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2 Inseln und 3 Städte - Rügen und mehr im Herbst 2020
Christina:
--- Zitat von: Ilona am 18. Februar 2021, 09:12:15 ---
Hiddensee gefällt mir sehr gut. Die Insel würde ich nach deiner Vorstellung auch unter die Füße nehmen.
--- Ende Zitat ---
Bei deiner Abneigung gegen Bäume ;D würde es dir dort sicher gefallen, denn anders als auf Rügen ist Wald dort eher die Ausnahme.
--- Zitat von: Silke am 18. Februar 2021, 11:34:07 ---Als Kind war ich da öfter von Stralsund aus, wo meine Oma lebte. Da musste man zu DDR Zeiten lange vorher Karten für das Schiff besorgen.
--- Ende Zitat ---
Da war es dann nichts mit "heute ist gutes Wetter, machen wir einen Ausflug nach Hiddensee".
--- Zitat von: Silvia am 18. Februar 2021, 17:05:18 ---Hiddensee ist mir damals komplett entgangen :verlegen: .... wie schön das ich jetzt die Insel virtuell erleben durfte :thumb:
--- Ende Zitat ---
Ich hatte deinen Bericht vor meiner Reise auch angeschaut, ich meine, du warst nicht sehr lange auf Rügen, bei weniger Zeit hätte ich wahrscheinlich auch auf Hiddensee verzichtet.
Susan:
Volle Fähren bzw. Ausflugsboote haben wir ja am Chiemsee auch gesehen. Und da hatten die Leute noch nicht mal unbedingt Masken auf ::) Das waren noch die Zeiten vor der zweiten Welle ;)
Witzig diese Handkarren im Hafen -es gibt sie also noch -, mit sowas wurden früher meine kleinen Geschwister auf Baltrum rumgeschoben 8)
Hiddensee schaut auch ganz nett aus. Ist das da vorm Haus Klaus unten im Bild eine Tierskulptur? Oder habe ich nur eine ausschweifende Steinfantasie?
Christina:
--- Zitat von: Susan am 18. Februar 2021, 21:59:34 ---Volle Fähren bzw. Ausflugsboote haben wir ja am Chiemsee auch gesehen. Und da hatten die Leute noch nicht mal unbedingt Masken auf ::) Das waren noch die Zeiten vor der zweiten Welle ;)
Witzig diese Handkarren im Hafen -es gibt sie also noch -, mit sowas wurden früher meine kleinen Geschwister auf Baltrum rumgeschoben 8)
Hiddensee schaut auch ganz nett aus. Ist das da vorm Haus Klaus unten im Bild eine Tierskulptur? Oder habe ich nur eine ausschweifende Steinfantasie?
--- Ende Zitat ---
Ja genau, wenn ich an den Rügenurlaub zurückdenke, kommt es mir manchmal so vor, als hätte es damals gar kein Corona gegeben.
Diese Handkarren gibt es auch auf Spiekeroog, der Anblick auf Hiddensee hat mir sofort das typische Inselgefühl vermittelt.
Gut gesehen, das ist eine Tierskulptur, auf dem Gelände standen noch mehr rum und auch an einigen anderen Stellen auf Hiddensee und auf Rügen habe ich die gesehen, weiß nicht, ob es damit etwas bestimmtes auf sich hat.
Christina:
6. Tag – Mittwoch, 23.09.
Um halb neun Uhr stehe ich an der Bushaltestelle unterhalb meiner Ferienwohnung. Ich möchte heute eine Wanderung in den sog. Zickerschen Bergen auf der Mönchgut Halbinsel südlich von Sellin machen. Das ist aber nur eine Halbtagswanderung und ich bin noch etwas unentschlossen, wie ich den Rest des Tages verbringen möchte. Deshalb fahre ich mit dem Bus (mit meiner Selliner Kurkarte sind die Busse in Sellin und dem gesamten Mönchgut kostenlos), damit bin ich flexibel und muss nicht wieder zum Autostandort zurück.
Der Bus fährt bis zum übernächsten Ort Göhren. Hier muss ich umsteigen, der nächste Bus fährt leider erst in einer halben Stunde (wirklich gut aufeinander abgestimmt sind die Busse hier nicht). Aber ich kann die Zeit gut nutzen und bei schönstem morgendlichen Licht und morgendlicher Ruhe mir die Seebrücke von Göhren und den Strand anschauen. Von hier kann man bis zur Steilküste von Sellin sehen (das riesige hässliche weiße Gebäude im Wald ist das Cliff Hotel).
