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Drei Wochen in Ex-Jugoslawien
Paula:
5. Tag 23. Mai 2018
Weil es im Hotel in Novalja erst ab 9 Uhr Frühstück gab hatten wir keinen Wecker gestellt. Ich war aber um 8 Uhr wach und habe mir einen Kaffee gekocht und im Bett Kaffee getrunken und Zeitung gelesen. Außerdem habe ich die Wäsche vom Balkon geholt, draußen regnete es nämlich leider :(
Kurz vor 9 wurde Josef wach und wir gingen zum Frühstück. Auf der überdachten Terrasse konnte man auch bei Regen draußen sitzen und es war so warm dass man keine Jacke brauchte. Auch hier gab es wieder 2 Sorten Smoothies, das ist wohl ein neuer Trend in Hotels. Auch sonst war das Frühstücksbuffet reichhaltig und wir ließen uns Zeit und so nach und nach wurde das Wetter besser.
Eigentlich hatten wir geplant heute eine Radtour ans Inselende zum Ort Lun zu machen (unser Hotel vermietet Fahrräder) aber dafür war uns das Wetter zu schlecht, wir fuhren die 17 km mit dem Auto. In Lun gibt es einen alten Olivenhain den wir besichtigen wollten.
Als wir losfuhren hatte es aufgehört zu regnen, aber was war ich froh dass wir im Auto saßen, es ging nämlich die ganze Strecke immer nur bergauf, bergab, bergauf…da wäre ich nach einem Kilometer auf dem Rad umgedreht. Später auf dem Rückweg ins Hotel sahen wir Leute auf Rädern und die sahen nicht besonders glücklich aus ;)
Am Parkplatz angekommen war da erst ein Auto und es standen große Olivenbäume am Straßenrand
Der Eingang war ein par Meter weiter. Es fing wieder leicht zu nieseln an, hörte aber bald wieder auf.
Hier sah man wieder dass noch Vorsaison war, es war alles geschlossen, es gab aber keine Tore, das Gelände ist frei zugänlich, vielleicht kostet es im Sommer Eintritt oder man erhält einen Plan.
Im Park sah es auch nicht anders aus als auf der Straße nur dass die Wege nicht geteert waren.
Leider ging es auch hier immer wieder rauf und runter, ich hatte keine Stöcke dabei und für mein Bein war das ziemlich anstrengend.
Josef hatte zum Glück einen Plan auf sein Handy gezogen, das Gelände war nämlich viel größer als erwartet und es gab zwar ab und zu Schilder aber oft kamen dann Kreuzungen und man wußte nicht wo man weiter gehen sollte.
Überall wuchsen diese schönen Blumen (Aronstab?)
Die gleichen haben wir letztes Jahr auf Kreta gesehen, nur waren sie da größer und dunkellila.
Hier war ein Brunnen aus dem 17. Jahrhundert (der einzige am ganzen Gelände), der Olivenanbau hat laut Plan im 16. Jahrhundert hier begonnen.
Hier quakt etwas: tatsächlich gab es hier Frösche auf den Seerosen
Mama Frosch mit Baby Frosch, ach wie süß :herz: :herz: :herz:
Von vorne
Und dann ist mir wirklich ein Bild des quakenden Frosches gelungen
Okay vielleicht ist das Papa Frosch, dann ist das vielleicht die Mama?
Mit weiteren Froschfotos verschone ich euch, ich hätte noch etliche aus anderen Perspektiven 8) ich war jedenfalls hin und weg.
Es gab auch größere Tiere aber sie rannten vor uns weg
Irgendwo im Gelände
Wir waren auf der Suche nach dem 1600 Jahre alten Olivenbaum, die Beschilderung war wohl falsch, denn wir haben ihn schließlich per Zufall entdeckt als wir nach dem Ausgang suchten
Das muss dann wohl ein wilder Olivenbaum sein, denn laut den Schildern besteht der Hain ja erst seit dem 16. Jahrhundert :gruebel: Hier wäre mehr Info schön gewesen.
Noch ein schöner Baum:
Wirklich sehr idyllisch hier. In der ganzen Zeit haben wir nur zwei andere Leute gesehen. Der Hain lag am Hang und wir gingen runter zum Strand und fanden einen Ausgang.
Am Strand entlang gingen wir Richtung Ort Lun, hier gab es immer wieder gemauerte Strandzugänge
Das Wasser sah (wie eigentlich immer in den 3 Wochen) perfekt sauber und klar aus.
