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Island 2021 - Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

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Horst:

--- Zitat von: Heike Heimo am 31. Januar 2022, 19:31:44 ---Tag 4 hat mir besonders gut gefallen. Zuerst schwarz-grüne Landschaft und dann die Eishöhle. Beeindruckend.

Ich bewundere immer die Leute, die sich mit so einem Fahrzeug durch die Flüsse fahren trauen. Mir fehlt da meist der Mut, wenn es nicht offensichtlich ist, dass die Tiefe passt.

--- Ende Zitat ---
Das war für mich auch einer der eindrucksvollste Tage. Vor allem die F232 ist wirklich eine starke Strecke und wenn man nur bis zum Maelifell fährt sind es auch nur die Sandur, die problematisch sein können.
Die Furten, inklusive der Wasserfall-Furt, waren absolut harmlos.
Ich bin schon viel in Island gefurtet. Ich gebe zu, dass es mich reizt. Allerdings würde ich nie ein wirkliches Risiko eingehen. Ok ein kleines Risiko besteht bei tieferen Furten schon aber letztendlich hängt es vor allem von der Wattiefe des Wagens ab (je nach Tourplanung wähle ich das passende Fahrzeug) und man sollte wissen wie man es am besten macht.
Ein paar Regeln:

Wenn du dir nicht zutraust die Furt zu durchwaten dann durchquere ihn auch mit dem Auto nicht.
Dort wo der Fluß am breitesten ist, ist die Wassertiefe und die Fließgeschwindigkeit am geringsten.
Wenn man sich unsicher ist, wartet man auf ein anderes Fahrzeug und fährt diesem hinterher.
Langsam aber kontinuierlich Furten - nicht stehen bleiben.
Kein Gangwechsel (meist erster Gang)
Niemals gegen den Strom fahren! Am besten gleichmässig und schräg mit der Strömung fahren, denn so wird man vom Fluß „geschoben“ und es schwappt kein Wasser auf die Motorhaube unter der sich bei den meisten Fahrzeugen die Luftansaugung befindet. Erst wenn man aus der stärksten Strömung heraus ist kann man einen leichten Bogen machen.
Vormittags sind gerade Gletscherflüße seichter - am späten Nachmittag tiefer (wegen Schneschmelze).

Beachtet man diese Punkte, fängt mit seichten Furten an und hat ein passables Fahrzeug, macht das Riesenspaß. :D

Susan:
so, bin jetzt auch auf dem laufenden  8)  Blenden wir die Anreise mal aus  ;) war der Einstieg ja schon toll mit Vulkanausbruch und Lundis  ^-^ und dann ging es fantastisch weiter, bin ganz geflasht von all den unterschiedlichen tollen Eindrücken.
Okay, für die Offroad-Strecke wäre ich ein zu großer Schisser  :floet: aber auch so gibt es ja genug zu sehen und zu erleben

Horst:

--- Zitat von: Susan am 31. Januar 2022, 22:52:51 ---Okay, für die Offroad-Strecke wäre ich ein zu großer Schisser  :floet: aber auch so gibt es ja genug zu sehen und zu erleben

--- Ende Zitat ---
Definitiv und das war ja auch der einzige Abstecher dieser Art während der Reise. Alles andere PKW tauglich.

Horst:
6.Tag, Sa, 14.8.2021


Da unser Guesthouse nicht mal einen Wasserkocher im Zimmer hat, trinken wir im Museumsrestaurant Hali noch einen Kaffee bevor wir in den Tag starten.






Noch einmal schauen wir beim nahen Jökulsarlon vorbei.











Heute gibt es ein paar interessantere Eisblöcke ...





...aber wir halten nur kurz. Der Tag hat noch einige Kilometer im Programm.





Die „1“ führt uns nach Nordosten, bis zur Piste zum Heinabergsjökull, nur wenige Kilometer und gut befahrbar – sollte man sich nicht entgehen lassen ...






... und heute aufgrund der Windstille und der herrlichen Spiegelungen richtig stark.






























In Höfn, einer „Großstadt“ mit 800 Einwohnern gönnen wir uns einen Einkehrschwung. Immerhin steigen wir dafür aus dem Wagen aus. Dass es die Speisen hier auch als Drive Thru an der Fenstertheke gibt, ist zumindest für Island bemerkenswert.




