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Eine Herbstwoche im Nordwesten von Wales (2018)
Ilona:
Hallo Christina,
obwohl ich mir auf einer Dienstreise letzte Woche einen Virus eingefangen habe und ziemlich schlapp bin, werde ich mir deinen RB nicht entgehen lassen :adieu:.
Puuhhh, was für eine aufregende Anreise :girly:. Wir nehmen grundsätzlich das kleinere Auto für Fahrten zu den Flughafen-Parkhäusern. Meistens bevorzugen wir das Autohotel in Neu-Isenburg und letztes Mal den Platzhirsch. Der war günstiger, dafür aber ein Stückchen weiter. Gut, dass sich die "Kärtchen" nur versteckt hatten :zwinker:.
--- Zitat ---Der Flug dauert nur 1 h 25 min, so dass kaum Zeit bleibt, das trockene belegte Brot (das Ilona in ihrem London Bericht schon vorgestellt hat), zu servieren.
--- Ende Zitat ---
:totlach: Da man es sowieso nur herunterwürgen kann, ist das späte Servieren gar nicht mal schlimm.
--- Zitat ---Uih, so einen muffligen Angestellten habe ich seit sicher 15 Jahren nirgends mehr im Servicebereich erlebt:
--- Ende Zitat ---
Ich habe die letzten Male immer wieder feststellen müssen, dass es mit der früher mal so vorbildlichen englischen Höflichkeit vorbei ist. Auch artiges in der Schlange stehen war einmal.
--- Zitat ---Der Linksverkehr ist sehr ungewohnt, zum Glück ist kaum Verkehr und ein Kreisverkehr bleibt uns erstmal erspart. An einer kleineren Straße links abbiegen, eine größere Kreuzung können wir mit Ampel überqueren und dann sind wir auch schon auf der Autobahn. Ich kann die grüne, hüglige Landschaft genießen, Peter als Fahrer muss neben dem Linksverkehr auch noch das Auto kennenlernen.
--- Ende Zitat ---
Mir wird als Beifahrer immer mulmig und besonders im Kreisverkehr verliere ich die Orientierung :toothy9:. Toll, dass sich Peter so mutig ins Verkehrsgetümmel begeben hat und gut, dass ihr nicht von London aus gestartet seid. Von Manchester aus ist es doch ein bisschen stressfreier zu fahren.
Das Feriendomizil gefällt mir sehr gut. Wenigstens das hat an dem Tag auf Anhieb funktioniert :thumb:.
Christina:
Herzlich Willkommen an die Mitreisenden!
Zum Linksverkehr schreibe ich dann am nächsten Tag noch etwas, da bin ich dann gefahren. Peter fand nur das Einschätzen des Abstands zur linken Seite etwas schwierig (ging mir genauso), sonst hatte er keine Probleme. Er ist ja auch schon auf Jersey gefahren, da war das auch so. Wir würden definitiv immer ein Automatik Auto mieten, diesen zusätzlichen Stress mit dem Schalten würden wir uns nicht antun wollen, auch wenn der Mietpreis dadurch ziemlich ansteigt.
Ilona, gute Besserung! Und schön, dass du trotz Virus dabei bist.
Silv:
Die Wohnung ist groß genug - da komme ich auch mit :)
Meine Kollegin hatte gerade letzte Woche den Platzhirsch genutzt und es hatte prima geklappt mit dem Shuttle.
Christina:
--- Zitat von: Silv am 07. Februar 2019, 07:25:48 ---Die Wohnung ist groß genug - da komme ich auch mit :)
Meine Kollegin hatte gerade letzte Woche den Platzhirsch genutzt und es hatte prima geklappt mit dem Shuttle.
--- Ende Zitat ---
Schön, dass du auch dabei bist.
Ja, das klappt gut mit dem Platzhirsch, Peter hatte es ja nach dem Urlaub zwangsweise ausprobiert. Aber es geht halt nicht so schnell, wie wenn man zwischen Terminal und Auto nur ein paar Hundert Meter zu Fuß gehen muss und vor allem, nicht auf ein Shuttle warten muss. Ich würde bei Preisen wie wir es für Wales hatten, schon aus Prinzip auf einen günstigeren Anbieter ausweichen und das Shuttle halt in Kauf nehmen. Peter nimmt den Mehrpreis für mehr Komfort in Kauf.
