Allgemeines > Reiseberichte

Asturien - das grüne Spanien

<< < (8/12) > >>

Horst:
8.Tag, Montag 31.5.2021




Heute ist frühes Aufstehen Pflicht. Bereits um 7 Uhr sitzen wir im Auto und fahren auf der Westseite der Picos zunächst nach Cangas de Onis mit seiner alten römischen Brücke.




Eine immer einsamer werdende Straße führt uns in endlosen Kurven weiter in die immer höher werdenden Berge nach Süden.





Schließlich nach zwei Stunden Gekurve, erreichen wir Posado de Valdeon...




... sowas wie eine Art kleines Versorgungszentrum in den weniger besuchten südlichen Picos.





Die letzte Fahretappe führt uns 9km auf einer sehr engen Straße (für Wohnmobile grenzwertig) ...




... zum kleinen Weiler Cain am Rio Cares.






Cain ist Anfang oder Ende einer der berühmtesten Wanderungen ganz Spaniens - „La Garganta Divina – die göttliche Schlucht“.




Eine der atemberaubendsten Routen in den Picos de Europa. In einem sagenhaften Kraftakt wurde von 1915 bis 1921 weit oberhalb des Flussbettes ein Wasserkanal durch 71 Tunnel in den Fels geschlagen, um das Wasser des Cares den Elektrizitätswerken bei Camarmeña und Arenas de Cabrales zuzuleiten. Über 500 Arbeiter – Männer, Frauen und Kinder – waren dafür im Einsatz, 11 starben dabei.




.
Die Route über den 1945–50 angelegten und seither nahezu unveränderten Wartungsweg für den Kanal ist heute eine der bekanntesten Wanderungen in ganz Spanien.





Der Wanderweg verläuft über den 1946 eröffneten Wartungsweg für den Kanal von Poncebos im Norden nach Cain im Süden.





Die meisten Besucher starten vom Norden in Poncebos auf die Wanderung die in Hin- und Rückweg 22km, größtenteils der Sonne ausgesetzt, bedeuten. Das ist uns zu viel – so gehen wir nur in Hin- und Rückweg ca. 4 Stunden von Cain aus, wo wir am frühen Morgen zunächst auf weniger Wanderer treffen und die Sonne noch nicht so brennt.




Der etwa 2m breite Weg führt gleich durch einige Tunnels und immer oberhalb des Rio Cares.





Der Trail bietet so viele Perspektiven dieser phantastischen Schlucht mit seinen hoch aufragenden Bergen, dass man vor lauter fotografieren kaum voran kommt.



.










Gegen Ende zumindest unserer Wanderung bzw. unserem Umkehrpunkt nach ca. 2 Stunden, kommen uns dann auch zunehmend mehr Wanderer entgegen. In den Ferienmonaten muss man sich hier auf viele Leute einstellen.











Wir stellen uns jetzt noch auf einen Kaffee in Cain ein, bevor wir mit dem Auto diesmal auf der Ostseite ...




... mit weiteren schönen Ansichten der Picos de Europa ...




... und über ein kleines Stück Kantabrien (zu denen der östlichste Teil der Picos gehört) zur Küste zurückfahren.





Am Abend geht es noch an die Playa de la Huelga – wo es einen eindrucksvollen Felsbogen im Meer zu bestaunen gibt.









Gleich nebenan findet sich die Guliyulpa Playa, eine überschwemmte Doline, die ca. 100 m von der Atlantikküste entfernt im Inland liegt. Mit einer Länge von lediglich 40 m, wird der Playa de Gulpiyuri auch als kleinster Badestrand Asturiens bezeichnet. Die Doline ist über eine Reihe von unterirdischen Tunneln mit dem offenen Meer verbunden, wodurch der Wasserstand in Abhängigkeit von den Gezeiten schwankt.
Morgen geht es nochmal richtig an die Küste und zu einem der schönsten Küstenabschnitte Asturiens.



Übernachtung:
Apartementos La Llastra de Garana
Garaña de Pría (zwischen Ribadesella und Llanes) – sehr gut – sehr geräumig – alles da was man braucht

Paula:
Sieht ja wieder toll aus  :happy:
Meinst du dieser Weg Garganta ist auch für Leute mit Höhnenangst geeignet oder muss man da öfter nah am Abgrund gehen?
In Kreta haben wir eine lange Wanderung durch eine Schlucht verkürzt indem wir mit dem Taxi an den Endpunkt gefahren sind und dadurch die Strecke nur einmal laufen mußten, meinst du das wäre hier auch möglich? 22 km ist mir definitiv zu lang!

Horst:
Hallo Paula,

ja es gibt die Möglichkeit sich shutteln zu lassen. Allerdings fährt man 2 Stunden - da man ganz außenrum muss.
Alternative ist eben so wie wir es gemacht haben - so weit gehen wie man Lust hat und dann umkehren.

Den Weg fand ich eigentlich breit genug - man muss nicht direkt am Abgrund laufen.

Bei Youtube kannst Du Dir unzählige Filme darüber ansehen ("Cares") und Dir einen Eindruck über den Wegverlauf machen.
z.B. hier:


Auf jeden Fall sollte man frühmorgens aufbrechen, da es in der Schlucht Mittags kaum Schatten gibt.

Christina:
Tolle Gebirgslandschaft und sehr schöne Wanderungen, die ihr gemacht habt. Und dann auch noch so nah am Meer - wunderbar.

Deine Aussage über die vielen Hunde führt bei mir nun aber zu "Punktabzug" für die Region. Laufen dort Hunde auch ohne Leine bei den Wanderungen oder wenn man durch die Dörfer spaziert herum? Gerade wenn man extra früh vor Ort ist wie ihr an den beiden letzten Tagen und noch kaum andere Wanderer unterwegs sind, würden freilaufende Hunde mir jegliches Genießen der Landschaft unmöglich machen.

Susan:
Ganz tolle Bilder von einer beeindruckenden Gebirgslandschaft  :herz:

Da hoffe ich doch einmal mehr, dass wir nächstes Frühjahr dort hin können. Leider ist es wahrscheinlich schwierig bei den Picos einen Campingplatz zu finden


--- Zitat von: Horst am 02. August 2021, 18:31:02 ---Auf jeden Fall sollte man frühmorgens aufbrechen, da es in der Schlucht Mittags kaum Schatten gibt.

--- Ende Zitat ---

Wird es da im Gebirge tatsächlich im Mai schon so warm?

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln