufahrt beginnt 6 Meilen außerhalb von Sierra Vista (US 92 in Richtung Douglas). Am Vorabend sind wir schon daran vorbeigefahren, denn nur ein grünes Straßenschild mit dem Aufdruck Ramsey Canyon Road weisst den Weg.
Die Straße ist eine Sackgasse und endet am Naturschutzhaus.
Der Eintritt pro Person beträgt 5 $. Nur dann hat man die Möglichkeit, den ca. eine Meile langen Trail zu laufen.
Auf meine Frage hin, wie lange man dafür benötigt, wurde uns gesagt, zwischen einer und sechs Stunden. 6 Stunden für 1 Meile? Ach was, ich such doch nur die Klippe :cool2:.
Der Weg führt an dieser Hütte
und seinem Bewohner vorbei.
Schade, dass die gigantischen Sycamore Platanen noch so kahl waren :( .
Das Haus ist zerfallen, der Kamin nach wie vor stabil :thumb:.
Und endlich, die bunte Klippe :adieu: (leider kommt man nicht näher dran, da ein Sumpfgebiet dazwischen liegt)
Der Weg steigt langsam an und dann kommt der Abzweig zum Hamburg Trail
Hamburg ist doch Flachland :zwinker:, doch dieser Trail endet auf dem Miller Peak. In kurzen steilen Kehren mit vielen Stufen schlängelt sich der Weg nach oben und jetzt wusste ich auch, warum die Zeitangabe von ... bis :grins: ist.
Heiko war zwar wieder wohlauf, aber noch kraftlos. Wir mussten öfter eine Pause einlegen. Zwischendurch gibt's einige Bänke zum Ausruhen und wir sind nicht an jeder vorbei gelaufen :zwinker:.
Wie Ihr wisst, gibt es beim Wandern und Klettern die Einteilung in Schwierigkeitsgrade. Nach den Fahrtagen war auch ich etwas kurzatmig unterwegs und habe auf dieser Strecke meine eigenen Schwierigkeitsgrade festgelegt :floet: :
Grad 1: Da kann Oma mit
Grad 2: Da bleibt Oma zurück
Grad 3: Das trau ich mich nicht :schreck:
Beim Hamburg Trail handelt es sich um eine Grad 2 - Wanderung :toothy9:. Bevor ich jetzt aber Proteste entgegennehmen muss, sei gesagt, dass ich damit nicht die 75jährige Marathonläuferin meine, die mindestens 1 x im Jahr das Matterhorn besteigt :cool2:.
Nach 45 Minuten sind wir mit Schnappatmung oben angekommen und haben damit den Trainingslauf für den morgigen Tag absolviert :adieu:.
Auf jeden Fall würden wir diesem Idyll nochmals einen Besuch abstatten. Allerdings dann eher ab April, wenn die Vegetation ihren Winterschlaf beendet hat, alle Zugvögel eingetroffen sind und es nicht mehr so schattig ist.
Nachmittags trafen wir in Tombstone ein und parkten in der Nähe vom Courthouse:
Gun Fight Anbieter werben um Zuschauer.
Der sitzt wohl schon länger hinterm Tresen ;D.
und noch ein öffentliches Verkehrsmittel:
Das Örtchen ist nett anzuschauen. Allerdings konnten wir dieser nachgestellten Westernstadt keinen Reiz abgewinnen. Wahrscheinlich waren einfach unsere Erwartungen zu groß :weissnicht:.
Wir fuhren an diesem Tag noch bis Willcox, denn dort hatten wir im
Logis: Best Western Plaza Inn, Willcox
Preis: 81,35 inkl. Tax und Frühstück
Note: mangelhaft
ein Zimmer reserviert. An der Rezeption stand eine betagte Dame und schätzungsweise 80 Jahre alt. Sie hat uns ein Zimmer zugewiesen, das im Innenhof mit Blickrichtung auf Pool und Restaurant war. Vor unserem Zimmer der Treppenaufgang. Als wir die Türe öffneten, kam uns ein modriger Geruch entgegen und lüften half nicht wirklich. Sauber war das Zimmer, allerdings wäre eine Renovierung dringend von Nöten. Hier mal ein Foto von der Armatur:
Es war schon spät und ich wollte nicht schon wieder eine neue Bleibe suchen. Hätt ich's bloß gemacht, denn in dieser Nacht habe ich bis 3 Uhr früh kein Auge zu gemacht! Es war Freitag und Karaoke in der angrenzenden Bar. Anscheinend musste jeder Gröler :bang: an unserem Zimmer vorbei oder zumindest die Treppe hoch. Als ich das am nächsten Morgen reklamiert habe, sagte man mir, dass die Polizei des öfteren nachts für Ruhe sorgen müsse.