Christina:
2. Tag - Freitag, 28.09.
Heute möchten wir gegen 8 Uhr das Haus verlassen, da aufgrund des auch in den Bergen zu erwartenden schönen Wetters wir eine der beliebtesten Wanderungen im Snowdonia National Park machen wollen und damit zu rechnen ist, dass der wohl eher kleine Parkplatz am Trailhead schnell voll sein wird.
Das Aufstehen um 6 Uhr ist aber auch kein Problem, in Deutschland ist es ja schon 7 Uhr, da profitieren wir noch vom Mini-Jetlag.
Nach dem Frühstück schmieren wir uns unsere Brote, packen Wasser, Bananen und Müsliriegel in die Rucksäcke und sind tatsächlich kurz vor acht abfahrbereit.
Wie schon gesagt, ist Caernarfon wirklich sehr zentral gelegen und so sind es nur 20 km von hier bis zum Pen-y-Pass, an dem der Trailhead (bzw. einer von mehreren) für die Wanderung auf den Mount Snowdon liegt. Gleich hinter Caernarfon wird es ländlich, die Strasse führt durch einige Dörfer. An den Haltestellen sehen wir immer wieder Schüler auf den Bus warten – alle in Schuluniform, herrlich, genauso erwartet man es in UK.
Bald schon sind wir im Snowdonia National Park – was man allerdings wissen muss, denn ein Schild gibt es nicht. Überhaupt mögen die Waliser Schilder scheinbar nicht so sehr, es gibt nämlich, abseits der notwendigen Verkehrsregelung, kaum welche. Schon gestern haben wir ein «Welcome to Wales» Schild vermisst, heute nun das Snowdonia NP Schild und auch Ortseingangsschilder, die in allen mir bisher bekannten Ländern nicht nur dazu dienen, bekannt zu geben, in welchem Ort man sich befindet, sondern auch die Geschwindigkeit vorgeben, fehlen hier zum Teil oder sind schon lange vor Ortsbeginn zu sehen oder lange danach, auch das Design ist in jedem Ort anders. Schilder am Ortsende fehlen völlig. Wie wir noch feststellen werden, gilt das auch beim Wandern. Zwar gibt es an den Parkplätzen immer ein Übersichtsschild über den oder die hier startenden Wanderungen, aber dann fehlt es schon an einem Wegweiser, wo genau der Weg startet. Entlang des Wanderwegs gibt es dann überhaupt keine Beschilderung mehr (Ausnahme zum Teil der Wales Coast Path). Wenn sich Wege verzweigen, muss man selbst wissen, wo man lang muss. Selbst bei Wegen durch Geröll, die insbesondere bei Nebel schwer zu erkennen sind, fehlt es an einer farblichen Markierung auf den Felsen, wie ich sie aus allen anderen Ländern, in denen ich schon wandern war, kenne. Einzig innerhalb der Ortschaften sind die einzelnen Sehenswürdigkeiten, Parkplätze, Toiletten usw. bestens ausgeschildert.
Hinter dem Ort Llanberis beginnt die Strasse merklich anzusteigen und sie wird sehr schmal und nicht nur das, sie ist an beiden Seiten durch eine mannshohe Steinmauer begrenzt. Was bin ich froh, dass wir ein Mietauto haben und dazu noch ein einigermassen kleines. Peter fährt heute wieder (morgen will ich es dann versuchen) und obwohl er ein guter Fahrer ist, fährt er wegen der ungewohnten Strassenseite sehr weit links, so dass ich jeden Augenblick damit rechne, die Mauer zu streifen, aber es geht alles gut. Die Strasse ist nicht nur schmal, sondern auch noch sehr kurvig, so dass wir beide sehr froh sind, gegen 8.30 Uhr den Parkplatz am Pen-y-Pass zu erreichen. Ich bekomme einen kleinen Schreck, als es auf den ersten Blick so aussieht, als ob alle Parkplätze schon belegt sind, dann entdecken wir aber, dass es noch eine zweite Parkebene gibt, die über ein kleines Strässchen zu erreichen ist. Dort ist noch mehr als genug Platz und wir können bequem einparken.