Dann geht es weiter und um 10 Uhr bin ich in Groß-Zicker wo meine Wanderung startet. An ein paar Häusern des Ortes komme ich vorbei,
dann zweigt der Weg ab, auf einem Wiesenweg geht es zum höchsten Punkt der Gegend, dem 66 m ( ;D) hohen Bakenberg. Ein sehr idyllisches Fleckchen sind diese Zickerschen Berge: hügliges Grün und in alle Richtungen Ausblicke auf Wasser und Küste. Leider ist es auch heute wieder sehr diesig, die Fernsicht ist beschränkt. Auf Wiesenpfaden geht es mal bergab, mal bergauf weiter durch die Hügel, auch eine Steilküste mit einem Wäldchen gibt es.
Von der Steilküste kann man über eine Holztreppe zu einem Strand absteigen. Hier genieße ich mal wieder für einige Zeit auf einem Stein sitzend die Ruhe und das friedliche Plätschern des Wassers über die Steine.
Von hier steigt der Weg nochmal an, danach geht es leicht abwärts bis zum Ortsrand von Groß-Zicker.
Hier liegt das einzige Restaurant des Orts in toller Lage mit Blick übers Wasser. Es ist viertel nach Zwölf, es gibt noch freie Tische auf der großen Terrasse, da bleibe ich doch zum Mittagessen hier. Ich bestelle eine Sanddorn-Schorle und ein Schollenfilet mit Bratkartoffeln und Gurke (das sind in dieser Gegend immer in Scheiben geschnittene, warm gemachte Essiggurken). Während ich auf das Essen warte, füllt sich die Terrasse bis kein Tisch mehr frei ist. Ein Pärchen kommt an meinen Tisch und fragt, ob sie sich dazu setzen könnten. Ich bin nicht so begeistert, der Mindestabstand kann ja am Tisch nicht gewahrt bleiben, man sitzt ohne Maske und sicherlich eine halbe Stunde zusammen. Aber es ist ja im Freien, ich stimme daher zu. Als der Kellner das nächste Mal kommt, ist es aber gleich wieder vorbei, er macht die beiden darauf aufmerksam, dass es wegen Corona nicht gestattet ist, den Tisch mit Fremden zu teilen und sie als Gastwirte mit hohen Strafen rechnen müssen, wenn kontrolliert wird. Die Beiden verlassen etwas angesäuert die Gaststätte.
Nach dem leckeren Essen spaziere ich durch den hübschen Ort mit vielen Reetdach-Häusern, unter anderen das Pfarrwitwenhaus von 1720 mit dem für Rügen typischen «Zuckerhutdach», dann vorbei an der Kirche und zum kleinen Hafen.
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Als ich wieder an der Bushaltestelle ankomme, muss ich feststellen, dass der Bus in Richtung Süden erst in einer knappen Stunde kommt, also entscheide ich mich um, den Süden des Mönchguts schaue ich mir ein anderes Mal an (für dieses Nachmittagsprogramm hatte ich mich beim Essen entschieden) und gehe nun von hier zu Fuß zurück nach Sellin.
Zunächst geht es ein Stück an der Straße entlang nach Osten an die «offene» Ostsee. Dann parallel zum Meer mal auf Rad-/Fußwegen durch Kiefernwälder, die mich an die französische Atlantikküste erinnern, mal direkt am Strand entlang nach Norden.
Am Ortsrand von Göhren komme ich an ein paar «lost places» aus DDR Zeiten vorbei, keine Ahnung, wo die vielen Menschen herkamen und was die hier machten (event. Vertriebene aus den weiter östlich gelegenen Gebieten?), für die hier auf der Insel so viele Wohnungen gebaut wurden (am Rande der größeren Orte gibt es viele der alten Plattenbauten, meist auch noch heute bewohnt, dann natürlich im renovierten Zustand).
In Göhren kaufe ich mir im Supermarkt noch Wasser und ein Eis, doch das hilft auch nicht wirklich, denn plötzlich bin ich müde und habe leichte Kopfschmerzen. Daher endet der Tag etwas abrupt, ich gehe auf der durchgängig von Göhren über Baabe bis Sellin gepflasterten Strandpromenade (die ich ja ab Baabe von meiner ersten Wanderung schon kenne) ohne weiteren Stopp und ohne Fotos zu machen, zurück nach Sellin und in meine Ferienwohnung, wo ich gegen 17.15 Uhr ankomme und den Rest des Tages nicht mehr viel mache, war vielleicht doch etwas zu viel Sonne und zu viele Wanderungen in den letzten Tagen.
Wetter: sonnig, ca. 23°C
Wanderung: Rother Wanderung Nr. 46, 9 km, 130 Höhenmeter und von Groß Zicker über Lobbe, Göhren, Baabe nach Sellin ca. 12 km (lt. Google Maps)
Silvia:
Du hattest ja echt ein Bombenwetter :strahl: ... selbst wenn es für die Fernsicht zu diesig war, zum Wandern genial :thumb:
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