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Thailand trotz Corona
Silke:
20.02.22
Heute steht der Khao Yai Nationalpark auf dem Programm. Nach einen recht kargen Frühstück in einer ungemütlichen Halle geht es in Richtung Park. Kurz vor dem Park ein amazon Cafe und … Affen. Die haben gerade einen Gemüsestand etwas weiter geplündert und lassen sich jetzt in Ruhe aus etwas Entfernung beobachten. Dazu einen Kaffee, perfekt.Wir zahlen den Eintritt von 400 Baht pro Person und fahren in den Park. Wir kommen am Beginn des Wanderweges 3 vorbei. Den wollte ich eigentlich laufen, hatte aber gelesen, dass man einen Führer braucht. Am Weg steht aber nichts dazu, und die Führerin einer Gruppe, die vor uns steht, sagt auch nichts. Also laufen wir den Weg allein. Eine sehr schöne Wanderung durch den Wald, ca. 3 km lang. Am Ende geht es über eine freie Graslandschaft, wo sich auch hin und wieder Elefanten aufhalten sollen. Zum Glück sind jetzt keine da, und wir sind etwas froh, als wir am Ende der Fläche ankommen. Leider sehen wir auch gar keine Tiere unterwegs bis auf ein paar ganz zahme Schmetterlinge, die sogar auf meiner Hand sitzen bleiben. Leider müssen wir zum Auto zurück entlang der Straße laufen, es gibt keine Shuttles o.ä. im Park.Dann geht es zum Hauptquartier, da wir im Park übernachten wollen und eine Unterkunft brauchen. Es ist überhaupt kein Problem, so ziemlich alle Hütten sind frei. Wir nehmen eine kleine Hütte in der Sektion 4 für 2 Personen für 800 Baht. Gegenüber dem Hauptquartier gibt es einen Foodcourt mit vielen Ständen, die erstaunlich günstig sind und gutes Essen anbieten. Wir essen erstmal und bringen dann das Gepäck ins Quartier. Die Hütten sind sehr spartanisch ausgestattet, haben aber Bettzeug und Handtücher, zumindest theoretisch. Bei uns fehlen sie. Es gibt auch Strom nur theoretisch, funktioniert auch nicht. Also zurück zum Hauptquartier, wo man uns erklärt, dass der Strom im ganzen Park ausgefallen ist, aber bald wiederkommen soll. Handtücher würde man uns bringen. Also fahren wir zur Wanderung 2, die ich auch herausgesucht hatte, ein 3 km langer Weg zum Wasserfall Haew Suwat. Wir beginnen den Weg, er wird aber nach einer Weile so rutschig und matschig, dass wir nicht weiterkommen. Ein steiler Weg aus nassem Lehm mit knöcheltiefen Pfützen, dazu ging es über Wurzeln, das machte keinen Spass. Also zurück zum Auto, sehr schade, eigentlich ist das ein lohnenswerter Weg durch den Wald am Wasser entlang.Wir fahren mit dem Auto zum Haew Suwat Wasserfall. Als wir gerade hinab laufen wollen beginnt es zu regnen, ein richtiger Tropenregen, wir sind in den paar Minuten bis zum Auto klatschnass. Gut, dass der uns nicht unterwegs bei der Wanderung erwischt hat. Als es nachlässt haben wir keine Lust nochmal runter zu gehen und fahren zum Hauptquartier zurück. Es ist gegen 17 Uhr und eigentlich sollten die Essenstände bis 18 Uhr auf haben, haben sie aber nicht, alles ist geschlossen. Nur ein Stand hat noch eine Hähnchenkeule, die heute mit ein paar Keksen, die wir noch mithaben, unser Abendessen darstellt. Wir verbringen den Abend an der Hütte. Leider lassen sich da auch keine Tiere sehen, nicht mal Affen, die es da geben soll.
Silke:
21.02.22
Wir stehen ganz früh auf, da wir zum Sonnenaufgang zum Pha Diao Dai Viewpoint wollen. Auf dem Weg dahin blockiert ein Baum die Straße, wir bekommen ihn soweit weg, dass wir durchkommen. Leider gibt es keinen schönen Sonnenaufgang, es ist wieder bewölkt. Zum Frühstück gibt es heute scharfes Thaiessen. Die Stände am Hauptquartier haben zum Glück wieder auf.Dann laufen wir noch den Weg 1, einen kleinen Rundweg durch den Wald, der bei dem Nebel richtig Klasse wirkt. Allerdings werden wir von Blutegeln überfallen, so dass wir am Ende fast flüchten. An meinem Schuh finde ich trotz intensivem Absuchen auch kurz darauf im Auto noch einen, wo der herkam haben wir nicht nachvollziehen können. Bei Regenwetter sollte man dort also unbedingt entsprechende Socken tragen.Da es heute nach Pattaya bzw. Jomtien weiter geht, fahren wir durch den Park in Richtung Süden. Kurz vor dem Ende geht es noch zum Haew Narok Wasserfall, den wir uns ansehen. Man muss ein Stück laufen zur Aussichtsplattform. Direkt zum Wasserfall kommt man nicht. Er ist ganz nett. Insgesamt hat mich der Khao Yai nicht vom Hocker gerissen. Es war nett, aber mir haben die Tiere gefehlt. Vielleicht lag es auch am Wetter, aber ich muss da nicht nochmal hin.Dann geht es zum Botany Beach Resort in Jomtien, wo wir für 2 Nächte ein Zimmer für 45 € pro Nacht gebucht hatte. Wir kannten das Hotel schon, es ist sehr schön angelegt und hat nette kleine Hütten am Pool. Es gibt wie überall wenig Gäste, in den Hütten am Pool sind wir die einzigen, so dass wir in den nächsten 2 Tagen den riesigen Pool ganz für uns allein haben. Leider merkt man den Gästemangel, die Hütten werden nicht gepflegt, bei der ersten, die wir bekommen, hat es durchgeregnet, das Bett ist nass. Leider wird sich auch in den nächsten Tagen Niemand darum kümmern. Schade um die schöne Anlage. Wir essen dort im Restaurant etwas, aber es ist teuer und nicht gut. Da wir das Frühstück auch dort extra bezahlen müssten beschließen wir, uns in Jomtien noch etwas zu essen zu holen. Den dortigen Märkten merkt man die Krise an, wo vor 2 Jahren noch zwei Straßenzüge voller Stände waren gibt es jetzt eine Handvoll. Nur der Markt direkt am Strand ist wenigstens zur Hälfte geöffnet und wir bekommen ein paar Leckereien für den Abend uns nächsten Morgen.
