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Grüne Berge, wilde Küsten und edle Tropfen: XL-Tours ganz entspannt in Schottland

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Paula:
Ist ja erstaunlich, erst strahlender Sonnenschein, dann Weltuntergang und am Ziel wieder super Wetter wie man vom Eßtisch aus sieht. Der Blick nach draußen ist ja wirklich herrlich!
Nur die Mücken hätten mir die Laune verdorben  >:(

Koko:
Schön, endlich in Schottland angekommen  :thumb:

An jenem Samstag haben auch wir - nachdem wir bereits eine gute Woche unterwegs waren (Oban & Gairloch) - unser Cottage (in Rhiconish) bezogen  ;)

Die Bilder von eurem Häuschen sehen schon mal prima aus. Einen Wintergarten zu haben ist toll. Da kann man sowohl vor Regen als auch vor den Midges hin flüchten  :floet:  ;)

Andrea:
Ich glaube, das halbe Schottlandforum war zu der Zeit da oben. Siaban und Herrmann, Emcy, du, wir...

Koko:
Wer weiss, ob wir jemandem begegnet sind - die Gesichter sind (zumindest mir) ja unbekannt ;).
(Ich vermute aber eher nicht, wenn ich mich an den "wer ist wann wo"-Thread erinnere.)

Aber jetzt bin ich gespannt, wie es bei euch weiter geht und was ihr alles schönes erlebt habt   ^-^

Andrea:
Sonntag, 10. Juni 2018

Wir haben ausgeschlafen und anschließend ausgiebig gefrühstückt. Dieser Urlaub sollte für uns alle möglichst stressfrei werden und wir alle wollten uns gründlich erholen. So sind wir, glaube ich, erst am frühen Nachmittag zu unserer ersten Wanderung aufgebrochen. Der Trailhead war nicht weit weg und der Schwierigkeitsgrad war so gewählt, dass ich erst einmal sehen kann, ob ich fit genug für größere Wanderungen bin. Im letzten Dreivierteljahr bin ich nämlich fast gar nicht walken gewesen und gewandert bin ich auch nicht, da ich jobtechnisch deutlich eingespannter war als sonst. Ich war viel zu erschöpft für Sport, selbst wenn ich Zeit gehabt hätte. Und Heiko, der sowieso nicht gerne wandert, ist leider gesundheitlich auch eingeschränkt, so dass von Anfang an klar war, dass er uns auf keine der Wanderungen begleiten würde.

So brachte Heiko uns zum Trailhead der Inchree Falls, der zwischen Onich und Fort William liegt. Er selbst wollte noch einmal kurz was einkaufen und dann schon mal das Abendessen vorbereiten. Wir wollten uns per Whatsapp melden, wenn wir wieder abgeholt werden wollen.


Als wir am Parkplatz ausstiegen, standen wir sofort in einem Schwarm Midges. Himmel, die nerven! Und es piekste und kribbelte überall. Schnell weg hier! Da mir Hiker aber noch zeigen musste, wie das mit Komoot auf dem Handy funktioniert, damit mir der Weg angezeigt wird und auch der wirklich gegangene Weg aufgezeichnet wird, dauerte es eine Weile.

Dann aber ging es los. Im Prinzip war fast immer Wald um uns herum, allerdings meistens kein dichter.


Und es ging stetig bergan. Die Inchree Falls waren bald zu hören, aber es ging weiter hinauf. Zwischendurch hatten wir schöne Aussichten auf den Loch Linnhe. 


Und dann waren wir auch schon da. Wir waren an dem Aussichtspunkt zu den Falls angekommen. Das ging ja wirklich schnell. Wir machten ausgiebig Fotos.


Das soll es schon gewesen sein? Nö, Komoot zeigt noch viel mehr Strecke an und so gingen wir weiter den Berg hinauf. Immer wieder gab es tolle Aussichten auf das Tal, aber näher zu den Inchree Falls kamen wir nicht.


Dann führte uns Komoot noch ein ganzes Stück durch den Wald den Berg hoch, dieses Mal noch etwas steiler. Ich ging langsam und legte auch mal „Fotopausen“ ein.




Ich bin es ja gewöhnt mit Walkingstöcken zu laufen. Heiko hatte mir nach der letzten USA-Reise (2013) bei einem Discounter Trekking Stöcke gekauft, weil man diese in der Länge variieren und sogar in einen Koffer packen kann. Zu Hause hatte ich die dann mal ausprobiert, aber das ständige Klackern der Spitze auf Asphalt und Kies nervte mich und deswegen nahm ich lieber immer meine Walkingstöcke. Ich hatte meine Treckingstöcke aber mit nach Schottland genommen und wollte ihnen noch einmal eine Chance geben. Auf dieser Wanderung hatte ich aber die Leki Stöcke von Hiker dabei – einfach mal zum Testen.

Die erfahrenen Wanderer unter euch werden jetzt lachen, aber für mich war das alles neu. Ich wusste zwar, dass Teleskopstöcke beim Wandern verwendet werden, weil man beim An- und Abstieg verschiedene Längen einstellt. Aber ich dachte, so richtig wandern tu ich ja nicht und das bräuchte ich alles nicht. Sie waren also auf 115cm (wie meine starren Walkingstöcke) eingestellt. Hiker verkürzte sie mir aber bei dem steilen Anstieg. Ja, wirklich, das war nicht verkehrt. Und beim Abstieg später wurden sie auch wieder verlängert, ich glaube sogar maximal. Ich war überzeugt, bei der nächsten Wanderung kommen meine Treckingstöcke mit. Und ich darf verraten, dass meine Walkingsstöcke bei dieser Reise gar nicht zum Einsatz kamen und total unnötig dabei waren.

Als wir den höchsten Punkt erreicht hatten  landeten wir auf einer Art Forststraße. Außerdem war hier ein Steinbruch. Alles in Allem nicht so hübsch anzusehen. Auf diesem breiten Schotterweg ging es nun stetig den Berg hinunter. Zum Glück hat man dabei immer einen schönen Ausblick, sonst hätte ich diesen Teil echt doof gefunden.



Die verlängerten Stöcke halfen beim Abstieg, meinen Knien ging es gut und meine Laune war bestens. Ich hätte nicht gedacht, dass ich fit genug für diese Wanderung bin und hatte auch nicht den Eindruck, dass ich mich damit übernommen hätte. Kurz vor Ende der Wanderung stellten wir fest, dass wir keinen Empfang hatten und so konnten wir Heiko erst am Trailhead „anpiepsen“, damit er uns abholt. Da wir aber nicht im Midgesschwarm stehen wollten,  gingen wir Heiko entgegen, der uns bald aufgabelte.

Der Abend  wurde mit Chillen verbracht, Heiko hat irgendwas Leckeres gekocht und der nächste Tag wurde geplant. Vorsichtshalber wollte ich nicht wieder eine Wanderung machen, weil ich mich nicht übernehmen wollte. Ich chattete abends noch mit Ursula und Jürgen aus dem Schottlandforum, die auch gerade in Schottland waren. Der nächste Tag würde nämlich in die Gegend gehen, wo sie ihr Cottage haben und wer weiß, vielleicht würde es zu einem zufälligen Forentreffen kommen?

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