Allgemeines > Reiseberichte

Kuba 2017 - Ein karibisches Paradies in Armut versunken

<< < (9/23) > >>

serendipity:
Danke für die realistischen Einblicke - auf Instagram sieht man ja doch nur karibisches Wasser und schöne Strände  ::)

Thema Gemüse: Erschreckend oder auch nicht: Auf einer Karibikinsel Dosengemüse in einem Restaurant zu präsentieren, zeugt auch eindeutig von einer Haltung - wachsen könnte bestimmt vieles, aber warum anbauen, wenn es eben auch ohne Anstrengung geht.

Andererseits: Hat man Hühner - muss man die Eier abgeben, wieso soll ich mir da Mühe mit Hühnern machen?

Und das meinte ich einige Posts vorher: Es ist nicht ein Embargo oder ein verschärftes Embargo durch Trump - natürlich macht es ein Embargo nicht leichter und ein verschärftes wirft noch mehr Probleme auf - es ist der nicht funktionierende Sozialismus und die daraus resultierende Haltung, die an diesem Inselstaat schon lange knabbert.
Wie es nach Trump wird - man wird sehen?!

Ein "Disneyland" wird man nur mit riesigen Investitionen schaffen können - wenn Havannas Gebäude überhaupt "gerettet" werden können.

Susan:
Na, jetzt bin ich aber mal auf das "automatische Pferd" gespannt  8)

Das wunderte mich eben beim Bilder gucken auch; die Landschaft wirkt fruchtbar und es gibt keine Lebensmittel? Es ist halt -nicht nur im Sozialismus - so: wenn ich nicht belohnt werde für meine Mühe, dann gebe ich mir auch keine  :weissnicht:  Fatal, wenn ein ganzes Land danach handelt.

Silke:



--- Zitat von: serendipity am 21. November 2019, 21:10:00 ---Danke für die realistischen Einblicke - auf Instagram sieht man ja doch nur karibisches Wasser und schöne Strände  ::)

Thema Gemüse: Erschreckend oder auch nicht: Auf einer Karibikinsel Dosengemüse in einem Restaurant zu präsentieren, zeugt auch eindeutig von einer Haltung - wachsen könnte bestimmt vieles, aber warum anbauen, wenn es eben auch ohne Anstrengung geht.

Andererseits: Hat man Hühner - muss man die Eier abgeben, wieso soll ich mir da Mühe mit Hühnern machen?

Und das meinte ich einige Posts vorher: Es ist nicht ein Embargo oder ein verschärftes Embargo durch Trump - natürlich macht es ein Embargo nicht leichter und ein verschärftes wirft noch mehr Probleme auf - es ist der nicht funktionierende Sozialismus und die daraus resultierende Haltung, die an diesem Inselstaat schon lange knabbert.
Wie es nach Trump wird - man wird sehen?!


--- Ende Zitat ---

Das ist aber auch nur wieder ein Teil des Problems. Wenn du kein Saatgut kaufen kannst, mit einem Ochsen pflügen musst, weil du keine Ersatzteile für deine Maschinen oder gar nicht erst Maschinen kaufen kannst, die Ernte nicht in die Stadt bekommst, weil es nicht ausreichend Fahrzeuge und Benzin gibt usw. dann bekommst du selbst mit der tollsten Einstellung keine ausreichende Versorgung hin.
Natürlich kommt dann auch der nicht funktionierende Sozialismus dazu, der die Probleme noch schlimmer macht.

In letzter Zeit wurde ja an den innerstaatlichen Reglementierungen Einiges geändert, die Bauern dürfen einen Teil der Ernte selbst vermarkten. Damit verbessert sich die Situation etwas, aber eine ausreichende Versorgung wird man nie erreichen, solange Kuba keinen Zugang zum freien Markt hat.

Christina:
Sehr interessante Eindrücke. Wie lange hat die Busfahrt gedauert und was hat sie gekostet? Auf euren Landausflug mit oder ohne Pferd ;D bin ich gespannt.

Dass es in Kuba überhaupt zu diesem Verfall und der schlechten Versorgungslage kam liegt natürlich am Kommunismus/Sozialismus (wobei sie ja doch in einigen Bereichen erstaunlicherweise sehr erfolgreich waren, gute Ärzte zum Beispiel). Aber nach der langsamen "Öffnung" mit etwas Privatwirtschaft ging es eben ein bisschen aufwärts und das wird nun wieder durch das verschärfte Embargo zunichte gemacht. Wie Silke schreibt und in der Weltspiegelsendung gezeigt wurde, als Bauer kannst du eben nur noch wenig produzieren, wenn alles mit Ochsen gemacht werden muss, weil es keinen Treibstoff für die Traktoren gibt und keine Ersatzteile. Und wenn dann z.B. auch noch die Touristen wegbleiben, für die extra ein Restaurant mit Produkten vom Bauernhof eingerichtet worden war, dann fallen jegliche Einnahmen weg und die Leute können sich nicht mal mehr das kaufen, was es noch gibt.

Heike Heimo:

--- Zitat von: Christina am 22. November 2019, 18:28:39 ---Sehr interessante Eindrücke. Wie lange hat die Busfahrt gedauert und was hat sie gekostet? Auf euren Landausflug mit oder ohne Pferd ;D bin ich gespannt.


--- Ende Zitat ---

Der Preis war 12 US Dollar pro Person und die Fahrt hat 4 Stunden gedauert.


Rund um die Touristenorte, wie Viñales, hat sich ein Art private Wirtschaft entwickelt. Natürlich kassiert der Staat kräftig mit. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es den Menschen hier schlecht geht. Sie haben Gärten und können sich selbst versorgen. Auch die Stimmung war hier wesentlich besser als in Havanna. Es war ein Dorfgemeinschaft zu spüren.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln