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"Die unglaubliche Geschichte" Washington und Oregon im Juni 2013

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soenke:
Hallo Paula und Silvia,

--- Zitat ---das ist jetzt blöd weil ich nicht weiß ob ich mich geschmeichelt oder auf den Schlips getreten fühlen soll. Wer oder was ist bitte ein Gnusch?
--- Ende Zitat ---

Also in Norddeutschland bezeichnen wir Gnusch als Fleisch, was sehr zäh und hart ist und auch durch langes Kauen nicht klein zu bekommen ist.
Liebe Paula, das habe ich selbstverständlich liebevoll als Kompliment gemeint ! >:D   :))

16.06.2013 Sonntag 

So, heute klingelt der Wecker um 6 Uhr 30. Duschen und Frühstück im Hotel, was aber nicht so dolle ist.
Heute ist Wandertag in der Columbia Gorge angesagt.
Gegen 8 Uhr erreichen wir den Parkplatz des Oneonta Trailheads. Hier beginnt der Trail zu den Triple Falls.
3,6 Meilen, also ca. 5,5km. Der Trail führt von Beginn an stetig bergauf und wir kommen schnell ins Schwitzen.
Der Weg führt durch Wald. Bald kommen wir zu der Gabelung, wo es rechts hoch weiter zu den Triple Falls geht und links runter zu den Oneonta Falls, die wir zuerst besuchen. Nicht überragend, von daher kein Foto.
Dann den Weg wieder zur Gabelung zurück und dann hoch zu den Triple Falls. Dummerweise laufen direkt vor uns eine südamerikanische oder mexikanische Familie, bestehend aus 10 Personen, davon 8 Kindern. Die schreien und machen Blödsinn und vor allem lassen die uns auf dem schmalen Weg nicht vorbei.
Etwas genervt laufen wir brav hinter ihnen. >:(
Dann erreichen wir auch schon diesen dreifachen Wasserfall, der uns sehr gefällt. Missfallen tun uns aber die weiterhin schreienden Gören. (Pardon). :o



Wirklich sehr schön hier. Auf dem nächsten Bild seht ihr eine Brücke, wo wir noch hinlaufen und gleichzeitig ist es unser Umkehrpunkt:



Dann geht es auf gleichem Wege wieder zurück zum Auto. Runter geht es natürlich viel schneller.
Zeitaufwand für die 3,6 Meilen: 2 Stunden und 15 Minuten mit Pausen

Weiter geht es zu den Horsetail Falls. Der Parkplatz ist mal wieder voll. Ein kurzer Weg führt zu den Falls:



Von hier startet noch der Trail zu den Ponytail Falls, ein 0,8 Meilen langer Weg führt natürlich ziemlich steil bergauf. Kurz vor dem Wasserfall hat man eine schöne Aussicht :



Und dann erreichen wir auch schon den Wasserfall:



Auch hier führt ein Weg hinter die Fälle, was immer ein Besonderes Erlebnis ist, zumindest wenn man Wasserfälle mag: ;)



Nach 45 Minuten sind wir wieder am Auto. Uns ist es mal wieder viel zu voll hier und wir entschliessen uns für eine spontane Planänderrung.
Wir wollen zum Mount St. Helens fahren!! Von der Streckenführung macht das keinen Sinn und falls ihr eine ähnliche Reise plant natürlich nicht zu empfehlen.
Es sind nämlich ca. 2,5 Stunden Fahrt dorthin und wir müssen dann noch 2 Stunden wieder zurück nach Troutdale. Warum haben wir das gemacht?
Zum einen ist der Wetterbericht für die nächsten Tage mies mit Regen und heute scheint die Sonne !
Den Mt Helens sollte man nachmittags besuchen, da dann die Lichtverhältnisse besser sind ! (Westseite)
In der Columbia Gorge ist es zu voll heute am Sonntag!
Und vor 2 Tagen  sind die Forest Strassen 30, 90 und 25 für den Verkehr komplett freigegeben worden, was uns ermöglicht auch so zum Mt Rainier zu kommen und zwar durch den Gifford National Forest und nicht über die Highways.
Genug Argumente für uns diese lange Fahrzeit in kauf zu nehmen.
Wir steuern aber den Mt St Helens von der Westseite her an. Die Ostseite (Windy Ridge Road 99 ist noch gesperrt).
Gegen 15 Uhr erreichen wir das Gebiet um den St Helens. Aber oh nein, es ist grau in grau am Himmel und es ist recht kalter Wind.
Oh nein. Haben wir etwa alles falsch gemacht heute? :'(

Wir steuern die ersten Viewpoints an z.B. Elk Rock und Castle Rock Viewpoint:



Ganz nett, aber irgendwie kommt bei uns keine grossartige Stimmung auf.
Links im Bild seht ihr den Coldwater Lake:



Wir sind ein wenig enttäuscht und fahren zu diesem See. Dort laufen wir einen kleinen Trail, der uns aber mit dieser Aussicht auch nicht begeistern kann:



