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Nach 2,5 Jahren und 6 Umbuchungen – USA 2022
Silvia:
Einfach nur der Hammer dieser Flug - vor allem mit der Zwischen-Landung :happy: Der Blick von dort ist ja absolut phantastisch :herz:
Für mich wäre der Flug leider nichts, hab ja schon in kleinen Flugzeugen Probleme, aber so am Bildschirm fliege ich gerne mit ;)
Ilona:
--- Zitat von: Susan am 09. Februar 2023, 17:37:18 ---Wenn ich den Preis so mit mancher Boots- oder Jeeptour vergleiche, war das ja fast ein Schnäppchen ;) Die Plätze wurden also nicht nach Gewicht verteilt? Jedenfalls nett von dem Piloten Überstunden zu machen.
--- Ende Zitat ---
Hallo Susan,
einen Vergleich zu anderen Touren hatte/habe ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass man mittlerweile ganz schön tief in die Tasche greifen muss.
Unser Gewicht musste ich bereits bei der Buchung angeben und keiner der Passagiere fiel aus dem Rahmen.
Bestimmt wurde der Pilot mit einem Überstundenzuschlag dazu überredet :zwinker:.
--- Zitat von: Christina am 09. Februar 2023, 18:24:58 ---Das heißt, dass im Heli noch mehr Kurven geflogen werden wie im großen Flugzeug? Wirklich schade, denn Höhenangst habe ich ja gar keine und Ausblicke von der Höhe hinunter mag ich ja auch sehr. Na ja, immerhin kann ich die Ausblicke aus dem Flugzeugfenster genießen, wenn es keine Turbulenzen gibt und keine Kurven geflogen werden.
--- Ende Zitat ---
Hallo Christina,
ein Heli ist viel wendiger als ein Flugzeug, wie dieser Konturenflug zeigt:
Natürlich fliegen die nicht so, wenn Touristen an Bord sind. Schließlich möchten die Betreiber gute Bewertungen und der Pilot keinen :kotz: Heli. Schlecht wurde es jedenfalls keinem von uns.
--- Zitat von: Silvia am 10. Februar 2023, 09:09:36 ---Für mich wäre der Flug leider nichts, hab ja schon in kleinen Flugzeugen Probleme, aber so am Bildschirm fliege ich gerne mit ;)
--- Ende Zitat ---
Hallo Silvia,
an dem Tag war perfektes Wetter und da hätte dir der Flug bestimmt auch gefallen. Schon die Passagiere vor uns schwärmten so vom Flug, als sie ausstiegen.
Ilona:
9. Tag
Page und Umgebung
Unwegsam
Wir hatten an dem Morgen keinen Zeitdruck, waren aber dennoch um 6:30 Uhr beim Frühstück. Alle Sitzplätze waren anfangs belegt und es herrschte ein hektisches Treiben. Draußen standen nämlich die Kleinbusse der Reisegruppen abfahrbereit.
Das Comfort Inn war von allen Unterkünften dieser Reise der schlimmste Müllproduzent, denn es war jedes Plastikteil einzeln verpackt.
Nach dem Frühstück checkten wir aus, obwohl wir eine weitere Nacht in Page geblieben sind. Das lag an der ursprünglichen Planung/Durchführung vom Heli-Flug. Das Hotel für die kommende Nacht hatte ich einige Monate zuvor günstig über TUI gebucht und gleich bezahlt, aber das nur am Rande.
Wir stiegen ins Auto und beim Starten meldete Mary, dass im linken Vorderrad zu wenig Luft sei. Das kam ungelegen, aber zur Reifenwerkstatt vom Walmart war es nicht weit. Heiko war davon überzeugt, dass wir uns diesmal keinen Nagel eingefangen hatten und pumpte die Reifen auf. Danach holten wir uns im Walmart noch ein belegtes Baguette und Bananen.
Unser Ziel war der Sidestep Canyon und das Rainbow Valley. Vor einigen Jahren wollten wir schon einmal dorthin, aber der SUV scheiterte an einer hohen Felsplatte in der Wash und die BLM-Road wurde irgendwann gesperrt.
Es blieb uns nichts anderes übrig, als die Gegend zu Fuß zu erkunden. Fritz Zehrer (Link zur Trailbeschreibung) sei an dieser Stelle gedankt, dass er die ganzen Wanderungen samt Koordinaten auf seiner Website zur Verfügung stellt.
Wir fuhren in Richtung Kanab und bogen nach ca. 20 Meilen in eine Dirtroad ab. Auf dieser Road fuhren wir 3,2 Meilen bis zu einem Corral. Bis auf zwei Washdurchfahrten bräuchte man für die Piste weder Allrad noch einen hohen Radstand.
