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Heiß und kalt – Island Juni 2021
Heike Heimo:
16.06.2021 Geldingaholt – Kerlingarfjöll - Náttúra Yurtel
Der Wetterbericht war gut. Kühl, aber sonnig und das war dann zur Überraschung auch so.
Für die Rückreise braucht Heike einen PCR Test. Ich hatte sie schon vor Tagen bei Covid.is für diesen Tag angemeldet. Die Probennahme soll um 13 Uhr in Selfoss in der Tiefgarage des Kaufhauses Kronan sattfinden. Bis Mittag wollten wir uns die Zeit beim Seljalandsfoss vertreiben. Wir parkten nicht beim kostenpflichtigen Parkplatz, sondern weiter oben beim Gljúfrabúi. Ebenfalls ein Wasserfall, der über einen Fußweg mit dem Seljalandsfoss verbunden ist.
Der Gljúfrabúi ist nur über eine Felsspalte, über Steine im Wasser erreichbar. Es fällt dann hinter dem Spalt in einen Kessel.
Am Fußweg zum Seljalandsfoss blühen Blumen im satten Grün.
Der Seljalandsfoss ist wie immer sehr schön anzusehen.
High Light ist natürlich der Weg hinter dem Wasserfall.
Wir hatten noch etwas Zeit und fuhren ein Stück die Schotterstraße Richtung Þórsmörk. Wir erkannten aber bald, dass es keinen Sinn macht, mit der Zeit die wir hatten, weiter zurückzufahren. Wir drehten daher bald um.
In Selfoss versorgten wir uns mit einer Jause beim Subway, für die Abendtour. Um 12:45 sind wir in der Fahrzeugschlange für die Probenahme. Es wurde 13:15 nichts geschah. Um 13:20 tauchte eine Frau auf, die alle Fahrzeuge abklapperte. Sie fragte, ob wir Touristen seien. Ja, sind wir. Dann müssen wir warten, der Computer funktioniert nicht. Kurz nach halb, ging es dann los. Die Probennahme war rasch erledigt und wir stärkten uns danach bei einem Tankstellenimbiss nach Selfoss.
Bevor wir nach Kerlingarfjöll in Hochland fuhren, checkten wir noch bei unserer letzten Unterkunft dem Náttúra Yurtel, in Sichtweite des Strokkur, ein. Als Unterkunft wurden hier neue Jurten errichtet. Der Betreiber und seine Frau waren sehr nett und erklärten uns alles um die Jurten.
Es war schon gegen 15 Uhr als wir uns auf den Weg nach Kerlingarfjöll machten. Bis zur Abzweigung geht aus auf der Hochlandpiste 35, sie auch für 2WD erlaubt ist. Die Straße ist aber, wie schon das letzte Mal, im erbärmlichen Zustand. Ständig Steine und Löcher auf der Fahrbahn erforderten ein konzentriertes Fahren. Manche 4WD Strecken waren angenehmer zu fahren. Trotzdem genossen wir die karge Umgebung.
Der Wind pfiff in Sturmstärke und trieb den Sand über die Straße.
Die Stichstraße zum Kerlingarfjöll ist bis zum Ressort etwas besser.
Am Weg kommt man auch an einem kleinen Wasserfall vorbei.
Das Ressort befindet sich in schöner Lage.
Danach beginnt eine echte 4 WD Strecke. Durch das kalte Frühjahr konnten wir nicht bis zum Parkplatz fahren und mussten etwa 2km davor auf einem improvisierten Parkplatz halten. Der Rest des Wegs musste zu Fuß erfolgen. Bald war klar warum. Hohe Schneefelder bedeckten bei einem Anstieg die Straße.
Silv:
--- Zitat von: Heike Heimo am 04. Januar 2022, 19:06:25 ---
High Light ist natürlich der Weg hinter dem Wasserfall.
--- Ende Zitat ---
Sieht fast so aus, als würde das Wasser "nach oben fallen". :)
Susan:
Was für ein Kontrast... nach all dem Schnee und der Lava gelbe Blümchen 8)
Daneben ist natürlich der Wasserfall wirklich das Highlight. Sehr schön!
Heike Heimo:
16.06.2021 Geldingaholt – Kerlingarfjöll - Náttúra Yurtel Teil 2
Je näher wir dem Thermalgebiet kamen, desto bunter wurde es.
Als wir Kerlingarfjöll erreichten, war schon die Farbenpracht der Landschaft mit den Schneefeldern vom eigentlichen Parkplatz aus zu sehen.
Holzstufen führten hinunter zum Bach, begleitet vom Zischen der Fumarolen.
Unten rauchte und zischte es aus allen Richtungen.
Am Bach eröffnete sich eine wunderbare Landschaft aus Farben, Wasserdampft und Schnee. Hinter jeder Biegung auf jeder Anhöhe war neues zu entdecken.
Wir gingen zur ersten Brücke.
Auf der anderen Seite ging es relativ steil eine Anhöhe zu einem lauten Fumarolen Feld hinauf.
Von oben gab es eine sehr schöne Aussicht auf die Fumarolen.
Es entstanden unzählige Fotos mit der tief stehenden Sonne. Sicherlich einer der Höhepunkte unserer Reise und einer der schönsten Plätze. Wir waren wieder völlig allein.
Zurück bei der Brücke ging es nun dem Fluss entlang zu einer anderen Brücke.
Wir erkundeten den Flusslauf. Früher hat es hier auch einen Pool gegeben. Von ihm war aber nicht mehr viel zu sehen.
Um zum Auto zu kommen, mussten wir wieder hinauf zum Parkplatz.
Der Rückweg führt wieder über Schneefelder, die ich mit einem mulmigen Gefühl überquere.
Auf den holprigen Straßen ging es wieder 1 ½ Stunden zurück Richtung zur Unterkunft. Kurz bevor die Asphaltstraße erreicht wird, sahen wir einen Sattelschlepper in der Serpentine querstehen. Zwei Autos standen schon unten im Tal. Ich ging zum Fahrer und er sagte mir, dass Hilfe schon unterwegs ist. Wie lange es dauert, konnte er nicht sagen. Er hatte eine Baumaschine abgeliefert. Nun fehlt ihm das Gewicht auf der Antriebsachse der Zugmaschine und die Reifen drehen durch. Der Aufleger drohte bereits über die Kante zu fallen.
Die zwei anderen wollten nicht waten und versuchten über das steile Gelände nach oben zu kommen. Das gaben sie aber bald auf. Einer wäre fast seitlich in eine tiefe Mulde hineingestürzt. Dieses Risiko hatten wir nicht notwendig.
Wir machten es uns gemütlich und aßen unsere Jause. Nach rund einer halben Stunde kam ein Pickup. Zwei Männer und eine Frau sprangen heraus und holten sich Schaufel und Krampen. Sie begannen sofort eine provisorische Straße vor dem LKW aus Steinen und Sand zu graben.
Bald durfte es der erste versuchen. Mit 4WD war es zu schaffen. Noch artig bei den Gräbern bedankt, fuhren wir zur Jurte und fielen gegen Mitternacht gleich ins Bett.
Horst:
Kerlingarfjöll, eines meiner absoluten Lieblingsgebiete, toll erlebt und großartig eingefangen!
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