Am See setzen wir uns auf eine Picknickbank und packen unser Obst und ein Stück Torte aus.
Hmmmm.... lecker. Wir haben für euch auch etwas übriggelassen. Mangos und Torte.
Ihr sagt, das reicht nicht? Oh doch. Die Torte ist so süß und nach zwei Bissen ist man satt, weil die einen so vollstoppft. Also, langt zu! 8)



Ganz ehrlich haben wir kurz überlegt die Rückfahrt anzutreten und unsere Planänderrung für "gescheitert" zu erklären, aber plötzlich kommt die Sonne raus und wir entscheiden zum vorletzten Viewpoint zu fahren, dem Loowit Viewpoint.
Und ab hier sind wir vollauf begeistert und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Vulkan zieht uns in seinen Bann und Gänsehaut überstömt unseren Körper:





Diese Mischung aus Mondlandschaft und neu erblühender Natur ist phantastisch, auch wenn über den Vulkan eine beharrlich nicht zu weichende Wolke trohnt. Aber das hat trotzdem was!







Am Loowit Viewpoint führt ein Trail (Namen weiss ich leider nicht) entlang, den wir so 500 Meter weit gehen.
Schon krass, was für Spuren dieser verheerende Ausbruch 1980 hinterlassen hat :



Dann laufen wir wieder zurück und können uns aber gar nicht von den Ausblicken trennen:



Dann fahren wir weiter zum Ende der Strasse, wo das Johnston Ridge Observatory ist. Ein riesiger Parkplatz ist vorzufinden. Der Annual Pass ist hier gültig. Den mus man im Visitor Center vorzeigen und dort erhält man ein gelbes Band, was man die ganze Zeit am Arm tragen muss.
Wir laufen dann so 2km einen Trail entlang mit weiterhin atemberaubenden Ausblicken.


Eine unwirkliche Landschaft tut sich vor uns auf:



Die Lavaschneise ist gut zu erkennen und es ist schon beängstigend mit welcher Wucht die Lavamassen sich damals ihren Weg das Tal runter gesucht haben.



Ich kann euch nur ein paar Eindrücke über diese Fotos rüberbringen, aber vor Ort war es noch tausendmal geiler, geheimnisvoller und mystischer.



Perfekt wäre es nur noch gewesen, wenn sich diese blöde Wolke mal aufgelöst hätte, aber das tut unserer Begeisterung für diesen Ort keinen Abbruch:

Wir halten uns an den letzten beiden Viewpoints fast 3 Stunden auf und als die Sonne hinter den Bergen verschwindet fahren wir wieder zurück.
Aber plötzlich löst sich die Wolke doch noch auf (bis auf 2 Kleine) und wir haben diese Sicht wieder am ersten Viewpoint angelangt:



Dann geht es die lange Fahrt wieder zurück nach Troutdale, was wir aber in 1:45 schaffen, okay, etwas schneller sind wir schon gefahren, als man darf.

Wir haben im Nachhinein keine Sekunde bereut diese Fahrzeit in Kauf zu nehmen und für mich eines der Top Highlights dieses Urlaubes. Dafür waren die Eindrücke vor Ort nach anfänglichen Schwierigkeiten zu unbeschreiblich schön und vor allem interessant.

Gegen 21 Uhr 30 erreichen wir Troutdale und essen noch bei KFC und dann ab ins Hotel:

Ausblick für morgen. Sage ich lieber nicht, sonst lesen Einige nicht weiter und die anstrengenste Meile dieses Urlaubes ! Insgesamt laufen wir so 17km.

LG Sönke




Silv:
Jetzt dachte ich: Oh, es gibt was Gesundes - Obst! Aber die Torte hebt die Vitamine ja wieder auf.... :zwinker:

Schööööne Bilder mit den bunten Blümchen.

Wir sind doch schon 18 km gelaufen - da schaffen wir die 17 doch locker!

Paula:
Wahnsinn sieht der Lavafluß beeindruckend aus!  O0 Diese Tour zum Mount St. Helens ist genau nach meinem Geschmack, ihr habt auch genau die richtige Jahreszeit erwischt mit diesen Blümchen sieht es noch viel faszinierender aus.
Ich finde nicht dass die Wolken groß stören, die Fotos sehen mit den Wolkenformationen viel dramatischer aus.

Mit meinem schwarzen Kaffee hat der süße Kuchen sehr gut geschmeckt, danke dass du mir so viel übrig gelassen hast   :))

Andrea:
Sönke, langweile ich dich, wenn ich schon wieder schreibe, dass mir dieser Tag sehr gut gefallen hat?  :strahl:

Ilona:

--- Zitat von: soenke am 16. Juli 2013, 09:58:59 ---

--- Ende Zitat ---

Und das Leben ist doch eine Blumenwiese  :beifall: :beifall: :beifall:. Wer braucht da noch ne süße Torte :toothy9: ?

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