Nun geht es als erstes zum Parkticketautomaten, es handelt sich nämlich um einen der wohl in ganz UK allgegenwärtigen «Pay and Display Car Parks», bei denen man am Automaten ein Ticket ziehen muss. Ich hatte bei der Reisevorbereitung gedacht, dass es etwas nervig sein würde, immer schon vorab wissen zu müssen, wie lange man parken will, es wird aber immer eine sowieso sehr lange Parkzeit vorgegeben (meist hat man nur die Wahl zwischen 4 h oder einem ganzen Tag bzw. 10 h), so dass wir damit nie Probleme hatten, auch das Bezahlen war völlig problemlos, fast immer kann man mit Kreditkarte zahlen und wo das mal nicht ging, war ein Kiosk am Parkplatz, der hätte Kleingeld wechseln können.
Auch hier muss man sich nur zwischen 4 Stunden (nö, das reicht wohl nicht) und einem ganzen Tag entscheiden, letzterer für £ 10. «Ganz schön teuer» sage ich zu Peter. Dann nutzen wir noch die Toiletten – und das ist wirklich positiv zu erwähnen, überall gibt es Toiletten, nicht nur an fast allen Parkplätzen, sondern auch innerhalb der Städte.
Dann gehen wir zum Auto zurück, um unsere Rucksäcke zu holen. Auf dem Weg dorthin überholt uns ein Brite und sagt auf Englisch zu uns, dass sich die hohe Parkgebühr auf jeden Fall lohnt. Ups, da hat doch tatsächlich jemand deutsch verstanden und uns bzw. mich gehört. Wir antworten, dass wir uns da sicher sind.
Nun gilt es, den Einstieg in den Trail zu finden. Wie schon geschrieben gibt es eine hübsche Tafel, in der das Gebiet rund um den Mt. Snowdon abgebildet ist und die verschiedenen Wege dorthin. Wir wollen eine Art Rundwanderung machen und auf dem Hinweg den sog. Miners’ Track nehmen, auf dem Rückweg dann den sog. Pyg Track. Der Pyg Track beginnt unmittelbar am Schild hier, wo aber der Miners’ Track? Das GPS Gerät ist noch dabei uns zu suchen und so irren wir etwas herum, bis ich am Ende des unteren Parkplatzes einen Weg entdecke. Das muss er sein. –Als wir dort ankommen, hat uns auch das Navi gefunden und bestätigt, dass das der richtige Weg ist. Wir haben die Wanderungen aus dem Rother Wanderführer für Wales auf das Gerät geladen, werden aber nicht ganz dem dortigen Vorschlag für die Wanderung auf den Mt. Snowdon folgen.
Der Weg beginnt gemütlich, recht breit, geschottert und nur leicht ansteigend. Genau richtig für den Start. Wir sind fast alleine unterwegs und können, auch dank des angenehmen Untergrunds, die beeindruckende Umgebung genießen. Man sieht den weiteren Verlauf der Strasse auf der wir hergefahren sind, die ziemlich perfekt dreieckige Spitze des Mt. Snowdon und - immer wieder Schafe.
Bald kommen wir dann am ersten von mehreren Seen entlang des Wanderwegs an.
Dabei ist auch eine Pipeline zu sehen, die den idyllischen Natureindruck doch etwas stört. Damit wird deutlich, dass der Snowdonia NP, anders als amerikanische National Parks nicht geschützt wurde, als er noch völlig unberührte Natur war, sondern lange nachdem dort Menschen wohnten, Farmen und auch Bergwerke betrieben wurden. Auf letztere deutet auch schon der Name des Wegs hin, Bergarbeiterpfad. Darauf wurden früher die Bergarbeiter und das notwendige Werkzeug und Material zu den Kupferminen, die sich hier befanden, transportiert und deshalb ist der Weg auch so gut ausgebaut. Bald kommen wir an verfallenen ehemaligen Minengebäuden vorbei, was genau es war, können wir nicht feststellen – auch hier wäre ein Schild mit einer Erklärung schön. Dahinter wird der Weg dann etwas steiler und ein bisschen unwegsamer.
