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Sardinien – Reise zu den Megalithbauwerken

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Heike Heimo:

--- Zitat von: Ilona am 10. Oktober 2019, 14:41:26 ---
--- Zitat von: Heike Heimo am 09. Oktober 2019, 20:29:18 ---Die Schlucht war schön, aber wer schon im Südweste der USA war........... ;D
--- Ende Zitat ---

Klar, aber das ist dennoch ein würdiger Ersatz :beifall:. Schon alleine wegen der Schlucht könnte ich mich mit Sardinien anfreunden. Die Megalithbauwerke wären mir hingegen egal  :verlegen:.

--- Ende Zitat ---

Die gesamte Schlucht kann von oben her durchschritten werden. Es bedarf aber einen Führer, da viele Stellen nur mit dem Seil überwunden werden können

Heike Heimo:
27.06.2019     Santa Maria Navarrese - S'Ena e Sa Chitta

Wir verließen Santa Maria Navarrese Richtung Landesinneren. Erstes Ziel war die Nuraghensiedlung S’Arcu e is Forros. Sie liegt zwar direkt an der Schnellstraße, der Feldweg zum Gelände ist aber mit einem normalen PKW nur mit großem Risiko für Reifen und Unterboden befahrbar. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg. Unzählige Fliegen begleiteten uns. Als dann noch 12€ Eintritt verlangt wurde und die Fliegen immer lästiger wurden. Drehten wir um und entschieden weiter zu fahren.



Etwas weiter nördlich befinden sich die Tombe di Giganti di Madau. Mehrere Gigantengräber sind hier nebeneinander. Teilweise sind sie nicht fachmännisch rekonstruiert.



Sie liegen eingebettet in einer Wiesenlandschaft. Sehr ruhig.







Über Nuoro fuhren wir nach Orune. Ein großer Ort spektakulär auf einem Berg in knapp 1000m Höhe im Nirgendwo. Von weitem zu sehen. Von was die Leute hier leben würde mich interessieren. Trotz der Höhe hatte es 35°C. Unweit vom Ort ist die Anlage Su Tempiesu.

Sie kann nur über einen Weg hinunter in einen kleinen Taleinschnitt zu Fuß erreicht werden. Auf dem Weg werden die örtlichen Pflanzen und ihre Wirkung beschrieben. Die Anlage wurde, wie so oft, zufällig bei Bauarbeiten für Terrassen zur landwirtschaftlichen Nutzung entdeckt. Sie ist eines der am besten erhaltenen Brunnenheiligtümer Sardiniens.





Es ist gut zu sehen, wie exakt geplant und gearbeitet wurde. Man bekommt eine Ahnung, wie die Gebäude ausgesehen haben könnten.





Die Anlage besitz neben dem Brunnengebäude, eine zweite kleine Brunnenkammer außerhalb, vielleicht für die „normalen“ Bürger

   

Unterhalb der Anlage befand sich ein Badebecken. Es war angenehme ruhig hier, mit einer schönen Sicht in die Landschaft.



Hinauf zum Parkplatz und dem kleinen Museum war es bei diesen Temperaturen nicht so angenehm.

Auf dem Weg zur Küste besuchten wir noch das Gigantengrab S’Ena ’e Thomes.



Am Nachmittag erreichten wir den Ort S'Ena e Sa Chitta und unsere Unterkunft für diese Nacht das B&B Locanda FarOrientale. Es liegt am weißen Sandstrand von Capo Comino.



Die Gastfreundlichkeit war auch hier wieder zu spüren. Der Sohn des Hauses hatte Geburtstag. Natürlich wurden wir zur Feier eingeladen.

Heike Heimo:
28. und 29.06.2019     S'Ena e Sa Chitta – Olbia - Livorno – Heimfahrt

Der letzte Tag auf Sardinien brach an. Wir machten es uns bis zum frühen Nachmittag am Strand gemütlich. Es sah hier fast wie in der Karibik aus.







Noch ein spätes Mittagshäppchen bevor es los geht.



Die Fahrt nach Olbia verlief ereignislos. Wir hatten noch einige Zeit, so beschlossen wir noch ein letztes Brunnenheiligtum den Pozzo Sacro Milis auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes in Golfo Aranci zu besuchen. Es wurde ebenfalls bei den Bauarbeiten des Bahnhofes entdeckt und teilweise überbaut. Der Eingang und die Brunnenkammer bestehen noch. Er ist der Brunnen mit der längsten Stiege zur Brunnenkammer auf Sardinien.



 

Wenn der Bahnhof weggedacht und die Aussicht genossen wird, ist es vorstellbar wir dieser Ort gewirkt haben muss.



Wir hatten noch immer genügend Zeit und fuhren noch ein Stück entlang der berühmten Costa Smeralda. Wir tauchten ab in eine andere Welt. Hotelgetto, um Hotelgetto verbauten die Küste alles war extrem touristisch ausgebaut. Ganz anders als das Land, dass wir in den Tagen davor kennenlernen durften.

Pünktlich waren wir am Hafen. Nur unser Schiff hatte, wahrscheinlich wie üblich, 2 Stunden Verspätung. Dann tauchte am Ende der Bucht eine schwarze Rauchfahne hinter einem Berg auf. Zuerst dachte ich es brennt. Doch es war unser Schiff, das in die Bucht einfuhr.





Das Einschiffen und der Kabinenbezug gingen wieder rasch und professionell ab.

Die Rauchfahne bei der Einfahrt in den Hafen von Livorno.



Mit der Rückfahrt nach Österreich ging eine sehr interessante Reise in ein äußerst gastfreundliches Land zu Ende. Vielen Dank für das Mitreisen und euere Ausdauer bei den vielen Besichtigungen.

Christina:
Vielen lieben Dank für den Bericht! Mit Sardinien hatte ich mich bisher noch nicht näher befasst, nur hin und wieder mal was gelesen und gehört, das ging aber alles eher in Richtung Meer, Strand und Felsen, vom Landesinneren und den Megalithbauwerken war nie die Rede. Daher war es interessant, mal einen ganz anderen Eindruck von der Insel zu bekommen, wobei ich zugeben muss, dass mein Interesse an den alten Bauwerken wesentlich geringer ist, als eures, daher würde ich bei einem Besuch von Sardinien sicherlich nur eines oder zwei davon ansehen.

Die schwarze Rauchfahne der Fähre sieht tatsächlich ziemlich ungesund aus, so etwas ist mir bisher bei Fähren noch gar nie aufgefallen, letztes Jahr z.B. haben wir in Wales einige Fähren von und nach Irland beobachtet, da gab es keinen schwarzen Rauch, merkwürdig - aber mit Schiffen kenne ich mich eh nicht aus.

Silvia:
Auch von mir ein herzliches Dankeschön  :danke:

Sardinien steht ja schon länger auf meiner Wunschliste, aber mit deinem Bericht hast du diese Insel ein Stück weit nach vorne geschubst. Vielen Dank für die vielen Megalithbauwerke, ich finde die absolut faszinierend.

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