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Lavendelblüte statt Gletschereis - WoMo Tour Juni 2024

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Susan:
Der Knackpunkt bei der Navi App ist wahrscheinlich, dass diese "Feldwege" asphaltiert waren und somit als offizielle Straßen gelten. Da uns die Option "schnellste Route" wieder nach Carpentras zur Sperre geführt hätte, war die "kürzeste" Route eben die quer durch die Pampa. Beim neuen Dickschiff haben wir ein spezielles WoMo-Navi an Bord, dessen Bedienung ist allerdings gewöhnungsbedürftig.


--- Zitat von: Ilona am 14. August 2024, 14:51:43 ---:beifall: Schon wieder was gelernt. Gut, dass es die Hybridpflanzen gibt, denn sonst wäre Lavendelextrakt unbezahlbar.

--- Ende Zitat ---

Das war wohl einer der Gründe für die Züchtung von Lavandin. Nicht umsonst hieß Lavendel auch das "blaue Gold". Sowas muss man ja nicht an Weichspüler oder so verschwenden.  ^-^ Das gute Lavendelöl ist tatsächlich selbst mit Museumsrabatt noch sehr teuer, den Unterschied zu so manchen günstigen Angeboten merkt man aber schnell am Duft.  Hatte so einen Duftspender geschenkt bekommen, der war ja sowas von penetrant  :P

Spoiler: die Abtei habe ich nicht vergessen.  8)

Natürlich musste ich zuhause nachschauen: wir haben Lavandin auf dem Balkon.   ;) Bei 55 m über NN würde der andere wohl auch nicht gedeihen.

Susan:
30. Juni  Gorges de la Nesque

Der Sonntag zeigt sich heiter und weiterhin warm, der Wind hat nachgelassen.  Gute Bedingungen für eine Rollertour.

Wir befinden uns hier in den Bergen von Vaucluse. Auch dort hat ein Fluss, die Nesque, eine Schlucht in den Kalkstein gegraben; ca. 17 km lang und bis zu 400 m tief. Eine Panoramastraße führt von Villes-sur-Auzon aus oben am Rand der Schlucht entlang. Sie ist sehr beliebt bei Radfahrern, von denen wir heute etliche sehen. Außer uns sind noch ein paar Motorräder unterwegs, aber wenig Autos. Erstaunlich für einen Sonntag.   

Wir schrauben uns in die Höhe. An den ersten Haltepunkten sehen wir hauptsächlich bewaldete Hänge.





Dann kommt langsam etwas mehr Fels dazu.

 



Und wir haben Tunnel und Felstore zu durchfahren. Für Wohnmobile könnte das eng werden.








Blick zurück auf den Straßenverlauf


und die Schlucht

Dann taucht auf der gegenüberliegenden Seite eine etwas prägnantere Felsgruppe auf.





Kurz danach ein extra ausgewiesener Belvédère, doch da parkt gerade eine größere Gruppe Motorradfahrer. Wir fahren daher erstmal weiter bis zum Bergdorf Monieux. Selbst mit dem Roller ist es nicht einfach hier einen Parkplatz zu finden. Zuviele Fahrräder im Weg  ;) Schließlich finden wir etwas vor einem Atelier. Die Bilder dort sind mir etwas zu modern.



Gegenüber führen ein paar Stufen hinauf zu einer Art Park-Terrasse. Von dort kommen wir auf ein paar Graswegen mit alten Steinhäusern vorbei zum Place de la Liberté und weiter zur Eglise Saint-Pierre.

 



Die Kirche ist relativ schlicht gestaltet.

 



In der Nesque Schlucht wurde 60 tausend Jahre alte Spuren von menschlicher Besiedlung gefunden. Über Monieux findet man wenig Geschichte, außer dass es schon seit dem 12. Jahrhundert besteht. Auf dem Weg von der Kirche zur Hauptstraße sind an der alten Stadtmauer ein paar Bilder aus früheren Zeiten ausgestellt. Leider gibt es wenig Erklärungen dazu.

 

 

In den Gassen ist nichts weiter los; okay, wahrscheinlich Mittagsruhe.  Oder sie tummeln sich alle auf dem von Bäumen beschatteten Dorfplatz, Mittagessen im anliegenden Restaurant.



Wir könnten zumindest etwas zu Trinken vertragen, doch da ist alles belegt. Also köpfen wir die mitgenommene Flasche Rhabarberschorle auf der Parkterrasse.

 :drunken:

Fortsetzung folgt ...

Susan:
Weiter geht's .....

Schon bei der Anfahrt nach Monieux haben wir von oben einen See schimmern sehen. Da wollen wir als nächstes hin und folgen den Wegweisern Plan d' Eau. Dort sind also alle Dorfbewohner hin  ;)
Es gibt Liegewiesen und Picknickbänke, einen großen Spielplatz und etwas abseits sogar einen kleinen Wohnmobilstellplatz.



Die Nesque wird hier durch einen kleinen Damm gestaut. Quasi am hinteren Ende, also beim Wehr, führt ein Wanderweg in die Schlucht hinein. Wir folgen dem kurz, doch da sieht es nicht allzu spannend aus. Zu einer längeren Erkundung hat Kersten keine Lust, besonders weil das Knie wieder schmerzt.

 

Der Weg soll letztlich zu einer alten in die Felsen gebauten Kapelle führen. Wenn ich mich recht erinnere -die Beschreibung finde ich irgendwie nicht mehr - wären das 3 km bis dahin. Von der Nesque ist nicht mehr als ein Bächlein zu sehen. Erstaunlich, dass so etwas mal eine Schlucht gegraben haben soll. Wir umrunden den See auf dem Spazierweg und machen dann Rast mit einem Keks-Apfel-Picknick.


Monieux vom See aus gesehen

Es gibt auch auf der Südseite der Schlucht eine Straße den Bergen entlang. Da ich aber nicht weiß, wie lang die Strecke ist, fahren wir auf gleichem Weg zurück. Diesmal ist Platz am Belvédère, der zwei Plattformen hat.  Von dort führt auch ein Wanderweg in die Schlucht, der allerdings recht steil sein muss. Denn von einer Wandergruppe gehen nur die Männer da hinunter, während die Frauen die Straße entlang marschieren.
 
Wir blicken hier auf den 872 m hohen Rocher du Cire, den "Wachsfelsen".



 

Herrliche Ausblicke auch weiter links, nur den Grund der Schlucht können wir auch von hier aus nicht ausmachen.



Dafür etwas Blühendes in den Felsspalten und ein Lavendelfeld in der Ferne.





Eine ältere Dame, so 70plus, versucht mich in Franzenglisch auf nistende Geier in den Höhlen aufmerksam zu machen. Mit ihrem Fernglas sehe ich die schon, habe aber kein passendes Tele dabei.


wo zum Geier  ;)

Sie ist mit dem Fahrrad hier und zwar - Respekt - einem ohne e davor.

Ein letzter Blick nach Westen-



dann geht es zurück zum Campingplatz.

Heute macht das abendliche Baden im Pool wieder Spaß.


Heutige Tour:

Ilona:
Schöne Tour :beifall:. Gut, dass ihr den Roller dabei habt.

Die engen Felsdurchbrüche und schmalen Straßen sind für so meisten Fahrzeuge ungeeignet.

Christina:
Ein schöner Tag, dass ihr den Roller dabei habt, ist schon sehr praktisch, gerade auf solch engen Strassen ist man doch deutlich flexibler damit.

Dass es beim Hinunterwandern in die Schlucht sehr steil ist, davon gehe ich auch aus, das ist in der Provence leider sehr häufig so, auch ohne Schlucht.

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