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Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
Horst:
Hallo Silvia,
--- Zitat von: Silvia am 29. Juni 2022, 09:50:44 ---Sind da neuzeitliche Druiden noch aktiv? Auf dem Stein ist ne Spirale zu sehen und da Moos normalerweise nicht im Kreis wächst sieht das menschgemacht aus.
--- Ende Zitat ---
Alles sehr mystisch. ;)
Hab noch mal gegoogelt und in den Übersetzer geworfen:
"Wistman’s Wood war auch den Druiden heilig. Dies war der Ort, an dem sie sich zu ihrer geheimen Anbetung versammelten. Ein großer Stein erinnert noch heute an diese Tage. Der Druid Stone oder Buller Stone ist immer noch erhalten. Es soll ein Portal zur paranormalen Welt sein."
Ich habe das Portal nicht ausprobiert, da wir an dem Tag noch über eine Stunde nach Süden fahren mussten. ;)
--- Zitat von: Silvia am 29. Juni 2022, 09:50:44 ---Wie sah es im Dartmoor mit anderen Touristen aus? Denn richtig einsam sah das auf manchen Bildern nicht aus. .. und ihr wart ja doch relativ früh im Jahr dort.
--- Ende Zitat ---
Die Briten haben (leider) auch Osterferien (und ich muss praktisch immer während der Ferien) - deshalb waren trotz der frühen Saison schon auch öfter mal Leute unterwegs, hat sich aber gut verteilt (war nur an einem Strand im Norden Cornwalls mal etwas übel - aber das hatte auch seine Gründe).
Wenn Du es im Dartmoor einsam haben willst ist das kein Problem. Einfach von den bekannteren Zielen Abstand nehmen oder sehr früh und später am Tag unterwegs sein - da ist man dann wahrscheinlich fast alleine, selbst am Wochenende (Ausnahme natürlich Juli/August).
Ilona:
--- Zitat ---very british, als Pflicht "Scones" auf den Teller.
--- Ende Zitat ---
Wie es sich gehört, mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream :thumb: . Obwohl ich schon einige Male auf der Insel war, habe ich das noch nie probiert :weissnicht:.
Dartmoor scheint wirklich ein Nebelfänger zu sein, aber nur so wirkt die tolle Landschaft.
Horst:
5.Tag – Mi 13.4.2022
Die nächsten Tage stehen also im Zeichen der Südwestlichsten Graftschaft Englands – Cornwall.
Obwohl Cornwall zu England gehört, erscheint es in vielerlei Hinsicht fast als ein eigenständiges Land. Die meistenReiseführer sprechen von „Cornwall und Südwestengland“ und behandeln Cornwall als separaten Landesteil.
Cornwall ist deutlich dünner besiedelt als seine Nachbarn, seine Bewohner scheinen in ihrer Region besonders verwurzelt, die Natur ist eine Spur wilder, die Küste noch spektakulärer, die Orte noch pittoresker, die Gärten berühmt, Legenden, Sagen und Geheimnisse findet man an vielen Ecken und Winkeln dieser Grafschaft.
Für diesen Morgen haben wir uns gleich eines der bekannten Ziele ins Auge gefasst, die wohl alle Erstbesucher ins Programm nehmen.
An der rauen südwestlichen Spitze Englands ragt die Gezeiteninsel St Michael's Mount vor der Küste Cornwalls beim kleinen Ort Marazioaus dem Meer.
Oft von Nebelschwaden verhangen, trotzt der St. Michael's Mount seit Tausenden von Jahren tapfer Wind und Wetter.
Ausschließlich bei Ebbe kann man über einen steinernen Pfad zur Insel laufen.
Heute gilt der St. Michael's Mount als eines der Wahrzeichen von Cornwall. Wie auch der berühmte Mont Saint-Michel, sein französisches Pendant in der Normandie, war die Insel mit dem dazugehörigen Schloss und der Abtei lange Zeit ein beliebtes Pilgerziel von Schotten und Iren, die aus dem Norden kommend, in Richtung Jakobsweg unterwegs waren.
Benediktinermönche vom französischen Mont Saint Michel errichteten auf dem Inselberg vor Cornwall im 11. Jahrhundert ein Kloster ganz nach dem Vorbild in ihrer Heimat. Später wurde aus der religiös genutzten Insel ein Stützpunkt für die Befestigung der Südküste und eine Burg entstand. Das Anwesen befindet sich heute im Privatbesitz, kann aber besichtigt werden, worauf wir aber verzichten, da man sich ausschließlich Online Tickets mit Wartezeiten sichern müsste, worauf wir keine Lust haben.
Wir fahren lieber ins hübsche Porthleven ...
... mit seinem sehenswerten Hafen und finden ein nettes Cafe mit einem Tisch in der Sonne.
Nächstes Ziel für den Nachmittag ist die Lizard Halbinsel und die Bucht von Kynance Cove. Ein schönes Erlebnis haben wir am Parkplatz, wo wir mal wieder keine Münzen haben. Wir erkundigen uns beim Parkplatzanweiser nach alternativen Zahlungsmethoden. Der fragt zurück ob wir Ausländer wären – und entscheidet, dass wir als ausländische Touristen kostenlos parken dürfen. :D
Vom Parkplatz führt ein Weg hinab zu den Klippen der Küste. Möwengeschrei begrüsst uns, beim Blick hinab auf die aus dem Meer ragenden Felsen der Bucht.
Kynance Cove ist eine Ikone Cronwalls, gilt als einer der meist photografierten und gemalten Buchten Großbritanniens.
Die Natur hat sich hier auch auch besonders Mühe gegeben, ...
... eine wilde Ansammlung von Felsbrocken im Wasser, ...
... eine Küstenlinie die sich nur für die Bucht kurz absenkt um dann wieder aufzusteigen, ...
... türkis-grünes Wasser von bunten Flechten überzogene Felsen ...
... und sicher einen der am schönsten gelegenen Biergärten des Planeten ...
... der sogar noch eine Liegewiese aufweist.
Auch wir können da nicht widerstehen und gönnen uns ein Eis in England im April und natürlich den unvermeidlichen Kaffee.
Danach geht es zum südlichsten Punkt Britanniens, dem Lizard Point.
Auch hier gibt es sehenswerte Küste, ...
... Felsmonolithen und Felslöcher im Meer...
... und einen Leuchtturm zu bewundern.
Das Finale des Tages findet heute an der kornischen Westküste am Godrevy Point statt.
Strände und raue Felsenriffs wechseln sich hier ab.
In der Ferne wird der Horizont von einem Leuchtturm dominiert.
Das Abendessen „erjammern“ wir uns im Red River Inn Pub, wo es zunächst keinen Tisch für uns gibt, aber mit etwas Überredungskunst und Beharrlichkeit doch noch ein Tisch für uns gefunden wird.
Übernachtung: Apartment Trecarrack Road 45, Camborne (nähe Redruth), Cornwall -
Bewertung: 10/10 , perfekt – alles was man braucht und riesig groß, Küche, Preis 102 €
Ilona:
Die Küste ist klasse :beifall:, aber den Nebel hättet ihr im Dartmoor lassen können :zwinker:.
Silvia:
Was für ein toller Küstentag :beifall:
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