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2 Inseln und 3 Städte - Rügen und mehr im Herbst 2020

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Silvia:
 :beifall:  Was für ein herrlicher Tag   :toothy9: :strahl:




--- Zitat von: Paula am 07. März 2021, 10:07:02 ---.... Ich bin jetzt ernsthaft am Überlegen ob ich nicht doch noch einen Reisebericht schreibe...

--- Ende Zitat ---
Ja!!  :bitte:




--- Zitat von: Paula am 07. März 2021, 10:13:28 ---
--- Zitat von: Ilona am 06. März 2021, 10:48:48 ---
--- Zitat ---Aussicht, Milchkaffee und Apfelkuchen sind wieder wunderbar.
--- Ende Zitat ---
Der tägliche Kaffee und Kuchen sind bei dir wohl obligatorisch :zwinker:.

--- Ende Zitat ---
Uns ging es in dem Urlaub ähnlich, wir waren praktisch täglich irgendwo bei Kaffee und Kuchen .... Das ist das wasmir von Rügen am meisten in Erinnerung geblieben ist!

--- Ende Zitat ---
Bei mir waren es Fischbrötchen 

Christina:

--- Zitat von: Paula am 07. März 2021, 10:07:02 ---Hallo Christina,

Heute hatte ich mal wieder die Muße einen Reisebericht zu lesen, wir waren ja vor 2 Jahren eine Woche auf Rügen, ganz kurzfristig weil Josef krank war und wir die USA Reise canceln mußten. Und wo sind wir gelandet? Im Schloßhotel Spyker das du gerade gezeigt hast. Das ist ja echt witzig  ;D
Das war damals nicht unsere erste Wahl aber kurzfristig auf Rügen was passendes zu finden war schon vor Corona schwierig.
Ich habe einiges wiedererkannt aber auch viele Stellen entdeckt dieuns entgangen sind. Die Insel ist wirklich herrlich, ich werde sicher irgendwann mal wieder hinfahren. Ich bin jetzt ernsthaft am Überlegen ob ich nicht doch noch einen Reisebericht schreibe...

--- Ende Zitat ---

Hallo Paula, das ist echt witzig mit dem Schloss. Ist mal was anderes so eine Übernachtung im Schloss, aber mich hätte die Lage dort gestört, man kann ja ohne Auto eigentlich gar nirgends hin und ich gehe ganz gerne am Abend nochmal zu Fuß los. Aber klar, kurzfristig ist immer schwierig.

Reisebericht - ja sehr gerne!

Das mit Kaffee und Kuchen hat sich irgendwie so ergeben, zu hause mache ich das gar nicht (den letzten Kuchen habe ich auf Rügen gegessen), aber wenn ich im Urlaub unterwegs bin und es gibt die Gelegenheit mache ich das gerne, zumal man ja eh meist irgendwie Pause machen möchte und auch auf die Toilette muss. Der Kuchen war tatsächlich immer lecker und es gab eine riesige Auswahl. 

Silvia, auf die Fischbrötchen hatte ich mich vor dem Urlaub schon sehr gefreut, aber dann wurden es gerade mal zwei, die ich gegessen hab, da gab es irgendwie nur selten einen Stand.

Was ich so aus Berichten und Blogs über Rügen vorab gelesen habe, war es wohl tatsächlich vor Corona so, dass im Herbst nur noch sehr wenig los ist und sehr vieles schon geschlossen hat. Wegen Corona war das jetzt ein bisschen anders, aber z.B. die Strandkorbvermietung war ja (zumindest scheinbar) schon eingestellt und ich war (an einem der nächsten Tage) noch in einem Badeort, dort waren alle Verkaufsstände entlang der Strandpromenade geschlossen.

Christina:
13. Tag – Mittwoch, 30.09.

Durch die Umleitung bin ich jetzt schon mehrfach durch Putbus gefahren, heute möchte ich mir die «Weiße Stadt» genauer anschauen. Gegen 8.30 Uhr starte ich und komme eine halbe Stunde später in Putbus an. Ich parke direkt am Circus, dem kreisrunden Zentrum des Orts (für EUR 4 kann ich den ganzen Tag hier parken). Putbus wurde zu Beginn des 19. Jh. von Fürst Wilhelm Malte I. zur Residenzstadt und dem ersten Badeort auf Rügen umgebaut. Dem Fürsten bin ich ja in meinem Urlaub hier auf Rügen schon mehrfach begegnet, er war z.B. für den Bau des Schlosses Granitz verantwortlich und mit Putbus konnte er seine Ideen gleich für eine ganze Stadt umsetzen.

Alle Gebäude wurde im klassizistischen Stil in weiß gebaut bzw. renoviert: Schloss, Schlosspark, Orangerie, Theater, Marktplatz, Hotels, Bürgerhäuser. Putbus liegt nicht am Meer oder Bodden, zu letzterem sind es aber nur 2 km, dorthin wurde eine Allee angelegt und beim heutigen Lauterbach direkt am Bodden ein Badehaus ebenfalls im klassizistischen Stil für die Badetouristen errichtet.