Von hier geht es diesen Hügel hinauf.
Ein Blick zurück samt Suchbild. Wo ist Mary?
Ein Pfad führt an den weißen Felsen vorbei
und zum Schluss immer geradeaus durch die Prairie.
Wir suchten einen Abstieg in den Sidestep Canyon – leider vergebens.
Immer wieder standen wir vor einem weiteren Felsabbruch.
Wir versuchten unser Glück auf der linken Seite im Rainbow Valley.
Wir wanderten den Rim entlang, aber der Canyon ist auf der Südseite einfach zu tief zum Absteigen.
Die beiden Canyons waren uns zu unwegsam und die Farben vom Rainbow Valley nicht besonders kräftig. Wir sind halt mittlerweile ziemlich verwöhnt und hatten uns mehr davon erhofft.
Wir machten uns auf den Rückweg und fuhren nach Page zurück. Die Luft blieb übrigens im Reifen.
In Page fuhren wir zum Ranch House Grill. Das Restaurant ist bei Einheimischen sehr beliebt und hat nur zum Frühstück und Mittagessen geöffnet. Hier bestellten wir uns Fajitas und bekamen riesige Portionen (48 $ inkl. Getränke + Tipp). Anschließend bekam Mary noch ihr Futter, die Tankfüllung zum sensationellen Galonenpreis von 3,969 $. In Page waren die Spritpreise am günstigsten.
Danach fuhren wir zum Holiday Inn Express und checkten ein. Wir hatten auch diesmal keine Reise-Simcard und wählen uns üblicherweise nach dem Einchecken immer gleich ins Wlan ein. Das ging aber in diesem Hotel nicht. Man braucht erst Internet, um sich auf der Webseite ins Wifi einzuloggen. Das hatten wir auch noch nie und zum Glück war das das einzige Mal.
Gut, dass der Walmart nicht weit davon entfernt ist. Von dort aus checkten wir unsere Nachrichten und schickten das tägliche Lebenszeichen an die Verwandtschaft.
Anschließend fuhren wir zur Antelope Marina.
Die Bootsrampe ist hier zu Ende
und 10 m darunter der See. Über den Trampelpfad kann höchstens ein Kanu/Kajak zu Wasser gelassen werden.
Direkt an der Marina führt eine lange Rampe zu den Hausbooten hinunter.
Das ist schon traurig, wie wenig Wasser derzeit im See ist.
Von der Marina aus hat man einen super Blick auf den Tower Butte. Kaum zu glauben, dass wir am Vortag um dieselbe Zeit dort oben standen.
Aufs Abendessen verzichteten wir wieder, denn vom späten Mittagessen waren wir noch satt.
Übernachtung: Holiday Inn Express, Page
Preis: 88,00 € inkl. Tax über TUI
Christina:
Schade, dass euch die Wanderung weniger gut gefallen hat, ich fand es, so von deinen Bildern, eigentlich recht schön, auch der Blick von oben in den Canyon.
Die Wasserknappheit im See ist wirklich extrem, vor ein paar Monaten habe ich mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, da kamen auch welche zu Wort, die davon begeistert waren und auf noch weniger Wasser hoffen, weil das ja die "natürliche" Situation wieder herstellen würde und es dort ganz viele Canyons u.ä. zu Fuß zu entdecken gäbe. Die Bootsvermieter waren natürlich anderer Meinung.
Die Plastikorgie beim Frühstück kann man in der heutigen Zeit kaum glauben, da hat sich seit Jahrzehnten in den USA überhaupt nichts verändert. Und scheint keinen zu interessieren. In Europa lese ich in Hotelbewertungen so oft negative Kommentare über zuviel Plastik beim Frühstück (und da geht es um ein paar Plastikverpackungen, wie Marmeladeportionen), so etwas könnte sich hier kein Hotel erlauben.
Susan:
Die Wanderung schaut sehr schweißtreibend aus :girly:
Allerspätestens bei der Ansicht
--- Zitat ---
--- Ende Zitat ---
hätte ich gestreikt und wäre umgekehrt :floet: Später sah es dann ja wieder interessanter aus. Schade, dass ihr die Abstiege in den Canyon nicht gefunden habt.
Bei der Antelope Point Marina schaut es ja wirklich traurig aus. Waren da am Ende der Rampe tatsächlich noch Hausboote? Mittlerweile sind wohl nahezu alle Marinas "inoperable". Ich halte das für sehr unwahrscheinlich, dass sich der Stausee bald wieder zu füllen beginnt. Da bräuchte es schon einige schneereiche Winter plus sparsamen Wirtschaftens. Die Bootsvermieter müssen dann wohl doch umschulen auf Hiking Guides.
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