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Drei Wochen in Ex-Jugoslawien

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Susan:
 :herz: die Krka-Wasserfälle begeistern uns auch immer wieder. Soviele Frösche und Libellen haben wir leider nicht gesehen.

Paula:
Freut mich dass es euch allen gefällt. Wir haben noch einen Tag in diesem Park verbracht, es kommen also noch mal ganz viele Frösche  ;D

Ilona:
Das hätte ich jetzt nicht erwartet, dass dich die Krka-Wasserfälle mehr begeisterten, als Plitvice. Ich habe leider keinen Vergleich.

Die Asiaten werden dorthin wohl nicht gekarrt  :cool2:.

Mit dem Hotel habt ihr Glück gehabt und auch das Frösche-Gucken kam nicht zu kurz  :thumb:.

Ein wunderbarer Tag :beifall:.

Paula:
7.Tag 25. Mai 2018

Das Bett war sehr bequem, ich habe gut geschlafen. Um halb 8 waren wir die ersten Gäste im Frühstücksraum. Das ist ein langer fensterloser Schlauch, nicht besonders gemütlich, am Ende wurde gerade das Frühstücksbuffet aufgebaut. Eine Menge frisches Obst war da: Erdbeeren, Kirschen etc genau das richtige für mein Müsli. Man konnte zu zwei Frauen in die Küche schauen wie sie Eier zubereiten und andere Köstlichkeiten, gebratenes Gemüse und Pilze, Wütstchen und Fleisch, schließlich wurde sogar noch ein Risotto aufgetischt, da hatte ich eigentlich schon gefrühstückt, aber das konnte ich nicht stehen lassen, wirklich köstlich!

Anschließend gingen wir wieder zum Nationalparkbüro an den Hafen. Heute wollten wir in den hinteren Teil des Krka Nationalparks. Da könnte man mit dem Auto hinfahren, es gibt aber auch eine Bootstour, die im vorderen Teil des Nationalparks startet wo wir gestern waren. Josef hatte im Internet einen Bericht einer Kroatin gelesen die sehr von dieser Tour geschwärmt hatte und so hatten wir uns für diese Variante entschieden. Dummerweise konte man die Karten für diese Fahrt nicht hier in Skradin kaufen sondern erst im Park an der Ablegestelle. Und außerdem war noch Vorsaison und da startet diese Tour nur einmal am Tag um 12 Uhr. Da hätten wir uns heute nicht so beeilen müssen (gestern hatten wir nicht daran gedacht nach dieser Tour zu fragen). Wir haben also nur die normalen Tickets à 110 Kuna gekauft, die Karten für die Bootstour würden noch mal 130 Kuna kosten. Wir nahmen nicht das nächste Schiff sondern haben uns erst mal den Ort Skradin angeschaut. Ein hübschens Städtchen um diese Uhrzeit noch fast menschenleer.

   

hier war ein Schild das auf die Geschichte von Skradin hinwies: Skradin gehörte früher zum osmanischen Reich. Davon ist aber wohl nichts übrig geblieben, die typisch islamischen Bauten die wir später in Bosnien-Herzegowina gesehen haben -Brunnen und Moscheen- gab es hier nicht. Später gehörte die Stadt zu Venedig und die Stadt wirkt auch italienisch.

   

enge Gassen, hier ist Fußgängerzone

   

   

Schilder die auf Zimmervermietung hinweisen sieht man übrall, nicht nur hier in Skradin sondern im ganzen Land. Es wäre sicher kein Problem gewesen ohne jegliche Vorbuchung nach Kroatien zu reisen.
Außerdem haben wir mehrfach ein Werbeschild für das Restaurant Toni gesehen das "Peka" anbietet, Josef hatte zuhause recherchiert was man in Kroatien an typischen Speisen kennenlernen sollte und auf dieser Liste stand Peka auch drauf. Blöderweise stand auf dem Schild keine Adresse und wir konnten das Lokal nirgends finden.

Auch überall zu sehen sind diese hübschen Schwalben

   

am Hafen

   

Am Wasserfall im Park angekommen haben wir erstmal Postkarten an einem Andenkenstand gekauft. Am Wasserfall haben wir uns nicht lange aufgehalten, wir gingen gleich zum Verkaufstsand der Bootstour. Da war dann auch ein großer Parkplatz und eine Unzahl von Bussen kam gerade an. Wir kauften unsere beiden Tickets und erkundeten die Ablegestelle die etwa einen km weiter nördlich am nächsten Seee war, wir hatten dann noch über eine Stunde Zeit und gingen zurück zum Fluß.