Da vorne liegt der Ort
Es gab einen kleinen Hafen mit Hafenrestaurant, da setzten wir uns hin und bestellten Kaffee (15 Kuna für Cappucino, 10 Kuna für schwarzen Kaffee), es war jetzt schön warm geworden und die Sonne kam raus
Wir wollten dann durch den Ort zum Parkplatz zurück gehen, dazu mußten wir erst mal steil den Hang rauf. Genau hier lag strategisch günstig eine Eisdiele und um das Knie zu besänftigen kaufte ich mir eine Kugel Eis (ich habe sie aber nicht aufs Knie gelegt sondern gegessen ;D ), die war mit 8 Kuna nicht billig (typischer Preis in Kroatien sind 7 Kuna)
Eins der vielen Marterln (so heißen die jedenfalls in Bayern)
Das hat man oft gesehen, Kroatien ist ein katholisches Land
Das Gefährt ist wohl eine Spende aus Deustchland
Ein typischer Anblick in Kraotien: halbfertige Häuser. Wahrscheinlich wird immer weiter gebaut wenn Geld da ist. Es war jedenfalls nicht wie in Griechenland wo immer der oberste Stock fehlt, das restliche Haus aber schon bewohnt wird.
Die Kirche aus dem 19. Jahrhundert:
Die alte Kirche nebendran wird gerade nenoviert
Möven sah man in Kroatien erstaunlich selten, hier saßen mal 2 auf einem Dach
Die Hauptstraße
Lun ist noch ein sehr ursprünglicher Ort, von Tourismus war wenig zu sehen.
Um 14 Uhr waren wir wieder im Hotel. Alle Wolken waren verschwunden und ich ging zum Pool, meine Beine wollten nicht mehr laufen. Die Sonne knallte runter aber das Wasser im Pool war noch ziemlich kalt. Josef machte einen Spaziergang runter zum Strand und kam um 4 Uhr auch an den Pool.
Zum Abendessen hatten wir uns ein Lokal bei Tripadvisor rausgesucht wieder unten an der Strandpromenade etwas weiter stadtauswärts. Das Licht war abends sehr schön am Strand
Die Preise in dem Restaurant waren dann aber so astronomisch dass wir dankend verzichtet haben und statt dessen eines der anderen Strandlokale besuchten: Restaurant Galia, da hier auch kroatische Spezialitäten auf der Karte standen. Josef wollte unbedingt Pljeskavica probieren, das nahm ich dann leider auch. Eine schlechte Wahl denn das ganze war wie gestern so eine Art Brät, kein Hackfleisch und der Käse mit dem es gefüllt war war sehr wässrig. In Deutschland hätte ich das zurück gegeben, aber wir waren hungrig und die Bedienung sprach keine Fremdsprachen. Der Hunger trieb es rein. Das war das letzte Mal dass ich was hackfleischartiges in Kroatien bestellt haben, die griechische Variante Bifteki schmeckt um Klassen besser! Josef hatte ein Fischsuppe als Vorspeise (die war gut) und ich zusätzlich Gemüse. Mit einem halben Liter Rotwein und Espresso kamen wir auf 315 Kuna.
Später im Hotel am Balkon wurde es ziemlich kühl und wir verzogen uns mit unserem Rotwein und den Oliven ins Zimmer, schön dass wir ein Sofa hatten.
Unterkunft: wie gestern
Die heutige Route:
Ilona:
--- Zitat ---Das Gefährt ist wohl eine Spende aus Deustchland
--- Ende Zitat ---
Eher aus Österreich, denn die fahren Steyr :zwinker: .
--- Zitat von: Christina am 15. Oktober 2018, 18:05:04 ---Ilona, du hast also gar nicht in demselben Hotel übernachtet wie Paula - ganz so vergesslich bin ich also doch nicht ;D
--- Ende Zitat ---
Nein, aber ich wünschte, wir hätten letztes Jahr ein Zimmer in dem Hotel gehabt.
Wir waren immer nur zum Essen im Hotel und da alles so ansprechend aussah, hatte ich es Paula empfohlen.
Christina:
Das war eine nette Halbtageswanderung, die weit verzweigten Stämme der alten Olivenbäume sehen toll aus. Schade, dass das Wetter so trüb war, in der Gegend erwartet man doch irgendwie Sonnenschein, aber immerhin war es weitgehend trocken und warm.
Aber erst um 9 Uhr Frühstück? Das wäre für mich ein Grund, das Hotel nicht zu buchen, auch wenn sonst alles super ist.
Paula:
--- Zitat von: Christina am 17. Oktober 2018, 17:55:06 ---Aber erst um 9 Uhr Frühstück? Das wäre für mich ein Grund, das Hotel nicht zu buchen, auch wenn sonst alles super ist.
--- Ende Zitat ---
da hst du vollkommen recht, wir gehen normalerweise spätestens um 8 Uhr frühstücken. Das kenne ich eigentlich gar nicht dass es so spät erst Frühstück gibt, vielleicht liegt es daran dass erst so wenig Gäste da waren. Blöderweise stehen solche Infos nicht auf den üblichen Hotelbuchungsseiten. Und ich bin noch nie auf die Idee gekommen bei einem Hotel nachzufragen ab wann es Frühstück gibt. Aber ich glaube das war auch das einzige Hotel wo wir so spät gefrühstückt haben.
serendipity:
Tolle Bilder von den Olivenbäumen und natürlich den Fröschen!
Ist die Ein-Kind-Familie jetzt auch bei Fröschen angesagt? ;)
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