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Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
Ilona:
Die gezeigten Strände sind ein Traum :herz: und wurden hoffentlich nicht mit Saharasand aufgeschüttet.
Eintrittsgelder scheinen zu Buche zu schlagen, denn leider sind die Sehenswürdigkeiten nicht im England Heritage Pass gelistet.
Beim Essen musstet ihr wohl öfter Abstriche machen, doch das seid ihr von Island gewöhnt :cool2:. Also da muss ich sagen, dass wir im Großraum London, bis auf einmal, immer gut gegessen haben. Die Ausnahme waren damals auch Fish & Chips und die waren kaltfettig-grausig. Mit indischen Restaurants fährt man gar nicht schlecht, wenn man das würzige Essen mag.
Horst:
--- Zitat von: Ilona am 07. Juli 2022, 11:22:44 ---Die gezeigten Strände sind ein Traum :herz: und wurden hoffentlich nicht mit Saharasand aufgeschüttet.
--- Ende Zitat ---
Alles echt und original. ;)
--- Zitat von: Ilona am 07. Juli 2022, 11:22:44 ---Eintrittsgelder scheinen zu Buche zu schlagen, denn leider sind die Sehenswürdigkeiten nicht im England Heritage Pass gelistet.
--- Ende Zitat ---
Eintrittsgelder sind in der Regel halt für Burgen und Gärten zu zahlen aber nicht für die Natur (da zahlt man halt dann noch die paar Pfund für den Parkplatz).
Also wenn man schwerpunktmäßig Natur macht, geht es schon mit den Zusatzkosten.
--- Zitat von: Ilona am 07. Juli 2022, 11:22:44 ---Beim Essen musstet ihr wohl öfter Abstriche machen, doch das seid ihr von Island gewöhnt :cool2:. Also da muss ich sagen, dass wir im Großraum London, bis auf einmal, immer gut gegessen haben. Die Ausnahme waren damals auch Fish & Chips und die waren kaltfettig-grausig. Mit indischen Restaurants fährt man gar nicht schlecht, wenn man das würzige Essen mag.
--- Ende Zitat ---
In Island ist das Essen besser als in England, würde ich mal behaupten.
Die Inder sind in GB in der Tat meist die beste Wahl, das wäre auch meine Empfehlung. Burger im Pub geht auch. Manchmal sind auch Fish & Chips genießbar aber nicht immer.
Über den kulinarischen Rest deckt man besser den Mantel des Schweigens.
Horst:
9.Tag – So 17.4.2022
Heute verlassen wir den Süden Cornwalls endgültig.
Nach etwa einer Stunde unterbrechen wir die Fahrt am Roche Rock.
Auf einem 66 Fuß hohen Turmalin-Granit, einem Felsvorsprung mit Blick auf das atmosphärische Bodmin Moor und die „Berge“ aus Porzellanerde von St. Austell, steht Roche Rock Hermitage. Die zerstörte Kapelle aus dem Jahr 1409 ist dem Heiligen Michael geweiht und seit Hunderten von Jahren von Mythen und Geheimnissen umgeben.
Die Einsiedelei ist mit einer Reihe kornischer Volksmärchen verbunden, insbesondere mit der Geschichte von Jan Tregeagle (Cornwalls eigener Faust), einem gequälten Sünder, der einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat und versuchte, in der Kapelle Zuflucht zu finden, als er von Dämonen verfolgt wurde. Es wird auch gesagt, dass sich die dem Untergang geweihten Liebenden Tristan und Isolde aus einer mittelalterlichen Legende hier versteckt haben, als ihre Liebe von Isoldes Ehemann, König Mark, entdeckt wurde.
Der weitere Weg nach Norden führt uns hinüber in die Graftschaft Devon und nach Hartland Quay an die Westküste.
Kein Wunder, dass an dieser rauen Küste viele Schiffe ihr letztes Stündlein erlebten.
Dieser „Steinbruch“ besteht aus spitzen Granitklippen, gegen die das Meer sich seit Jahrhunderten abarbeitet. Ein Hauch von Mordor weht über dieser zerklüfteten unwirklichen Landschaft.
