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Eine Woche Malta im Januar 2020

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Christina:

--- Zitat von: Ilona am 12. Juni 2020, 09:47:10 ---
Man sieht kaum Leute auf deinen Bildern und das liegt bestimmt an der Reisezeit. Aber so ist die Stadterkundung viel stressfreier.


--- Ende Zitat ---

Auf der Republic Street, der Hauptfußgängerzone war es so voll wie in der jeder Fußgängerzone einer deutschen Großstadt. Da habe ich aber keine Fotos gemacht ;D Ich achte schon immer darauf, möglichst wenig Menschen im Bild zu haben und warte dann auch mal einige Zeit, wenn ich alleine bin, ist das ja kein Problem.

Christina:
2. Tag - 23.01.2020 - 2. Teil


Nun spaziere ich durch die typischen Straßen, mal mit schön restaurierten, mal mit renovierungsbedürftigen Häusern, wieder an das andere Ende der Stadt, zum Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel.







Das Fort wurde 1553 in Erwartung des osmanischen Angriffs erbaut (siehe Great Siege Monument vor der Co-Cathedral) und beherbergt heute das National War Museum (Eintritt im Heritage Pass inkludiert). Dieses erstreckt sich über die gesamte Kriegsgeschichte des Landes seit seiner Besiedelung. Ich lege den Schwerpunkt auf den Zweiten Weltkrieg, da ich mich mit der Megalithkultur ja schon heute Morgen im Archäologie Museum beschäftigt habe und mit der Ritterzeit in der St. John’s Co-Cathedral. Ich hatte natürlich schon bei meiner Reisevorbereitung einiges über die Bombardierungen Maltas durch Italien (mit dem sich Malta eigentlich immer sehr verbunden gefühlt hatte und sich deshalb nie einen Angriff durch dieses Land hatte vorstellen können) und später vor allem durch Deutschland gelesen (Malta war das britische Hauptquartier im Mittelmeerraum), aber hier wird mir das nochmal so richtig anschaulich vor Augen geführt. Valletta war praktisch komplett zerstört und lag genauso in Trümmern wie viele deutsche und sonstige europäischen Städte. Ein Glück, dass nach dem Krieg ein Wiederaufbau entsprechend dem bisherigen Barockstil stattfand.

Jetzt bin ich aber endgültig gesättigt mit Museen und Geschichte für heute, den Rest des Tages möchte ich an der frischen Luft verbringen. Das kann ich zunächst bei der Besichtigung des Außengeländes des Forts,




von hier hat man schöne Ausblicke auf die beiden Hafeneinfahrten links und rechts von der Halbinsel und - nach einer kurzen Kaffeepause - bei einem Spaziergang am Fuß der Stadtbefestigungen entlang.

Ganz in der Nähe des Forts führt eine unscheinbare schmale Treppe hinunter ans Wasser. Sie wird eigentlich von Fischern genutzt, die unten auf und in die Felsen ihre Bootsgaragen und Schuppen gebaut haben. Ein Geheimtipp ist das nicht mehr und wenn der Bereich bald für Touristen gesperrt werden würde, würde es mich nicht wundern, da einige mal wieder übertreiben und sogar auf die Dächer der Schuppen klettern. Von hier führt dann ein Pfad weiter um die Landspitze herum. Hier bin ich dann abgesehen von drei Jungs, die ausführlich fotografieren und bald zurückbleiben, bis auf einen älteren Engländer alleine. Wir überholen uns immer mal wieder gegenseitig und unterhalten uns hin und wieder über Kameras, die Schwierigkeiten des Pfades und die Bauwerke, die zu sehen sind.

Bei Trockenheit und mit Turnschuhen oder ähnlichem ist der Weg gut machbar, nur ein Stück über eine steile in den Felsen gehauene Treppe ist ein bisschen eine Herausforderung. Schade, dass die Sonne nicht scheint, aber auch so ist es interessant. Leider kann man den Leuchtturm nicht erreichen, die Brücke ist abgesperrt.

Auf der anderen Seite der Landspitze blickt man hinüber nach Sliema mit seinen vielen mehr oder weniger neuen Hochhäusern, fast alles Hotels oder Apartmentkomplexe.

Kurz vor der dem Ende des Pfades kommt man an weiteren Bootsgaragen und einer Art kleiner Werft vorbei und erreicht dann den Anleger für die Fähre nach Sliema. Von hier gehe ich quer durch die Stadt zurück ins Hotel, mit einem Zwischenstopp beim Wembley Store für ein paar Lebensmittel und Wasser.













Gegen 17 Uhr bin ich im Zimmer und mache eine Stunde Pause, dann gehe ich nochmal los, heute mit Stativ. Zuerst auf die Dachterrasse, dann zur Auberge de Castille (Amtssitz des Ministerpräsidenten), hier muss ich noch kurz warten, da davor mehrere Dienstwagen parken und Bodyguards warten, es findet wohl noch eine Besprechung statt. Als dann alle eingestiegen und abgefahren sind, kann ich den schön beleuchteten Bau in Ruhe fotografieren. Schließlich gehe ich nochmal in die Upper Barrakka Gardens.






Wetter: bewölkt, ca. 16°C

Ilona:
Irgendwie scheint in der Stadt jeder Quadratzentimeter verbaut. 

Susan:
Die Straßenschluchten wirken teilweise schon sehr eng. Doch der Küstenweg gefällt mir.Sehr schöne Nachtaufnahmen!

Silvia:
Boah dieser Küstenweg ist mir total entgangen  :'(   Der hätte mir gefallen  :thumb:



--- Zitat von: Ilona am 13. Juni 2020, 13:56:35 ---Irgendwie scheint in der Stadt jeder Quadratzentimeter verbaut. 

--- Ende Zitat ---

Die Stadt ist auf einigen Halbinseln/Landzungen gebaut, da war nicht viel Platz... Zudem hat Malta eine sehr hohe Bevölkerungsdichte von etwa 1298 Einwohnern pro Quadratkilometer (Vergleich Deutschland 232)


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