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Eine Herbstwoche im Nordwesten von Wales (2018)
soenke:
Och nö!! Ich möchte noch mehr sehen von Wales >:( >:(
Tolle Küstenlandschaft, saftiges Grün, bunte Heidelandschaften, idyllische Orte und tolle Wanderrungen/Spaziergänge. Ich finde es super in Walesl !!
Zur Überraschung schreibst du gleich, dass Du noch eine Woche rangehängt hast ! ;D
Christina:
Leider gibt es keine überraschende Verlängerung :(
8. Tag – Donnerstag, 04.10.
Und schon ist er wieder da, der traurige letzte Urlaubstag!
Wir frühstücken, machen den Abwasch, packen die letzten Sachen ein und gehen dann noch mit dem Staubsauger durch die Räume, die Endreinigung muss zwar nicht von uns gemacht werden, aber zumindest besenrein wollen wir das Haus übergeben.
Gegen 9.30 Uhr starten wir dann in Richtung Flughafen. Den Hausschlüssel stecken wir wieder in die Key Box und geben Sian kurz per SMS Bescheid, dass wir nun das Haus verlassen haben.
Die Fahrt verläuft flüssig, je mehr wir uns Manchester nähern, desto voller wird dann aber die Autobahn. Gegen 11 Uhr machen wir eine kurze Kaffee- und Toilettenpause an einer Raststätte. Nach einer weiteren halbe Stunde Fahrt verlassen wir die Autobahn und folgen dem Navi zur von uns gestern Abend eingegebenen Tankstelle, diese darf laut Mietvertrag maximal 5 Meilen von der Abgabestation entfernt sein.
Nach dem Tanken will uns das Navi nochmal auf die Autobahn leiten und von der darauffolgenden Abfahrt zum Flughafen. Peter findet das nicht sehr sinnvoll und meint, da könne er doch genauso gut über Land fahren. Ich überlasse ihm die Entscheidung in solchen Situationen, wäre aber definitiv dem Navi gefolgt. Und kurz darauf zeigt sich, dass das die richtige Entscheidung gewesen wäre. Nach nur wenigen Minuten Fahrt erreichen wir eine Kleinstadt und dort herrscht entlang der gesamten Hauptstraße Stop and Go Verkehr, viele parken ein und aus, es gibt viele Ampeln und Fußgänger. Na ja, nicht so schlimm, ist ganz interessant zu beobachten und wir haben für die letzten Kilometer noch ca. eine halbe Stunde Zeit bis zum Autoabgabetermin.
Nach dem wir das Städtchen durchquert haben, läuft der Verkehr wieder. Und dann plötzlich, vielleicht 2 km vor dem Ziel, Rental Car Return ist auf Schildern schon angekündigt, ist die Straße ohne große Vorwarnung vollständig gesperrt, hinter der Sperre befindet sich eine riesige Baustelle und wir müssen davor abbiegen. Und nun? Es gibt keine Umleitungsausschilderung und das Navi will uns natürlich dauernd wieder an die gesperrte Stelle zurückführen. Es bleibt uns nichts Anderes übrig, als nach der Karte des Navi soweit wie möglich außerhalb der Baustelle in Richtung Flughafen zu fahren – nicht ganz einfach und die Uhr tickt. Ich wäre in so einer Situation völlig verloren und hätte nicht mehr zum Flughafen gefunden, zumindest nicht in angemessener Zeit. Aber Peter kommt damit ganz gut klar und irgendwann wagen wir es, wieder auf die Straße zum Flughafen zu fahren und juhu, hier ist keine Baustelle mehr und dann sind wir endlich am Ziel!
Laut Quittung, die wir bei der Abgabe bekommen, haben wir das Auto um 12.23 Uhr abgeben und eine Woche vorher um 12. 26 Uhr abgeholt- puh, das war eine Punktlandung. Und nach dem Stress bei der Anreise jetzt schon wieder so etwas!
Wenigstens gibt es keine weiteren Probleme bei der Abgabe. Wir sind in der Woche 911 km gefahren und waren mit dem Golf sehr zufrieden, auch am Autovermieter Avis gibt es nichts auszusetzen.
Wir nehmen den Bus zum Terminal. Check-in und Kofferabgabe sind am Lufthansa Schalter, an dem wir fast die einzigen sind, superschnell erledigt, nicht so ein Theater mit verschiedenen Automaten wie in Frankfurt. Genauso schnell sind wir durch die Sicherheitskontrolle.
