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September 2021: Languedoc & ein Schuss Provence

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Christina:
Die Wanderung am Vormittag war ja auf jeden Fall lohnenswert, schön, dass du das mit deinem Fuß machen konntest. Vor allem der Teil im Flußbett hat mich wie Ilona, gleich an die Subway erinnert (wobei ich die nur von Bildern kenne, da hatten wir keine Zeit mehr dafür). Aber auch von oben sehen die Felsen toll aus.

Bei den Felsen im Fluß später wäre es mir zu voll gewesen und da sieht es tatsächlich auf den Bildern mit viel Wasser besser aus.

Das letzte Foto ist soo schön typisch Provence bzw. hier wohl noch Languedoc (?), die Zypressen und die beige farbenen Häuser ansteigend, die Kirche dazu :herz:

Susan:
Hi,
jetzt musste ich mit erst nochmal Bilder von der Subway angucken. Da hatte ich nur eines im Kopf -diese typische Röhre mit dem türkisen Wasser - und ich zweifle, ob es in den Concluses so spektakulär wird. Vielleicht aber alles nur eine Frage der Fotoperspektive? Ansonsten ähneln sich die Eindrücke tatsächlich.


--- Zitat von: Christina am 14. Oktober 2021, 18:00:33 ---Bei den Felsen im Fluß später wäre es mir zu voll gewesen und da sieht es tatsächlich auf den Bildern mit viel Wasser besser aus.

--- Ende Zitat ---


Samstagnachmittag, da waren wohl etliche Ausflügler unterwegs

Susan:
5. September  Pont du Gard

Wir genießen ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück ehe es weiter geht es noch ein Eckchen nach Süden zum nächsten Rhonezufluss, dem Gard (oder Gardon). Er entspringt ebenfalls in den Cevennen und ist Namensgeber des an seinem Unterlauf liegenden Département.
Wir steuern den bei Remoulins am rechten Flussufer liegenden Campingplatz La Sousta  an. Impfzertifikat vorlegen und Bändchen umbinden wird langsam zur Routine  8) Die Stellplätze in der Nähe der Badestelle sind aus irgendeinem Grund gesperrt, wir finden aber noch ein nettes Plätzchen.


Mails checken  ;)

Nachdem wir uns eingerichtet haben und nach einer schönen Tasse Kaffee spazieren wir zur Attraktion des Ortes, dem Pont du Gard



Dies ist ein Aquädukt aus der Römerzeit, Teil einer rund 50 km langen Wasserleitung aus den Bergen zum antiken Nîmes. Erbaut wurde diese schätzungsweise im 1. Jahrhundert n.Chr. Das Bauwerk ist 49 m hoch, bis 275 m lang und hat drei Etagen. Ganz oben floss das Wasser in einer 1,80 m hohen und 1,20 m breiten Rinne; angeblich täglich rund 20.000 Kubikmeter. Im 9. Jahrhundert wurde das Aquädukt unbrauchbar, später wurde es als Straßenbrücke genutzt. Um das Gebilde zu schonen, wurde 1747 daneben in Höhe der unteren Ebene eine neue Brücke gebaut. Mittlerweile ist sie für den Autoverkehr gesperrt. Gleiches gilt auch für die mittlere Ebene des Aquädukt, die früher von Fußgängern zur Überquerung genutzt wurde.



Offenbar ist der Pont du Gard ein beliebtes Ziel für einen Sonntagsausflug. Wir queren den Gard auf eben dieser Brücke, hatten wir doch ein Bistro auf der anderen Seite in Erinnerung. Doch das Gebäude ist nicht nur geschlossen sondern fast schon eine Ruine.


Blick auf den Fluss

Es gibt an beiden Ufern auch Wege die Hügel hinauf zur dritten Ebene. Das schenken wir uns diesmal, daher hier Bilder aus 2011.





Die Wasserleitung war übrigens mit Deckplatten geschlossen, davon fehlen natürlich schon etliche. Früher konnte man wohl auf und in der Wasserleitung spazieren gehen. So hat das Kersten noch erlebt (Ende 70er, Anfang 80er). Auf beiden Ufern führen zudem Wanderwege zu weiteren Überresten des Aquädukt. Die waren schon ganz schön pfiffig die Römer  ;) Ingenieure staunen heute, wie sie so genau das Gefälle berechnen und bauen konnten.

Wir spazieren zurück ans rechte Ufer und unter dem Pont durch zur Sonnenseite. Hier ist es recht felsig und man kommt nur schwer zum Wasser. Wir hätten links bleiben sollen, da sieht es eher nach Kiesstrand aus. ::)


 
Also nur sitzen und fotografieren, kein Baden.


mal direkter Blick
zum Bögen zählen  ;)  6 unten, 11 in der Mitte, 35 oben

 
Details
natürlich kann man auch auf dem Gard gut paddeln und mal ein Panorama



Eine Spiegelung habe ich auch erwischt

 

Auf diesem Ufer findet ihr noch ein Besucherzentrum mit Museum, Souvenirshop, Bistro und Restaurant sowie den größeren kostenpflichtigen Parkplatz. Die Terrasse des Bistros schaut nett aus, ist daher leider auch voll belegt. Einen Aperitif für uns gibt es deshalb erst an der Bar des Campingplatzes.
Schon auf dem Hinweg waren mir Gräser, scheinbar übersät mit weißen Blüten, aufgefallen. Jetzt schaue ich mir das näher an:  keine Blüten, sondern massenhaft kleine Schnecken mit weißem Gehäuse.  :happy: Die Bilder davon sind aber nichts geworden.

Später zum Sonnenuntergang spazieren an den Fluss beim Camping. Doch der Pont ist von dort nicht zu sehen, also muss der Abendspaziergang ausgedehnt werden.  ;D





Nachbarn erzählen uns, der Pont du Gard solle im Dunkeln schön beleuchtet sein, jedoch wollten wir nicht noch einmal dorthin.
Stattdessen


Etappe

Ilona:

--- Zitat von: Susan am 15. Oktober 2021, 15:18:29 ---Nachbarn erzählen uns, der Pont du Gard solle im Dunkeln schön beleuchtet sein, jedoch wollten wir nicht noch einmal dorthin.
Stattdessen


--- Ende Zitat ---

Das hätte ich genauso gemacht  :zwinker: :toothy9:.

Christina:
Die Pont du Gard hatte ich 2017 auch auf der Liste der möglichen Ausflüge von unserem Standort aus. Ist aber dann, weil es doch eine lange Fahrt gewesen wäre, zugunsten anderer Ziele, entfallen. Ist aber auf jeden Fall ein sehr imposantes Bauwerk und tolles Fotomotiv.

Toll, dass ihr die Pont von eurem Campingplatz bzw. nach einem Spaziergang von dort sehen konntet. Bei mir hätte es kein Halten gegeben, wenn ich das mit der Beleuchtung gehört hätte :) Bei Fußproblemen allerdings wohl auch nicht.

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