Die Müdigkeit war anschließend schnell verflogen ... :adieu:
Fortsetzung folgt!
Ilona:
20.03.10 Chiricahua National Monument
An diesem Morgen, nach nur drei Stunden Schlaf, erwachte ich ziemlich gerädert. Auch der Blümchen-Kaffee holte meine Lebensgeister nicht wirklich zurück. Ich nahm den Footlong (ohne Soße), den wir uns abends zuvor bei Subway geholt haben, aus dem Kühlschrank und schlenderte mit Koffer und Sub zu Rocky, unserem Jeep.
Gähnend nahm ich auf dem Beifahrersitz Platz und döste so vor mich hin, da landschaftlich ohnehin wenig Abwechslung geboten war.
Dies änderte sich schlagartig mit der Zufahrt zum Chiricahua. Ich konnte mich auf der Fahrt zum Echo Canyon Parkplatz an den Felsnadeln gar nicht satt sehen.
Bei strahlendem Himmel um 7:45 Uhr früh und knackigen 5°C machten wir uns auf den Weg. An den ersten Wegweisern sind wir geradeaus gelaufen (bloß nicht links abbiegen), denn bald darauf beginnt das Felslabyrinth.
Die gelb-grünen Flechten schmücken die Felsen
Der Echo Canyon Trail trifft nach 2,6 km auf den Abzweig zum Hailstone und Edd Riggs Trail. Hier hat man die Möglichkeit, den kleinen Loop (weitere 2,8 km) zum Parkplatz zu schließen.
Wir sind jedoch erst einmal 1,8 km bergab den Upper Rhyolite Canyon Trail gelaufen.
Und gemäß dem Achterbahn-Prinzip: Wo’s runter geht, geht’s auch wieder rauf :zwinker:,
weitere 2,6 km entlang dem Sarah Deming Trail gewandert.
Dann sieht man den Big Balanced Rock
und hier machten wir eine einzige kurze Pause.
Der Balanced Rock von der anderen Seite (leider im Gegenlicht)
Bis hierhin waren wir alleine unterwegs, doch jetzt kamen uns immer mehr Leute entgegen.
Nach 1,6 km schließt der Big Balanced Rock Trail zum Mushroom Rock Trail auf,
der wiederum nach 1,9 km auf den Hailstone Trail (die Abkürzungsstrecke) trifft.
Ab jetzt sind es nur noch ;D 1,5 km bis zum Parkplatz und nur noch vereinzelt stehen die Felsnadeln.
Auf diesem Trail sind uns mindestens 50 Leute begegnet, teilweise Gruppen und viele Paare. Alle haben sich gefreut, endlich jemandem zu begegnen. Sie waren überrascht, als wir ihnen sagten, wie viele wir schon auf diesem Abschnitt getroffen haben. Leider muss man in dieser Richtung lange laufen, bis man im „Herz der Steine" ist.
Nach 5,5 Stunden waren wir wieder am Parkplatz und überglücklich, dass wir den Big Loop gemacht haben :happy2:.
Nun folgte noch eine lange Fahrstrecke bis Globe. Da wir nicht in Willcox auf die Interstate wollten, fuhren wir die anfangs ultrabreite Dirt Road vorbei an der Fort Bowie National Historic Site bis zur Interstate-Auffahrt in Bowie. Irgendwo im Nirgendwo hielten wir an, weil Pferde direkt neben der Fahrbahn standen.
Neugierig kamen sie herbei. Nachdem ich eine Runde Hanuta spendiert habe (Äpfel und Karotten hatten wir leider nicht im Gepäck :zwinker:),
verstellten sie die Straße und hinderten uns an der Weiterfahrt. Das hat wohl gut geschmeckt. Heiko lockte sie dann auf die Seite und der Weg war wieder frei.
Kurz vor Globe gibt es in Apache Gold ein Casino. Hier testeten wir das Buffet. Auf dem Casino Parkplatz ist uns aufgefallen, dass heutzutage die Apachen Mustang fahren und nicht mehr darauf reiten :floet:. Das wäre aufgrund der Leibesfülle der meisten Apachen auch nicht unbedingt gesund für die Pferde :zwinker:. Letztendlich sind wir an diesem Abend zur Erkenntnis gelangt, dass der schönste Apache nach wie vor unser Winnetou – Pierre Brice – ist :totlach:.
Logis: Days Inn, Globe
Preis: 60,06 $ inkl. Tax und Frühstück
Note: gut
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