Wir folgen ein Stück der Küste zu Fuß nach Süden.
Dann geht es mit dem Mietwagen wieder weiter nach Norden. In Woolacombe löhnen wir 8 Pfund für den Parkplatz am Strand um einen Mittagslunch einnehmen zu können.
Also eher ein Flop, da der Ort außer Touristenmassen an diesem Ostersonntag nichts bietet.
In meinen Ausdrucken finde ich eine kurze Wanderung zum Morte Point, die gleich um die Ecke bei Mortehoe von einer alten Kirche startet.
Vorbei an einem alten Friedhof führt der Weg über Grashügel und eröffnet den Blick auf die Küste.
In der Ferne lässt sich das Bull Point Lighthouse gut erkennen.
Der Weg erklimmt einen kleinen Hügel mit schroffen Felszacken – der Morte Point.
Vom Hügel kann man hinab zur See gehen.
Der Hang wirkt mit seinen Felszähnen wie der aufgereihte Skelettrücken einer gigantischen Echse.
Schließlich führt der Weg entlang der Küste wieder zurück zum Ort, ...
... von wo es weiter nach Ilfracombe geht. Regen setzt ein und wir fahren an den Hafen. Immerhin für einen kurzen Picturestop springen wir aus dem Wagen. Als Englands derzeit wohl bekanntester wie umstrittenster Künstler Damien Hirst (Stichwort: Haie in Formaldehyd) hier ein Restaurant eröffnete, war der Medienrummel schon groß. Doch als Hirst am Hafen eine über 20 Meter große Bronzestatue aufstellen durfte, gab es nicht viele Einwohner die sich darüber freuten, denn die Statue ist „ungewöhnlich“. Auf einer Seite wird die Haut der Frau zurückgezogen, wodurch ihr Schädel, ihre Muskeln und der sich entwickelnde Fötus in ihrem Bauch sichtbar werden. Die Frau trägt auch ein Schwert in ihrem nach oben gestreckten Arm und hat Schuppen hinter ihrem Rücken versteckt.
In der Innenstadt versorgen wir uns noch etwas Eßbares bei einem türkischen Imbiß und fahren dann aufs Land. Wenn die Kreisverkehre aufhören, setzen die Hecken ein und somit die Spannung – kommt auf der engen einspurigen Straße Jemand entgegen (was in der Regel größere Rangierarbeiten nötig macht) oder nicht.
Irgendwann finden wir (bzw. Google Maps Navi) durch das Hecken-Labyrinth ins ländliche Barnstaple und zum Pine Arms Pub & Guesthouse wo wir ein nettes Zimmer beziehen und den Tag beschließen.
Übernachtung: Pine Arms Pub, East Down Barnstaple, Devon -
Bewertung: 8/10, Zimmer mit Bad und Frühstück, Preis 118 €
Ilona:
--- Zitat ---derzeit wohl bekanntester wie umstrittenster Künstler Damien Hirst (Stichwort: Haie in Formaldehyd) hier ein Restaurant eröffnete, war der Medienrummel schon groß. Doch als Hirst am Hafen eine über 20 Meter große Bronzestatue aufstellen durfte, gab es nicht viele Einwohner die sich darüber freuten, denn die Statue ist „ungewöhnlich“. Auf einer Seite wird die Haut der Frau zurückgezogen, wodurch ihr Schädel, ihre Muskeln und der sich entwickelnde Fötus in ihrem Bauch sichtbar werden. Die Frau trägt auch ein Schwert in ihrem nach oben gestreckten Arm und hat Schuppen hinter ihrem Rücken versteckt.
--- Ende Zitat ---
Dinge ähm Kunst, die die Welt nicht unbedingt braucht.
Ansonsten gefällt mir die, im wahrsten Sinne des Wortes, rauhe Küste mit den zackigen Felsen sehr gut.
Silvia:
So, auch wieder nachgelesen ... hach was für herrliche Küsten :herz: ... manchmal mit dramatischem Hintergrund, was während der Tour bestimmt nicht so tolle Stimmung machte, aber auf den Fotos sieht es super aus ... wobei so im Sonnenschein sind die Küstenabschnitte dann doch einladender ;D
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