   

Wir hatten gestern den Museumsteil ausgelassen: es gibt ein paar kleine Häuser mit Ausstellungen zur Wasserkraft und wie die Menschen hier früher gelebt haben

   

die Landestracht

   

in der Küche, besonders interessant denn hier wurde Peka erläutert (es gab sogar Zettel mit dem Rezept zum mitnehmen) DerDeckel an der Kette wird über die Pfanne gelegt und darüber kommen Grillkohlen

   

in einem Haus war eine Mühle

   

   

leider wurden die Businsassen auch durch dieses Museum geführt, man konnte sich kaum noch rumdrehen. Hier in diesem Restaurant sitzt man wunderbar mit Blick auf den Wasserfall, wenn wir nicht um 12 Uhr zum Boot gemußt hätten wäre ich gern zum Mittagessen hier geblieben.

   

Es war auch schon wieder sehr heiß, den Rest der Zeit haben wir auf den schattigen Stegen verbracht. Heute war es so voll dass man schauen mußte niemand runterzuschubsen wenn man sich umdrehte. Da haben wir gestern wohl richtig Glück gehabt dass wir so spät im Park waren und die Bustouren schon wieder abgereist waren.

Ich habe wieder Frösche entdeckt und diesmal sind mir Aufnahmen eines quakenden Frosches gelungen

   

einen Film dazu gibts auch:

   https://www.youtube.com/watch?v=6tHMe2T619k&feature=youtu.be

Im Gegensatz zu dem Frosch in Lun bläst er nicht den Kehlsack auf sondern hat zwei seitliche Blasen, das ist vom Ton auch anders (klingt heller), ein Foto noch von einem besonders hübschen Frosch, die restlichen hundert Fotos und Filme von quakenden Fröschen erspare ich euch  ;)

   

Fische gabs auch im Wasser, das Wasser war total klar und sauber

   

Danach ging es dann aufs Boot

   

in drei solcher Boote wurden die Touris verfrachtet, wir saßen darin wie die Heringe. Das fand ich jetzt gar nicht lustig, hier zählt wohl nur Gewinnmaximierung. Nach einer Dreiviertelstunde langweiliger Fahrt über einen riesigen See, man sah wirklich nichts als Wasser- keine Ahnung was daran so idyllisch sein sollte, kamen wir auf einer kleinen Insel mit einem Kloster an, wir hatten 15 Minuten Aufenthalt und konnten die Kirche besichtigen. da gab es aber auch nichts besonderes zu sehen und die Insel hat man in 5 Minuten umrundet. Immerhin gab es hier Toiletten

   

dann ging die Fahrt weiter und nach 10 Minuten wurde die Landschaft interessanter, es ging an ein paar Felsen vorbei

   

und schließlich kam das Ziel in Sicht

   

diesen Wasserfall kann man nur vom See aus sehen, leider wurde das Wetter schlechter und es fing zu nieseln an

   

das Boot kreuzte ein paar Mal vor dem Wasserfall damit jeder seine Fotos machen konnte, da war der Regen dann egal, man wurde auch vom Wasserfall nass

   

also ganz ehrlich: dafür lohnt sich eine einstündige Fahrt nicht, so besonders ist dieser Wasserfall nicht. Nicht weit weg war dann die Anlegestelle. Wir hatten nun eine Stunde Zeit bis zur Rückfahrt des Bootes, es gab einen Rundweg den wir gehen wollten, zum Glück hatten wir uns das zuhause ausgedruckt, denn hier gab es weder Schilder noch Pläne. Immerhin regnete es jetzt nicht mehr, aber hier war alles klatschnass, es muss hier richtig geschüttet haben.

Der Weg ging am Fluß entlang der hier sehr breit war

   

   

   

leider fing es wieder etwas zu regnen an. An der Brücke angekommen stellten wir fest dass sie gesperrt war weil ein Stück am Anfang weggespült war. Josef wollte aber gern ein Foto vom Fluß auf der Brücke machen. Also gingen wir schnell zurück und auf der anderen Seite des Flusses entlang. An der Brücke angekommen war sie auf dieser Seite auch gesperrt. Wir konnten also nur Fotos von der Seite machen

   

Die Zeit reichte dann gerade um rechtzeitig wieder zum Bootsanleger zugehen. Also dieser Ausflug hat sich wirklich nicht gelohnt. Wenigstens hat es bei der Rückfahrt nicht geregnet. Zurück im Park sind wir schnell Richtung Ausgang gegangen und bekamen auch gleich ein Boot zurück nach Skradin. Kurz nach fünf waren wir wieder zurück.