Pferde sieht man in Island ...




... fast so häufig wie Schafe.






Die Islandpferde sind tatsächlich die Pferde der Wikinger und eine der reinsten Pferderassen der Welt. Die Rasse war auf der zerklüfteten Insel im Nordatlantik seit der Besiedlung ohne genetische Einwirkung anderer Rassen, also seit mehr als 1000 Jahren. Als die ersten Siedler nach Island kamen konnten sie nur eine begrenzte Zahl von Tieren mitnehmen, und deshalb wählten sie wahrscheinlich ihre allerbesten Pferde aus. Die Islandpferde stammten also von einer Herde ausgewählter, hochwertiger Zuchttiere ab, die die Unbilden einer Reise mit dem isländischen Wikinger-Langschiff über den Atlantik überstehen mussten, bevor sie ihre Rolle als „wichtigster Helfer“ der ersten Isländer in diesem weiträumigen, wilden und völlig unbekannten Land übernehmen konnten.

Wegen der geographischen Isolierung Islands kommen hier nur sehr wenige Pferdekrankheiten vor, und Impfungen werden nicht benötigt. Das bedeutet jedoch auch, dass überhaupt kein Pferd in das Land kommen kann. Wenn also ein Pferd Island verlässt (und sei es für die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft), kann es nie zurückkehren.





Am Eystrahorn, beim Leuchtturm von Hvalnes, wo die Berge mit den tiefhängenden Wolken kämpfen.




Bei Laekjavik steht ein markanter Felsmonolith in der Brandung – ein willkommener Stopp, um sich die Füße zu vertreten.





Dieses Mal wollen wir trotz tief hängenden Wolken dem Straßenverlauf nach Norden um die Ostfjorde folgen.














In Breidalsvik welkt ein Schiffswrack vor sich hin und nach einer Kaffeepause setzen wir unsere Nebelfahrt fort.



Am Faskrudsfjördur bekommen wir noch einen ordentlichen Regenguss ab und überlegen ob wir die Fahrt um die Fjorde abbrechen und lieber den kürzeren Tunnel nehmen. Wir entscheiden uns es weiter zu versuchen – in Island weiß man ja nie.










Bei Vattarnes also dem Übergang in den Reydarfjördur klart das Wetter auf ...




... und wir erleben eine wunderschöne wilde Küste und freuen uns, dass wir doch nicht aufgegeben haben.













Im letzten Licht spiegeln sich Berge und Wolken im blauen Wasser des Reydarfjördurs - dem letzen Fjord dieses Tages.





Kaskaden und kleine bis größere Wasserfälle finden ihren Weg hinab in den Fjord.









Die letzten Kilometer vorbei an Egilsstadir bringen uns zu unserem Apartment etwas nördlich der Stadt.



Übernachtung:
Eidavellir, (8 km nördlich Egilsstadir) – 166 € , sauber, einfach, geräumig, Küche, Türschloß defekt (nur mit Türgriff fest anziehen aufzubekommen) etwas teuer bezüglich Preis/Leistungsverhältnis

Preis/Leistung: 6/von 10

Christina:

--- Zitat von: Horst am 31. Januar 2022, 20:43:19 ---
Die App heißt "parka.is".
Habe ich mir zu Hause aufs handy geladen und Zahlungsmittel (Kreditkarte) eingegeben.
Vor Ort habe ich dann noch das Nummerschild des Mietwagens eingegeben und den QR Code am Parkautomaten mit der App gescannt - das wars schon. Wenige Klicks - alles bestens funktioniert (sind wir hier halt nicht gewöhnt  ::) ).
Habe das z.B. am Wanderparkplatz am Vulkan und eben am Skaftafell NP mit der App gemacht. Der Rest der Reise hat es nirgendwo was gekostet.

--- Ende Zitat ---

Danke für die Erläuterung. Wobei es das durchaus auch in Deutschland gibt, z.B. sogar in unserer Kleinstadt Alzey kann man beim Parken mit App bezahlen, allerdings als Alternative zum Parkautomat, weshalb ich das noch nie gemacht hab mit der App. Und auch aus z.B. Frankreich (dort an touristischen Punkten sogar oft gar keine Automaten, sondern noch "echte" Personen, die die Parkgebühr einsammeln ;D), Niederlande, Wales kenne ich das nicht mit Apps.

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