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Asturien - das grüne Spanien
Horst:
2.Tag, Dienstag 25.5.2021
Nach einem Kaffee in der Lobby der Unterkunft treten wir den Weg nach Norden auf der Autobahn an. Der Weg führt vorbei an im Norden bedeutenden Städten wie Leon und Oviedo schließlich in die Provinz Astruien ...
... und an die Küste.
Wir parken unseren Wagen und atmen die salzhaltige frische Luft des atlantischen Ozeans.
Endlich mal Aerosole über die man sich keine Gedanken machen muss.
Wir blicken auf die Playa de Silencio ...
... wo ein Mirrador (so heißen in Spanien die Aussichtspunkte), wie ein Balkon über der Küste thront.
Playa de Silencio - Strand der Stille - woher der Name für diesen Küstenabschnitt kommt ist mir nicht bekannt aber wohl Jeder, der die paar hundert Meter von der Straße zu diesem Aussichtspunkt hinab geht und auf die schäumenden Wellen und die Felsen im Wasser blickt, wird ganz still werden, vielleicht sogar kurz den Atem anhalten.
Die Szenerie ist bezaubernd.
Einige Treppen führen noch weiter hinunter zum Strand. An dieser Küste an der es so viel zu sehen gibt sollte man auch die Gezeiten etwas im Blick haben. Hier hilft das Internet mit punktgenauen Langzeitvorhersagen weiter.
So sind wir bei Ebbe hier und können bunte Felsrippen am Strand bewundern.
So laufen wir den Strand ab, genießen das schöne Wetter, die Sonne auf der Haut und den angenehmen Wind und die guten Aerosole und gehen auf Entdeckungstour nach Motiven für Augen und Kameras. Vor allem Felsrippen in den leuchtendsten Farben kann man an dieser Playa bei Ebbe entdecken.
Da hatte die Natur ordentlich Buntstifte am Start.
Nach einem Picknick am Strand wollen wir eigentlich schon zu unserem Mietwagen zurückkehren, entdecken aber noch einen anfangs etwas zugewachsenen Pfad der etwas östlicher zur Küste führt.
Belohnt wird der kurze Abstecher mit einem kleinen Sea Arch und weiteren schönen Eindrücken der Costa Verde Asturiens.
Wir sind in der Nähe unserer Unterkunft aber zum Einchecken ist es noch eine Stunde zu früh – also besuchen wir einen Steinwurf entfernt noch den Cabo Vivido und erleben ein Blumen- und Blütenmeer – und das sicher nicht zum letzten Mal. Gerade jetzt im Frühsommer explodiert hier förmlich die Natur und selbst jemand (wie meine Wenigkeit) der normalerweise völlig unverdächtig ist einen grünen Daumen zu haben muss von der Exotik, Vielfalt und den bunten Farbteppichen begeistert sein.
Danach checken wir in unserem Apartment ein und hier kommt ein weiteres pro für Asturien und seine Küste. Wenn man nicht gerade in der Osterwoche oder den spanischen Sommerferien (Juli/August) hier ist – darf man zu Preisen die anderswo in Europa für Standard bezahlt werden hier einen Luxustempel erwarten oder kommt eben deutlich günstiger weg. In dem Apartment kann man es durchaus aushalten.
Hatte ich schon den geheizten Meerwasser Indoorpool erwähnt?
Trotzdem reißen wir uns heute noch einmal von unserem schönen Domizil los, also Gesichtslappen eingepackt und los geht die Fahrt am späten Nachmittag einige Kilometer nach Osten ins hübsche Cudillero.
Wie ein Piratennest wirkt der Fischerort mit seinen verwinkelten Gassen und winzigen Häusern, den vielen Balkonen und kleinen Plätzen, steilen schmalen Gassen und urigen Tavernen.
Die knapp 6000 Bewohner sprechen einen eigenen Dialekt, den pixueto. Daher nennen sie ihren Ort zumeist auch nicht Cudillero, sondern Cuideiru.
Von mehreren Aussichtspunkten hat man einen wunderbaren Blick auf den Ort, der an einem steilen Hang gebaut ist. Seine bunten Fischerhäuser und Kirchen passen bestens zu den Fischrestaurants, in denen es die ganze Vielfalt der Atlantikfische gibt. Davon wollen wir uns gerne überzeugen und dinieren in einem der kleinen Fischrestaurants und gönnen uns grätenfreien Seehecht – frisch aus dem Meer hier von der Küste – sehr gut.
Morgen wollen wir einen „sakralen“ Abschnitt an der Küste besuchen – wie er auf der Welt sicher Seltenheitswert hat.
Übernachtung:
Apartementos Las Riberas
Ovinana – herausragend – Lage mit Blick aufs Meer und Indoorpool
Susan:
Wow!
Traumhaftes Wetter, traumhafte Aussichten, traumhafter Strand! Dazu eine tolle Ferienwohnung und ein idyllisches Piratennest. Das fängt ja gut an.
Horst:
3.Tag, Mittwoch 26.5.2021
Heute besuchen wir einen ganz besonderen Ort der nicht nur an Spaniens Küste außergewöhnlich ist. Dabei gibt es einige Kathedralen zu bestaunen für die man allerdings nicht religiös sein muss.
Ebbe ist allerdings Pflicht so timen wir unseren Besuch auf den Höhepunkt der Ebbe die heute bei Minus 1,5 Meter liegt (was recht gut ist) und fahren nach Westen an Ribadeo vorbei und sogar ein kurzes Stück hinüber nach Galizien. 2018 bei unserem letzten Besuch hier im spanischen Ferien-Sommer brauchten wir ein Permit – das ist heute nicht nötig – es sind natürlich Leute da – dafür ist die Gegend zu spektakulär aber bei weitem nicht so viele wie damals im August.
