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WoMo Tour Mai/Juni 2019 - Wiedersehen mit der Peloponnes
Paula:
So jetzt bin ich endlich auch mal wieder hinterhergereist, bei mir ist im Moment so viel los, ich komme zu nichts.
Und ich habe endlich was bekanntes entdeckt: in Mani waren wir auch und an die Bootsfahrt durch die Höhle kann ich mich noch sehr gut erinnern. Unser Guide hat uns damals auch auf Griechisch zugetextet und ich habe kein Wort verstanden, aber das ist ja auch egal, es ist eben ein riesiges Tropfsteinhöhlensystem und man sieht wirklich viel davon.
Dreifarbiges Zsaziki ist ja grauenhaft, dabei war das damals so ziemlich das einzige was immer gut war, damals gabs nur die Originalvariante.
Bei uns war damals auch nicht sonderlich viel los, also voll war es eigentlich nirgends.
Was mir wieder aufgefallen ist: wie gut die Strände überall aussehen, da scheint sich wirklich viel getan zu haben. Halbfertige Häuser haben wir wirklich überall gesehen, das war ein ganz normaler Anblick. Uns hat jemand erzählt dass man keine Steuern zahlen muss solange ein Haus nicht fertig ist, weshalb viele niemals fertig bauen....
Susan:
Die Campingclubs führen einen ja immer in Versuchung zum Beitritt mit Rabatten auf xxtausend Campingplätzen. Doch meist kriegt man die auch mit ADAC oder mittlerweile als Senior. Wir sind also wirklich nicht den oranjen beigetreten ^-^
Die Geschichte mit der Steuer bzw. nicht Steuer für halb fertige Häuser wurde uns seinerzeit auch erzählt. 8)
Christina, genau so ergeht es mir immer ::) Da will ich das Fotobuch, den Reisebericht machen oder auch einfach nur was zeigen und dann fehlen irgendwie Fotos.
Sorry, im Moment stockt es etwas. Wir haben endlich die Wohnung der Schwiegereltern auf dem Markt und sind eingedeckt mit Besichtigunsterminen
Susan:
8. Juni Tour nach Nafplio
Nach einem ausgedehnten Strandtag wird es mal wieder Zeit für eine Rollertour. 8)
Nafplio ist unser Ziel. Der Legende nach gründete Nauplios, ein Sohn des Meeresgottes Poseidon, die Stadt. Sie wurde mal in einer Handelsliste eines ägyptischen Pharaos erwähnt, hatte sonst aber in der Antike keine große Bedeutung und war schon 200 vor Chr. verlassen. Zu byzantinischer Zeit wurde dann ein neues Nauplia gegründet, das die für die Peloponnes übliche Geschichte wechselnder Besatzung von Osmanen und Venezianern erlitt. Nach der Unabhängigkeit von den Osmanen war sie dann von 1829 bis 1834 Hauptstadt des griechischen Königreichs.
Wegen des gemütlichen Frühstücks und einem erfrischendem Bad – mittlerweile haben wir sehr sommerliche Temperaturen hier – verpassen wir den Markt, der samstags und mittwochs in Nafplio stattfindet. Wir sehen nur noch Müllautos und Straßenfeger. Also geht’s gleich zum 216 m hohen Palamidi Felsen mit der gleichnamigen Festung, die wir ja schon bei der Anreise gesehen haben.
Der Legende nach führen 999 Stufen von der Altstadt hinauf zum westlichen Eingang. Tatsächlich sind es aber je nach Zählweise "nur" 847 bis 901 (reicht ja um ins Schwitzen zu kommen :girly: ) Der Weg ist oben ganz gut zu erkennen. Zu alten Festungszeiten bestand der jedoch nicht aus Stufen sondern einer überdachten Rampe.
Als wir jünger und dynamischer waren, haben wir die auch genutzt; heuer wählen wir den "Senioren-Eingang" im Osten, zu dem wir bequem mit dem Roller fahren können.
Der Hop-on-Hop-off Bus fährt ebenfalls dort hinauf. Der Eintritt zur Besichtigung kostet 8 Euro pP.
Die Palamidi-Festung ist relativ neu aus dem 17. Jhd. und wurde von den Venezianern erbaut. Sie wurde 1715 blutig von den Osmanen erobert, während des griechischen Unabhängigkeitskampf belagert und letztlich 1822 kampflos übernommen. Den Namen erhielt sie nach Palamedes, einem Helden der trojanischen Sage. Die Festung besteht aus acht Bastionen, deren Überreste alle ungefähr so aussehen, wie die unten im Bild.