Wie schon bei der Ankunft festgestellt, ist der Flughafen Manchester eher schon älter und relativ klein. Zumindest der Bereich rund um unser Abfluggate gefällt mir aber sehr gut. Es gibt einen zentralen Bereich mit Food Court und ein paar Geschäften und zwar solche in denen man als Normalsterblicher auch Einkaufen kann und nicht nur irgendwelche Luxusboutiquen wie zum Beispiel in Frankfurt. Wir geben unser letztes britisches Bargeld für Bücher und Wasser aus und trinken dann noch bei Starbucks einen Kaffee mit Blick aufs Rollfeld.
Mit 15 Minuten Verspätung hebt der Flieger gegen 15.10 Uhr Richtung Frankfurt ab. Diesmal haben wir eine 3er Reihe für uns alleine. Als Snack gibt es wieder das eher trockene belegte Brot und dann steht auch schon die Landung bevor.
Und wie kann es in diesem Urlaub anders sein, auch die Rückfahrt nach Hause verläuft nicht ganz problemlos. Als wir aus dem Parkhaus fahren, steht die Sonne so tief, dass die Schilder nicht mal ansatzweise zu lesen sind und das Navi ist noch auf der Suche nach einem Satelliten, so dass wir die richtige Auf- oder Abfahrt in unsere Richtung verpassen und eine Ehrenrunde wieder am Parkhausausgang vorbei drehen.
Das war dann aber auch die letzte Panne auf dieser Reise und gegen 19.15 Uhr sind wir wieder zu Hause.
Wetter: Caernarfon, Manchester – teils sonnig, teils bewölkt, ca. 15 °C
Frankfurt, Rheinhessen - sonnig
Fazit
Damit ist eine wunderschöne Reise zu Ende. Der Nordwesten von Wales ist sehr abwechslungsreich und man könnte locker nicht nur eine, sondern auch zwei Wochen hier verbringen, ohne dass einem langweilig werden würde. Das Wetter hat für die Gegend und Jahreszeit sehr gut mitgespielt, schade nur, dass es in den Bergen nur an einem Tag sonnig war. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass es nur wenige Touristen gab, voller war es nur am Wochenende im Snowdonia NP und das waren überwiegend Menschen aus den umliegenden Städten. Autos mit ausländischen Kennzeichen haben wir inklusive der Fahrten von und nach Manchester nur zwei gesehen (beides Deutsche, ein SUV und ein Womo), was an Mietautos herumgefahren ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber wir haben nur selten eine andere Sprache als Englisch gehört. Asiaten haben wir nur eine kleine Gruppe im Snowdonia NP gesehen.
Für 2019 hatten wir entweder Schottland, für den Fall, dass wir im Mai reisen können oder Wales für eine Reise im Juni (da ist es mir in Schottland zu voll) fest eingeplant. Nachdem nun aber (Mitte Februar) immer noch nicht klar war, wie und wann (und ob?) der BREXIT stattfindet, haben wir unsere Pläne geändert, auf irgendwelche Ungewissheiten habe ich keine Lust, da gibt es schon genug, die ich nicht beeinflussen kann. Alternativen gibt es ja genug (Azoren ;D) und GB läuft nicht weg.
Susan:
Hallo Christina,
herzlichen Dank für den interessanten Reisebericht, hat Spaß gemacht mitzufahren. Wales stand schon mit auf meiner Reisewunschliste und was du uns gezeigt hast, hat mir sehr gefallen und das nur bestärkt. Okay, bis auf die Bemerkungen über die engen Straßen ;) Warten wir mal den Brexit ab und sehen dann weiter...
Bin schon gespannt auf eure Erlebnisse auf den Azoren 8)
:danke:
Ilona:
Hallo Christina,
tja, die Fahrten zum und vom Flughafen standen unter keinem guten Stern, aber immerhin konntet ihr das Auto noch pünktlich abgeben und in Frankfurt angekommen kann man eine Ehrenrunde verschmerzen :cool2:.
Wales hat mir sehr gut gefallen und im Hinblick auf den Brexit würde ich derzeit nicht einmal einen Flug mit der BA buchen.
Die Azoren sind ein tolles Ersatzziel und ich hoffe, dass zu eurer Reisezeit das Hoch endlich mal dort bleibt, wo es herkommt.
:danke: für den tollen Reisebericht :beifall:.
Christina:
Ilona, Susan- danke fürs Mitfahren, Wales ist wirklich ein lohnenswertes Ziel und beim nächsten Mal hoffe ich auf ein paar mehr Bergwanderungen.
Bevor es auf die Azoren geht, gibt es vermutlich noch einen Kurzbericht über meine Woche auf Norderney, hauptsächlich Fotos.
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