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Kuba 2017 - Ein karibisches Paradies in Armut versunken
Heike Heimo:
13.11.2017 Viñales – Cienfuegos
Leider müssen wir diesen schönen Ort schon wieder verlassen. Unser Bus fährt schon um 6 Uhr. Zu dieser Zeit ist es noch finster. Die Fahrt über Havanna dauert 8-9 Stunden. Zwei Pausen werden eingelegt. Mein Sitz ist leider defekt, so muss ich die ganze Fahrt halb liegend verbringen.
Hinter uns saßen zwei junge Frauen, die fast die ganze Fahrt laut über, ihre amourösen Geschichten mit den kubanischen Männern in Viñales besprachen. Sextourismus beider Geschlechter ist in Kuba ein großes Thema. Als ich noch allein in Havanna war, wurde ich laufend von Mädchen und Frauen angesprochen, die ihre Dienste anboten.
Nach 2/3 der Fahrt kamen vom rechten hinteren Reifenbereich immer wieder ungewöhnliche Geräusche. Kurz bevor wir Cienfuegos errichten krachte es laut rechts hinten. Die beiden Fahrer stiegen aus und beratschlagten was sie tun sollen. Sie entschieden im Schritttempo zur nur mehr wenige Kilometer entfernte Busstation zu Fahren.
In Cienfuegos mussten alle den Bus verlassen auch jene die weiter nach Trinidad fahren wollten. Sie mussten auf einen Ersatzbus warten. Auf uns wartete schon ein Rad-Taxi. Es brachte uns zu unserer Unterkunft der Casa Isidora-China. Sie lag unweit des Zentrums. Die Besitzerin war wieder sehr nett. Sie erzählte uns, dass ihr Mann in der Ukraine Mathematik studiert hat und sie eine Lehrerin ist. Beide haben aber einen Hilfsarbeiter Job.
Das Zimmer wieder schön in Rot gehalten
Wir machten uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Wie in Havanna gab es hier typische Arkadengänge. Im Sommer schön schattig und bei einem Regenschauer auch hilfreich.
Die Stadt ist im Zentrum schon recht gut renoviert. Sie gehört auch zum Standard jeder Bustour.
Es gab sogar so etwas wie eine Einkaufsstraße.
Die Kirche erfährt keine Wertschätzung und ist innen verwahrlost.
Kubaner lieben die Musik und irgendwo wird immer getanzt. Sei es in einer Hauseinfahrt.
Natürlich dürfen Bilder der Nationalhelden auch hier nicht fehlen.
Gegen Abend suchten wir ein Lokal. Wir hatten den ganzen Tag noch nichts gegessen. Wie gesagt kann man nicht so einfach in ein Geschäft gehen und etwas zu Essen kaufen. Da gibt es nichts. Auch Essensstände gibt es nicht. Also auf flüssige Ernährung umstellen. Diese Kopie eines McDonalds wirkte auch nicht einladend.
Wir sparzierten dem Meer entlang Richtung La punta und genossen den beginnenden Sonnenuntergang.
Hier fanden wir ein ansprechendes Lokal. Das Essen war wieder gut. Das Presindente Bier hat mir nicht so gut geschmeckt.
Auf dem Rückweg zeigte sich der Himmel von seiner schönsten Seite.
Kubanische Dusche
Susan:
Okay, ich muss jetzt auch nicht unbedingt sehen, wie einer Fackeln in der Hose löscht :o Dann doch lieber die zwei Pina Coladas ;)
Die Landschaft gefällt mir, erinnert teilweise an Hawaii.
Cienfuegos schaut sehr feingemacht aus, für mich etwas steril karibisch.
serendipity:
Mir gefällt Cienfuegos, schöne Gebäude, karibisch bunt :)
Die Dusche sieht ja abenteuerlich aus :o - einen riesigen Kühlschrank hattet ihr ja im Zimmer, vielleicht für bessere Zeiten?
Ilona:
--- Zitat ---Hinter uns saßen zwei junge Frauen, die fast die ganze Fahrt laut über, ihre amourösen Geschichten mit den kubanischen Männern in Viñales besprachen. Sextourismus beider Geschlechter ist in Kuba ein großes Thema. Als ich noch allein in Havanna war, wurde ich laufend von Mädchen und Frauen angesprochen, die ihre Dienste anboten.
--- Ende Zitat ---
Prostitution ist schon schlimm genug, aber wenn man sich von den Einnahmen nicht mal was kaufen kann :floet: . Sex gegen Schrauben :zwinker: .
Schon traurig das alles. Da nützt es auch nichts, wenn man sich das Land schönsäuft :cool2: .
Christina:
Cienfuegos sieht sehr nett aus, wenn auch irgendwie ein bisschen leblos.
Schon witzig, da ist die USA der Todfeind und dann wird ausgerechnet ein McDonald's kopiert.
--- Zitat von: Heike Heimo am 06. Dezember 2019, 20:18:00 ---Wir hatten den ganzen Tag noch nichts gegessen. Wie gesagt kann man nicht so einfach in ein Geschäft gehen und etwas zu Essen kaufen. Da gibt es nichts. Auch Essensstände gibt es nicht. Also auf flüssige Ernährung umstellen.
--- Ende Zitat ---
Genau das hatte ich vor einigen Jahren mal in einem Reisebericht gelesen und wäre für mich ziemlich unerträglich.
Hattet ihr in diesen Unterkünften ein eigenes Bad oder wurde das der Vermieter mit genutzt?
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