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Kuba 2017 - Ein karibisches Paradies in Armut versunken

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Heike Heimo:
06. – 09.11.2017   Havanna – Teil 1

Der Morgen beginnt mit einem Ausblick auf das Meer von meinem Zimmer Richtung Malecon




 
Zu beachten ist der Verkehr auf dem mehr spurigen Straße zur „Stoßzeit“

Der Hausherr ist da und wir sprechen über Kuba und das Leben hier. Er ist Ingenieur hat aber keinen Job. Seine Frau arbeitet in einem Ministerium.

Von Wohnzimmer gibt es einen guten Blick auf das Tagungshotel Meliã Cohiba.



Ebenso auf die Stadt.



Da es sich um ein Hochhaus handelt, war es erforderlich mit dem Lift zu fahren. Da es laufend Stromausfälle gab, mit unterschiedlicher Dauer, war das wie Roulette. Ich hatte immer Glück und brauchte nie im dunklen ausharren.

Der Grund für die Stromausfälle war Hurrikan Irma. Durch den Hurrikan war hier die ganze Gegend überschwemmt. Noch nie hatten Wellen die Brandungsmauern des Malecon überwunden. Der Sturm hat im ganzen Norden der Insel schwere Verwüstungen hinterlassen. Die gesamten Ressourcen des Landes wurden zur Wiederherstellung der Infrastruktur zu den Touristenzentren herangezogen.  Darauf waren die Kubaner während der Tagung auch sehr zurecht sehr stolz. Dafür blieben viele andere Dinge für die Bevölkerung auf der Strecke. Der Hurrikan hatte genau vor dem Beginn der Hauptsaison zugeschlagen.

Die Tagung fand im Meliã Cohiba statt. Hier wird versucht einen gehobenen westlichen Standard zu erreichen. Im Hotel kann auch Geld gewechselt und Berechtigungskarten für das Internet erworben werden. Der Anschluss ans internationale Netz ist aber schlecht und daher ist die Leistung gering. Internet gibt es in den Städten nur auf ausgewählten Plätzen. Am ehesten im Bereich des Hauptplatzes oder in Internet-Cafes.

Geldwechsel sollte nur von Euro auf CUC durchgeführt werden. Wer Dollar wechselt oder die Kreditkarte verwendet, wird auch in Dollar abgerechnet, erhält einen 10%igen Strafabschlag auf das Wechselgeld. Wer durch das Land reist sollte ausreichend Bargeld mithaben. Kreditkarten werden zum Wechseln nur selten akzeptiert. Die Casas Particulares nehmen überhaupt nur bares. Euro werden gerne genommen, wenn die CUC´s einmal ausgehen.

In Kuba sind auch private Gasthäuser zugelassen worden. Hier verhält es sich wie im ehemaligen Ungarn. Die staatlichen Häuser, außer man ist ein Sparmeister, sowie Hotels meiden, und die privaten aufsuchen. Die Preise in den privaten Lokalen, sind auf mitteleuropäischen Niveau. Dh. Kuba ist kein billiges Urlaubsziel.

Die zwei typischen Biersorten hier:



Die ersten beiden Tage standen Sitzungen auf dem Programm. Die Kubaner bemühten sich, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Vor dem Hotel warten private Fahrer auf Kundschaft.



Rechts das Hochhaus mit der CASA Isabel.



Am zweiten Tag endeten wir etwas früher. So ergab sich die Möglichkeit Havanna genauer zu erkunden. Ich machte mich zu Fuß auf den Weg Richtung Zentrum. Zuerst entlang des Malecons. Hans hat mich gewarnt hier auf jeden Schritt zu achten. Es gibt hier große und kleine Löcher aufgrund von Unterspülungen. Wer hier hineinfällt ist weg. Tatsächlich tauchen diese Löcher auf. Daher beim Gehen auf den Weg blicken.

Ein verfallenes Stadion.



Die amerikanische Botschaft.