Auf dem Weg zum Hotel haben wir weiter nach dem Restaurant Toni gesucht, haben es aber nicht gefunden. An der Hafenpromenade waren etliche Restaurants, bei einem blieben wir stehen um die Speisekarte nach Peka abzuchecken (es stand nicht drin), da sprach uns ein Kellner an und pries sein Restaurant an. Wir haben ihm geantwortet dass wir ein Restaurant suchen das Peka auf der Karte hat, daraufhin meinte er dass man das überall nur auf Vorbestellung bekommt weil die Zubereitung über 2 Stunden dauert. Wenn wir das möchten kann er es für heute Abend anbieten. Irgendwie war er uns sympatisch und so bestellten wir Peka mit Lamm für 20 Uhr. Später im Hotel haben wir das vorher gesuchte Restaurant Toni am Ortsausgang entdeckt, zu Fuß eh zu weit weg vom Hotel. Wir würden uns heute Abend einfach überraschen lassen.
Im Hotel haben wir uns erst mit einem Kaffee auf den Balkon gesetzt, weil das Wetter wieder richtig schön geworden ist sind danach noch runter an den Pool gegangen. Die indischen Gäste waren im Pool am planschten wie kleine Kinder, richtig schwimmen konnten die meisten wohl nicht. Wie in SriLanka waren die Frauen mit halblangen Hosen und langärmeligen Oberteilen bekleidet, zum Burkini fehlte nur die Kopfbedeckung. Auch die Männer trugen bis auf einen Oberteile. Ich finde volle Bekleidung im Pool ja unpassend, zum Glück hatten wir nur in diesem einen Hotel solche Gäste.
Auf dem Rückweg ins Zimmer habe ich einen winzigen Frosch gerettet  ^-^, der war echt nur so groß wie ein Daumennagel, er war in dem gepflasterten Weg gefangen, über die gemauerte Umfassung von 5 cm wäre er nicht mehr weggekommen.

Um 10 vor 8 machten wir uns auf ins Restaurant, dort wurden wir an den Ofen geschleppt wo man uns unser Peka zeigte und die Zubereitung erklärte

   

Der Topf verbirgt sich unter den Kohlen hinten links.
Wir bestellten den örtlichen Hauswein, den der Gast am Nachbartisch auch bestellt hatte und gut fand, außerdem war nur noch ein weiterer Tisch besetzt, der Kellner hatte also viel Zeit für uns. 5 Minuten später stand das Essen am Tisch

   

Das Lamm wird vorab zweimal angebraten, die Kartoffeln werden scharf angebraten, außerdem waren Karotten, Zwiebeln und Tomaten drin, das alles kommt dann in den Pekatopf über dem vorher ein Holzkohlefeuer angemacht wurde. Das Essen war unglaublich köstlich, herrlich gewürzt (wir konnten leider die einzelnen Gewürze nicht identifizieren), das Fleisch war so zart dass man kein Messer brauchte, einfach ein Traum. Wir haben gegessen bis kurz vorm Platzen (die Portion war definitiv für 3 Personen ausreichend), es war mit Abstand das beste Essen der gesamten Reise. Der Kellner war ganz glücklich dass es uns so gut schmeckt. Zur Rechnung bekamen wir einen örtlichen Schnaps der auch besonders gut geschmeckt hat. Incl 2 Espressi belief sich die Rechnung auf 529 Kuna (wir hatten nachmittags nicht gefragt was das Essen kosten würde), weil wir so begeistert wraen gaben wir ihm 600 Kuna, wir fanden das Trinkgeld hat er sich verdient. Das Restaurant Evala können wir unbedingt weiterempfehlen.

   

   


Zurück im Hotel war diesmal niemand an der Poolbar und die Musik an der Bar wurde bald ausgemacht, so konnten wir das Froschkonzert am Balkon bei einer Flasche Wein genießen

   

wie im Paradies  ^-^


Andrea:
Nachdem die Bootstour nun ja sozusagen ein Reinfall war, habt ihr wenigstens mit dem Restaurant einen Glücksgriff getan.

Der Wasserfall hätte mir übrigens gefallen, aber nicht für den Preis und die Umstände/den Zeitaufwand. Zumal ihr ja andere mindestens ebenso schöne schon gesehen habt.

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