Man erreicht dann einen zweiten See, hier würde man links abbiegen und den Miners’ Track verlassen, wenn man dem Vorschlag des Rother Wanderführer folgen wollte. Da dort aber beschrieben wird, dass es bei diesem Weg einige rutschige und steile Passagen über Geröll zu überwinden gibt, bleiben wir lieber auf dem Miners’ Track, auch der wird sicherlich steil genug werden, der Gipfel des Mt. Snowdon erscheint uns noch unerreichbar weit weg und vor allem hoch oben. Der Abzweig zum im Wanderführer genannten Weg ist zwar deutlich zu erkennen, er ist aber (wie schon geschrieben) nicht ausgeschildert. Also das ist so merkwürdig.
Nun wird es steiler und unsere Verschnaufpausen häufen sich. Die tolle Landschaft bietet aber auch genug Gründe, Fotopausen einzulegen.
Schließlich kommen wir an einen dritten See, wenn man nicht noch den Aufstieg vor sich hätte, wäre hier der richtige Platz für ein nettes Picknick.
Nun führt ein Weg weiter am See entlang, ein weiterer zweigt nach oben ab – Wegzeiger? Fehlanzeige, bzw. es gibt eine Art Stele, die aber nicht beschriftet ist. Wir folgen mal dem Weg, auf dem die meisten anderen Wanderer zu sehen sind. Ab hier wird es nun richtig steil und richtig unwegsam, der Weg ist nicht immer zu erkennen, oft muss man die Hände zur Hilfe nehmen. Insgesamt aber nichts dramatisches, der Untergrund ist griffig, man rutscht nicht und auch für Höhenängstliche wie Peter gut zu machen.
Kurz vor dem Erreichen des Grads haben wir den steilsten Abschnitt der Wanderung hinter uns, der Weg wird flacher und auch wieder besser erkennbar. Daher ist es nicht so schlimm, dass nun Wolkenfetzen von der anderen Bergseite hereinziehen, die die Sicht auf wenige Meter reduzieren.
Plötzlich ertönt ein lautes, dumpfes Geräusch, das ist richtig unheimlich, sind das wieder Flugzeuge der RAF (die sind nicht weit von hier, bei Holyhead auf der Insel Anglesey stationiert), die wir heute schon ein paar Mal gesehen haben? Nein, das klingt anders. Dann fällt mir ein, dass ja auf der anderen Bergseite der Zug vom Ort Llanberis bis zum Gipfel fährt, das muss das Geräusch sein. Aber man sieht gar nichts.
Ein paar Minuten später erreichen wir den Grad – und sehen plötzlich nicht nur den Zug, sondern auch auf die andere Bergseite und hinab bis ins Tal und zum Meer. Wow, das ist wirklich ein Highlight, die Sicht an sich ist schon toll, aber dass sie auch noch so überraschend kommt, ist wirklich ein schönes Erlebnis.
Wirklich gute Aufnahmen der Bahn gelingen mir nicht, da ich zum einen noch ganz außer Atem vom Anstieg bin, außerdem viel zu überrascht und damit unvorbereitet und dann ist auch noch die Speicherkarte voll und bis ich sie gewechselt habe, ist vom Zug nichts mehr zu sehen.
Egal, wir machen uns an den Schlußanstieg, der sich dann, wie meist, wenn man denkt, man ist schon fast am Ziel, nochmal hinzieht.
Aber dann haben wir es nach insgesamt 3 h 15 min und 720 Höhenmetern auf den mit 1085 m höchsten Berg von Wales und England geschafft!
Wir haben fantastische Blicke in alle Richtungen, dazwischen ziehen Wolkenfetzen umher, wunderbar.
Bald zieht der Himmel ganz zu und wir gehen ins Visitor Centre, ein modernes Gebäude (das 2009 mit Hilfe von EU Geldern fertiggestellt wurde, Vorgängerbauten litten unter den extremen Wetterbedingungen und mussten deshalb ersetzt werden). Das Gebäude ist in den Berghang hineingebaut und dort findet man Toiletten, einen Gift Shop, ein Selbstbedienungsrestaurant und die Haltestelle für die Bahn. Obwohl es auf dem Gipfel recht voll ist, finden wir im Gebäude einen Platz an einem der Tische, mit direktem Blick durch die Glasfront auf das Bergpanorama (zumindest, wenn sich die Wolken hin und wieder verziehen). Man darf hier auch seine mitgebrachten Vorräte verzehren, was perfekt ist. Wir holen uns heißen Kaffee und Tee zu unseren Broten und lassen es uns schmecken.
