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Wüste und Mee(h)r - Jordanien 2022
Susan:
Da bin ich auch gerne dabei, die Ziele hören sich schon mal gut an. :adieu:
Wie verständigt man sich denn in Jordanien, Englisch?
Es fängt ja schon mal prächtig wüstenmäßg an mit einer schönen ersten Wanderung. Das Camp erinnert mich an einen Agatha Christie Krimi, der spielte in Petra.
Silke:
--- Zitat von: Christina am 04. November 2022, 18:15:53 ---Da bin ich gerne dabei, auch wenn ich dort sicher nie hin reisen werde, aber so kann ich es mal virtuell sehen.
Koffer beim Umsteigen in Europa nochmal abholen, liegt das an Ryanair oder an Ungarn/Budapest?
Habt ihr das Auto direkt in Jordanien gebucht ohne deutschen Vermittler? Wenn man beim ADAC bucht, hat man keine Selbstbeteiligung, d.h. irgendwelche Schrammen sind völlig egal (wobei ich nicht weiß, ob man über den ADAC überhaupt Autos in Jordanien mieten kann).
Die Landschaft auf eurer ersten Wanderung sieht super aus, das könnte im Südwesten der USA sein. Wie waren denn die Temperaturen?
--- Ende Zitat ---
Warum wirst du dort nie hinreisen?
Ich habe ja den Untertitel gewählt, weil das Land hier anscheinend ziemlich verkannt wird (ging uns vorher auch so). Tolle Landschaften, nette hilfsbereite Menschen, Quartiere in jeder Preisklasse, Autofahren einfach, selbst in Amman nur in der Innenstadt ein wenig wuselig, über Land total einfach, gutes Essen...
Koffer selbst abholen lag an der Billigairline Ryanair. Das ginge auch anders.
Das Auto haben wir über einen Vermittler von hier gebucht. Ich habe aber die Selbstbeteiligung rausgenommen, weil ich die über meine Kreditkarte abgedeckt habe.
Temperaturen waren von abends kühl, meist brauchte man abends eine leichte Fleece-Jacke, bis tags zwischen 25 und 30 Grad, je nach Höhenlage. Im Wadi Rum hat man besser um die Mittagszeit nichts gemacht, da war es zu heiß zum wandern. Es wurde aber auch nachts nicht zu kalt, wir hatten für die Übernachtung in der Wüste Unterziehsachen mit, die brauchten wir nicht.
Verständigung war in Englisch gut möglich, das wird überall gesprochen. Und wenn der Straßenverkäufer in Amman es nicht kann, übersetzt der Nächste, der dabei steht.
Horst:
Na da bin ich natürlich dabei. :D
Von vielen vielen Reisen in meinem Leben war Jordanien die schönste ... und die Leute dort absolut fantastisch.
15 Jahre her, bin gespannt zu lesen wie es heute ist.
Silke:
--- Zitat von: Horst am 05. November 2022, 10:09:51 ---Na da bin ich natürlich dabei. :D
Von vielen vielen Reisen in meinem Leben war Jordanien die schönste ... und die Leute dort absolut fantastisch.
15 Jahre her, bin gespannt zu lesen wie es heute ist.
--- Ende Zitat ---
So lange schon? Ich war gedanklich der Meinung, dass ich mal deinen Bericht gelesen hatte.
Die Leute sind immer noch toll. Wir sind mal am Straßenrand stehen geblieben und haben am Auto einen Kaffee getrunken. Da ist jedes Auto entweder langsamer gefahren oder angehalten und hat geguckt oder gefragt, ob wir Hilfe brauchen. Und die Guides anderer Gruppen haben uns bei einer Tour völlig selbstverständlich geholfen.
Silke:
10.10.22
Heute sollte es ins Wadi Rum weiter gehen.
Aber vorher stand noch eine Wanderung auf dem Programm, ins Wadi Ghuweir.
Wir frühstückten, es gab ein typisches jordanisches Frühstück mit Fladenbrot, Hummus, Gurken, Tomaten, Käse, Oliven und Tee, checkten aus und fuhren die 30 Minuten zum Startpunkt.
Schon die Anfahrt war toll, die Straße verlief durch bunte Berge und einige kleine Dörfer, vorbei an Beduinenunterkünften. Am Startpunkt des Weges war die Straße zu Ende, da gab es gar nichts mehr, nur noch den Parkplatz und einen Ziegenhirten mit einer Herde Ziegen.
Die Wanderung war toll, es ging durch ein Tal immer an einem Bachlauf entlang, der tatsächlich etwas Wasser führte. Oft musste man ihn durchqueren, mal verschwand er wieder um später wieder aufzutauchen. Das Tal verengte sich und wurde zu einem Slotcanyon. Und dann wurde es immer feuchter im Canyon, es wuchsen Pflanzen und sogar Palmen. Es gab kleine Wasserfälle und der Bach führte etwas mehr Wasser. Der Weg selbst ging immer über kleine und größere Steine, man musste etwas klettern, dadurch ging es nur langsam voran. Was aber nicht schlimm war, da die Landschaft so toll war.
Da wir noch zum Wadi Rum fahren und dort bis 18 Uhr sein mussten, schafften wir den Weg leider nicht ganz und kehrten nach 5 km um. Zurück ging es den gleichen Weg. Eine tolle Wanderung.
Wir brauchten dann für die ca. 160 km bis ins Wadi Rum Village ca. 2,5 h. Am Visitorcenter mussten wir unseren Jordanpass vorlegen. Damit sparte man die 5 JOD Eintritt/Person ins Wadi Rum.
Im Wadi Rum hatten wir für 3 Nächte ein Zelt im Wadi Rum Magic Tours Camp inkl. Vollverpflegung und 2 Tage Auto mit Fahrer, der uns hinfahren würde, wo wir wollten, für 280 JOD gebucht. Wir wollten auf keinen Fall die typische Tourirunde „an einem Tag alle Sehenswürdigkeiten abklappern“ machen, sondern die Wüste in Ruhe erleben.
Im Village trafen wir den Besitzer des Camps. Unser Auto stellten wir im Hof seines Hauses ab. Im Wadi Rum kann man nur mit einem Allradfahrzeug fahren, und dann auch nur mit Erfahrung, es gibt viele Tiefsandpassagen (auch manchmal sehr unverhofft), Sanddünen und wenig Orientierung.
Wir wurden dann mit einem anderen Pärchen zum Camp gefahren, wo wir unser Zelt bezogen. Nach einem ausgiebigen Abendessen spazierten wir noch ein wenig um das Camp, was auch ohne Beleuchtung durch den Vollmond gut möglich war, und fielen dann bald müde ins Bett.
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