Nur wenige Jahre nach der Fertigstellung von Putbus geriet es aber schon wieder in Vergessenheit, denn nun wollten die Badegäste direkt am offenen Meer wohnen – der Aufstieg von Binz als wichtigster Badeort der Insel begann. Putbus verfiel langsam, die wichtigsten Gebäude blieben aber erhalten (das Schloss wurde erst in den 1960iger Jahren abgerissen) und seit einigen Jahren wird wieder investiert und renoviert- aufgrund seiner Größe und Weitläufigkeit ein schwieriges Projekt und da es eben nicht am Wasser liegt, ist es kein Anziehungspunkt für Investoren im Bereich Hotels und Ferienwohnungen.

Ich mache einen Spaziergang durch das Zentrum und den Schlosspark, das ist schon ein ganz besonderer und faszinierender Ort, hoffentlich kann er dauerhaft erhalten werden.











Nach ungefähr einer Stunde bin ich zurück an meinem Startpunkt und mache mich auf den Weg nach Lauterbach, entlang der oben erwähnten damals neu angelegten Allee.

Eine halbe Stunde später bin ich am Hafen von Lauterbach (ebenfalls von Fürst Wilhelm Malte I. gegründet, als neue Einnahmequelle nachdem der Tourismus in Putbus abflaute und nach seiner Gattin, einer geborenen von Lauterbach, benannt) und gehe von dort ostwärts am Boddenufer entlang. Ich komme am Yacht- und Sporthafen vorbei, dazu gehört auch eine Ferienhausbootsiedlung und dann am oben erwähnten Badehaus Goor, heute Hotel und Restaurant.



Von hier führt ein Spazierpfad zwischen Wasser und Wald auf die Landzunge Goor. Es gibt schöne Ausblicke zurück zu den Hausbooten und hinüber zur Insel Vilm. Vilm steht bereits seit 1936 unter Naturschutz, zu DDR Zeiten war sie Exklusiv-Urlaubsort des Ministerrats und heute dürfen max. 30 Gäste täglich per Schiff von Lauterbach und nur zu einem geführten Rundgang auf die Insel.





Nach einiger Zeit drehe ich um und gehe zurück zum Lauterbacher Hafen, wo ich im Restaurant «Fisch & Steakhouse» im Wintergarten mit Blick auf das Wasser nicht so gute Bandnudeln mit Lachs esse und ein sehr leckeres Gurken-Limetten-Wasser trinke (EUR 18,40).

Nach der Mittagspause wandere ich wieder am Wasser entlang, diesmal in Richtung Westen. Lauterbach geht unmerklich in Neuendorf über, hier stehen viele, teils sehr hübsche Häuschen nur durch die schmale Straße vom Wasser getrennt, mit jeweils eigenem Wasserzugang. Natürlich werden die meisten ganz oder teilweise an Feriengäste vermietet.




Am Ortsausgang von Neuendorf beginnt eine mit einem Wäldchen bewachsene relativ niedrige Steilküste. Der Pfad schlängelt sich durch den Wald immer mit Blick auf den Bodden – wieder mal ein besonders schönes Fleckchen Rügen – die Sonne scheint, im stillen Wasser spiegeln sich Himmel und Wald und Steine, immer wieder gibt es kleine (Bade-)buchten, es sind nur wenige Leute unterwegs, einfach nur friedlich und schön.





Am Ende des Steilufers und Waldes befindet sich ein kleiner Sandstrand. Hier drehe ich wieder um und gehe zurück nach Neuendorf.

Nach einem letzten Blick vom Neuendorfer Strand über den Bodden


wandere ich auf der Landstraße zwischen Kornfeldern nach Putbus zurück. Gegen 14.30 Uhr erreiche ich das südliche Ende des Putbuser Schlossparks. Dort befindet sich das ehemalige Affenhaus mit Puppenmuseum und einem Café. Milchkaffee und ein großes Stück Apfel-Streuselkuchen genieße an einem der Tische auf der weitläufigen Wiese mit Blick auf den Schwanenteich des Parks (EUR 7,10).

Durch den Schlosspark gehe ich danach zu meinem Auto und fahre nach Sellin zurück. Dort kaufe ich beim Edeka noch ein paar Kleinigkeiten ein, dann spaziere ich in den Ort, wo die weißen Häuser an der Wilhelmstrasse herrlich von der Abendsonne beschienen werden. Ich gehe mal wieder auf die Seebrücke und schließlich am Strand entlang zurück in meine Ferienwohnung, wo ich gegen 17.45 Uhr ankomme.



Wetter: sonnig, mit einzelnen Wolkenfeldern, ca. 15 °C
Wanderung: Putbus – Lauterbach, Abstecher in die Goor, Lauterbach – Strand bei Wreechen – Neuendorf – Lauterbach, ca. 14,5 km (lt. Google Maps)

Susan:
Also ich würde lieber in Putbus wohnen als in einem Betonbunker am Meer  ;)  Wäre schön, wenn die weiße Stadt so erhalten werden kann. Immer wieder baff bin ich, wie gut die fast zugepflasterten Rosenbüsche und -bäumchen gedeihen.

Was Süßes am Nachmittag gibt es bei uns fast immer  ::) Bei Sonne am liebsten Eis, Kuchen tut es aber auch  ^-^ Oder wenn es wirklich gesund sein soll, Obst

Ilona:
Die weiße Stadt gefällt mir sehr gut  :thumb:.

Wieder ein erfolgreicher Wandertag mit dem krönenden Abschluss an der Seebrücke  :beifall:.

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