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Spätsommer auf der "Insel der Schönheiten" - Korsika 2.0

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Rainer:
Ach man, werden da alte Erinnerungen geweckt.  Île-Rousse ist ein absolut verträumter und idyllischer Ort, mit zentralem Boules Platz und mit dem Weinhandel "Au tonneau" (ein Ausschank von Petra Clos Irgendwas, ich habe es nach so vielen Jahren vergessen). Was für Erinnerungen ich da habe, kann ich kaum wiedergeben. Wir (= drei Studenten) sind da u.a. beim Einkaufen morgens im Supermarkt (die wirklich viel zu kleine Parkplätze haben) direkt "abgebogen" zum "Au tonneau", wo wir dann ca. 2 Stunden später hackebreit aufgebrochen sind....

Ile Rousse ist ein total niedlicher Ort. Wir haben damals direkt hinter Ile Rousse auf dem (recht kargen) Camping Le Bodri gecampt. Aber selbst der Camping Paduella ist mir noch in Erinnerung, den hatten wir einige Jahre später aufgesucht, aber es reichte nicht für eine Übernachtung, die meisten unserer Gruppe wollten näher an Ile Rousse übernachten. Aber dass es diese Plätze heute, über 40 Jahre später, immer noch gibt, ist schon bewegend. Das sind wirklich starke Emotionen,  die ich damit verbinde. Wie gerne wäre ich nochmal so jung und unbeschwert wie damals....

Christina:
Calvi scheint einen Bummel zu lohnen, schöne Mischung aus älteren und neueren Gebäuden. Wobei ich finde, nachdem ich es selbst gerade wieder in Frankreich gesehen habe, dass diese Glasvorbauten vor praktisch jedem Restaurant häßlich sind, hier in Calvi auf deinem Foto geht es gerade noch, aber es gibt ja Orte mit schönen alten Bauten und dann ist vor jedem einzelnen Haus so ein Vorbau, vorne dran dazu noch die bunte Markise mit Beschriftung. Ich weiß gar nicht, warum das so ist.

Da bin ich mal gespannt, ob ihr Ersatz für euren Stuhl findet, so etwas ist im Urlaub ja immer etwas schwierig, zu Hause weiß man genau in welches Geschäft man muss oder bestellt es im Internet.

Susan:
Hallo Rainer,  da wird der nächste Tag ja nochmal besondere Erinnerungen wachrufen.  :) Solche Cliquenurlaube haben bei mir immer nur im Winter (Skifahren) geklappt, sommers haben wir alle zu unterschiedlich Urlaub gekriegt.


--- Zitat von: Christina am 25. November 2024, 18:49:45 ---Wobei ich finde, nachdem ich es selbst gerade wieder in Frankreich gesehen habe, dass diese Glasvorbauten vor praktisch jedem Restaurant häßlich sind, hier in Calvi auf deinem Foto geht es gerade noch, aber es gibt ja Orte mit schönen alten Bauten und dann ist vor jedem einzelnen Haus so ein Vorbau, vorne dran dazu noch die bunte Markise mit Beschriftung. Ich weiß gar nicht, warum das so ist.
--- Ende Zitat ---


Sie brauchen halt Platz für die vielen Gäste, denk ich. Und wenn es dann noch Wind und Regen geschützt sein soll, kommt der Glasvorbau ins Spiel. Aber du hast recht, bei manchen Plätzen mit schönen Altbauten macht es die Wirkung kaputt.

Horst:
Calvi gefällt mir gut, alleine schon wegen der Festung. Die eine oder andere Fassade könnte wohl mal einen neuen Anstrich vertragen aber vielleicht macht ja auch der teilweise morbide Charme das Flair des Ortes aus.

Susan:
13. September  Ausflug nach L’ Île-Rousse

Heute ist wieder wesentlich mehr blauer Himmel zu sehen, der Wind hat etwas nachgelassen. Nach einem gemütlichen Frühstück schwingen wir uns auf den Roller für einen kleinen Ausflug nach L’ Île-Rousse oder Isula Rossa wie die Korsen sagen.  Wegen der einfacheren Schreibweise ohne Accents werde ich den korsischen Namen benutzen.