Zudem gibt es Wehrgänge, Mauern, Torbögen und noch etliche Treppenstufen ;)
Das Westtor (dort wo die unzähligen Treppenstufen landen) und der weitere Eingang mit dem venezianischem Löwen als "Türschild" und der Glocke zur Kirche Agios Andreos, die in die Festungswälle gebaut ist.
Natürlich haben wir von hier oben auch tolle Aussichten.
auf das moderne Nafplio und das argolische Hinterland
hinunter zur Altstadt
und Hafen
Ich bin nicht sicher, ob die von den Griechen dann Miltiades genannte Bastion das Herzstück der Festung war. In den Jahren nach dem Unabhängigkeitskrieg diente sie als Gefängnis.
einer der Wehrgänge
Unterhalb des Felsens soll ein Wanderweg an kleineren Strandbuchten vorbei nach Karathona führen. Könnte interessant sein, haben wir uns jedoch noch nie angesehen.
Hin und wieder gibt es auch etwas, was uns als Aussichtsterrasse erscheint. Entweder sind wir da der Festung aufs Dach gestiegen oder hier standen mal Türme. ^-^
Von einer aus sehen wir dann auch den etwas niedrigeren Felsen in Nafplio mit einer zweiten Festung, der Akronauplia. Die ist älter als Palmidi, aber weniger erhalten.
Um diese Felsspitze herum führt ein Weg, den ich unter der Bezeichnung "Kakteen-Weg" gefunden hatte; die offizielle Bezeichnung ist wohl "Arvanitia". Den wollen wir mal abspazieren. Dazu rollern wir hinunter zum großen Parkplatz am Hafen, vom dem man auch gut in die Altstadt kommt. Wir gehen eine von Restaurants und Cafes gesäumte Hafenpromenade entlang, Boote sehen wir nur wenige.
dafür gut die Inselfestung Bourtzi. Wie die ähnlich benannte in Methoni liegt sie vor der Hafeneinfahrt, diente hier jedoch weniger zu deren Schutz oder als Leuchtturm. Sie war quasi das Alcatraz von Nafplio, Gefängnis und Wohnstätte des Henkers.
ein paar Ruinen der Akronauplia und Badebecken
Der Weg ist dann halb abgesperrt und ein Schild warnt vor Steinschlag :( Da jedoch einige Leute hier unterwegs sind, gehen auch wir das Wagnis ein. Kakteen gibt es tatsächlich reichlich zu sehen.
Nach der Beschreibung erwartete ich einen Leuchtturm und eine Kirche am Weg. Ersterer ist uns überhaupt nicht aufgefallen; spätere Recherchen zeigen dann nur eine Art Leuchtfeuer, das man auch mit einer Laterne verwechseln könnte ::) Von der Panagitsa Kirche haben wir zumindest das Kapellchen am unteren Eingang gesehen. 8)
Um die Ecke herum kommt dann Palmidi ins Blickfeld.
Etwas näher
Am Fuße des Felsens befindet sich eine Art Strandbad, das heute sehr gut besucht scheint, trotz Kiesstrand. Leider meldet dann meine Kamera "Akku leer" und es dauert eine Weile, bis mir einfällt, dass wir noch andere Geräte dabei haben, die Fotos schießen können :verlegen:
Daher keine weiteren Bilder von der Arvanitia, die uns sehr gut gefallen hat. Auch keine vom Ausgangspunkt der Treppe zur Palmidi-Festung oder dem sehr nett gestaltetem Restaurant dort am Fuß des Felsens, in dem wir den besten Frappe der ganzen Reise getrunken haben.
Immerhin gibt es ein paar Schnappschüsse aus der Altstadt.
keine Ahnung wie die Wasserflasche auf das Vordach kam und was sie dort zu suchen hatte :))
Syntagma Platz
Agios Nikolaos
Silv:
Süßes Kapellchen :) Erinnert mich irgendwie an das kleinste Postamt der Welt in Florida...
Christina:
Der Tag hätte mir auch gefallen - Festung mit Mauern, Torbögen, Treppen und einer tollen Aussicht, netter Kakteen-Spaziergang und die hübsche Innenstadt bzw. Altstadt als Abschluss mit leckerem Frappe.
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