Silke:
22.02.22
Heute ist reiner Strand – und Pooltag. Jörg holt im Laufe des Tages leckeren Eiskaffee vom nahen Amazon Cafe.Abends geht es wieder zum Markt.
Bilder gibt es heute keine.
Silke:
23.02.22
Den Vormittag verbringen wir am Strand und Pool. Wir hatten ausgemacht, dass wir später auschecken dürfen. Ist ja eh Niemand da. Gegen 14 Uhr geht es los nach Bangkok, wo wir das Auto am Flughafen wieder abgeben und mit dem Airport Rail Link für 40 Baht / Person zum Hotel fahren.Wir hatten das Baiyoke Sky Hotel für 40 € pro Nacht für 3 Nächte gebucht. Da wir am 27.02. um 2.10 Uhr fliegen würden, wollten wir es eigentlich auch für die letzte Nacht buchen, um in Ruhe packen und nach einem anstrengenden Tag in Bangkok nochmal duschen zu können. Leider ließ es sich weder über Vermittler noch auf der eigenen Webseite für die letzte Nacht buchen. Ich hatte daher noch das KC Place gleich um die Ecke für die letzte Nacht gebucht. Wir fragten dann an der Rezeption, ob wir für die letzte Nacht verlängern könnten. Die Mitarbeiterin meinte, sie müssten da die Zimmer für die Thais reservieren, da die Regierung ein spezielles Programm aufgelegt hätte. Wir sollen aber nochmal fragen in den nächsten Tagen. Ein paar Minuten später bot sie uns die Verlängerung dann doch noch für 2600 Baht an, was uns aber zu teuer war. Noch ein paar Minuten später fragte sie dann, ob wir in der letzten Nacht ein Frühstück brauchen. Als wir verneinten gab es das Zimmer plötzlich für 1200 Baht, was wir dann annahmen. Wir liefen noch ein bißchen am Hotel rum, aßen noch etwas an einem Straßenstand und fuhren dann hoch zur Aussichtsplattform, die für Hotelgäste frei ist, und bestaunten Bangkok bei Nacht.
Silke:
24.02.22
Nach einem ausgiebigen Frühstück im 81. Stock des Baiyoke Sky Hotels, bei dem es wieder trotz weniger Gäste viel Auswahl gab, fuhren wir mit dem Taxi zu Patoy Motorbike Rental. Ich hatte die vorher per whatsapp kontaktiert, wir mieten 2 Roller für 2 Tage für insgesamt 1000 Baht. Den Tag verbringen wir damit, durch Bangkok zu cruisen. Wir haben keine bestimmten Ziele, fahren nach Chinatown, wo wir ein bißchen bummeln und feststellen, dass es immer noch verhältnismäßig leer ist. Zwischendurch fahren wir mal zum Hotel zurück und ruhen kurz am Pool aus. Etwas zu essen gibt es wieder in der Nähe vom Hotel an dem kleinen Foodcourt.Gegen Abend fahren wir nochmal los, ich möchte den Wat Arun mal von der anderen Flussseite beleuchtet sehen, was uns auch gelingt. Die Stadt ist noch verhältnismäßig leer. Am Baiyoke gibt es die sonst rund um die Uhr stattfindenden Märkte immer noch nicht, nur am Tag und abends einige Stände. Das typische Bangkoker Gewusel fehlt. Zum Roller fahren ist es gut, das ist nicht ganz so anstrengend, aber irgendwie ist es komisch, wenn man die Stadt sonst anders kennt. Die Unabhängigkeit mit dem Roller ist aber toll. Ich hatte das vor 2 Jahren mit meinem Sohn probiert und fand es toll, vorher hatten wir uns das nicht so recht getraut. Inzwischen haben wir uns immer wieder gefragt, warum wir das nicht schon eher gemacht haben. Keine nervigen Taxifahrer, nicht ewig weit zur MRT oder BTS laufen, einfach unabhängig sein. Werden wir in Zukunft immer wieder so machen. Zumal wir ja auch unsere eigenen Helme immer dabei haben. Nur abends ist es etwas schwierig zusammen zu bleiben, weil Jörg im Rückspiegel viele Lampen sieht und nicht weiß, welche meine ist. Für das nächste Jahr haben wir uns da schon was ausgedacht, da kommt irgend etwas Blinkendes an meinen Roller vorn dran.
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