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Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
Silvia:
Boah, was für eine tolle Mischung an diesem Tag. Schloss, tolle alte Baumalleen, tolle Küste und dann noch ein versteinerter Wald :happy:
Ich muss zugeben, von dem Fossil Forrest hab ich bisher weder was gelesen oder Fotos gesehen. :-[ Also danke für's vorstellen :thumb:
Horst:
--- Zitat von: Silvia am 25. Juni 2022, 11:11:10 ---Ich muss zugeben, von dem Fossil Forrest hab ich bisher weder was gelesen oder Fotos gesehen. :-[ Also danke für's vorstellen :thumb:
--- Ende Zitat ---
Gerne - diese entdeckung war denke ich über Google Maps gelungen. Lohnt sich oft auf G-Maps zu scouten was es um ein Ziel das man auf dem Zettel hat, noch so gibt. :)
Horst:
3.Tag – Mo 11.4.2022
Das Wetter vermittelt auch heute wieder einen freundlichen Eindruck – so muss zum Auftakt diesen Tages nur die Nadelöhrausfahrt aus unserer Apartmentparkbucht absolviert werden um nur eine handvoll Kilometer nördlich in Studland am South Beach Car Park unseren Wagen für die erste Unternehmung des Tages abzustellen.
Anders als in Schottland oder Irland ist das Parken in England in der Regel kostenpflichtig. So finden sich an den Parkplätzen Zahlautomaten und hier bekommt man gerne mal ein Problem mit der Bezahlung. Karte funktioniert leider eher selten, für Online-Zahlung müsste man sich jedesmal registrieren (Bezahl-Apps haben das Problem dass es keine einheitliche gibt mit der alle Parkplätze funktionieren). Was immer klappt ist das bezahlen mit Münzen (Scheine schluckt eigentlich keiner dieser in die Jahre gekommenen Parkautomaten). Schnell sind 4-6 Pfund einzuwerfen wenn man für eine kleine Wanderung etwas Puffer einplanen möchte und die muss man erst mal haben. So bekommt eine umfangreiche Münzsammlung doch wieder ihren Wert. Heute haben wir vorgesorgt und sind mit den nötigen begehrten Pfundmünzen gewappnet. So kann der Walk zu den Old Harry Rocks dem östlichen Ende der Jurassic Coast beginnen. Der bequeme Weg führt entlang der Küste durch ein Wäldchen schnell zu den weißen Kreideklippen.
Der Verlauf der Küste läuft auf eine Spitze zu, an derem Ende zwei Kreidefelsen im Wasser stehen – die Old Harry Rocks.
Wie Old Harry zu seinem Namen kam, wird heiß diskutiert. Einige sagen, dass es mit dem Teufel verbunden ist, der der Legende nach einst auf dem Gipfel ein Nickerchen gemacht hat. Andere behaupten, er sei nach dem berüchtigten Piraten Harry Paye benannt, der im 14. Jahrhundert den Ärmelkanal terrorisierte. Es wird gesagt, dass Harrys Schiff früher hinter den Felsen lauerte, bereit, sich auf vorbeifahrende Handelsschiffe zu stürzen.
Geht man die Küste noch ein kurzes Stück nach Süden tauchen zwei weitere Felsnadeln aus dem Meer auf.
Bei heftigstem Wind fällt es nicht leicht, die Szenerie auf Speicherchip festzuhalten, das orkanartige Gebläse zwingt uns regelrecht auf die Knie.
Bevor wir die Gegend Richtung Westen verlassen legen wir noch einen Sprung in die Historie Englands ein und halten am Corfe Castle.
Im kleinen Mittelalterstädtchen Corfe stellen wir unseren fahrbaren Untersatz ab und laufen die wenigen hundert Meter zu alten Burgruine die sich um einen Hügel erstreckt.
Romantisch verfallen thronen die Ruinen von Corfe Castle ...
... über dem kleinen südenglischen Ort Corfe.
Nur noch mit viel Phantasie lässt sich hier erahnen, wie die Burg einmal aussah, als sie im 9. Jahrhundert von Alfred dem Großen zum Schutz gegen die einfallenden Dänen errichtet wurde. Die heutigen Ruinen gehen auf die Zeit um 1090 zurück als Wilhelm der Eroberer für die Normannen, England und die Angelsachsen nach der Schlacht bei Hastings unter seine Herrschaft gezwungen hatte. Seit jenen Jahren hat Corfe Castle unglaublich viel gesehen und erlebt und der Zahn der Zeit hat beharrlich an den Mauern der Burg genagt, denen auch manche Spukgeschichte nachgesagt wird.
Meist gilt es als wenig schmeichelhaft wenn man jemand attestiert, dass er auf Sand gebaut hat. Eine Ausnahme dieser Regel erleben wir in Weymouth im Sandworld Sculpture Park. Der nahe gelegene Strand von Weymouth erhielt einst einen Preis als bester Sand für Sandskulpturenbau – so entstand ein Sandburgenstrandfestival das jährlich abgehalten wurde und später daraus dieser kleine Themenpark.
Die Sandskulpturen sind wirklich phantastisch und genauso faszinierend ist es ihren Erschaffern bei der Arbeit zuzusehen.
Da wir schon mal in Weymouth sind, fahren wir an den Hafen und drehen eine kleine Runde garniert natürlich mit einem Test der örtlichen Gastronomie.
Letzter Stop des Tages wird heute noch einmal die Jurassic Coast bei Seatown ...
... und der Blick bei Sonnenuntergang auf die Felsklippen bei Golden Gap.
Bleibt nur noch zu erwähnen, dass wir auf der Fahrt zu unserer Unterkunft nähe Sidmouth noch schnell die Grafschaft wechseln und nach Devon hinein fahen.
Übernachtung: Maunders Hill Cottage, Otterton (nähe Sidmouth), Devon -
Bewertung: 9/10 groß, nette Vermieterin, Küche, Preis 112 €
Christina:
Das waren zwei herrliche Tage. Die Dörfer und Burgen erinnern mich an Wales, auch die Parkautomaten, ich glaube, da haben wir außer auf dem Supermarktparkplatz und vor unserem Ferienhaus kein einziges Mal kostenlos geparkt.
Die Küste ist wirklich wunderschön und selbst Durdle Door war an einem Sonntag gar nicht so überlaufen wie ich vermutet hätte.
Horst:
--- Zitat von: Christina am 27. Juni 2022, 18:38:48 ---Die Küste ist wirklich wunderschön und selbst Durdle Door war an einem Sonntag gar nicht so überlaufen wie ich vermutet hätte.
--- Ende Zitat ---
Juli & August (und da dann noch Wochende) sollte man sicher tunlichst meiden.
Sonst fanden wir es mit den "Massen" auch ganz ok - obwohl die Engländer an Ostern auch Urlaub/Ferien hatten.
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