Die T30 nordwärts umfährt das Zentrum in einer Einbahnstraße, darum halten wir so bald als möglich in einer Nebenstraße. Über zwei, drei unbelebtere Sträßchen finden wir zum Zentrum der Stadt, dem Place Paoli.


(Bild vom Rückweg)

Die Stadt wurde nämlich 1758 von Pasquale Paoli, dem Kämpfer für ein unabhängiges Korsika, als Paolivilla gegründet. Sie sollte ein Gegengewicht zu den genuatreuen Städten wir Calvi bilden.
Darum sehen wir hier auch eine Büste von ihm, umrahmt von vier Palmen. Hier am Platz sitzt man nett schattig unter Platanen, spielt Boule oder schaut den Kindern beim Toben zu.

Am von uns aus oberen Ende des Platzes befindet sich die Kirche der Unbefleckten Empfängnis, ebenfalls von Palmen gesäumt.



Wir queren den Platz und kommen zur Markthalle, die tatsächlich an ein altrömisches Forum erinnert. Wir sind mal wieder zu spät für den Markt, es wird abgebaut und Lieferautos versperren die Sicht für eigene Bilder.

Über einen Zebrastreifen, einen kleinen Platz (dem offiziellem Motorrad Parkplatz) und einem Strang Gleise kommen wir zur Promenade de la Marinella.



Die Gleise sind für den Zug Trinighellu, der zwischen Calvi und Isula pendelt und eine Haltestelle an jedem Strand auf der Strecke haben soll.  Wäre bestimmt interessant, den mal zu fahren.
Nun können wir auch einen Blick auf den Strand von Isula Rossa wefen. 





Heute ist das Meer ziemlich aufgewühlt und liefert eine ordentliche Brandung. Scheinbar hat es auch ein Segelboot vom Anker gerissen und ans Ufer gespült.



Wir folgen der Promenade nordwärts



kommen vorbei an dem üblichen Gefallenendenkmal. Endlich mal eines, dass nicht tapfere Krieger zeigt, sondern die trauernde Familie.



Und wer sitzt denn da in der Brandung?




eine kleine Meerjungfrau
nicht ganz so umlagert, wie ihre Verwandte in Kopenhagen  ;)

Von hier aus können wir jetzt die kleine Île de la Pietra sehen.



Deren roten Felsen hat Isula Rossa ihren Namen zu verdanken. Die kleine Insel war schon  im 6. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, später kamen die alten Römer.  Schon lange ist sie durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Der heutige ist breit genug für Fußwege und Straße, denn an dem flachen Ende der Insel befindet sich Isulas Fährhafen. Bis zum Damm haben wir noch ein Stückchen zu gehen. Es gibt hier wohl noch einen kleinen Strand, der heute aber völlig überspült wird.


Blick zurück


westlich des Damms


Marina
am Inselende des Dammes

Dort gibt es einen Weg auf die Felsen des südlichen Zipfels der Insel, den auch wir unter die Füße nehmen.


Da irgendwo
soll der Klippenspringerpunkt sein.
Viel schöner ist allerdings der Ausblick auf den Hauptfelsen der Insel mit Leuchtturm und Genueser Wachturm.


Wachturm und Hotel La Pietra



Über die alte Leuchtturmstraße kann man dort hinaufwandern, doch da streikt Kersten (oder sein Knie   ;) ) Schade, aber allein habe ich keine Lust. Es ist immerhin auch ganz nett, hier auf einem Felsen zu sitzen und der Brandung zuzusehen.









Nach einer Weile spazieren wir über den Damm zurück Richtung Ort.  Bei dem Blick auf dieses Cafe



können wir nicht widerstehen: Eis Pause  ;D




Fortsetzung folgt ...





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