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Trinken, trinken, trinken - ein Kurztrip nach Karlsbad
Birgit:
Joah, prost! Ich steh so gar nicht auf Magenbitter, aber Kult ist es irgendwie.
Nun gut, es gibt noch genug anderes zu trinken, das habe ich getan!
Birgit:
Da es ohnehin nur so eine sehr, sehr kurze Reise war, mache ich es mal spannend, indem ich den folgenden Tag aufsplitte. Also hier kommt der Vormittag...
Samstag, 20.7. Abstecher nach Loket
Heute soll es sonnig und heiß werden. Ich lasse es ruhig angehen und stelle mir keinen Wecker. Schließlich gibt es bis 10.30 Uhr Frühstück.
Nun gut, auch der Speiseraum ist eher sehr nüchtern, das Frühstück bietet aber Lachs und Rührei und Palatschinken und verschiedene Käsesorten und sauleckeren Naturjoghurt. Ich werde satt.
Ich beschließe, nach Loket zu fahren. Ich habe keine Ahnung, was es dort zu sehen gibt, aber das Örtchen wird einstimmig gelobt in meiner Facebook-Gruppe, in der ich mir die Karlsbad-Threads nochmals herausgesucht habe.
Nach 20 Minuten Fahrt bin ich schon da und parke vor den Toren der Stadt auf einem noch leeren Parkplatz und mache mich zu Fuß gespannt auf den Weg.
Ich stelle fest, dass die mittelalterliche Altstadt von Loket in einer fast geschlossenen Schleife der Eger liegt. Das Örtchen ist schnell umrundet und durchlaufen. Man muss sich nur entscheiden, ob man auf einer der wenigen Straßen gerade hindurchlaufen will, ob man innerhalb der Stadt oder auf der anderen Seite der Eger zu Fuß um sie herumlaufen will. Ich entscheide mich für eine Kombination aus allem.
Ich genieße Anblicke und Ausblicke, besuche die Burg und kehre mittags ein um einen Palatschinken zu essen und eine Limonade zu trinken.
Schade nur, dass man in diesem Lokal durch geschäftstüchtiges Gebaren einer blöden Atmosphäre ausgesetzt wird. Kunden, die nur etwas trinken wollen, werden zur Eile angetrieben oder abgewiesen. Ich lästere ein wenig darüber mit dem Paar am Nebentisch, die hier Urlaub machen.
Übrigens: Natürlich sind viele Touristen in Karlsbad und in Loket, vor allem Deutsche und Russen, aber im Gegensatz zu Prag laufen hier keine Vereine oder Junggesellenabschiede auf Sauftour durch die Gegend.
Nach etwa 3 Stunden gemächlichen Schlenderns mit Pausen habe ich den Ort von allen Seiten gesehen und mache mich auf den Rückweg.
Christina:
Loket gefällt mir gut - ich stelle gerade fest, dass ich mich nie näher mit dieser Gegend beschäftigt habe, dabei sind es ca. 450 km von uns (musste ich gerade mal nachschauen), also ähnlich wie an die Nordsee, das hatte ich mir viel weiter vorgestellt.
--- Zitat von: Birgit am 23. Juli 2019, 22:24:55 ---
Schade nur, dass man in diesem Lokal durch geschäftstüchtiges Gebaren einer blöden Atmosphäre ausgesetzt wird. Kunden, die nur etwas trinken wollen, werden zur Eile angetrieben oder abgewiesen. Ich lästere ein wenig darüber mit dem Paar am Nebentisch, die hier Urlaub machen.
--- Ende Zitat ---
Das war in Venedig auch so, selbst wenn noch viele Tische frei waren, zur Mittagessenzeit musste man etwas zum Essen bestellen oder wieder gehen. Ähnlich zum Teil in der Provence, da war es sogar manchmal so, dass wenn zwei Personen essen wollten, aber nur noch ein Vierertisch frei war, die zwei abgewiesen wurden, weil man hoffte, dass noch eine Vierergruppe kommt.
Birgit:
Ja, die am Nebentisch haben das so über die Türkei berichtet...
Birgit:
Immer noch Samstag, 20.7. Zurück nach Karlsbad
Auch in Karlsbad gehe ich nochmal in die Stadt, gestern war es ja schon spät und bedeckt, sodass ich Karlsbad nochmals in voller Sonne genießen möchte.
Gestern Abend waren die Läden schon geschlossen, heute kann ich Kitsch und Kram ausführlich bewundern, besonders die vielen Trinkgefäße für das Kurwasser, die dringend empfohlen werden statt schnöder Flaschen.
Nach 2 Stunden habe ich auch hiervon genug und verziehe mich nochmals in die Sauna und dann zum Schläfchen in mein Zimmer.
Hoppla, nun wird es aber Zeit. Hier werden die Bürgersteige dann doch eher früh hochgeklappt, sodass ich zusehen muss, dass ich noch etwas zu essen bekomme. Nicht sehr einfallsreich, aber auf Pizza habe ich keine Lust, und so wird es wieder eine halbe Ente, diesmal mit einem Slivovitz zur Verdauung hinterher.
Auf dem Rückweg sehe ich, wie im Pupp die Tischdecken auf den Tischen gebügelt werden, sowas ist mir nicht vergönnt in meiner profanen Bleibe.
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