Das zweite Top Hotel der Stadt mit schöner Parkanlage liegt auf einem kleinen Hügel über dem Meer.





Eine Panne mitten auf einer Hauptverkehrsstraße. Da kein Verkehr ist, kein Problem.



Ein typisches kubanisches Polizeifahrzeug.

Silke:

--- Zitat von: Christina am 13. November 2019, 18:23:20 ---
--- Zitat von: Silke am 12. November 2019, 21:22:34 ---
Du kannst dich fast überall frei bewegen, nur an ein paar Punkten brauchst du einen Guide. Wir haben dort tolle Wanderungen gemacht. An einer Stelle hätten wir einen Guide gebraucht, da konnten wir die Kontrolleure aber überzeugen, dass wir allein gehen dürfen.
Und wir haben nie gehungert und gedurstet. Für Devisen bekommst du alles, was du brauchst.

--- Ende Zitat ---

Na ja, ich habe eben schon Reiseberichte von Selbstfahrern gelesen (weiß leider nicht mehr wo, wann, wer), die oft in den Supermärkten standen und es gab nur Limo, kein Wasser und auch kaum Lebensmittel (gut, ich denke, verhungern wird man nicht, da findet sich immer was).
Schön zu hören, dass man auch alleine in die Natur und Wanderungen machen kann, da hatten sich die Leute dann wohl nicht ausreichend informiert.

Es gab vor ein paar Jahren eine "Wunderschön" Sendung im WDR, da ist das Fernsehteam individuell mit dem Mietwagen unterwegs gewesen und es hat mich auch nicht so richtig überzeugt, die hatten sehr häufig Probleme den richtigen Weg zu finden, dann war mal die gebuchte Unterkunft doch nicht frei und sonstige Probleme.

Aber mal sehen, was Heimo noch schreibt.

--- Ende Zitat ---
Mit den Unterkünften hatten wir nie Probleme. Wir hatten aber auch fast ausschließlich diese Privatunterkünfte gebucht. Und die bieten dann auch Frühstück und Abendessen an. Und da gab es immer richtig leckere Sachen. Fast immer frisch gepresste Säfte zum Frühstück und Obstteller. Für die Devisen, die man bezahlt, können die Vermieter offenbar Vieles besorgen.
Klar, in den Supermärkten gab es oft kaum was, aber das braucht man ja auch eigentlich nicht, weil man ja versorgt wird.
Manchmal hat man dann in den Gaststätten, wenn man mal so was essen geht, auch von 20 Gerichten auf der Karte nur 3 verfügbar. Aber das nimmt man dann mit Humor. Andererseits bekommt man dann in den Restaurants der Einheimischen, die eigentlich nicht für Touris sind, aber genutzt werden können, leckeres Essen für ganz wenig Geld. 

Ilona:
Der erste Eindruck von Havanna ist schon mal nicht schlecht. Der Ausblick ist traumhaft! Bei so wenigen Autos ist die Luft in der Stadt bestimmt auch gut.

Ich wäre allerdings so ein Kandidat, der im Lift steckenbleibt  :totlach: und würde soweit wie möglich zu Fuß die Treppen hinauf gehen.

Susan:
Bin auch noch mit dabei  :winkewinke:

Keine Ahnung, ob wir es jemals in die Karibik schaffen, doch auf Eindrücke bin ich schon gespannt. Einige der wenigen Autos sind ja richtige Klassiker, hätte mich gern mit dem pinken Cabrio durch die Gegend fahren lassen  ;D

Christina:
Der Ausblick aufs Meer und die Stadt ist toll. Der geringe Verkehr in einer Großstadt total ungewohnt. Die Architektur ist recht typisch sozialistisch/kommunistisch, mit ein paar karibisch bunten Farbtupfern.

Das mit dem Geld hört sich irgendwie nervig an, da muss man ja ständig aufpassen, mit was man bezahlt, wo man das Geld besorgt, was man zurück bekommt.

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