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September 2021: Languedoc & ein Schuss Provence
Horst:
Wow - Reise im September - Anfang Oktober schon der Bericht - das ist fix ;)
Bin ich gerne mit dabei.
Zumal ich noch nie Urlaub in Frankreich gemacht habe.
Susan:
Willkommen, Horst :adieu: Vielleicht kommst du ja auf den Geschmack einer Frankreichreise.
Ich schreibe die Reiseberichte gern möglichst bald, sonst entfleucht mir zuviel der Erinnerung :floet: Bin nämlich meist zu faul, abends Notizen zu machen.
31. August Gorges de l’Ardèche
Der Morgen beschert uns herrlichen Sonnenschein. ;D Da macht das Frühstück gleich noch mehr Spaß, besonders mit dem leckeren Baguette. Das schmeckt vor Ort meistens besser als daheim.
Die Nachbarn rundum scheinen hier länger zu logieren: Vater auf Fahrradtour, Mutter und Kinder an den Pool.
Für die Fahrt zum nächsten Etappenziel bleiben wir der Autobahn fern. Insbesondere suchen wir einen Supermarkt mit Tankstelle, da ist der Sprit in der Regel billiger. Der erste hat leider zu niedrige Höhenbarrieren, aber wir finden zum Glück noch einen weiteren, der sogar billiger ist.
Wir können Blicke auf die Rhone werfen und die Landschaft drum herum genießen – viel Weinbau. ^-^ Und uns wieder an den französischen Verkehr gewöhnen: Kreisel über Kreisel und reichlich Tempo 30 Zonen mit Bodenschwellen ::)
Schließlich kommen wir zum Fluss Ardèche, der im letzten Drittel seines Verlaufs eine große Schlucht durchquert. Anders als der google-Routenplaner haben wir kein Problem damit, die am Nordrand der Schlucht verlaufende Panoramastraße Richtung nächstem Campingplatz zu fahren (daher auch keine Streckenkarte). Die D290 ist durchaus Wohnmobil tauglich, einzig Parken an den Aussichtspunkten kann ein Knackpunkt werden. Zur Hochsaison würde ich sie weniger gern befahren wollen, egal mit welchem Gefährt.
Cool ist diese neue Lösung: der Parkplatz wurde quasi in die Mitte verlegt. Da kommt man von beiden Seiten gut ran.
Beim Grand Belvédére sieht man noch wenig Schlucht.
Das wird später besser. Ich weiß nicht genau, an welchen Aussichtspunkten wir angehalten haben. Da wir schon öfter dort waren, haben wir einige ausgelassen. Zudem gab es nicht überall Parkraum fürs Dickschiff. Die Ardèche hat einige Hufeisenschleifen, so sind die Aussichten auch keine wirkliche Hilfe.
Fluss gezoomt
eine der Hufeisen-Schleifen
Die Gorges sind seit Jahrzehnten ein Klassiker für Kanu- und Kajaktouren. Es heißt im Sommer käme man trockenen Fußes durch die Schlucht, so viele Boote seien unterwegs. ^-^ Mittlerweile gibt es wohl einige Beschränkungen und strengere Regeln. Wir haben die 32 km Tour schon ein paar Mal gemacht, heuer ist das aber keine Option. Freitags und Samstags kann man sich auch hinunter schippern lassen, ich habe jedoch zu lange mit der Reservierung gezögert. Schade, denn die Landschaftseindrücke unterwegs sind einfach toll.
Von oben sind die Boote auch gut zu sehen
Die Schlucht ist etwa 32 Flusskilometer lang und bis zum 300 m tief. Sie ist bis auf zwei Biwaklagerplätze unbebaut. Auf denen kann man mit Reservierung kampieren allerdings nur eine Nacht. Es soll auch einen Wanderweg durch die Gorges geben, wir jedoch haben dort noch nie Wanderer gesehen. Ist ja auch eine beachtliche Strecke, wenn wohl nur in zwei Tagen zu schaffen.
Je näher wir dem Hauptort des Tals Vallon-Pont-d’Arc kommen, desto voller wird die Straße. Daher auch kein Stopp am Markenzeichen der Gorges, dazu kommen wir später.
Wir beziehen einen Stellplatz auf unserem Lieblingscampingplatz dort, d.h. der wurde mit einem anderen zusammengelegt und firmiert nun als Rives d’Arc. Ich hatte reserviert, was wohl unnötig gewesen wäre. Doch da in Frankreich auf immer mehr Campingplätzen die Parzellen mit Mobilhomes umbaut werden, erschien mir das sicherer. Handy herausholen und Impfzertifikat laden, wird langsam zu Routine. Wir bekommen ein Bändchen in anderer Farbe.
Nachdem wir uns installiert haben, schauen wir noch zum Fluss. Dort gibt es Terrassen für (Liege)Stühle und einen Badeplatz;
Time to relax
Horst:
Tolle Schlucht!
--- Zitat von: Susan am 08. Oktober 2021, 23:26:32 ---Anders als der google-Routenplaner haben wir kein Problem damit, die am Nordrand der Schlucht verlaufende Panoramastraße Richtung nächstem Campingplatz zu fahren (daher auch keine Streckenkarte).
--- Ende Zitat ---
Das könnte daran liegen, dass google maps die Strecke tagesaktuell anzeigt - also im September war sie noch befahrbar - im Oktober vielleicht nicht mehr.
So ging es mir jedenfalls schon mit Islandkarten von Gmaps - weil außerhalb des Sommers divese Straßen nicht mehr befahrbar sind.
Rainer:
Wenn Horsts Vermutung stimmt (was ich auch annehme), könntest Du (Susan) mal probieren, in Google Maps die Abfahrtszeit (inkl. Datum, auch vergangene Termine werden akzeptiert) auf Euer Reisedatum zu legen. Vielleicht taucht die Strecke ja dann auf. Ich kann das in meinem Browser, wenn oben ich links, aber rechts neben dem Start Eintrag auf die 3 senkrecht angeordneten Punkte klicke.
@Horst: dasselbe könntest Du auch mit Island probieren. Ich habe selbst keine Route auf Lager, um das mal zu testen.
Horst:
--- Zitat von: Rainer am 09. Oktober 2021, 12:41:21 ---@Horst: dasselbe könntest Du auch mit Island probieren. Ich habe selbst keine Route auf Lager, um das mal zu testen.
--- Ende Zitat ---
Ich mach das immer gleich nach der Reise und ziehe Hardcopies der Google Maps Routen fürs Fotobuch. ;)
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