Allgemeines > Reiseberichte
Island September 2022 – Zu spät und doch zur rechten Zeit
Heike Heimo:
18.09.2022 Snæfells Tag 2
An diesem Tag verfehlte ich die Abzweigung in Borgarnes nicht. Bei bewölktem Wetter ging es der südlichen Küste entlang. Der Wind frischte stürmisch auf. Über den Snaefellsvegur querten wir die Halbinsel Richtung Ólafsvík. Den Pass hinauf begann es sehr fein zu Regnen. Auf der Nordseite brachte der Wind Föhneffekte. Es klarte auf und die Sonne kam hervor. Der Sturm blies aber feinen Regentropfen über den Bergkamm. So ergaben sich wunderschöne Regenbögen.
Ausblick auf Ólafsvík
In Ólafsvík bogen wir auf die F570 über den Snæfellsjökull ab. Regen, Sturm und Nebel nahmen mit jedem Höhenmeter zu. Wir entschlossen uns daher nicht hinauf zu fahren, sondern bogen auf die eher unbekannte F 575 ab.
Bald schimmerte wieder die Sonne durch und die Regenbögen kamen zurück.
Ohne Regenbogen war hier kein Foto zu machen. Durch das Himmelstor
Beim Blick zurück, war die Föhnmauer schön zu sehen.
Und weiter geht es im Land des Regenbogens.
Irgendwann reichte die Kraft des Windes nicht mehr aus, um Regentropfen vom Berg hinab in den Sonnenschein zu treiben. Auch die Sicht wurde deutlich besser.
Unscheinbare Regenschauer in der Ebene erzeugten Miniregenbogenfragmente.
Über einen kurzen Fußweg ist der Klukkufoss zu erreichen. Er ist fällt über Basaltsäulen.
Je weiter wir in die Ebene kamen, desto bunter wurde die Vegetation.
Als wir bei der Hauptstraße ankamen, bogen wir Richtung Süden ab. Die Landschaft leuchtete in bunten Farben in der Sonne.
Je weiter wir Richtung Südosten kamen, desto näher kam die Wolkenwand, die nicht so schönes Wetter anzeigte.
Unser nächster Halt war der Ort Arnarstapi. Hier gibt es die Felsbögen im Meer, die aus Balsaltsäulen bestehen. Spazierwege führen der Küste entlang.
Spektakulär sind die begehbaren Bögen. Die auf den ersten Blick auf dem direkten Weg gar nicht zu erkennen sind.
Heike Heimo:
18.09.2022 Snæfells Tag 2 II
Nach einer kleinen Stärkung fuhren wir von Süden her auf den Snæfellsjökull. Wir wollten so weit hinauf, bis uns der Nebel die Sicht nehmen würde.
Umso höher wir hinauf kamen, umso besser wurde die Aussicht. Wolken und Landschaft ergaben einen tollen Kontrast.
Als wir beim Nebel ankamen, drehten wir um fuhren zurück zur Hauptstraße. Gleich nach der Hauptstraße kam die Schlucht Rauðfeldsgjá. Früher war sie ein Geheimtipp, heute ist sie überlaufen. Trotzdem ein schöner Slotcanyon, insbesondere der Zugang.
Der Zugang wird von einem Troll mit Gesicht bewacht.
Relativ trockenen Fußes kann der Canyon nicht lange begangen werden. Bald ist eine wasserdichte Ausrüstung nicht schlecht.
Aussicht vom Ausgang.
Wir machten uns nun langsam auf den Rückweg. Wenn wir schon vorbeifahren, darf ein weiterer Touristenmagnet nicht fehlen, die Búðakirkja
Ein paar Kilometer weiter ist die Ytri Tunga. An diesem Strand gibt es eine Robbenkolonie.
Auch ein Walfischskelett liegt am Strand.
Imposant waren auch die Wolken am Randgebirge.
Auf der Höhe des Eldorgkarter bogen wir zum Gerðuberg ab.
Der Gerðuberg ist eine Felswand aus Basaltsäulen.
Nicht weit an Kreuzung zwischen 54 und der 55 liegt ein farbenfrohes Sandgebiet. Hier wurde früher Sand abgebaut. Der Kontrast mit der Umgebung ist sehenswert.
Leider war der Himmel in der Nacht bewölkt, so blieben uns Nordlichter an unserem letzten Abend in Island verwehrt.
Horst:
Auf den Snæfellsjökull hab ich es auch noch nicht geschafft. Da hat das Wetter gerne mal was dagegen.
Da ich letztes und dieses Jahr nicht nach Island gekommen bin bzw. komme, auf jeden Fall sehr schön, immer wieder aktuelle Eindrücke von der Vulkaninsel zu sehen, die mir schon irgendwie ans Herz gewachsen ist.
Heike Heimo:
--- Zitat von: Horst am 30. März 2023, 21:12:47 ---Auf den Snæfellsjökull hab ich es auch noch nicht geschafft. Da hat das Wetter gerne mal was dagegen.
Da ich letztes und dieses Jahr nicht nach Island gekommen bin bzw. komme, auf jeden Fall sehr schön, immer wieder aktuelle Eindrücke von der Vulkaninsel zu sehen, die mir schon irgendwie ans Herz gewachsen ist.
--- Ende Zitat ---
Ja kann ich dir nachfühlen. Bei uns dürfte es nun eine längere Islandpause geben.
Heike Heimo:
19.09.2022 Fossatún – Keflavik - Wien
Unser letzter Tag in Island war wettertechnisch der schlechteste. Schon in der Früh hingen tiefe Wolken in den Bergen. Über die 520 fuhren wir zum Hvalfjörður. Die Strecke führt an einigen Seen vorbei.
Bald war der Hvalfjörður erreicht. Wir umrundeten den Fjord. Die Landschaft war meist in herbstliches braun getaucht.
Auf der Südseite steht der Staupasteinn. Er ist unscheinbar über eine Seitenstraße erreichbar.
Von diesem Platz gibt es auch einen sehr schönen Ausblick über den Fjord.
Die weitere Straße entlang des Fjordes war wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir wurden auf die 42 Richtung Mosfellsbær umgeleitet. Auf dem Weg kommt man am Þórufoss vorbei.
Richtung Reykjavik regnete es sich nun so richtig ein. Wir wollten die Stadt über die 417 umfahren. Aber auch diese Straße war wegen Bauarbeiten gesperrt. So zockelten wir Richtung Flughafen. Ein weiteres Ziel heute wären die Felsspalten von Lambafellsgjá auf der Reykjanes Halbinsel gewesen. Die Straße war aber in sehr schlechten Zustand. Das wollten wir uns nicht antun, um dann im kräftigen Regen zu wandern. So fuhren wir langsam nach Grindavik zum Papas' Restaurant. Vor dem Heimflug wollten wir hier noch die fast schon obligatorischen Fish and Chips essen. Wie immer sehr köstlich.
Danach ging es im Nebel und schlechter Sicht der Küstenstraße entlang Richtung Flughafen. Die Fahrzeugrückgabe war Formsache. Unser Flieger kam pünktlich und alles weitere war Routine. In den frühen Morgenstunden waren wir wohlbehalten wieder zuhause.
Navigation
[0] Themen-Index
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln