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WoMo Tour Mai/Juni 2019 - Wiedersehen mit der Peloponnes

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Ilona:
Die Zugfahrt durch die Schlucht erinnert mich an den Kupfercanyon in Mexiko :adieu:.

serendipity:
Die Zugfahrt gefällt mir ausgesprochen gut, ich hätte auch nicht mit Skigebieten in Griechenland gerechnet  ;D

Da beneide ich euch immer ums Wohnmobil - bleiben, wo es schön ist bzw. wo es einem gefällt. Ich habe ja immer noch den Traum des Wohnmobils, wenn ich in Pension gehe.  :)

Silvia:
So, jetzt hab ich nachgelesen. Eine schöne Mischung aus Kultur und Natur  :thumb:

Susan:
Da mich Geschichte interessiert (ich denke die Menschheit könnte da viel mehr draus lernen als sie tut), muss auf unseren Reisen immer eine Prise davon dabei sein (der Gatte könnte auch mit Natur allein gut leben  ;)  )  Griechenland ist da natürlich ein Klassiker.  ;) Die Natur hat mich diesmal ein wenig überrascht, obwohl wir schon öfter dort waren. Hatte die Peloponnes nicht so gebirgig in Erinnerung.  8)


--- Zitat ---Da beneide ich euch immer ums Wohnmobil - bleiben, wo es schön ist bzw. wo es einem gefällt. Ich habe ja immer noch den Traum des Wohnmobils, wenn ich in Pension gehe.
--- Ende Zitat ---

Leider binden uns doch noch, selbst als Quasi-Rentner,  einige Verpflichtungen. Aber immerhin ist es schon herrlich, nicht mehr in den Ferien fahren zu müssen; sich kaum noch Gedanken um Reservierungen machen zu müssen oder über einen zu genauen Rückreisetermin (die Fähre außen vor gelassen). Gute Bekannte (ältere Kinder und leider schon verwaist) sind beinahe von April bis Oktober ständig mit dem WoMo unterwegs. Das wär mir ehrlich zuviel, wann sollten wir dann unseren schönen Garten genießen?

Susan:
17. bis 19. Juni   Heimfahrt mit Hindernissen

Griechischer Pfingstmontag und unser letzter Tag. Die Fähre soll am frühen Abend auslaufen. Auf dem Campingplatz ist immer noch viel los mit Ankommenden, da wollen wir unseren Stellplatz nicht länger als nötig besetzen. Außerdem ist das Wetter nicht gerade strandfein.
Wir beschließen, statt auf direktem Weg nach Patras zu fahren einen Schlenker durchs Gebirge zu machen. Vielleicht können wir ja noch das Felsenkloster besuchen oder am Zachlouro Bahnhof anhalten und wenigstens ein Stück der Wanderung entlang der Bahnstrecke gehen.


am Golf von Korinth entlang



Dann biegen wir ab ins Gebirge. Die Landstraße ist gut ausgebaut und ruckzuck gewinnen wir Höhe.







Schon an der Zufahrt zum Kloster steht, dass es heute für Besichtigungen geschlossen ist. Wir finden leider auch keine Zufahrt zu besagtem Bahnhof (zumindest keine, die halbwegs nach Straße aussieht). Es gibt kaum Haltebuchten und von den wenigen ist nirgends die Schlucht zu erahnen, durch die der Zug gefahren ist.



Ohne größeren Zwischenstopp erreichen wir Kalavrita und, da wir dort auch nichts weiter anzusehen wissen, gondeln weiter westwärts durch die Berge. Interessante Gegend, doch ich habe keine Informationen darüber, was man dort als Tourist machen könnte. Wandern vielleicht? Hier und da gibt es einen Hinweis zu einem einsamen Kloster, sonst nix. Zumindest ist das Wetter hier besser als am Meer.







Was uns noch auffällt, sind Einheimische mit Pickups voller Kanister, die sie an Quellenbrunnen neben der Straße mit Wasser füllen.





Schließlich geht's bergab und Patras kommt in Sicht.



Wir tanken nochmal voll ( der Sprit ist hier billiger als in Italien) und fahren dann zum Hafen. Es ist zwar erst kurz vor 15 Uhr, doch wir könnten ja schon mal einchecken.

