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Hamburg und ein bisschen Ostsee im Sommer 2018
Christina:
8. Tag – Dienstag, 24.07.
Wie gestern beschlossen, mache ich heute nochmal einen Ausflug an die Ostsee. Daher beginnt der Tag wie gestern, mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof, von dort gegen 9 Uhr mit dem Schleswig-Holstein Ticket nach Lübeck, dort umsteigen. Heute fahre ich ein wenig weiter östlich, nämlich nach Travemünde Strand. Weiter östlich, also zum Beispiel nach Boltenhagen fährt leider kein Zug, aber vielleicht erreiche ich das heute mit dem Fahrrad.
Gegen halb elf Uhr komme ich in Travemünde Strand an, hier kann ich direkt am Bahnhof ein Fahrrad mieten (EUR 10 für den ganzen Tag). Zunächst fahre ich an der auch hier recht netten Strandpromenade
entlang in Richtung Westen, ich möchte das Bodtener Steilufer, wo es mir gestern so gut gefallen hat, auch noch von dieser Seite aus sehen. Auch dieser bewaldete Teil des Steilufers gefällt mir sehr gut, ich genieße ein wenig den Ausblick von oben, dann fahre ich wieder zurück nach Travemünde.
Leider findet hier gerade ein Stadtfest statt (hatte ich beim Recherchieren nicht beachtet, weil es so kurzfristig war – was mir mal wieder zeigt, dass sich eine gute Reisevorbereitung auszahlt) und um zum Leuchtturm zu kommen, muss ich mich durch die vielen Leute schlängeln, die schon jetzt am Vormittag die Buden belagern, so etwas mag ich ja überhaupt nicht.
Egal, am Leuchtturm ist es wieder ruhiger und man hat einen schönen Blick auf die Hafeneinfahrt.
Dann nehme ich die Fähre (EUR 2,20 pro Person mit Fahrrad), die in wenigen Minuten die schmale Hafeneinfahrt hinüber zur Halbinsel Priwall durchquert (eine Brücke gibt es nicht).
Von hier blickt man auf die gegenüberliegende Altstadt von Travemünde und von hier gibt es einen Radweg entlang der Küste in Richtung Boltenhagen.
Nun befinde ich mich in Mecklenburg-Vorpommern, vom Trubel in Travemünde ist hier zum Glück nichts mehr zu spüren. Leider hat man vom Radweg keine Sicht aufs Meer, da er entweder zu weit entfernt davon ist oder Bäume die Sicht versperren. Über die Bäume bin ich andererseits auch sehr froh, da es heute nochmal deutlich heißer ist als gestern und das Radfahren dadurch sehr anstrengend. Der Weg führt auch immer wieder recht steil bergauf und bergab, das hätte ich so nicht erwartet.
Ich mache immer mal wieder Pause und gehe an den Strand, zum Mittagessen bleibt mir nur ein Imbisswagen, der sich an einem der Standzugänge platziert hat, ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern was ich gegessen habe, eventuell eine Currywurst mit Pommes.
Im Laufe des Nachmittags muss ich einsehen, dass ich heute Boltenhagen nicht mehr erreichen werde. Das würde viel zu lange dauern, ich muss ja am Abend den Zug zurück nach Hamburg nehmen.
Ich drehe daher wieder um und die letzten schattenlosen Kilometer vor Travemünde sind dann fast schon eine Qual – es ist so heiß und von wegen am Meer weht immer ein Lüftchen – absolute Windstille.
In Travemünde gibt es dann einen Kaffee und ein Eis zur Abkühlung. Ich bummle noch ein wenig durch die Altstadt und an der Strandpromenade entlang, gebe mein Rad am Bahnhof ab und fahre um 17.30 Uhr zurück nach Hamburg.
Heute muss ich unbedingt noch in einen Supermarkt, da ich morgen sonst nicht mal mehr was zum Frühstück habe. Zum Glück habe ich heute Morgen entdeckt, dass es im Hauptbahnhof einen Edeka gibt, so muss ich nicht noch woanders hin.
Dennoch ist es schon 20 Uhr bis ich zurück im Apartment bin.
Wetter: sonnig, ca. 32 °C
Susan:
Ganz nach Boltenhagen zu radeln - und zurück - wäre schon ganz schön sportlich, glaube ich.
Da bleib ich lieber wieder im Strandkorb, da mich heute eh der Rücken plagt. Immerhin schön, dass man so einfach Fahrräder mieten kann.
Paula:
Boltenhagen war mein erster Ort an der Ostsee, ich weiß noch wie entzückt ich von dem weißen Sand war, ich hatte das Gefühl in der Karibik zu sein, es war ganz herrlich da.
In Usedom gingen die Radwege am Steilufer auch ganz schön bergan, das hätte ich damals auch nicht erwartet, Strand stellt man sich flach vor aber an der Ostsee ist das anders.
Ilona:
Ich war noch nie an der Ostsee, aber die idyllischen Strandkörbe auf weißem Sand gefallen mir :thumb:.
Viel war da trotz des Traumwetters aber nicht los.
Christina:
--- Zitat von: Susan am 03. Dezember 2018, 18:50:02 ---Ganz nach Boltenhagen zu radeln - und zurück - wäre schon ganz schön sportlich, glaube ich.
Da bleib ich lieber wieder im Strandkorb, da mich heute eh der Rücken plagt. Immerhin schön, dass man so einfach Fahrräder mieten kann.
--- Ende Zitat ---
Wenn es durchgehend eben gewesen wäre und zehn Grad weniger gehabt hätte, wäre das gut zu schaffen gewesen, wobei ich gerade nicht im Kopf hab, wie viele Kilometer das sind bis Boltenhagen.
Fahrradmiete war absolut unkompliziert, man hätte auch Helm und Korb dazu kriegen können, ich hab aber nur ein Schloss gebraucht. Aber die Räder hatten halt nur sieben Gänge und man saß nicht so gut, wie auf dem eigenen, eine "richtige" Fahrradtour hätte ich damit nicht machen wollen, aber so ein bisschen rumradeln ging schon.
Gute Besserung für deinen Rücken, Sonne und Wärme wären da sicherlich hilfreich.
--- Zitat von: Ilona am 04. Dezember 2018, 14:08:45 ---
Viel war da trotz des Traumwetters aber nicht los.
--- Ende Zitat ---
Na ja, auf dem Stadtfest in Travemünde war es schon sehr voll, aber da hab ich natürlich keine Bilder gemacht. Sonst war ich auch positiv überrascht, ich hätte es mir voller vorgestellt. Gerade wenn man ein bisschen außerhalb der Orte war, an den Stränden ohne Strandkörbe konnte man problemlos einsame Abschnitte finden.
--- Zitat von: Paula am 04. Dezember 2018, 08:34:51 ---Boltenhagen war mein erster Ort an der Ostsee, ich weiß noch wie entzückt ich von dem weißen Sand war, ich hatte das Gefühl in der Karibik zu sein, es war ganz herrlich da.
--- Ende Zitat ---
Boltenhagen steht auf jeden Fall auf meinem Plan für eine Ostseetour, wann immer die auch stattfinden wird.
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