Wir lassen uns Zeit, schließlich steht uns der auch nicht ganz unanstrengende Rückweg noch bevor, holen nochmal Heißgetränke und schauen uns auch im Giftshop um. Ich kaufe gleich ein paar Postkarten, bei nur einer Woche Urlaub muss man früh damit anfangen ;D und ein T-shirt mit dem Umriss des Mt. Snowdon.
Nach ungefähr einer Stunde Pause machen wir uns auf den Rückweg. Das erste Viertel des Wegs ist identisch mit dem Weg, den wir beim Aufstieg genommen haben. Der Abstieg ist nicht so schlimm, wie ich an manchen Stellen des Aufstiegs befürchtet habe. Klar, immer mal wieder kommen auch die Hände zum Einsatz, aber die Felsen sind wunderbar griffig, so dass kaum Rutschgefahr besteht.
Am Abzweig des Miners’ Track nehmen wir nun nicht diesen, sondern folgen dem Pyg Track. Dieser führt weniger steil nach unten, dafür stetig und womit wir irgendwie gar nicht gerechnet hatten, wirklich bis auf wenige Meter vor dem Parkplatz immer wieder über hohe Felsen und über Steine, da muss man sehr konzentriert bleiben und für Peters Knie, die schon wieder Probleme machen, alles andere als ideal.
Der Weg bietet aber natürlich wieder ganz andere Ausblicke als der Miners’ Track. Es ist wunderschön und wir lassen uns Zeit zum Fotografieren und zum genießen.
Gegen Ende hat man einen schönen Blick auf die beiden Seen bei Llanberis und den dortigen ehemaligen Schieferabbau.
Gegen 16 Uhr kommen wir dann ziemlich erschöpft, aber sehr zufrieden mit dieser schönen Wanderung wieder am Parkplatz an. Damit waren wir 7 Stunden unterwegs, inkl. einer Stunde Pause am Gipfel, das entspricht sowohl den Angaben im Rother Wanderführer, als auch den Angaben auf der Übersichtskarte am Parkplatz.
Wir fahren zurück nach Caernarfon, auf der engen Straße im National Park gibt es mal Kontakt zwischen Randstein und Felge (wie gesagt- zum Glück Mietauto), ansonsten kommen wir problemlos zum Supermarkt. Wie gestern beschlossen, gehen wir heute mal in den Morrisons. Ja, der ist tatsächlich größer als der ASDA, aber doch auch noch recht bescheiden. Uns fällt nur die ziemlich große Auswahl an Fertiggerichten (die wir ja im Urlaub auch hin und wieder nutzen) auf und es gibt meine geliebten Reese’s. Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten und dann geht es in das Ferienhaus.
Nach einer kleinen Pause gehen wir gegen 18 Uhr zum Chippie des Viertels, nur ein paar hundert Meter vom Haus entfernt. Es ist ein absolut schmuckloser Raum mit einer großen Theke hinter der sich alles Mögliche befindet, das frittiert werden kann. Wir entscheiden uns natürlich für die klassischen Fish and Chips inklusive Essigsauce. Für zwei (sehr große) Portionen bezahlen wir £ 10 und essen dann zuhause. Es schmeckt uns gut, der Fisch ist ein Fischfilet am Stück, nicht kleine einzelne Stückchen, wie man es in Deutschland in Restaurants bekommt, wenn man Fish and Chips bestellt. Die Essigsauce ist sehr dezent, da bin ich etwas verwundert, dass da oft so viel Aufhebens drum gemacht wird, von wegen nicht genießbar o.ä. ach ja, eingepackt war das Essen nicht in Zeitungspapier (wer hätte das gedacht? :)), sondern in eine Art weißes Wachspapier.
Wetter: teils sonnig, teils bewölkt, ca. 15°C (auf dem Gipfel des Mt. Snowdon 4°C)
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