Die Bergetappe

Einchecken können wir tatsächlich schon, doch der Ticketbeamte warnt uns, dass das Schiff wohl vier Stunden Verspätung hat. Na, toll  :o Als kleines Trostpflaster bekommen wir Gutscheine für die Cafeteria; allerdings nichts besonderes: jeder eine Flasche Wasser und ein Gebäckstück.  Was also tun mit dem angebrochenen Tag? In der Stadt wird heute am Feiertag nichts los sein, dafür wohl umso mehr an den umliegenden Stränden. Der Gatte wollte gleich ins Hafengelände reinfahren, ich war mir aber nicht sicher, ob man dann noch zur Cafeteria (und damit zum WC) kommt. Die Schweizer hinter uns hatten das schon versucht, vor 18 Uhr lassen uns die  Grenzbeamten aber nicht hinein.
Immerhin hat das Abfertigungsgebäude ein paar nette schattige Außensitzplätze und einen Shop mit halbwegs aktuellen Zeitschriften. So schlagen wir dort die Zeit tot; bzw. ich, der Gatte hält derweil ein ausgedehntes Mittagsschläfchen.  8)

Gegen 18:30 Uhr fahren wir dann ins abgesperrte Hafengelände. Dummerweise weiß aber keiner so recht, welchen Liegeplatz unser Dampfer bekommen soll. Die einen sagen Mole D, die anderen C; da waren die Italiener besser organisiert. Statt lecker Fisch im Bordrestaurant gibt es ein Dosensüppchen zum Abendbrot und wir halten Ausschau nach der Fähre.


Sonnenuntergang


Himmelsfärbung


blaue Stunde
und kein Schiff in Sicht  :(

Dann endlich doch so eine Silhouette am Horizont, ist aber leider das falsche. Mein in der Kindheit mit Schlagern bedudelte Gehirn kramt einen alten Song aus: "ein Schiff wird kommen..." wenigstens passend von einer griechischen Sängerin Nana Mouskouri  ::)  (einmal mehr bin ich erstaunt bis erschüttert, was ich da oben so alles abgespeichert habe  :P )

Mittlerweile sind die wartenden mehr geworden und offenbar scheinen wir doch von Mole C abzufahren. Es nähert sich die elfte Abendstunde, als dann doch endlich die Cruise Europa anlegt; eigentlich sollten wir seit vier Stunden unterwegs sein.  Das Ent- und Beladen geht dann relativ zügig. Wir gönnen uns noch ein Schlummertrunk-Bier in der Bordbar und gegen 1 Uhr Dienstagmorgen legen wir endlich (mit 6 Stunden Verspätung) ab. 

Das Ganze wäre halb so wild, wenn wir nun nicht auch ziemlich spät in Italien ankommen würden  ??? Welcher Campingplatz hat denn noch um 22 oder 23 Uhr auf? Und an der Autobahn möchte ich in Italien nun gewiss nicht übernachten. Auch wenn eher in Südfrankreich und Spanien von Überfällen und Aufbrüchen berichtet wird. Nun, an Bord hat man eh nicht viel anderes zu tun als zu entspannen und zu ruhen, so dass wir eine Nachtfahrt einplanen können. Ruhen tun wir denn auch, schade nur, dass es dafür keine Liegestühle gibt.



Wir kommen doch noch zu unserem feinem Abendessen im Bordrestaurant. Auf den letzten Seemeilen begleitet uns ein toller Vollmond.




und mit P900 Tele
gar nicht so einfach abzulichten vom fahrenden und schwankenden Schiff



Anlegen in Ancona gegen 23 Uhr; das Schiff und einige der Mitreisenden fahren noch weiter nach Venedig. Wir brummen durch die Nacht nach Lörrach. Dabei habe ich wieder die "Hundsschicht" gewonnen, inkl. Fahrt um Mailand herum und die durch den Gotthardt-Tunnel. Pünktlich zum (späten) Frühstück sind wir in Lörrach, beim Drei-Länder-Camp. Den Rest des Tages verbummeln wir, ehe es Fronleichnam weiter geht zu unseren Freunden im Odenwald.


Fazit:
Es war interessant nach so vielen Jahren die Peloponnes mal wieder zu sehen. Neben altbekannten sahen wir auch einiges Neues und es bleibt noch das ein oder andere zu entdecken. Die Anschaffung des Rollers hat sich auch hier wieder bezahlt gemacht, es ist angenehm ohne das Dickschiff auf Entdeckungsreise zu gehen. Im Wandern waren wir ein wenig faul diesmal, das wird sich (hoffentlich) beim nächsten Mal ändern.  :floet:  Die Reisezeit fanden wir auch sehr angenehm, selbst wenn wir anfangs ein wenig die südliche Wärme vermisst haben.  8) Jedenfalls wird uns Griechenland bestimmt bald wiedersehen.

Vielen Dank für's Mitlesen, ich hoffe, ihr hattet Spaß daran!





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