Kurzer Corona Infoblock:
Auch hier haben die meisten Spanier eine Maske auf (zumindest dann wenn andere ihnen halbwegs nahe kommen können – manche sogar durchgehend). Die offizielle Regelung ist wohl eine weitgehende Pflicht auch im Freien mit einigen Ausnahmen. Definitiv getragen werden muss sie, wenn andere Leute in der Nähe sind und in Städten überall und immer – so ziehen die Spanier auch auf Wanderwegen und Stränden oder wenn sie in Gruppen unterwegs sind reflexartig und schneller als Wyatt Earp früher den Revolver ziehen konnte, ihre Maske auf.
So genug vom Thema Corona – nur das sich niemand wundert warum auf Fotos im Freien die Leute oft ihren (wahrscheinlich wie bei uns tage-, wochen-, monatelang im Einsatz befindlichen) Gesichtslappen präsentieren.
Westlich von Ribadeo ändert sich der Küstenverlauf abrupt.
Von dem Küstenplateau bricht die Uferkante steil in die Tiefe. Kleine und große Felsenbuchten wechseln sich ab. Davor erheben sich im Meer Felstürme, umspielt von Wellen und Strömungen. Zwischen den dunklen Schieferfelsen leuchtet der helle feine Sand.
Eine kurze Treppe führt vom Parkplatz hinab zur Praia de Catedrais – dem Kathedralenstrand.
Ursprünglich hieß des Strand Playa de Aguas Santas (Strand der heiligen Wasser). Doch die Bezeichnung „Strand der Kathedralen“ für das Nationalmonument, hat sicher was mit dem Tourismus zu tun der in Spanien ja nicht ganz unwichtig ist.
Die Brandungswellen haben tiefen Höhlen in den Felsen geschlagen. Deren Dimensionen sind tatsächlich einem Kirchenschiff nicht unähnlich.
Felsenbögen überspannen weite Strandabschnitte. Während der Flut liegt der Strand fast vollständig unter Wasser. Bei Ebbe dagegen, kann der Strand betreten werden, am besten gleich mit kurzen Hosen und barfuß, denn immer wieder sind Priele zu überqueren – der ideale Ort um meine neuen Trekkingsandalen einzuweihen, was beim laufen über Steine (gerade in den kleinen Grotten) dann doch etwas angenehmer ist als barfuß.
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Hingucker sind natürlich die Sea Arches – die Seebögen, die der Brandung trotzen ...
... aber auch die zu dieser Jahreszeit so herrlich grün bemoosten Steinbrocken.
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Hier muss man erst mal den Durchblick behalten...
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Ein magischer wundervoller Ort, an der sich die größte aller Religionen – die Natur – im wahrsten Sinne des Wortes ihre eigene Kirche geschaffen hat.
Es lohnt sich auch oberhalb der Küste einen Blick auf den Strand zu werfen der so wieder ganz andere Perspektiven (inzwischen bei Flut) liefert.
Übrigens: Zum Baden sind diese Strände eher nicht zu empfehlen. Dafür sind die Strömungen zu stark. Aber wenige Kilometer westlich beginnt eine Folge von Badebuchten an denen das besser möglich ist.
Kontrastprogramm – man sagt in Ribadeo wird der goldene Schlüssel aufbewahrt der das Tor nach Galizien öffnet. Zwischen Galicien und Asturien liegt die Ría de Ribadeo, ein schmaler, etwa 10 km langer Meeresarm (wie ein Fjord ohne die in skandinavien üblichen Berge).
Ribadeo, ist eine Kleinstadt (10.000 Einwohner) mit herrschaftlichen Gebäuden, in deren Straßen, Geschäften und Restaurants noch heute die Spuren einer vornehmen Vergangenheit zu sehen sind, als sie der wichtigste Hafen des Kantabrischen Meeres war.
Auf jeden Fall bestens geeignet für einen kleinen Stadtbummel, einen Kaffee oder einen Imbiß, den wir uns in einem der Straßenrestaurants gönnen.
Danach fahren wir zum Faro de Illa Pancha - dem Leuchtturm am Ende der Ria und genießen den Blick auf die felsige Küste.
Danach beenden wir den Tag – den wir wollen heute noch den Indoorpool unseres Apartments testen.
Dafür haben wir uns in Ribadeo noch schnell Badeklamotten besorgt, da wir gar nichts dabei hatten. Im Juni ist der atlantische Ozean zum Meeresbaden doch noch etwas frisch und von dem Pool haben wir bei Buchung gar nichts mitbekommen – kein Wunder – da wurde im einige Tage im Minutentakt irgendwas gebucht oder organisiert.
So freuen wir uns morgen noch einmal auf eine Kombination aus fotogener Küste bei Ebbe und Stadt und testen die Küche in unserem Apartment.
Übernachtung:
Apartementos Las Riberas
Ovinana – herausragend – Lage mit Blick aufs Meer und Indoorpool
Christina:
Einfach traumhaft die zwei letzten Tage, die Küste und auch die Städtchen. Und ihr habt genau den richtigen Zeitpunkt erwischt mit all den Blumen.
Das Apartment sieht auch sehr gut aus.
Paula:
Hallo Horst,
Ich bin gerade von unserem diesjährigen Corona-Deutschland-Urlaub zurück gekommen und fahre gern mit nach Spanien- mit oder ohne Gesichtsmaske, das ist mir mittlerweile egal. Wir haben uns für nächstes Jahr Korea fest vorgenommen- falls sie uns reinlassen, falls nicht steht Nordspanien ganz weit oben auf der Liste der Ersatzziele, wir haben da ja selbst mal reingeschnuppert und waren begeistert. Und deine Bilder bisher sind hinreißend!
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